Vergiss nicht, Silvija: Gott schaut auf dich.

Der spanische Autor José Miguel Cejas hat in seinem Buch “Der Tanz nach dem Sturm” viele “Lebenszeugnisse von Christen in baltischen Ländern und Russland” zusammengefasst. Eines dieser Zeugnisse ist der Bekehrungsweg des Ärze-Ehepaares Silvija und Gints aus Lettland. Beide nahmen über viele Jahre Abtreibungen vor; doch heute setzen sie sich als überzeugte Katholiken aktiv in Lettland für eine Bewegung für das Leben ein.

Silvija erzählte 2013 über ihren gemeinsamen Bekehrungsweg und sie fragt sich, warum Gott gerade ihnen diese unermessliche Gnade gewährt hat: “Wir wussten gar nichts von Gott, obwohl ich als kleines Kind katholisch getauft worden war. Sowohl in der Schule als auch auf der Universität hatte man uns den Marxismus- Leninismus beigebracht und eine radikal atheistische Bildung. Ich hatte nur meine Großmutter über Gott reden hören. Als ich klein war, sagte sie zu mir: ‘Vergiss nicht, Silvija: Gott schaut auf dich. Er sieht dich immer. Handle so, dass du ihm gefällst.’ Meine Großmutter war sehr lieb zu mir. Aber sie hatte etwas, was mich verwirrte: Wenn sie in ihrem Lehnstuhl sitzend mir zulächelte und den Rosenkranz zu beten begann und ich sie bat, mit mir zu spielen, musste ich dann warten, bis sie fertig war. Immer wieder versuchte ich es: ‘Großmutter, schau dir das an!’ ‘Wart ein paar Minuten, Silvija’, sagte sie dann leise, ‘jetzt bete ich zur Muttergottes für dich.'”

Als Gynäkologin hatte sie bald Abtreibungen vorgenommen: “Zuerst fühlt man sich abgestoßen, so etwas zu tun; aber im gleichen Maß, in dem man Abtreibungen vornimmt, verhärtet sich das Herz immer mehr, bis man schließlich zynisch wird. Wir machten oft Witze nach einer Abtreibung: Später werden wir dann im Höllenfeuer schmoren!” “Mein Mann Gints war der Chef der Abteilung … wir verdienten ziemlich gut und erfreuten uns einer gewissen Position.” Wie kam es zur Wende? “Die ganze Welt brach in mir zusammen, als ich merkte, dass Gints mich mit einer anderen Frau betrog. Ich litt sehr. Ich konnte es nicht verstehen. Wir hatten doch zwei kleine Kinder! Es kam der Moment, in dem ich dachte, dass die einzige Lösung in der Scheidung bestünde.

Er bat mich um Verzeihung und sagte, es sei nur ein vorübergehendes Abenteuer gewesen. Ich glaubte ihm nicht. Vor allem war ich nicht bereit, ihm zu verzeihen. Ich kann ihm das nicht verzeihen, dachte ich. Wir stritten unaufhörlich, und wenn wir uns in Rage geredet hatten, warfen wir uns schreckliche Dinge an den Kopf. … Zum ersten Mal befanden wir uns in einer Situation, die uns überstieg und die wir aus eigener Kraft nicht zu kontrollieren vermochten.”

Auch mit ihrer Arbeit waren beide seit der Geburt ihres ersten Sohnes in eine Krise geraten. Sie konnten es nicht mehr glauben, dass es nur ein Stückchen Fleisch war, das sie da abtrieben. “Es war sehr hart, denn es ist für niemanden leicht, zuzugeben, dass er sich jahrelang in einem schwerwiegenden Irrtum befunden hat.”

“Als wir uns in vollster Ehekrise befanden, geschah etwas menschlich Unerklärliches. Ich muss Gott finden, dachte ich. Gott trat plötzlich in mein Leben und in das Leben von Gints.” Gints nahm Kontakt mit einem evangelischen Pastor auf, der ihm zu Lesen der Bibel riet und ihm eines Tages klar machte, dass er definitiv mit den Abtreibungen aufhören müsse. “Gint sagte es mir und ich war einverstanden.”

