Jesus hat meinen Hass in Frieden verwandelt

Es ist eines der bekanntesten Fotos des Vietnamkriegs. Ein kleines Mädchen rennt mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben. Das Bild “Napalm-Angriff” ging um die Welt. Was aus dem Mädchen von damals wurde, erzählt Kim Phuc. Es ist ihre eigene Geschichte.

»Meine Familie war wohlhabend und ich hatte eine glückliche Kindheit. … Ich erinnere mich genau, es war der 8. Juni 1972. Wir hatten während eines Luftangriffs Zuflucht im Cao Dai Tempel gesucht. Ich sah, wie ein Flugzeug tiefer flog und vier Bomben abwarf. Überall um mich war Feuer. Ich rannte um mein Leben. Dann bemerkte ich, dass auch ich brannte, das Feuer hatte meine Kleider verbrannt.

Napalm löst den schrecklichsten Schmerz aus, den man sich vorstellen kann. Wasser kocht bei 100 Grad. Napalm erreicht Verbrennungstemperaturen zwischen 800 und 1200 Grad Celsius. Die zähflüssige Masse fraß sich in meine Haut und löste Verbrennungen dritten Grades aus. Ich war erst neun Jahre alt, aber ich erinnere mich an die Gedanken, die ich hatte: Ich würde hässlich sein und Menschen würden mich von jetzt an anders behandeln. Genau in diesem Moment wurde das Bild von mir gemacht.

Nachdem mir der Fotograf etwas zu trinken gegeben hatte und Wasser über meinen Körper schüttete, verlor ich mein Bewusstsein. Keiner rechnete damit, dass ich überleben könnte. Wenige Tage später wachte ich in einem Krankenhaus auf. Auch aufgrund des Fotos, das die Welt aufgerüttelt hatte, wurde ich gut behandelt. Erst nach zwei Jahren und 17 Operationen konnte ich nach Hause zurückkehren.

Ich hatte gehofft, einfach wieder ein normales Kind sein zu können, doch unser Haus war zerstört, wir hatten alles verloren und versuchten einfach nur Tag für Tag zu überleben.

Obwohl ich immer noch Schmerzen von den Verbrennungen hatte, meine Wunden juckten und ich unter starken Kopfschmerzen litt, träumte ich davon, einmal Ärztin zu werden. Ich bemühte mich, in der Schule aufzuholen und gute Leistungen zu bringen, doch die Regierung hatte andere Pläne mit mir. Ich war das “Vorzeigeopfer” und man brauchte mich für Propaganda-Zwecke. Meine Bildung wurde deswegen vorerst auf Eis gelegt.

Eigentlich wollte ich mich nur von meiner Vergangenheit lösen. Ich wollte nichts mit diesem Foto zu tun haben. Wollte vergessen, was geschehen war. Aber man bestand darauf, dass sich alle erinnern.

Immer wieder fragte ich mich: “Warum ausgerechnet ich? Warum ist das mir passiert?” Ich war bitter geworden, trug eine Wut in mir und sah mein Leben als eine Last. Ich hasste mein Dasein und wollte am liebsten einfach nur sterben. Ich hasste alle Menschen, die normal waren, weil ich nicht mehr normal sein durfte. Ich konnte nicht verstehen, warum ich das mitmachen musste und immer noch am Leben war.

Weil ich nicht weiter auf die Schule gehen durfte, verbrachte ich viele Tage in der Bibliothek. Dort fand ich eine Bibel und konnte gar nicht mehr aufhören, sie zu lesen. Aus Neugier ging ich auch in eine Kirche und hörte zum ersten Mal in meinem Leben die Gute Nachricht von Jesus. Die Liebe Gottes veränderte mein Leben. Ich erfuhr, dass Jesus für meine Schuld am Kreuz gestorben ist und so bat ich Gott, mir zu vergeben und in mein Leben zu kommen. Das war an Weihnachten 1982 und wurde zu einem unglaublichen Wendepunkt. Von diesem Moment an lautete der Schrei in mir nicht mehr: “Warum ich?”, sondern “Bitte hilf mir!”

