Die Muttergottes kam mir auf diesem Weg zur Hilfe

Von Reinheit und Keuschheit habe ich während meiner Jugend nie etwas gehört. Für mich war es vielmehr selbstverständlich, dass man als junger Mensch möglichst schnell möglichst viele sexuelle Erfahrungen machen sollte. Nach diesem Credo habe ich auch zehn Jahre lang gelebt, bis ich mich 2004 zum katholischen Glauben bekehrte. Ich war so begeistert von all den Schätzen, die es in der Kirche plötzlich für mich zu entdecken gab! Was hatte ich denn eigentlich wirklich über die katholische Kirche und ihre Lehren gewusst in Zeiten, zu denen ich in dummen Gesprächen über sie geschimpft und gelästert hatte. Doch wohl sehr wenig!

Mir wurde immer klarer, dass man das bedingungslose Ja Gottes zu uns Menschen nur mit einem bedingungslosen Ja zu Ihm beantworten kann, wenn man Ernst machen möchte mit dem Glauben an Gott. Genau das wollte ich lernen, ganz „Ja“ zu sagen zur Kirche. Das bedeutet für mich z.B. jeden Sonntag und öfter zur hl. Messe und auch regelmäßig (einmal pro Monat) zur Beichte zu gehen, den Rosenkranz zu beten, für meinen Glauben einzustehen und ihn zu leben. Auch meine Sexualität wollte ich nach den Richtlinien der Kirche leben. Die Muttergottes kam mir auf diesem Weg zur Hilfe und ich lernte die Schriften des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort kennen. Nach der Weihe an die Jungfrau Maria ging plötzlich alles sehr schnell: Meine damalige Freundin trennte sich von mir, und ich hatte die Möglichkeit, mein Leben ganz neu auszurichten. …

Einige Monate später lernte ich Martina, meine jetzige Frau, auf einer Wallfahrt kennen. Ich bin dankbar, dass sich mir vor dieser Begegnung die Schönheit eines reinen und keuschen Lebens offenbart hatte, denn so hatte ich die Möglichkeit, eine wahre Freundschaft zu Martina aufzubauen und um sie zu werben, wie es ihr gebührte: frei von sexuellem Druck und ganz auf das Ziel einer christlichen Ehe in Gemeinschaft mit Gott und der Kirche ausgerichtet. Am Rosenkranzfest 2006 haben wir im Stift Heiligenkreuz geheiratet und führen seitdem eine glückliche Ehe, die Gott bis jetzt mit zwei wundervollen Söhnen gesegnet hat. Ich bin sicher: Hätten Martina und ich nicht den Rückhalt des Glaubens und den festen Entschluss zur Enthaltsamkeit vor der Ehe gehabt, wären wir in unserer Ehe nicht so standfest und glücklich, wie wir es heute sein dürfen.

Die Mutter der 10.000 Kinder

Marguerite Barankitse (60 J.) aus Burundi kümmerte sich seit 1993, als der Bürgerkrieg in ihrer Heimat ausbrach, um nahezu 30.000 Waisen- und Flüchtlingskinder. Heute ist die tiefgläubige Katholikin weltweit als “Mama Maggy”, als “die Mutter der 10.000 Kinder” bekannt und sie wird nicht müde zu betonen: “Jedes Leben ist heilig. Wenn man Liebe hat, kann einen nichts ängstigen oder aufhalten, denn die Liebe kann niemand aufhalten, keine Armee, kein Hass, keine Verfolgung, kein Hunger, nichts!” Sie erzählt aus ihren Erfahrungen:

Es war mitten im Bruderkrieg der zwei Volksstämme der Hutu und Tutsi. Eines Tages trat ein 15-jähriger Kindersoldat mit seiner Kalaschnikow vor Maggy hin und sagte kalt: “Ich bringe dich jetzt um, aber ich töte die Menschen auf den Knien. Deshalb kniest du dich jetzt hin!” Unerschrocken erwiderte sie ihm: “Ich knie mich nur vor dem Herrn nieder.” Da sah sie, dass der Junge einen Rosenkranz um den Hals hängen hatte, und fragte ihn ruhig: “Weißt du, was du da trägst?” – “Ja, das ist ein Glücksbringer, den ich bei jemandem am Hals fand, den ich getötet habe.” – “Ach, dann sage ich dir jetzt, was das wirklich ist”, fuhr sie ruhig fort. Und schon begann Maggy, ihm den Rosenkranz zu erklären und was die verschiedenen Geheimnisse bedeuten. Am Schluss sagte sie: “Um genau zu verstehen, was der Rosenkranz ist, beten wir ihn jetzt. Und weil wir jetzt beten, knie ich mich hin, und du kniest dich auch hin.” Es war kaum zu glauben! Der Junge mit dem Sturmgewehr war einverstanden, und beide beteten tatsächlich auf den Knien den ganzen Rosenkranz. Die Gottesmutter muss dabei das Herz des Jungen berührt haben, denn danach gestand er Maggy: “Jetzt kann ich dich nicht mehr töten.” Stattdessen bat er sie um Verzeihung. Und Maggy vergab ihm nicht nur, sondern machte ihn drei Jahre später sogar zu ihrem Chauffeur.