“Inzwischen war in meiner Seele ein Wunsch entstanden, der mir wenige Jahre zuvor absurd, eigenartig und unverständlich vorgekommen wäre: das Verlangen, zu kommunizieren. …  Ich hatte diese klare Idee: Ich könnte nur dann mir selber und Gints verzeihen, wenn ich in der Eucharistie Zuflucht zum Herrn nehmen könnte, durch seine Kraft. Wir begannen, uns darauf vorzubereiten.”

“Gints machte die Professio fidei und wir empfingen das Sakrament der Ehe. Jetzt, dank der Kommunion und des Sakramentes der Beichte hat sich unser Leben vollständig verändert.”

Silvija bekennt: “Als für uns alles in die eigene und fremde Zerstörung zu münden schien, griff plötzlich eine Hand ein, die uns rettete. Wem gehört diese Hand? Jedes Mal, wenn ich mich an meine Großmutter erinnere, wie sie lächelnd die Perlen des Rosenkranzes durch die Finger gleiten ließ, ahne ich es. Es ist eine Mutterhand, die heilt und lindert, die Leben spendet und es beschützt.”

 

Du hast dein Kreuz gefunden!

In der Stadt Siroki-Brieg in Bosnien – Herzegowina gibt es zur Feier der Hochzeit einen besonderen Brauch, dessen rechtes Verständnis dazu beiträgt, dass es dort unter den katholischen Ehen und Familien kaum Scheidungen gibt.

Wenn die Verlobten sich zur Kirche begeben, tragen sie ein Kreuz mit sich. Es wird vom Priester gesegnet und hat während des Eheversprechens eine zentrale Bedeutung: Die Braut legt ihre rechte Hand auf dieses Kreuz und der Bräutigam legt die seine darüber. So sind die beiden Hände über dem Kreuz vereint. Anschließend legt der Priester seine Stola über ihre Hände und sie versprechen sich nach dem kirchlichen Ritus die Treue. Danach küssen die Neuvermählten nicht einander, sondern das Kreuz, und sie wissen, dass sie die Quelle ihrer Liebe küssen. Nach der Trauungszeremonie nehmen die Eheleute das Kruzifix mit und geben ihm einen Ehrenplatz im Haus. Um dieses Kreuz versammelt sich dann die Familie zum Gebet.

Wenn sich also dort ein junger Mensch auf die Ehe vorbereitet, erzählt man ihm nicht, er habe seinen idealen Partner gefunden. Nein! Der Priester sagt ihm: “Du hast dein Kreuz gefunden. Es ist ein Kreuz, das du lieben und gerne tragen sollst. Du darfst es nicht wegwerfen, sondern sollst es immer liebevoll behandeln.”

Wenn man die Hände der Brautleute bei der Hochzeit auf dem Kreuz ausgestreckt sieht, versteht man: Wenn der Mann seine Frau verlässt oder die Frau ihren Mann, dann lassen sie das Kreuz los. Doch wenn man das Kreuz losgelassen hat, dann bleibt nichts mehr. Man hat alles verloren, weil man Jesus losgelassen hat. Der gekreuzigte Jesus soll aber gegenwärtig sein im Herzen der Familie.

Wenn es zu Problemen und Konflikten kommt, beten die Eheleute vor dem Kreuz, um Hilfe zu finden. Sie gehen zum Kreuz. Sie vergeben einander und schlafen nicht mit schwerem Herzen ein, denn sie nehmen ihre Zuflucht zu Jesus, dem Einzigen, der die Macht hat, sie zu retten. Die Eltern lehren ihre Kinder, jeden Tag das Kreuz zu küssen und nicht schlafen zu gehen, ohne Jesus gedankt zu haben.

 

Das verlorene Armband

Das folgende Erlebnis erscheint eher simpel – und doch könnte kein Mensch solches planen, sondern nur die rettende Liebe Gottes:
Rahel erinnert sich, dass sie aufgeregt war, als sie das rote Armband kaufte. Das Band trug – eingraviert  die Aufschrift LIFE (Leben). Doch mit dem Kauf war eine gewisse Einladung verbunden, nämlich: jeden Tag für das Ende der Abtreibung zu beten. Rahel nahm diese Einladung an. Eines Tages aber verlor Rahel ihr Armband auf dem Parkplatz eines großen Einkaufszentrums.

