Ich wäre ein schlechter Lehrer, wenn ich die Wirklichkeit verleugne

Der Fall des irischen Lehrers Enoch Burke wirft weiterhin grundsätzliche Fragen zu Religionsfreiheit, Gewissensschutz und staatlichem Durchsetzungswillen auf.

Seit Ende 2022 sitzt der evangelikale Christ immer wieder im Gefängnis, weil er sich weigert, einer gerichtlichen Anordnung Folge zu leisten, die ihm den Zutritt zu seinem früheren Arbeitsplatz untersagt. Auslöser war sein religiöser und auch von der Vernunft begründeter Widerstand gegen die gesetzlich auferlegte Verpflichtung, einen männlichen Schüler, der sich selbst als weiblich behauptet, als „Mädchen“ anzusprechen.

Insgesamt verbrachte Burke bislang ganze 560 Tage im Gefängnis, hinzu kommen unglaubliche Geldstrafen in Höhe von 225.000 Euro, die Burkes Existenz bedrohen. Die gerichtliche Anordnung besagt, er habe sich von der Schule fernzuhalten, andernfalls werde er inhaftiert. Burke weigert sich, dieser Anordnung zu folgen und kommt immer wieder, wenn er frei ist, auf das Schulgelände zurück.

Denn in Wirklichkeit geht es um einen ideologischen Kampf des Staates gegen die Realität, indem mit Hilfe des Gewaltmonopols des Staates der „Transgenderismus“ den Menschen aufgezwungen werden soll. „Welches Verbrechens habe ich mich schuldig gemacht? Die Wirklichkeit zu benennen? Ich wäre den Schülern ein schlechter Lehrer, wenn ich die Wirklichkeit verleugnen würde“, sagt Burke.

Wenn der Staat die Wirklichkeit mit Zwangsmaßnahmen umzudeuten versuche, sei das ein Angriff auf die Fundamente jeder Ordnung.
Die wiederholte Inhaftierung Burkes hat bislang nicht zu seiner Unterwerfung geführt. Seine Ankläger berufen sich auf die Ordnung des Rechtsstaates. Aber von welchem Rechtsstaat ist hier die Rede, wenn der Staat selbst die Wirklichkeit verneint und mit repressiven Mitteln gegen jene vorgeht, die sich dieser Realitätsverweigerung nicht beugen? Jesus sagt: Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.