Sie legte ihre Hand auf das Bild und betete um Heilung

Der hl. Charbel Makhlouf (1828–1898) war ein libanesischer Mönch und Priester des maronitischen katholischen Ritus. Er stammte aus einer armen Bauernfamilie und trat mit 23 Jahren ins maronitische Kloster in Maifouq ein. Er führte ein besonders strenges Büßerleben, kniete Nacht für Nacht betend vor dem Tabernakel, auch großer Kälte trotzend. 1875 zog er sich in eine Einsiedelei nahe bei seinem Kloster zurück. Er wurde am 1977 von Papst Paul VI. heilig gesprochen und wird von vielen Gläubigen als „himmlischer Arzt“ verehrt.

Seit Anfang 2026 wurden zwei neue Wunder gemeldet, die der Fürsprache des hl. Charbel zugeschrieben werden – eines in den Vereinigten Staaten, das andere im Libanon. Über 30.000 gemeldete Wunder werden dem „himmlischen Arzt“ inzwischen zugeschrieben.

Die Anwältin Georgianne Walker, geboren 1975 in South Bend, Indiana (USA), berichtete, dass sie sich im Dezember 2024 einer Bauchoperation unterzog, die kurz darauf zu einer schweren Infektion im Unterbauch führte. Zehn Monate lang mussten bei ihr aufgrund ständiger Blutungen die Verbände täglich gewechselt werden. Da keine Besserung an der entzündeten Wunde eintrat, entschied der Chirurg schließlich, dass eine zweite Operation zur Entfernung des entzündeten Gewebes notwendig sei, und vereinbarte einen Operationstermin.

Im September 2025, so berichtet Walker, besuchte sie ein libanesischer Freund, George Issa, der drei Jahre zuvor durch die Fürsprache des heiligen Charbel Heilung erfahren hatte. Issa brachte ihr ein kleines Fläschchen mit Öl, das mit einer Reliquie des heiligen Charbel geweiht wurde.
Walker berichtete, dass die Wunde nach dem Gebet und dem Auftragen des Öls vollständig verheilte. Sie erlangte ihre volle Gesundheit zurück und benötigte die geplante Operation nicht mehr. Sie betonte, dass sie die Heilung der Fürsprache des heiligen Charbel zuschreibt und dankte sowohl dem Heiligen als auch Issa für diesen Wendepunkt in ihrem Leben.

Die zweite gemeldete Heilung in diesem Jahr betrifft Racha Charbel (nicht verwandt mit dem Heiligen), geboren 1987 in Jezzine, einer Bergstadt im Südlibanon. Am 1. Oktober 2025 wurde Racha mit starken Rückenschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Eine MRT-Untersuchung ergab einen Tumor an ihrer Wirbelsäule.

Ein vorläufiger Einweisungstermin wurde für den 7. Januar 2026 festgelegt. Racha berichtete, dass sie ein Bild des heiligen Charbel über ihrem Bett hatte. In der Nacht zum 6. Januar legte sie ihre Hand auf das Bild, betete um Heilung und schlief dann ein. Am Morgen des 7. Januar ging sie zum MRT ins Krankenhaus. Der Tumor war vollständig verschwunden. Laut Racha erklärte ihr der Arzt, dass es dafür keine medizinische Erklärung gäbe und dass diese Art von Tumor ohne einen chirurgischen Eingriff nicht verschwinden würde. Später erklärte sie, dass diese Erfahrung ein Wendepunkt in ihrem Leben gewesen sei und ihren Glauben vertieft habe.

Ich wäre ein schlechter Lehrer, wenn ich die Wirklichkeit verleugne

Der Fall des irischen Lehrers Enoch Burke wirft weiterhin grundsätzliche Fragen zu Religionsfreiheit, Gewissensschutz und staatlichem Durchsetzungswillen auf.

Seit Ende 2022 sitzt der evangelikale Christ immer wieder im Gefängnis, weil er sich weigert, einer gerichtlichen Anordnung Folge zu leisten, die ihm den Zutritt zu seinem früheren Arbeitsplatz untersagt. Auslöser war sein religiöser und auch von der Vernunft begründeter Widerstand gegen die gesetzlich auferlegte Verpflichtung, einen männlichen Schüler, der sich selbst als weiblich behauptet, als „Mädchen“ anzusprechen.