Nur wenige Monate später begann Rahel, als Kellnerin in einem Restaurant in der Region zu arbeiten. Eines Tages kam eine Mutter mit ihrem neugeborenen Baby ins Gasthaus. Rahel hatte zu bedienen.

Als Rahel die Bestellung aufgenommen hatte, begann sie mit der Frau einen Small-Talk über deren friedlich schlafendes Töchterchen. Während des Gesprächs erhaschte ihr Blick ein rotes Armband um das Handgelenk der Frau – mit dem unverkennbaren Wort LIFE eingraviert. “Sie tragen ein LIFE-Band, nicht wahr?”, wagte Rahel zu fragen. Die Frau war zunächst etwas perplex. “Ja, ich habe es auf einem Parkplatz gefunden”, antwortete sie dann. Als sie bemerkte, daß Rahel sich für das Armband interessierte, sagte sie, es gebe mit diesem Band eine eigenartige Geschichte, die sie gerne mit ihr teilen würde. Rahel war ganz Ohr… Die Frau berichtete: Einige Monate zuvor hatte sie mit Schrecken festgestellt, daß sie schwanger war. Sie vereinbarte einen Termin für eine Abtreibung – und fürchtete sich zugleich schrecklich davor; um sich etwas abzulenken, ging sie zwei Tage vor dem Termin shoppen.

Auf dem Weg vom Parkplatz ins Einkaufszentrum sprang ihr ein rotes Armband ins Auge, das auf dem Boden lag. Sie nahm es auf und sah die Aufschrift LIFE. Schnell verstaute sie das Band in ihrer Handtasche und ging einkaufen.

Die Nacht darauf ging es der Frau sehr schlecht. Sie saß weinend in ihrem Zimmer und dachte mit Grauen an das, was sie drauf und dran war zu tun. Sie machte sich Sorgen darüber, was die Eltern wohl denken würden, und fühlte gleichzeitig die Notwendigkeit, “sich des Problems zu entledigen”. Zudem hatte sie ihr Freund verlassen. In jenem trostlosesten Moment erinnerte sie sich unversehens an das Armband in ihrer Handtasche. Sie nahm es hervor und hielt es in ihren Fingern, bis sie in einen unruhigen Schlaf fiel. Mitten in der Nacht wachte sie plötzlich auf – mit dem Wort LIFE, das ihr Herz und Verstand durchwogte. Am Morgen sagte sie den Abtreibungstermin ab.

“Ich war überwältigt von dieser unglaublichen Geschichte”, erinnert sich Rahel. “Ich konnte nur noch weinen. Dieses wunderschöne kleine Mädchen in der Babytrage vor mir wäre um ein Haar abgetrieben worden.” Schluchzend schilderte Rahel nun der Frau, dass sie auf dem genau gleichen Parkplatzgelände vor wenigen Monaten ein LIFE-Band verloren hatte. Unter Tränen der Freude und Dankbarkeit sagte die Frau zu Rahel: “Ich danke Ihnen. Wenn Sie dieses Armband nicht verloren hätten, dann hätte ich mein wunderbares Baby nicht neben mir.”

 

Ein Gebet, das ein Kind rettet

Ein Gebet, das sie “zufällig” im Fernsehen gesehen und mitgebetet hatte, veranlasste die amerikanische Studentin Traci Renteria, ihr Baby zu behalten und nicht abzutreiben.

Sie und ihr Freund Jeremy hatten beide Sportstipendien für ihre Studien bekommen und wollten sich auf ihre Ausbildung konzentrieren. Daher schien die Abtreibung die richtige Entscheidung zu sein, doch innerlich war sie sich bewusst, etwas Falsches zu tun, schreibt Traci rückblickend.