Marguerite Barankitse, die mit fünf Jahren ihren Vater durch Gewalt verloren hatte, bekam als Halbwaise daheim sehr schön die christliche Verzeihung und Nächstenliebe vorgelebt. Bereits als 24-jährige Französischlehrerin adoptierte Maggy als katholische Tutsi ihr erstes Kind, ihre Schülerin Chloé, eine protestantische Hutu, die eben Vollwaise geworden war. Zum entscheidenden Wendepunkt in Maggys Leben kam es am 24. Okt. 1993 in Ruyigi, als eine Gruppe von Tutsi, unter ihnen auch mehrere Cousins von Maggy, vor ihren Augen in einem Racheakt 72 Hutu bestialisch ermordeten. Einige Stunden nach dem Gemetzel scharten sich 25 Hutu-Kinder, die überlebt hatten, traumatisiert um Maggy. Das wies der 36-Jährigen die Berufung, “ein Licht der Verzeihung zu entzünden”: Tutsi hatten die Eltern der Kleinen ermordet, eine Tutsi soll ihnen nun eine liebevolle Mutter werden. Nach einer Woche waren es weitere 80 Kinder, einen Monat später 200. Das war die Geburtsstunde von “Maison Shalom”, dem “Haus Shalom”, wo alle Kinder, einerlei ob Tutsi oder Hutu, unterschiedslos in ihrer Würde geschätzt und besonders zur Gottes- und Nächstenliebe erzogen werden. “Mama Maggy”, die im Laufe der Jahre unsägliche Massaker mit ansehen musste, bezeugt weltweit bei Vorträgen ganz offen: “Wenn ich nicht Christin wäre, hätte ich schon viele Male Selbstmord verübt. Kraft hole ich mir täglich aus dem Gebet und vor allem durch die hl. Messe. So schenkt mir mein Glaube, den mir niemand nehmen kann, auch in den dunkelsten Momenten Friede und Zuversicht. Nur der Geist der Liebe macht es möglich zu verzeihen und uns zu versöhnen. So bin ich überzeugt, dass das Böse nicht das letzte Wort hat. Der Glaube und die Liebe versetzen Berge von Hass.

Quelle: vgl.: Triumph des Herzens

Gott hat einfach mein Herz erobert

Kevin Whitt war zwanzig Jahre lang ein Transvestit und Prostituierter für Homosexuelle, bevor er sich vor fünf Jahren bekehrte. Jetzt setzt er sich  im Widerstand gegen Homo-Propaganda ein. Darüber berichtet ChristianHeadlines.com. Kevin Whitt wurde homosexuell, nachdem er als Kind sexuell missbraucht worden war. Ein Therapeut diagnostizierte bei ihm eine geschlechtsspezifische Spaltung und sagte ihm, dass er “eher eine Frau sein sollte”. Er hat an viele Paraden mitgewirkt und auch eigene Shows veranstaltet. Aber er bemerkte: “Immer wenn ich in diesem Lebensstil war, war ich sehr depressiv. Ich musste die ganze Zeit betrunken sein. Ich habe mit allen möglichen Männern geschlafen. Ich meine, ich habe mit wahrscheinlich fünf Leuten an einem Tag geschlafen. Ich war sexuell sehr pervers.” Kevin sagt, dass er “nicht nach Gott suchte”. Aber Gott erregte seine Aufmerksamkeit durch “eine Reihe von Umständen”. “Ich war nicht auf der Suche nach einer Veränderung…  ich dachte, ich würde es lieben, in diesem Lebensstil zu sein. Aber Gott hat einfach mein Herz erobert und ich habe mein Leben Gott hingegeben. Ich wurde befreit und kam zu Jesus. Und seitdem wurde mein Leben um so viel besser als je zuvor. Ich bin so viel glücklicher als je zuvor.” Whitt bekämpft “pro-homosexuelle Theologen”, die behaupten, die Bibel unterstütze Homosexualität. “Es ist sehr, sehr klar geschrieben”, dass sie sündig ist. “Es gibt keine Möglichkeit, die Schrift zu verdrehen.”