Mein Leben war bisher wie eine Tasse Kaffee gewesen. Schwarzer Kaffee. Voller Hass, Wut, Bitterkeit und Sorgen. Doch Gott zeigte mir, wie ich die Finsternis aus meinem Leben vertreiben konnte: Indem ich diese Tasse Kaffee jeden Tag vor ihm ausschütten durfte, bis sie ganz leer war. Und stattdessen füllte Gott mich mit seiner Liebe und schenkte mir Frieden, Weisheit, Geduld und Leidenschaft für andere. Jesus hat meinen Hass in Frieden verwandelt! Ich konnte plötzlich darauf vertrauen, dass Gott mein Leben führt und es gut macht.

Gott hat mir auch bei meiner schwersten Aufgabe geholfen: Zu vergeben. Die Vergebung hat mich vom Hass befreit. Noch immer trage ich die Wunden an meinem Körper. Noch immer habe ich starke Schmerzen. Aber mein Herz ist rein und voller Liebe und Frieden.«

Heute lebt Kim Phuk mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Toronto. 1994 wurde sie von der UNESCO zur Botschafterin für den Frieden ernannt. 1997 gründete sie die Kim Phuc Foundation, die sich für Kinder einsetzt, die Kriegsopfer wurden.

Quelle: https://www.jesus.ch

Ich habe immer mit Jesus gesprochen

Der heute 86 Jahre alten albanischen Priester Ernest Simoni, der 2016 zum Kardinal ernannt wurde, ist ein großartiger Zeuge für die Gnadenkraft unseres Glaubens. Er wurde zum Tod verurteilt und war 27 Jahre im Gefängnis. Er erzählt:

Die kommunistische Gewaltherrschaft begann in Albanien im Dezember 1944. Die kommunistischen Diktatoren erklärten Albanien zum ersten atheistischen Staat der Welt. Es wurde nicht nur das Praktizieren des Glaubens verboten, sondern auch der Besitz von Kultgegenständen. Das atheistische Regime machte von Anfang an Jagd auf katholische Priester. “Priester und Laien wurden verhaftet, gefoltert und ermordet. Es waren Jahre des Blutes. Manche riefen vor der Hinrichtung laut: ‘Es lebe Christus König.'” 1952 versammelten die Kommunisten die Priester, die den Exekutionen entgangen waren und derer sie habhaft wurden. Sie boten ihnen die “Freiheit” an unter der Bedingung, dass sie sich vom Papst und vom Vatikan distanzieren. Die meisten lehnten ab und wanderten in die Lager.

Trotz der brutalen Verfolgung spürte der junge Ernest Simoni den Ruf Gottes und war entschlossen, Priester zu werden. Die Schule besuchte er von 1938-1948 bei den Franziskanern. Als viele seiner Lehrer verhaftet und hingerichtet wurden, setzte er seine Studien geheim fort. “Es waren schreckliche Jahre”, wie er heute sagt. Am 7. April 1956, einem Karsamstag, wurde er zum Priester geweiht.

Am 24. Dez. 1963, in der Heiligen Nacht, wurde Simoni verhaftet. Damals war er 31 Jahre alt. “Am Ende der Mitternachtsmette standen vier Offiziere vor mir und hielten mir einen Haftbefehl und mein Todesurteil vor das Gesicht.” Grund der Verhaftung war allein sein katholisches Priestertum. “Sie legten mir Handschellen an, banden mir die Hände hinter dem Rücken zusammen und trieben mich mit Fußtritten in ihr Auto. Aus der Kirche brachten sie mich in eine Zelle, wo ich drei Monate unter menschenunwürdigen Bedingungen verbrachte. Gefesselt brachten sie mich zum Verhör. Ihr Anführer sagte mir: ‘Du wirst als Feind erhängt, denn du hast dem Volk gesagt, dass wir alle für Christus werden sterben, wenn es nötig ist.’ Sie zogen die Eisen an meinen Händen so sehr an, dass mein Herzschlag aufhörte und ich fast starb. Sie wollten, dass ich gegen die Kirche und deren Hierarchie aussagte. Ich habe das nicht akzeptiert.” “Durch die Folter war ich in einem erbärmlichen Zustand. Aber der Herr wollte, dass ich weiterlebe.” Zur Hinrichtung kam es nicht. Simonis Todesurteil wurde in Zwangsarbeit umgewandelt. 18 Jahre lang musste er als Mienenarbeiter schuften. “Das war bis zu 500 Metern unter der Erde, wo ich graben musste. Dort hat uns Gott jeden Tag vor dem Tode bewahrt, denn die Miene war nicht ausgerüstet oder abgesichert, es gab giftige Dämpfe und Wasser, das mit Schwefelsäure vermischt war  doch Gott hat uns alle gerettet.” 1990 wurde aus dem Gefängnis entlassen.