Eines Abends, als sie traurig und verwirrt war, sah sie im Fernsehen einen Prediger, der über die Würde jedes Menschen sprach und dabei besonders die Ungeborenen einschloss. Er hatte die Bewegung „Bound4Life“ mitbegründet, die sich für den Lebensschutz engagiert. Gott habe einen Plan für jedes Kind und jede Mutter, sagte er und sprach ein Gebet für alle Frauen, welche die falsche Entscheidung getroffen und ihr Baby abgetrieben hätten. Er lud die Zuseher ein, das Gebet mitzusprechen, wenn sie Vergebung wünschten. Traci betete mit, obwohl sie noch keine Abtreibung durchführen hatte lassen. Nach dem Gebet erfüllte sie ein tiefer innerer Friede. Sie rief ihren Freund an und sagte ihm, dass sie das Baby behalten werde. Nach der Geburt ihrer Tochter heirateten die beiden und arbeiten heute in der Lebensschutzbewegung “Bound4 Life” mit.

Sie danke Gott für “Bound4Life”, schreibt Traci heute. Die Botschaft der Gruppe habe ihre Familie gerettet. Ihre Tochter wäre sonst nicht am Leben, sie wäre nicht verheiratet und nicht die Person, die sie heute sei, schreibt sie abschließend.

 

Ich überlasse das Urteil Gott

In der Zeitschrift Famille Chrétienne (13.6.13) hat der 42-jähriger Jacques ein beeindruckendes Zeugnis abgelegt über den Umgang mit schweren, seelischen Verletzungen:

“Meine Frau hat mich nach 15-jähriger Ehe verlassen. Ich war zutiefst verletzt, habe ihr Verhalten als erniedrigende Leichtfertigkeit empfunden. Ich erlebte Verzweiflung, schlaflose Nächte, am Morgen Unfähigkeit aufzustehen, Auflehnung gegen Gott, Verwünschungen, Rachegedanken, Trauer, den Wunsch zu sterben.

Weder das Gebet noch die Sakramente haben mir geholfen. Ich glaubte zwar weiter an Jesus Christus, aber das vermittelte mir keinen Halt. Alles ging drunter und drüber, die Treue zum Ehesakrament, der Schmerz, die gefühlsmäßige Ablehnung der Vorstellung, einen lieben Menschen zu verlieren, der Schaden für die Kinder, die Angst, nicht mit der neuen Lage umgehen zu können. Ich habe gelitten, Hass empfunden, umso mehr, als sich meine Frau unglaublich unbekümmert verhielt. Ich habe zehn Jahre gebraucht, um mich wieder zu erholen. Die Zeit ist eine Verbündete gegen den Groll. Sie hilft, um wieder auf die Beine zu kommen. Ob ich vergeben habe? Die Frage beschäftigt mich sehr. Ich bin mir der Sache nicht sicher. Wenn ich mich allerdings vor Gott stelle und an die denke, die mich verletzt hat, so wird mir bewusst, dass Er sie liebt und will, dass sie gerettet und nicht verurteilt wird. Punkt. Dieser Blick Gottes, dass keiner verloren gehen soll, der in Seiner Hand ist, verschafft mir Erleichterung.

Immer gelingt mir diese Sicht jedoch nicht. Es passiert, dass ich mich vor Gott über eine zu arge Erinnerung ereifere. Dann gilt es, mein eigenes Urteil zu bekämpfen, diesen Protest angesichts einer grausamen Erinnerung, die mich kränkt. Selbst wenn es zutrifft, reicht mein Urteil nie, um mir Frieden zu verschaffen. Also überlasse ich das Urteil Gott, ohne mich ihm zu verweigern, lasse Seine sanfte rettende Macht wirken.”

 

Geldgier und Tod – Christus hat mich gerettet

Carol Everett leitete von 1977 bis 1983 eine Kette von vier Abtreibungskliniken in Texas (USA). Aufgrund ihrer Tätigkeit in der Vermittlung von Abtreibungen, sei sie für den Tod von ca. 35.000 ungeborenen Kindern verantwortlich – eine “entsetzliche Zahl”, wie sie heute sagt.

1983 bekehrte sie sich zum Christentum und gab ihre lukrative Stelle auf. Seither setzt sie sich für den Schutz des ungeborenen Lebens und ein Abtreibungsverbot ein.

Everett legte offen, dass die Abtreibung für viele Leute vor allem ein Geschäft ist. So war es auch für sie. “Je mehr Abtreibungen, desto mehr Geld”, bringt sie es auf den Punkt.