 

Durch Kardinal Newman katholisch geworden

Bildquelle: Screenshot aus einem Interview https://www.youtube.com/watch?v=L8Q6iUAx15Q

Am 13. Oktober wurde Kardinal John Henry Newman (1801-1890) heiliggesprochen. Durch seine Konversion von der anglikanischen zur katholischen Kirche, durch seine Schriften und sein Lebensbeispiel ist er für viele Menschen, die nach der Fülle des Glaubens und nach der wahren, von Christus gegründeten Kirche suchen, ein großes Licht geworden. Eine von den vielen, die durch Kardinal Newman den Weg in die katholische Kirche gefunden haben, ist Linda Poindexter.

Sie war in der protestantischen Episkopalkirche aufgewachsen, sie hat in ihrer Glaubensgemeinschaft hochrangige Ämter bekleidet, war 13 Jahre lang als “Priesterin” (Presbyterin) tätig und hat bei ihrem Übertritt (Aug. 2001) angesehenes Amt aufgegeben und dadurch auch viele Bekannte und Freunde verloren, die ihren Schritt nicht verstehen konnten. Aber sie bekennt, dass sie nach diesem Schritt das Gefühl hat, endlich in die katholische Kirche “nach Hause gekommen zu sein”.

Linde Poindexter erzählt, wie sie durch die Gnade Gottes zur Kirche geführt wurde: “Als ich aufwuchs, dachte ich immer, meine katholischen Freunde hätten die ordentlichste Kirche der Welt. ‘Katholische Kinder müssen wirklich etwas tun’, und das fand ich sehr ansprechend. Von ihnen wurde etwas verlangt.”

“Das erste, was ich tat, als ich mich von der Kirche angezogen fühlte, war Newmans ‘Apologia’ zu kaufen. Ich denke, er ist der Standard für Anglikaner, die katholisch werden. Ich hatte die Stelle unterstrichen, an der er über Autorität spricht.” In den Schriften von Kardinal Newman hat sie auf Fragen zur Autorität und zu den Dogmen der Kirche jene Antworten gefunden, die dann ausschlaggebend waren, dass sie den katholischen Glauben annahm.

Aber auch die Beziehung zur Gottesmutter spielte eine wichtige Rolle: “In der streng protestantischen Kirchengemeinde, in der ich aufgewachsen bin, gab es eine kleine Kapelle, und sie hieß ‘Madonna-Kapelle’ – eine protestantische Kapelle namens Madonna-Kapelle!!!

Ich kann mich erinnern, dass sich an dieser kleinen Kapelle ein Gemälde der Gottesmutter befand. Jemand muss es gespendet und dort angebracht  haben, aber ich fand das ungewöhnlich. Es war schon immer ein protestantisches Vorurteil, dass Katholiken Maria ‘anbeten’, was nicht stimmt. Aber dass wir diese Kapelle dort hatten, das brachte mich stark zum Nachdenken.” “Es hat mich immer sehr angezogen, mehr über Maria zu lernen. Was ich dann tat, war, dass ich viele Bücher kaufte, für die ich keine Zeit hatte, sie zu lesen. Ich dachte, ich könnte einen Kurs über das episkopale Verständnis Mariens entwickeln. Viele in der episkopalen Kirche sind sehr ablehnend gegenüber der katholischen Marienverehrung. Viele Leute denken jetzt so: Das Kind wurde mit dem Bad ausgeschüttet, dass sie sich selbst beraubt haben, weil sie die Mutter nicht verstanden und nicht verehrt haben.”

Auch zum Gebet in der eucharistischen Gegenwart des Herrn fühlte sie sich immer wieder hingezogen. Sie erzählt: “Als ich in einer Pfarrei gedient habe, fiel es mir schwer, an dem Ort zu beten, an dem ich gearbeitet habe. Nur ein paar Minuten entfernt befand sich eine katholische Kirche, sodass ich dort zum stillen Gebet vorbeigeschaut habe. Ich hatte einen Schal um meinen Hals gelegt, um den Priesterkragen zu verbergen. Ich erinnere mich an einen Wunsch: Vielleicht könnte ich eines Tages hier sein.” Ihren Freunden in der episkopalen Gemeinschaft schrieb sie: “Obwohl ich ihren Kummer verstehen kann, wünsche ich ihnen doch, dass sie wirklich und wahrhaftig die Freude erfahren können, die ich dabei empfand, schließlich zuhause zu sein.”