Insgesamt verbrachte Burke bislang ganze 560 Tage im Gefängnis, hinzu kommen unglaubliche Geldstrafen in Höhe von 225.000 Euro, die Burkes Existenz bedrohen. Die gerichtliche Anordnung besagt, er habe sich von der Schule fernzuhalten, andernfalls werde er inhaftiert. Burke weigert sich, dieser Anordnung zu folgen und kommt immer wieder, wenn er frei ist, auf das Schulgelände zurück.

Denn in Wirklichkeit geht es um einen ideologischen Kampf des Staates gegen die Realität, indem mit Hilfe des Gewaltmonopols des Staates der „Transgenderismus“ den Menschen aufgezwungen werden soll. „Welches Verbrechens habe ich mich schuldig gemacht? Die Wirklichkeit zu benennen? Ich wäre den Schülern ein schlechter Lehrer, wenn ich die Wirklichkeit verleugnen würde“, sagt Burke.

Wenn der Staat die Wirklichkeit mit Zwangsmaßnahmen umzudeuten versuche, sei das ein Angriff auf die Fundamente jeder Ordnung.
Die wiederholte Inhaftierung Burkes hat bislang nicht zu seiner Unterwerfung geführt. Seine Ankläger berufen sich auf die Ordnung des Rechtsstaates. Aber von welchem Rechtsstaat ist hier die Rede, wenn der Staat selbst die Wirklichkeit verneint und mit repressiven Mitteln gegen jene vorgeht, die sich dieser Realitätsverweigerung nicht beugen? Jesus sagt: Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Er malte die Heiligen – sie veränderten sein Leben

Der Künstler Ernest Vincent Wood III hat eine seltene Begabung für die Schaffung sakraler Kunst – aber er ist fast zufällig in dieses Gebiet hineingestolpert. Wood wuchs im baptistischen Glauben auf und arbeitete sogar eine Zeit lang als baptistischer Pastor. Aber er verspürte immer eine andere Berufung, wie er Aleteia erzählte: „Wenn ich auf diese Jahre zurückblicke, hatte ich nicht wirklich einen Plan und wusste nicht, wie es weitergehen würde, aber eine Reihe von Dingen fügten sich zusammen und führten mich langsam nicht nur zur katholischen Kirche, sondern auch dazu, immer mehr sakrale Kunst zu malen.“

Das Kunststudium in Italien veränderte sein Leben, da er dort zum ersten Mal mit dem reichen künstlerischen Erbe der katholischen Kirche in Europa in Berührung kam. Sein Ruf als sakraler Künstler wuchs, und er erhielt unerwartete Aufträge – von Katholiken. Zuerst von einer Kirche. Dann von einer Familie, die die freudenreichen Geheimnisse des Rosenkranzes in ihrem Haus dargestellt haben wollte. Irgendwie fand er sich oft dabei wieder, katholische sakrale Kunst zu schaffen. Bei einer Ausstellung hörte er jemanden einen Kommentar zu seinem Werk machen: „Können Sie glauben, dass der Künstler kein Katholik ist?“ Ein Freund antwortete mit Weitsicht: „Kein Katholik … noch nicht!“ Wood bekam den Auftrag, eine Reihe von Heiligenbildern für die Kapelle einer katholischen High School zu malen. „Je mehr ich mich mit dem Leben der Heiligen beschäftigte, desto mehr begannen all diese Dinge wirklich auf mich einzuwirken“. Durch einen Vorbereitungskurs kam er zu der Überzeugung, dass das, was er lernte, die Wahrheit war, und er wurde 2023 in die katholische Kirche aufgenommen.

Die Wendeltreppe des heiligen Josef

Eine Wendeltreppe von besonderer Art steht in der Loretto-Kapelle in Santa Fé, im Bundesstaat New Mexico. Sie ist ein Wunderwerk der Handwerkskunst. Zahlreiche Fachleute aus aller Welt haben die Treppe, die aus 33 Stufen besteht, untersucht. Bisher konnte niemand erklären, warum sie nicht in sich zusammenfällt und aus welchem Holz sie gefertigt ist. Die Loretto-Schwester berichten Folgendes über den Bau dieser Treppe: Als die Kapelle 1873 errichtet wurde, hatte der Architekt, der kurz vor der Fertigstellung starb, keine Treppe auf die Empore eingeplant. Sie war nur über eine Leiter erreichbar. Da die Zimmerer und Schreiner der Stadt keine Lösung für das Problem fanden, begannen die Schwestern in ihrer Not eine Novene zum hl. Josef zu beten. Am letzten Tag ihres Gebets, so heißt es, klopfte es an diese Türen. Ein älterer Mann stand dort mit einem Esel an seiner Seite und sagte der Schwester, dass er gekommen sei, um ihre Treppe zu bauen. Der Mann war sehr zurückgezogen und bestand darauf, allein in der Kapelle zu arbeiten, wobei er niemals jemanden zuließ, der ihn bei der Arbeit an der Treppe beobachtete. Nach drei Monaten betraten die Schwestern die Kapelle und der Mann war verschwunden. Und als sie ihn nicht finden konnten, um ihn für seine Arbeit zu bezahlen, gingen sie zum einzigen Sägewerk in der Stadt und fragten, wie viel sie für das Material schuldeten, aber es hatte niemand bei ihnen Holz bezogen. Die einzige Erklärung war, dass der hl. Josef selber diese Treppe gebaut hat.