Das gebe natürlich niemand zu. Kein Abtreibungsarzt, keine Abtreibungsklinik und keine Abtreibungsorganisation wird das sagen. Genannt würden irgendwelche wohlklingende, “humanistische” Beweggründe, angeblich anderen “helfen” zu wollen. “Glauben Sie davon kein Wort”, sagte Everett in Ottawa: “Hinter Abtreibung steht keine einzige gute Absicht. Dahinter stehen nur Geldgier und Tod”.

Everett landete gewissermaßen selbst durch eine Abtreibung bei der Abtreibungsindustrie, zu der sie ihr Mann und ihr Arzt drängten. Dann machte sie aus Abtreibung ihr “wirklich lukratives” Geschäft, ihre Ehe zerbrach, sie ließ weitere ihrer Kinder töten und begann zu trinken. Aber “Christus hat mich gerettet”, bekennt sie.

“Ich habe hinter die Kulissen geschaut. Ich weiß, wie die Abtreibungslobby arbeitet, weil ich selbst dazugehört habe.”

“Und wir waren erfolgreich.” “Wir hatten das Ziel erreicht, dass Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren zwischen drei und fünf Mal abtreiben ließen.”

“Wir wollten ein Produkt verkaufen: und haben den Tod verkauft.” Ganz nach dem Einmaleins einer kommerziellen Tätigkeit “war es daher unsere erste Aufgabe, unter den Jugendlichen ein Bedürfnis zu wecken.” “Zuerst stimulierten wir ein Sexualbedürfnis, dann wiegten wir die Jugendlichen durch die Verhütungsmittel in falscher Sicherheit und schließlich hatten wir die Mädchen und Frauen als Kundinnen bei uns in den Abtreibungskliniken. Auf den Operationstischen waren sie uns ausgeliefert, ohne auch nur annähernd die Zusammenhänge durchschaut zu haben. Für ihr Kind bedeutete es den sicheren Tod.” “Wir verbreiteten – und das geschieht heute nicht anders – gezielt einen Typ von Pille, von der wir genau wussten, dass ihre Erfolgsquote am geringsten war. Dank der Komplizenschaft der Schulsexualerziehung, mit der die Jugendlichen bereits einer Gehirnwäsche unterzogen waren, war es dann für unser geschultes Personal ein Leichtes, ja geradezu etwas ‘Natürliches’, den schwangeren Mädchen die Abtreibung als einzige, beste und schnellste ‘Lösung’ anzubieten. Heute appelliert Carol Everett aufgrund ihres Insiderwissens an Eltern, Großeltern und alle Erziehungsberechtigten, wachsam zu kontrollieren, was den Kindern und Enkelkindern an den Schulen unterrichtet wird. “Leisten Sie Widerstand gegen eine Frühsexualisierung ihrer Kinder!”

 

Ich verstand die Wahrheit: Das ist ein Baby!

Abtreibung ist heute in fast allen Staaten der Welt in irgend einer Form legalisiert. Die Kinder im Mutterleib haben in unseren Ländern keinen Schutz mehr durch staatliche Gesetze.

Das war nicht immer so, sondern erst in den 60er und 70er Jahren gab es mächtige Anstrengungen von Seite sozialistischer, neomarxistischer, feministischen, grüner, liberaler, d.h. linker Gruppierungen und Parteien, um die Legalisierung der Abtreibung durchzusetzen und die Meinung der Bevölkerung dahingehend zu manipulieren, dass sie an einer Abtreibung nichts mehr Schlimmes findet. Diese Verblendung ist bis heute weitgehend gelungen.

Wir verstehen oft die Wege Gottes nicht. Aber wir müssen auf der anderen Seite sehen, dass es leuchtende Bekehrungsgestalten gibt. Eine von ihnen war Norma McCorvey, die am 18. Feb. 2017 verstorben ist.

Aus der Frau, die die Abtreibung in den USA legalisieren half, wurde eine entschiedene Pro-Life-Aktivistin und eine tief gläubige Katholikin. Im folgenden ihre Geschichte:

Der Abtreibungsarzt Bernhard Nathanson, der sich später ebenfalls bekehrt hat, hatte in den USA die Kampagne für die Legalisierung der Abtreibung geleitet. Seine Gruppe um ihn suchte nach einer Frau, die bereit war, einen Klage geben das Gesetz zu führen, durch das die Abtreibung verboten war.