 

Christus – mein Zeugnis

Der rumänische Journalist und Dichter Traian Dorz (1914 – 1989) wurde während der kommunistischen Zeit wegen seiner missionarischen Tätigkeit sechsmal verurteilt und verbrachte 17 Jahre im Gefängnis, in dem er Schlimmes zu erleiden hatte. In seiner Autobiographie “Christus – mein Zeugnis” spricht er allen, die um des Evangeliums willen leiden, Mut zu:

“Unsere lieben Brüder und liebe Schwestern, ihr, die ihr, oder eure Lieben, in solche Verhältnisse hineinkommt oder die Gnade erhaltet, für den Herrn zu leiden, ich bitte euch und bezeuge, macht euch keinerlei Sorgen, sondern vertraut uneingeschränkt unserem lieben Erlöser und seinen Verheißungen. Fürchtet die Tyrannen nicht, auch nicht Hunger oder Tod, denn Gott wird euch nicht in ihrer Gewalt lassen. Seine Hand wird euch beschützen und am Leben erhalten, mitten in solchen Gefahren, bis er uns, nach seinem Rat, vollends erlösen wird. Er, der große Heiland Jesus Christus, wird mit uns sein, mit all den Seinen, zu jeder Zeit…”

Er berichtet auch von einem Mithäftling, der im Gefängnis das Johannesevangelium auswendig gelernt hatte. Da die Häftlinge mit häufigen und gründlichen Leibesvisitationen zu rechnen hatten, war er sich sicher, dass das Evangelium in seinem Rockfutter doch gefunden wird. So entschloss er sich, es auswendig zu lernen. In allen freien Minuten wiederholte er das Gelernte und lernte neue Verse dazu. Als dann das Evangelium bei ihm gefunden wurde, musste er dafür 10 Tage Einzelhaft mit furchtbaren Bedingungen einstecken. Sonntags, wenn wir Zeit hatten, baten wir ihn, uns das Evangelium zu “lesen”. Mit geschlossenen Augen und inniger Anteilnahme, ohne zu stottern, sagte er es auf, bis zum letzten Vers. “Für uns war das etwas Himmlisches”.

 

Gib, dass ich dich vollkommen liebe

Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Das Ende ihres Lebens war nicht der Tod als eine Trennung von Leib und Seele, durch die der Mensch aufhört, ein ganzer Mensch zu sein, weil nur mehr die Seele weiterlebt, während der Leib bis zur Auferstehung dem Zerfall preisgegeben ist.

Doch für Maria war das Ende ihres irdischen Lebens ein wunderbarer Übergang in die Verherrlichung von Leib und Seele, es war ein glückseliger Heimgang zu ihrem Sohn. Weil Maria so selig und glücklich aus dieser Welt gegangen ist, so wird sie all ihren Kindern, die sie als ihre Mutter lieben und verehren, gerade in der letzen Stunde der größte Trost sein, sie mit inniger Liebe zu Jesus erfüllen und ihnen auch Anteil geben an dieser Seligkeit, mit der sie ins ewige Leben hinübergegangen ist. Ein Beispiel:

Der Priester und Komponist Hermann Kronsteiner beschreibt in seinem Büchlein “Eine Mutter und 11 Kinder” das vorbildliche Leben seine Mutter Hedwig Kronsteiner, die das Herz Jesu und die Gottesmutter sehr verehrte und täglich den Rosenkranz betete. Er erzählt auch, wie seine Mutter starb und was ihre letzten Worte waren:

»Die Mutter fürchtete sich sicher nicht vor dem Tod. Sprach sie doch oft: “Aufs Sterben freu’ ich mich eigentlich, steht doch schon in der Heiligen Schrift: ‘Und am letzten Tag wird sie lachen – nämlich die Hausfrau’ – und eine Hausfrau bin ich ja.”

Es kam der 19. April des Jahres 1940, ein Freitag. Die Mutter stand, wie seit langem gewohnt, um 4 Uhr früh auf, hielt ihre morgendliche Gebetsstunde, ihr “Gespräch mit Gott”. Um 7 Uhr früh besuchte sie mit ihrem “Schott” die heilige Messe und empfing die heilige Kommunion. Diese war, ohne dass sie es ahnte, ihre “Wegzehrung”.

Den Tag über verbrachte sie als “Großmutter” in Gesellschaft und mit der Betreuung ihres Enkels, des kleinen Otto.