Sie holten ihre Schätze hervor

Das Fest der Erscheinung des Herrn oder der ‚Heiligen Drei Könige‘ offenbart uns einen geistlichen Weg, den auch wir gehen können, damit wir von jener großen Freude erfüllt werden, die die Weisen aus dem Morgenland erfahren haben. Es heißt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar“ (Mt 2, 10-11).

Diese Schätze der Weisen symbolisieren den Glauben an Jesus Christus. Mit dem Gold ehrten sie ihn als König, mit dem Weihrauch beteten sie Jesus als den wahren Gott an, mit der Myrrhe ehrten sie ihn den Erlöser, der gekommen ist, um uns durch sein Leiden und Sterben von unseren Sünden zu erlösen. Darum ist es wichtig, dass auch wir suchen, dem Jesuskind diese Schätze darzubringen.

1) Das Erste ist das Gold. Durch das Gold wird nämlich unsere Freiheit und Liebe bezeichnet. Diese persönliche Freiheit und die Fähigkeit zu lieben, das ist wirklich das Kostbarste, das wir besitzen. Gott selbst hat uns diese Fähigkeiten gegeben. Aber Gott möchte, dass wir ihm dieses Gold der Freiheit und Liebe schenken.

Die freie Hingabe unseres Willens an Gott und seinen Willen, das ist das Gold, das Geschenk, mit dem wir Gott die größte Freude machen können. Das ist zugleich die würdigste Anbetung seiner Königsherrschaft.

2) Das Zweite, das wir dem göttlichen Kind darbringen sollen, ist der Weihrauch. Durch den Weihrauch wird unser inneres Gebet bezeichnet. „Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf!“, so heißt es im Psalm 141. Dieser Weihrauch steigt vor allem dann auf, wenn wir unsere inneren Gedanken immer wieder auf Gott zu richten suchen, wenn wir danach trachten, ihn zu lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit aller Kraft und all unseren Gedanken, wie es im ersten Gebot heißt. Aber zugleich müssen wir durch unser Beten alle bösen Gedanken auf dem Altar des Herzens verbrennen. Das ist die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit.

3) Als Drittes sollen wir die Myrrhe darbringen. Die bittere Myrrhe bedeutet letztlich unsere Sünden, Fehler und Schwächen. Auch das möchte Jesus von uns haben. Er ist ja in diese Welt gekommen als das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinweg nimmt. Wenn wir die bittere Myrrhe unserer Schuld durch die Reue des Herzens und durch unser Bekenntnis ihm übergeben, so wird er uns seine Ruhe und seinen Frieden schenken.

Mit dieser Art von Gold, Weihrauch und Myrrhe, mit der liebenden Hingabe unserer Freiheit, mit einer Anbetung im Geist und in der Wahrheit und mit dem bewussten Reue und Umkehr des Herzens sollten wir immer wieder Christus als unseren Gott und König anbeten. Das wird uns mit großer Freude erfüllen.