Norma war damals 21 Jahre alt. Sie hatte ein lange und problematische Geschichte hinter sich. Aufgewachsen war sie in einer armen, zerbrochenen Familie. Mit 16 heiratete sie und wurde schwanger, woraufhin sie ihr Mann verließ. Das Kind wurde ihr gegen ihren Willen weggenommen. Ein weiteres – diesmal außereheliches – Kind gab sie selbst zur Adoption frei. Nun war sie abermals schwanger – mittellos, ungebildet, drogen- und alkoholsüchtig … und wollte eine Abtreibung.

Diese Situation kam den beiden feministischen Anwältinnen gerade recht für die beabsichtige Klage gegen das Gesetz. Der Prozess, in dem Norma unter dem Decknamen “Jane Roe” als Klägerin auftrat, endete 1973 mit der höchstrichterlichen Entscheidung, dass die Abtreibung legalisiert werden muss.

Norma hatte inzwischen ihr drittes Kind geboren und zur Adoption freigegeben, aber mit dem Sieg im Prozess war sie nun ein Star: “Obwohl ich nie selbst abgetrieben habe, war Abtreibung die Sonne, um die mein Leben kreiste. Einmal habe ich einem Reporter gesagt: ‘Dieses Thema ist das einzige, wofür ich lebe, esse, atme, denke – alles dreht sich um Abtreibung’.”

Normas Welt begann sich jedoch zu verändern, als sie in einer Abtreibungsklinik in Dallas arbeitete. Sie lernte damals Mitarbeiter einer Pro-Life-Gruppe kennen, die Norma vor allem durch die Liebe, mit der sie begegneten, verändert haben.

Völlig überzeugt war sie aber erst, als sie vom Bild eines ‘zehn Wochen Babys’ ins Herz getroffen wurde: “Ich schaute weiter auf das Bild des winzigen Embryos und ich sagte mir: ‘Das ist ein Baby!’ Es war, als ob mir Schuppen von den Augen gefallen wären, und ich verstand die Wahrheit: Das ist ein Baby!” Norma bekehrte sich zum Christentum und erfuhr die Vergebung Gottes; 1998 wurde sie in die Katholische Kirche aufgenommen.

Ihr neues Leben fasste sie in wenigen Worten zusammen: “Ich bin 100 Prozent für Jesus ausverkauft und hundert Prozent Pro-Life. … Keine Ausnahmen, keine Kompromisse.”

Ich übergab das Leben meines Kindes Christus

Eine Mutter berichtet:

Jesus bat die hl. Schwester Faustine Kowalska, sie möge über Seine Barmherzigkeit sprechen und schreiben. Auch ich möchte über die Barmherzigkeit Jesu schreiben, die Er mir und meiner Familie erwiesen hat. Die Gnade des Barmherzigen Jesus betrifft meinen jüngeren Sohn Simon. Es war vor gut sieben Jahren, als ich bemerkte, dass ich schwanger war, und dann an einer Grippe erkrankte.

Als mein Frauenarzt von meiner Krankheit erfuhr, informierte er mich über die tragischen Folgen, die der Virus beim Kind hervorrufen könnte. Er machte eine Ultraschalluntersuchung und stellte die Diagnose: der Grippevirus habe den Embryo zerstört. Weiterhin sagte der Frauenarzt, dass ich in nächster Zeit eine Fehlgeburt erwarten sollte.

Das war ein herber Schlag für mich. Ich übergab das Leben meines Kindes Christus, indem ich den Barmherzigkeitsrosenkranz betete. Es war für mich eine echte Tragödie, und zwar auch deswegen, weil ich auch in der vorherigen Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlitten hatte. …

Ich fand einen neuen Arzt, der wie ein guter Schutzengel zu mir war (Gott stellt oft wunderbare Menschen auf unseren Weg!). Es stellte sich heraus, dass das Kind sich gut entwickelt. Ich betete täglich und bat auch andere um ihr Gebet. Und obwohl die Unruhe, die der erste Arzt in mein Herz gesät hatte, mich die ganze Zeit über begleitete, vertraute ich von ganzem Herzen Gott und stellte mein Kind unter Seinen Schutz. …

Mein Sohn kam vollkommen gesund auf die Welt, und so schnell, dass der Arzt es nicht einmal schaffte, rechtzeitig zu kommen. Ehre sei dem Herrn! Ich ermuntere alle, für schwangere Mütter zu beten, sogar für diejenigen, die gar nicht wissen, dass man für sie beten … (vgl.: Lebe, Nr. 132/2017)

 

Ich habe meine Abtreibung überlebt

Gianna Jessen, dir ihre Abtreibung überlebte, engagiert sich heute international mit Vorträgen für das Leben. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation werden weltweit jedes Jahr 42 Millionen Kinder abgetrieben.