Auf die Frage, wie er so lange durchhalten konnte, antwortet er mit einem leichten Lächeln: “Ich habe nichts Außergewöhnliches gemacht. Ich habe immer zu Jesus gebetet. Ich habe immer mit Jesus gesprochen.” “Der Herr hat mir geholfen, so vielen Menschen im Gefängnis dienen zu können und dann auch außerhalb, damit sich die Menschen wieder versöhnen und ihre Herzen dem Hass des Teufels entrissen werden.”

 

Die Lossprechung von ihren Sünden

Pater Tim Deeter erzählt: »Es war in der Zeit, als ich täglich die Kranken eines Spitals in der Nähe meiner Pfarrei in den USA besuchen ging. Eine Frau, die im Koma lag, stand immer auf meiner Liste.

Eines Tages, als ich eine große Anzahl von Kranken zu besuchen hatte, sagte ich mir: “Ich werde diese Frau von meiner Liste streichen; es hat keinen Sinn, sie zu besuchen, denn sie kann nicht mit mir sprechen.” Doch während ich die anderen Kranken besuchte, fühlte ich mich gedrängt, trotzdem zu ihr zu gehen. Ich setzte mich daher an ihr Bett und begann die gewohnten Einleitungsworte: “Ich bin Pater Tim, heute ist es Montag, usw… ” Am Schluss dachte ich jedoch: “Das hier ist wirklich sinnlos. Sie kann nicht antworten. Ich verliere nur meine Zeit. Ich werde nicht mehr wiederkommen und sie von meiner Liste streichen!” Da erfasste mich plötzlich ein Gedanke, der nicht von mir war: “Diese Frau braucht die Lossprechung von ihren Sünden!”

In der Tat, sie konnte nicht beichten, denn sie war im Koma. Da beugte ich mich wieder über sie und flüsterte ihr zu: “Wenn Sie einige Sünden begangen haben, für die Sie noch keine Lossprechung erhalten haben, dann legen Sie sie jetzt dem Herrn in Ihrem Herzen offen dar, dann werde ich mit Ihnen den Reueakt sprechen.” Ich wartete einige Minuten, sprach dann den Reueakt und gab ihr die Lossprechung. Während ich mich wieder auf meinem Stuhl setzte, erhob sich die Frau plötzlich auf ihrem Bett! Ohne mich anzuschauen, richtete sie ihre Augen auf das Kreuz, das an der Wand hinter mir befestigt war. Sie öffnete ihre Arme weit, und das Gesicht erstrahlte in einem schönen Lächeln, und sie rief: “Jesus!” Dann fiel sie zurück und starb. Ich drehte mich hastig um, um zu sehen ob Jesus da wäre, aber ich sah ihn nicht.

Er war für sie gekommen, auf mein Priesterwort im Sakrament der Beichte hin, und er hatte sie mit sich genommen!

Ihr seht wie wichtig die Sakramente sind! Wenn Gott euch aufruft sie zu empfangen, dann verschiebt es nicht auf später, denn wer weiß, ob ihr morgen noch lebt!«

 

Das Blut der Märtyrer ist der Same für neue Christen

Das Blut der Märtyrer ist der Same für neue Christen. Diesen Zusammenhang haben die Christen in der Verfolgungszeit der ersten drei Jahrhunderte erfahren. Das Zeugnis eines Bekehrten unserer Tage zeigt uns, wie dies auch heute noch geschieht.

“Ich heiße Jean-Pierre, bin verheiratet, Vater von drei Kindern und Großvater von drei kleinen Enkeln. Ich wurde getauft und gefirmt. Als Jugendlicher verlor ich den Glauben. Am 15. Februar 2015 tauchte im Internet ein Video auf, das die Hinrichtung von 21 koptischen Christen durch Islamisten zeigte. Beeindruckt von ihrem Mut begann ich über meine Beziehung zu Gott nachzudenken! (…)

Ich spürte, dass ich eine Wahl zu treffen hatte: an Jesus glauben oder nicht. Drei oder vier Monate lang wirbelten die Fragen in meinem Kopf herum. Dann begann ich zu beten. Ich vervielfachte meine Recherchen im Internet, ich war begierig darauf, Zeugnisse zu hören… dass man mir von Jesus erzählte.