 

Frömmigkeit

Am 24. Jän. feiert die Kirche den Gedenktag des hl. Franz von Sales. In seinem berühmten Buch Philothea schreibt er über die wahre Frömmigkeit:
„Der Strauß fliegt nie; die Hühner können wohl fliegen, aber nur schwerfällig, selten und nicht hoch; der Adler aber, die Tauben und Schwalben fliegen oft, mit Leichtigkeit und erheben sich hoch in die Lüfte. So schwingt sich auch der Sünder nie zu Göttlichem auf; er lebt nur auf der Erde und für die Erde. Gute Menschen erheben sich, ehe sie die Frömmigkeit erreicht haben, wohl zu Gott durch gute Handlungen, aber selten, langsam und schwerfällig. Fromme Menschen dagegen schwingen sich zu stolzen Höhen empor, sie tun es gern, häufig und schnell. Mit einem Wort: Frömmigkeit ist nichts anderes als Gewandtheit und Lebendigkeit im geistlichen Leben. Sie lässt die Liebe in uns oder uns in der Liebe tätig werden mit rascher Bereitschaft und Freude. Die Liebe bewirkt, dass wir alle Gebote Gottes beobachten; die Frömmigkeit, dass wir sie hurtig und bis ins Kleinste erfüllen. Wer also nicht alle Gebote Gottes erfüllt, kann weder als gut noch als fromm bezeichnet werden; denn um gut zu sein, muss man die Gottesliebe besitzen; um fromm zu sein, außer der Gottesliebe noch eine große Behendigkeit und rasche Bereitschaft zu ihren Werken.“

 

Eine Kraft, die nicht ich besitze, sondern nur Christus

Der Schauspieler Jonathan Roumie, der in der Filmserie ‚The Chosen‘ Jesus Christus spielt, nahm am 14. Oktober 2025 an der eucharistischen Prozession des Napa Institute  durch die Straßen von New York City teil. Vor der hl. Messe in der St. Patrick’s Cathedral gab er ein Zeugnis darüber, welche Bedeutung für ihn die Eucharistie hat, besonders wenn er als Schauspieler Jesus darstellen soll.

Zu Beginn seines Zeugnisses sprach Jonathan Roumie über den heiligen Carlo Acutis. Er hat schon als 7-Jähriger auf seinem Weg zur Erstkommunion  gesagt, dass die Eucharistie seine Autobahn in den Himmel sei und dass es sein Lebensprogramm sei, durch die Eucharistie immer mit Jesus vereint zu sein. Das ist das Programm, das der heilige Carlo Acutis auch uns ans Herz legt, dass wir nämlich die Eucharistie, wenn möglich, zu einem Teil unseres täglichen Lebens machen. Jonathan Roumie sagt: „Dies wurde zu meinem eigenen Bestreben in den letzten sechs Monaten meines Lebens, als ich die sechste und vorletzte Staffel von ‚The Chosen‘ drehte, die wir vor etwa einem Monat abgeschlossen haben und in deren Mittelpunkt die Kreuzigung steht. Das war mit Abstand das Schwierigste, was ich je versucht habe, sowohl als Schauspieler als auch als Christ. Die Tiefe und Bedeutung der Passion Christi, sein Leiden und seinen Tod am Kreuz darzustellen, war eine gewaltige Herausforderung für mich und verlangte eine Kraft, die nicht ich allein besitze, sondern nur Christus selbst. Die einzige Möglichkeit, mich aufrechtzuerhalten und diese Kraft zu erlangen, bestand darin, so oft es meine Zeit zuließ, an der Heiligen Eucharistie teilzunehmen. Beichte, Anbetung und Eucharistie wurden zu meiner Nahrung und zu meinem Trank. Ohne sie wäre ich sicherlich verhungert und in den Abgründen meiner eigenen mentalen Annäherung an die Kreuzigung und den Tod unseres Herrn umgekommen.

Aber indem ich durch das Sakrament der Versöhnung Heilung für die tiefen Wunden der Sünde in mir suchte und fast täglich oder wann und wo immer möglich die Eucharistie empfing, war es Christus, der dann die Führung übernahm und meine Seele weiter formte, damit sie mehr von ihm in mir widerspiegelte. Es ist Christus, dessen Licht in dieser Gestalt, in diesem Gefäß aus Haut und Knochen, leuchtet. Es ist Christus, dessen Herz zu unserem Herzen wird. Und es ist Christus, den die Welt sieht und spürt, nicht mich.