Giannas leibliche Mutter war 17, als sie sich 1977 dazu entschied, ihr Kind im 8. Monat abtreiben zu lassen. In einer Klinik in Los Angeles wurde der jungen Frau eine Salzlösung in die Gebärmutter eingeführt, damit das Baby verätzt wird. Spätestens nach 24 Stunden kommt es zu einer Totgeburt.

Doch wie durch ein Wunder kam Gianna lebendig zur Welt – mit schweren Verletzungen. Eine Krankenschwester ließ die kleine Gianna in ein nahe gelegenes Kinderkrankenhaus bringt. Die Ärzte prognostizierten, dass Gianna schwerstbehindert sein würde. Gianna kam zu gläubigen Pflegeeltern, die sich liebevoll um sie kümmern, so dass nur ein leichte Behinderung beim Gehen zurückblieb.

Als Gianna 12 Jahren alt war, fragte sie am Heiligen Abend ihre Pflegemutter, warum sie nicht so laufen könne wie andere Kinder. Da erfuhr sie von ihren Pflegemutter ihre Geschichte. “Es mag nicht Gottes Wille sein, Dich vollständig zu heilen, aber er möchte mit Deiner Hilfe andere Menschen erreichen”, erklärt sie ihr.

Schon bald engagiert sich das junge Mädchen gegen Abtreibungen.

In Talkshows und öffentlichen Vorträgen erzählt sie ihre Geschichte und setzt sich bis heute für ein Verbot von Spätabtreibungen ein.

Aus ihrem Glauben an Jesus macht Gianna Jessen bei
keinem ihrer Auftritte einen Hehl. “Ich weiß, dass es heutzutage weithin als politisch unkorrekt gilt, in öffentlichen Räumen von Jesus zu sprechen. Aber es ist allein die Gnade Gottes, aus der wir alle leben. Ich habe überlebt, damit ich von ihm erzählen kann.”

 

Ihr Sohn ist geistig unterbemittelt

Thomas Alva Edison (1847-1931) war einer der großen amerikanischen Erfinder. Man nannte ihn auch den König der Erfinder. Er hat z.B. die Glühbirne und das Mikrophon entwickelt. Dass er seine Talente so entfalten konnte, verdankte er seiner Mutter, die ihn zu Hause unterrichtete. Denn nach den ersten Wochen in der Schule wurde der kleine Thomas von seiner Lehrerin mit einem Brief an seine Mutter nach Hause geschickt. Die Augen seiner Mutter waren von Tränen erfüllt, als sie diesen Brief las und dann dem kleinen Thomas laut vorlas: “Ihr Sohn ist ein Genie. Diese Schule kann ihn nicht entsprechend fördern, da wir nicht genug gute Lehrer haben. Bitte unterrichten sie ihn ab jetzt selbst.”

Viele, viele Jahre später – seine Mutter war längst gestorben – kramte Thomas Edison in alten Familiensachen. Plötzlich sah er in der Ecke einer Schreibtischschublade einen Zettel liegen. Es war der Brief seiner ehemaligen Lehrerin und er las ihn. In dem Brief stand: “Ihr Sohn ist geistig unterbemittelt und wir möchten ihn nicht mehr an unserer Schule unterrichten.”

Edison weinte daraufhin sehr lange aus Dankbarkeit für die heroische Tat seiner Mutter, die immer an ihn geglaubt, ihn mit allen Kräften gefördert hat und sich nicht vom Urteil anderer irritieren ließ.

Thomas war nämlich von Kindheit an schwerhörig und konnte aus diesem Grund dem Unterricht in der Schule kaum folgen.