Um 8 Uhr abends gingen Vater und Mutter – wie alle Tage – in ihr Schlafzimmer zum Familienfoto, beteten eine Zeit lang still, dann segneten sie jedes Kind einzeln mit Kreuz und Weihwasser. Dann gaben sie, auch wie gewohnt, einander das Segenskreuz auf die Stirn. Hierauf beteten sie das übliche Weihegebet. Das war ihr letztes gemeinsames Beten und ihr Abschied, ohne dass sie es wussten.

Nachher begab sich die Mutter allein in ihre Küche und wollte sich noch ihren gewohnten Kaffee kochen.

Da muss es gewesen sein: Es überkam sie eine Ahnung, dass ihre Tage, ja ihre Stunden gezählt sind, ja dass es vielleicht nur mehr Minuten sind …. Da muss sich die Mutter doch gedacht haben, ein Letztes will ich noch sagen, aufschreiben – Briefpapier, Feder und Tinte lagen immer bereit. Aber sie nahm sich nicht mehr Zeit, dies herbeizuholen. “Ich hab nicht mehr viel Zeit – wohin soll ich es schreiben … ja, da liegt eine Postkarte, vor einigen Tagen geschrieben vom Hermann, jetzt Kaplan in Sierning bei Steyr, da ist noch ein kleines Plätzchen frei, …. “. Und dahin schrieb sie, mit Bleistift nur, sehr schwach, aber klar ihr Letztes … [ihr letztes Gebet] “Mache mit mir, was du willst, nur gib, dass ich dich vollkommen liebe!”

Dann sank sie zusammen; bei ihrer Arbeitsstätte, am Herd. … um Mitternacht starb die Mutter friedlich. ‘Mitten in der Nacht erscholl der Ruf: Auf, der Bräutigam kommt, geht ihm entgegen, Christus, dem Herrn.’«

 

Wenn es Dich gibt, schenk mir ein neues Leben!

Torsten Hartung wurde 1962 im ostdeutschen Schwerin geboren. Er und seine drei Geschwister wuchsen in einer ungläubigen, gewalttätigen Familie auf. Die Eltern, erzählt er, hatten selbst keine Liebe erfahren und konnten sie daher auch nicht weitergeben. Je mehr er daheim geprügelt wird, desto mehr wird Torsten selbst zum Schläger. Prügeln, stehlen, lügen, Gefängnisstrafen prägen seine Jugendjahre.

Mit 28 Jahren sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben. Er fragt sich, gibt es den Teufel? Wenn ja, dann kann er seine Seele haben. Im Gegenzug verlangt er vom Bösen, 18 Monate lang wie ein König zu leben. Und tatsächlich: Kurz darauf ergeben sich Verbindungen zu Kriminellen. Er soll Luxusautos “besorgen” und sie nach Russland und in arabische Länder liefern. Er wird zum Kopf einer Autoschieberbande und verdient bis zu 150.000 Mark pro Woche. Um klarzustellen, dass er der Boss der Bande ist, erschießt Torsten sogar einen Konkurrenten in Russland.

Als wäre nichts geschehen, fährt er drei Wochen später mit der Freundin nach Mallorca. “Ich wünsche mir ein Leben im Glück”, schrieb er in einer Kirche auf einen Anliegenzettel bei der Gottesmutter, denn das Geld machte ihn nicht glücklich. Beim Paragleiten am nächsten Tag stürzt er ab – eigentlich ein tödlicher Unfall, den er jedoch wie durch ein Wunder überlebt. Erstaunlicherweise erklärt ihm seine ungläubige Freundin, dass Gott wohl noch einen Plan mit ihm haben dürfte.

Drei Wochen später, im Oktober 1992, wurde er verhaftet. Als Kopf der Bande kam er sofort in Einzelhaft für fast 5 Jahre. “Ich fing an zu leiden. Ich fing an, mir Fragen zu stellen: Warum verhalte ich mich so?” “Das war nicht einfach, was ich da gesehen habe. Ich bin nämlich in meinem Leben keinem bösartigeren Menschen als mir selbst begegnet.” “Die Schuld, die ich sah, erdrückte meine Seele.”