Dies ist nur möglich durch das Versprechen, das er uns vor zwei Jahrtausenden gegeben hat: dass er uns niemals verlassen oder im Stich lassen würde; dass er immer bei uns sein wird, sogar bis zum Ende der Zeit. … Er hat sein Versprechen gehalten. Er ist bei uns, und er wird dieses Versprechen weiterhin halten. Lasst uns weiterhin – oder vielleicht sogar neu – wahre Zeugen sein … “

„Man muss nicht Jesus im Fernsehen spielen, um für die Welt um uns herum Jesus zu sein. Und wir können dies tun, indem wir die Eucharistie zu einem Teil unseres täglichen Lebens machen, wie der heilige Carlo.“

 

Goldene Narben

In Japan gibt es eine uralte Kunstrichtung, die aus der Not eine Tugend gemacht hat. Sie wird genannt, was man ungefähr mit „Goldflicken“ übersetzen kann. Wenn ein kostbares Porzellan zerbrochen ist, wird es nicht einfach weggeworfen, sondern die Bruchstücke werden mit einer Mischung aus Lack und Goldstaub wieder kunstvoll zusammengefügt. Die Bruchstellen des Materials werden dabei nicht verdeckt, sondern ganz im Gegenteil: Sie werden zu einem sichtbaren Teil der Geschichte des Objekts, die zu einer ganz neuen Schönheit beitragen.

Der Mathematiker und katholische Philosoph Blaise Pascal (1623-1662) hat einmal sehr treffend gesagt: „Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen.“

Genau das haben viele Heilige auf ihrem Bekehrungsweg getan. Sie waren sich ihrer menschlichen Zerbrechlichkeit bewusst. Sie hätten daran verzweifeln können. Aber sie alle vertrauten auf Jesus, den „himmlischen Kintsugi-Künstler“. Er hat die Wunden, die ihnen das Leben oder die Sünden geschlagen haben, mit dem Lack seiner Barmherzigkeit und dem Goldstaub seiner unendlichen Liebe kunstvoll zusammengefügt und geheilt. Sie haben ihm ihre Schwächen hingehalten, weil sie der Verheißung vertrauten, die im Psalm 51 so wunderbar zum Ausdruck kommt:

„Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.“ Es geht also immer um die Bereitschaft, uns mit allen unseren Schwächen dem Heiland hinzugeben. So kann er uns Heilung und damit Heiligkeit schenken. Er wird die Bruchstücke zusammenfügen. Es bleiben zwar die Narben, aber sie werden vergoldet – wie die verklärten Wunden bei seiner Auferstehung.

 

Meine Mutter versuchte mehrmals, mich abzutreiben

Hollywood-Star Sylvester Stallone (geb. 1946) sprach vor einiger Zeit über seine schwierige Kindheit. In einem Interview mit dem Podcast ‚Unwaxed‘ seiner Töchter Sophia und Sistine sprach er offen über die dunklen Kapitel seiner Kindheit.

Er war in einer von Gewalt und emotionalem Missbrauch geprägten Umgebung aufgewachsen. Seine Mutter erzählte ihm immer wieder, dass sie versucht habe, ihn abzutreiben. „Meine Mutter sagte immer: ‚Der einzige Grund, warum du hier bist, ist, weil der Kleiderbügel nicht funktioniert hat'“, erinnerte er sich an die grausamen Worte seiner Mutter. Stallone versucht, ihr Verhalten zu erklären. Sie selbst habe eine traumatische Kindheit erlebt. „Meine Mutter war eine rebellische Person und sie wurde in ein Waisenhaus gesteckt, das nichts mit den heutigen zu tun hat. Sie wurde ans Bett gefesselt, ausgepeitscht und schrecklich missbraucht.“ Diese Erfahrungen hätten ihre Fähigkeit zur Liebe nachhaltig zerstört.

Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte Stallone in einem provisorischen Heim, wo er sich ebenfalls ungeliebt und entfremdet fühlte. Diese schmerzhaften Erfahrungen prägten ihn tief und fanden später ihren Ausdruck in seiner Arbeit als Schauspieler und Drehbuchautor. Einige Elemente seines mit einem Oscar prämierten Films ‚Rocky‘ seien autobiografisch, sagte Stallone. Doch trotz der Härten seines Lebens verweist Stallone immer wieder auf die Hand Gottes. Die Inspiration für das ‚Rocky‘- Drehbuch , das er in nur drei Tagen geschrieben habe, verdanke er Gott. „Die Figur des Rocky basiert auf der Idee, dass er auserwählt ist, etwas zu tun. Deshalb ist das erste Bild in Rocky das Bild von Christus.“ „Jesus ist die Inspiration für jeden, der bis zum Ende durchhält“, sagte er. Sein Ruhm habe ihn zwar eine Zeit lang aus der Bahn geworfen. Aber „ich habe mich wirklich entschieden, die Dinge aus der Hand zu geben und in Gottes Hände zu legen, weil ich immer gespürt habe, dass ich für etwas auserwählt bin“, betont er.