An Ostern 1998 wurde im Gefängnis ein Jesusfilm gezeigt. Torsten schreibt ins Tagebuch: “Jesus, gib auch mir eine zweite Chance. Schenk auch mir ein neues Leben!” Kurz darauf, am 15. Mai, betete er in seiner Zelle: “Wenn es Dich gibt, schenk‘ mir ein neues Leben. Schau, was ich für ein Leben gehabt habe. Es hat mir wehgetan und ich habe anderen wehgetan.” Auf einmal hört er eine Stimme, deutlich und laut: “Ja, ich weiß!” Es war Gottes Stimme, eine Stimme voll Liebe und Barmherzigkeit. Gott weiß alles, wird ihm bewusst.

Ein Sozialarbeiter drückt ihm eine Bibel in die Hand. Eine innere Stimme sagt ihm: “Nimm und schlag auf!” Und der erste Satz, auf den er stieß, lautete: “Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht: Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht” (1 Joh 1,9). Er konnte es zuerst nicht glauben, dass Gott ihm wirklich vergibt. In seinen Zweifeln, die ihn tagelang quälen, bekommt er wiederum diese Eingebung: “Nimm und schlag auf!” Da trifft er auf die Stelle: “Ihr wart tot infolge eurer Verfehlungen und Sünden. … Aus Gnade seid ihr gerettet” (Eph 2,1ff). Diese Worte Gottes und inneren Erfahrungen der Gnade trafen ihn mitten ins Herz und führen ihn zu einer vollkommen Umkehr seines Lebens.

Er hatte gefunden, was er in seinem Herz suchte und lässt sich katholisch taufen. Seine Gefängniszelle wird ihm zur Klosterzelle in der er viel betet und sich im Glauben vertieft. Nach 15 Jahren Haft wurde er 2007 in die Freiheit entlassen: bekehrt, getauft und überzeugter Katholik. 2009 gründete er das Hilfswerk “Maria HILFT” und ein Haus der Barmherzigkeit für straffällig geworden Jugendliche, die nach ihrer Haftentlassung kein Zuhause mehr haben, das sie erwartet. In seinem Buch “Du musst dran glauben – Vom Mörder zum Menschenretter” und in vielen Vorträgen erzählt er, was der Herr durch seine Gnade Großes an ihm gewirkt hat.

 

Die Rolle des Barabbas hat mich zu Jesus geführt

Der italienische Schauspieler Pietro Sarubbi spielte im Film “Die Passion Christi” von Mel Gibson die Rolle des Barabbas. Es war nur eine kurze Szene, die er zu spielen hatte, aber sie wurde für ihn zu einer wirklichen Begegnung mit Jesus, die sein Leben gänzlich veränderte. In Interviews, Vorträgen, Talk-Shows und in seinen Buch “Von Barabbas zu Jesus” gibt er Zeugnis von seiner Bekehrung, um vor allem die Jugend für den Glauben zu gewinnen.

Pietro Sarubbi (Jg. 1961) war von Kindheit an ein unruhiger Geist. Mit 13 Jahren lief er von zu Haus weg, um Zirkuskünstler zu werden. Nach manchen Enttäuschungen gelang es ihm, zu einem italienweit angesehenen Theater und Filmschauspieler zu werden. Wie es in der Unterhaltungswelt üblich ist, lebte Sarubbi viele Jahre lang weit vom Glauben entfernt. Im Sommer 2002 erhielt er von Mel Gibson das Angebot im Film “The Passion” mitzuwirken. Es war für ihn enttäuschend, dass er nur diese kurze Rolle des Barabbas spielen sollte, lieber wäre ihm Petrus gewesen. Widerwillig nahm er aber die Rolle an. “Schließlich wollte ich ja viel Geld verdienen, berühmt werden und in die Zeitungen kommen.”

Aber die Dreharbeiten wurden für ihn zur großen Gnade. Er erzählt: “Von Mel Gibson hatte ich Anweisung, nicht eher auf Jesus zu schauen, bis ich am Schluss meiner Szene, von den Ketten befreit, die Stufen des ‘Prätoriums’ hinabsteigen würde. Erst dann sollte ich, Barabbas, auf diesen armen zerschundenen Unbekannten schauen, der an meiner Stelle nun in den Tod gehen musste … Als ich also die erste Stufe hinunterging, spürte ich plötzlich etwas wie einen leichten Ruck, zusammen mit dem Empfinden von Wärme an meiner rechten Schulter. Unwillkürlich drehte ich mich um … und war vom Blick des JesusSchauspielers, der mich nun traf, zutiefst überrascht und verwirrt! Ich fand darin nichts von all dem, was ich erwartet hatte, keinerlei Wut oder Klage. In seiner enormen Tiefe lagen vielmehr Milde, Annahme und Barmherzigkeit, ein Schleier von Liebe und Sorge um mich, Barabbas, und meinen verkommenen Zustand, das alles zusammen und in einer Weise, wie ich in meinem Leben nie zuvor angeblickt worden war! Es war ein starkes, unbeschreibliches Empfinden, das in meinem Herzen eine plötzliche Veränderung bewirkte. Und was beim Film oft mühsam ist, nämlich dieselbe Szene immer und immer wieder zu drehen, wurde für mich zur Chance, diesen Blick, der jedes Mal eindringlich war, zu vertiefen und tief aufzunehmen; den Blick eines Schauspielers, aber in ihm wohnte Gott! Ja, in diesem Blick begegnete mir der Blick Jesu.” … “Das war für mich etwas so Gewaltiges, dass mir das Herz davon heute noch vor Rührung und Betroffenheit übergeht.” … “Immer wieder sah ich mir Die Passion Christi an, die für mich zum Katechismusunterricht wurde. Vor allem die Szene vom Letzten Abendmahl ließ mich nicht los …

An einem gewissen Punkt erlebte ich die Sehnsucht, ja die dringende Notwendigkeit, die hl. Eucharistie zu empfangen. Umso größer war der Schmerz, darauf verzichten zu müssen, da ich mit einer Frau zusammenlebte, mit der ich nicht verheiratet war. Diese ungeheure Anziehungskraft brachte mich schließlich dazu, meine selbstgebastelten Ansichten zu überdenken: Noch im November desselben Jahres 2003 heirateten wir kirchlich. Seitdem haben meine Kinder einen Papa, der ein bisschen ruhiger, sanfter und lebensfroher ist. In meinem Schauspielberuf dagegen suche ich nach Wegen, dem Herrn und dem Glauben zu dienen, und das erfüllt mich mit riesengroßer Freude.”

 

 

Meine Freude konnten sie mir nicht nehmen

Seit 1999 nimmt die Islamisierung im afrikanischen Staat Nigeria zu. Tausende Christen fielen seitdem einem religiösen Völkermord zum Opfer. In Teilen des Landes wurde die Scharia eingeführt und islamische Gruppen wie Boko Haram terrorisieren bis heute auf brutalste Art die Christen. Allein im März 2019 wurden bei Überfällen über 100 Christen getötet.

Ein beeindruckendes Glaubenszeugnis gibt uns Danjuma Shakuru, der 2016 mit 13 Jahren einen Angriff von Boko Haram wie durch ein Wunder überlebte. Heute trägt er schreckliche Narben an seinem Körper, aber auch ein strahlendes Lächeln, das einen sprachlos macht.

Danjuma erinnert sich noch genau an diesen Mittwoch Morgen. Gegen sechs Uhr hörte er Schüsse und wusste sofort, dass nun auch sein Dorf angegriffen wurde. Er und seine Nachbarn, alles gläubige Christen, lebten bislang in Frieden miteinander. Nun rannte er um sein Leben. Doch er konnte den Angreifern nicht entkommen. An jenem Tag waren es rund tausend islamische Terroristen, die sich blutrünstig auf die Christen stürzten, Häuser niederbrannten und jeden töteten, der ihnen unter die Finger kam. Danjuma erinnert sich noch daran, welchen Schmerz die Machete auslöste, die mit voller Wucht seinen Kopf traf. Dann verlor er sein Bewusstsein. Es fehlt ihm die Erinnerung daran, wie die Terroristen seinen linken Arm abhacken und sein rechtes Auge ausstechen. Er erinnert sich auch nicht daran, wie sie sein Geschlechtsteil abschneiden. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, haben die Dorfbewohner sein Grab schon ausgehoben. Niemand kann glauben, dass der Junge überlebt hat.

Unfassbar, dass Danjuma nach all dem seinen Glauben an Gott nicht verloren hat. Er sagt: “Ich habe schon als Kind Jesus mein Leben anvertraut. Ich gehöre ihm und er sorgt für mich. Es ist ein Wunder, dass ich überlebt habe, das sagen selbst Ärzte. Gott hat nicht zugelassen, dass ich sterbe und er hält auch meine Zukunft in seiner guten Hand.” “Sie wollten mir alles nehmen, aber meine Freude konnten sie mir nicht wegnehmen. Denn die Freude kommt ganz von innen und die schenkt mir Gott jeden Tag neu.” Trotzdem ist Danjumas Leben heute ganz anders. Er trägt einen Katheter und muss immer einen Urinbeutel mit sich führen. Er wird sein Leben lang auf medizinische Hilfe angewiesen sein. Danjuma weiß, dass sein Leben nicht leicht wird: “Ich wünsche mir, dass jeder, der meine Geschichte liest, für mich betet. Aber ich hoffe auch, dass ich Menschen in ähnlichen Situationen Mut machen kann, sich Jesus zu öffnen. Gott hat uns geschaffen und er weiß genau, wie es uns geht. Lasst uns an ihm festhalten und die Liebe füreinander nicht verlieren. Gott allein weiß, wie unsere Zukunft aussieht. Aber mit ihm, dem Herrn und Retter an unserer Seite, können wir alles schaffen.”