 

Damals erlebte ich zum ersten Mal Gottes Gnade

Jordan Taylor, die auf der Suche nach Lösung ihrer Probleme mit 19 Jahren durch einen Therapeuten in die Esoterik geriet, gibt Zeugnis darüber, wie sie in Jesus Christus den wahren und einzigen Erlöser gefunden hat.

„Mehr als zehn Jahre lang war ich tief in Esoterik und Selbstfindung versunken. Ich praktizierte Hexerei und sprach Zaubersprüche. Ich wurde Orakelkartenleserin und belegte Kurse, um meine übersinnlichen Fähigkeiten zu schärfen. Ich war zertifizierte Reiki-Meisterin und Yogalehrerin. Ich benutzte Kristalle als Mittel zur Heilung, zum Schutz und zur Manifestation. Ich glaubte an Astrologie, …“ „Ich glaubte, dass ich meine eigene Realität schuf und mein eigener Gott war, der die Kontrolle über mein Leben hatte. Aber hinter all dem kämpfte ich mit Dunkelheit, Täuschung und der Sehnsucht nach mehr. …

Dennoch war ich in einem Kreislauf aus Heilung und ‚Aufstieg‘ gefangen und suchte ständig nach der nächsten Heilungssitzung in verschiedenen Formen. … Ich dachte, ich könnte ein wenig Salbei verbrennen, einen Spruch aufsagen und Kristalle in jeder Ecke meines Zimmers aufstellen, um meine Depressionen zu beenden. Ich habe mich in allem geirrt.“ „Genau die Praktiken, von denen ich glaubte, dass sie mich beschützten und mich mit etwas Göttlichem verbanden, drängten mich nur weiter in die Dunkelheit, weiter weg von Gott.“

„Während meiner Zeit im New Age war ich seltsamerweise allergisch gegen das G-Wort (Gott). Ich hätte fast die Freundschaft mit einem New-Age-Kollegen abgebrochen, der kürzlich zu Christus gefunden hatte, weil er nicht aufhören konnte, über ihn zu sprechen. Das irritierte mich. Es machte mich wütend. Es stieß mich ab.“

„Ich erinnere mich an einen entscheidenden Moment in meinem Widerstand, als ich widerwillig einen Film über Jesus ansah, um meinen damaligen Freund zu besänftigen.“

„Damals erlebte ich zum ersten Mal Gottes Gnade, als er mir in meiner Sturheit begegnete. Er begegnete mir in meiner Sünde und meiner Depression. Ich sah mir den Film über Jesus an und weinte ununterbrochen. Ich wurde von einem intensiven Gefühl der Liebe überwältigt, das mein ganzes Wesen durchströmte.“

„Da ich in einer zerrütteten Familie aufgewachsen war und als Erwachsene in einem Kreislauf kranker Beziehungen gefangen war, hatte ich zuvor noch nie wirklich Liebe empfunden. Ich wusste, dass dies die Art von Liebe war, nach der ich verzweifelt auf all den falschen Wegen gesucht hatte. Da wusste ich, dass Gott mein Herz gewinnen wollte.

Ich versuchte, diese Erfahrung zu leugnen und zu ignorieren, aber ich wollte diese Liebe auch wieder spüren. Also folgte ich Jesus nach. Ich begann, die Bibel zu lesen. Das hatte ich zuvor noch nie getan, und Gottes Charakter wurde mir offenbart. Ich betete viel. Ich sträubte mich dagegen, in die Kirche zu gehen, aber schließlich probierte ich einige aus.“ „So begann meine Beziehung zu Gott.“ „Ich hatte nie gewusst, was es bedeutet, eine Beziehung zu Jesus zu haben. Jetzt, wo ich es weiß, werde ich sie nie mehr aufgeben. Durch ihn wurden die Ketten meiner Depression gesprengt.“ „Die Wahrheit ist, dass es nicht mehrere Wege zu Gott gibt, es gibt nur einen. Sein Name ist Jesus. Es gibt nur zwei geistliche Mächte in dieser Welt: Gott und Satan. Lassen Sie sich nicht vom Feind mit seiner ursprünglichen Lüge im Garten Eden täuschen,  dass Sie wie Gott sein können. Keine Praxis unter der Sonne wird diese Aussage wahr machen.

Es gibt nur einen wahren Gott, und alle Ehre gebührt ihm. Mein Gebet ist, dass dieses kurze Zeugnis einen Samen in Dein Herz pflanzt.“