Quelle: Vgl. https://www.jesus.ch/themen/people/portraits/302989-die_freude_am_leben_konnten_sie_mir_nicht_nehmen.html

Hoffnungslos verliebt in die selige Jungfrau Maria

Prof. Roy Schoeman wurde 1951 als Sohn jüdischer Eltern, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland in die USA geflohen waren, in New York geboren. Seine jüdische Bildung erhielt er von prominenten strenggläubigen Rabbinern, die ihn stark für den Glauben begeistern. Er studierte am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Er berichtet: “Obwohl ich versuchte, meine religiöse Orientierung aufrechtzuerhalten, gab es einen fatalen Fehler, der mich bald in die Irre führte.  Ich hatte kein Verständnis für die Beziehung zwischen Religion und Moral, insbesondere der sexuellen Moral.  So vermischte sich meine Religiosität bald in die Drogen‑ und ‘freie Liebe’‑Kultur, die überhand nahm, und degenerierte bald in die unmoralische, vage Hippie‑Spiritualität der damaligen Zeit. Mein Durst nach Gott wurde lange Zeit von den falschen Tröstungen und der verführerischen Spiritualität dieser Umgebung gestillt.”

Aufgrund seiner ausgezeichneten Leistungen begann er eine glänzende Karriere als Dozent an der hochangesehenen Harvard Business School. Doch das erhoffte Glück blieb aus. Viele Jahre lang lebte er in einer schrecklichen inneren Spannung. “Indem ich die Verbindung mit Gott verloren hatte, hatte ich auch das Gespür für den eigentlichen Sinn und die Richtung meines Lebens verloren. … Nach etwa vier Jahren meiner Havard  Laufbahn wurde ich von einem Gefühl absoluter Sinnlosigkeit überwältigt, das mich fast zur Verzweiflung brachte.” Sein einziger Trost in dieser Zeit waren ausgedehnte, einsame Spaziergänge in der Natur. Auf einem Spaziergang an einem frühen Morgen Anfang Juni 1987 empfing er eine besondere Gnade, die sein Leben änderte: “Ich befand mich in der spürbaren Gegenwart Gottes und war mir Seiner unendlichen, ganz persönlichen Liebe bewusst. …” Von da an wollte er mehr über Gott erfahren. “Ich wollte Seinen Namen kennen, um zu wissen, in welcher Religion ich Ihm in aufrechter Weise dienen und Ihn anbeten könne. ‘Bitte, sag mir deinen Namen’, betete ich von nun an jeden Abend vor dem Einschlafen, ‘gleich, ob Du Buddha heißt und ich Buddhist werden muss, … oder ob Du Krishna bist und ich Hindu werden muss  solange Du nicht Christus bist und ich Christ werden muss!'”

Auf den Tag genau ein Jahr nach seiner ersten Gotteserfahrung kam die Gnade erneut zu Roy. In einem Traumgesicht wurde er in einen Raum geführt, in dem er der schönsten Frau begegnete, die er jemals gesehen hatte. Ohne dass es ihm jemand gesagt hätte, wusste er: Es ist die Jungfrau Maria! Und das, obwohl er als Jude während seines ganzen bisherigen Lebens kaum etwas von ihr gehört hatte. Die Reinheit und Liebe der schönen Frau hatten eine unbeschreibliche Ausstrahlung und Anziehungskraft. “Als ich erwachte, war ich hoffnungslos in Maria verliebt. Ich wusste, dass der Gott, der sich mir vor einem Jahr geoffenbart hatte, Christus war, und ich wünschte nichts sehnlicher, als Christ zu werden.” Auf dem zärtlichsten Weg, den man sich nur denken kann, hatte der Herr ohne Worte Roy geantwortet: “Mein Name ist Jesus. Ich bin der von den Juden erwartete Messias.” Durch Maria fand er zu Jesus und in die katholische Kirche.

Quelle: vgl.: https://www.salvationisfromthejews.com/christversion.html