So entdeckte ich, dass die Jungfrau Maria in Laus (Frankreich) erschienen ist “für die Bekehrung der Sünder”. Ich schlug meiner Frau vor, das Heiligtum in Laus zu besuchen und auf den Spuren von Benoîte Rencurel zu gehen, der die Muttergottes von 1664 bis 1718 erschienen ist. An jenem Tag, dem 25. Juni 2015, habe ich mich mit dem Herrn versöhnt, in der Beichte. Sicher dank eines kleinen Anstoßes vonseiten der Gottesmutter, die zu Benoîte gesagt hat: „Ich habe diesen Ort von meinem Sohn für die Bekehrung der Sünder erbeten, und er hat ihn mir gegeben.”

 

Ich bin Christ – das Zeugnis eines Märtyrers

Aus dem 3. Jahrhundert sind uns verschiedene Protokolle von Prozessen erhalten, die in der Verfolgungszeit gegen Christen geführt wurden. Von einem Märtyrer mit Namen Sanctus wird uns berichtet, dass der Richter ihn nach seinem Namen, nach seiner Abstammung und seiner Heimat fragte. Auf jede dieser Fragen hat er nur die Antwort gegeben: “Ich bin ein Christ!” Das feste Bekenntnis dieses Christen im Angesicht des Todes hat sogar seine Verfolger in Erstaunen versetzt.

Am Zeugnis dieses Märtyrers kann uns bewusst werden, was es heißt, getauft zu sein. Denn in der Taufe sind wir zu einem neuen Leben geboren worden.

1.) Durch die Taufe tragen wir den Namen Christi, so wie ein Kind bei seiner Geburt den Familiennamen seiner Eltern erhält. “Ich bin Christ!” Das schließt ein, dass ich mich zu Jesus Christus, aber auch zu seiner Familie bekenne, die die katholischen Kirche ist.

2.) Durch die Taufe haben wir auch eine neue Abstammung, das heißt neue “Eltern” erhalten. Gott hat mich als sein Kind angenommen, er ist mein Vater und die Kirche ist meine Mutter. Es ist eine der beglückendsten Einsichten im Glauben, wenn wir das begreifen.

3.) Durch die Taufe haben wir schließlich einen neuen Wohnsitz erhalten. Der hl. Paulus sagt: “Unsere Heimat ist im Himmel” (Phil 3,20).

 

Die Kirche ist keine menschliche Institution

Die Gnade Gottes kommt auf den unterschiedlichsten Wegen in die Herzen der Menschen und der Herr beruft sie in seine Nachfolge. Ein Beispiel für das Wirken des Herrn ist Mahairo Yuki. Er stammt aus Japan und hat sich als junger Mann und Schüler besonders für die Weltgeschichte interessiert. Dabei “stolperte” er auch über das Christentum, das für ihn völlig unbekannt war. Und heute mit 26 Jahren ist er auf dem Weg zum Priestertum.

In einem Interview mit Nachrichtenagentur CNA erzählte er: “Als Kind war ich nicht Christ, sondern Atheist. In meiner Familie gab es keinen Glauben, kein Bekenntnis. Aber als ich zur Schule ging, interessierte ich mich sehr für die Geschichte der Welt und die Kirchengeschichte. Ich spürte eine große innere Unruhe, so ging ich eines Tages in die Kathedrale in Oita (Japan) und sagte, dass ich mit einem Priester sprechen wollte. Dieser meinte, wenn ich diese Unruhe verspürte, könnte ich mit Katechismusunterricht beginnen.”

Pater Damian Kazuki war der Priester, der Mahairo ein Jahr lang in den katholischen Glauben einführte und in der Osternacht 2010 empfing der junge Japaner die Taufe, Firmung und Erstkommunion; damals war er 18 Jahre alt.

Mahairo berichtete, was ihn am meisten beeindruckte, als er den katholischen Glauben kennenlernte: “Die Universalität der Kirche und die christliche Nächstenliebe.” “Die Kirche ist keine menschliche Institution, sondern eine übernatürliche. Der Heilige Vater ist der Nachfolger des heiligen Petrus und Stellvertreter Christi auf Erden; das wusste ich nicht, und es erschien mir sehr schön, übernatürlich.”

Mahairo setzte seine Ausbildung fort und entdeckte mit Hilfe von Pater Damian auch seine Berufung zum Priestertum. “Pater Kazuki empfahl mir, ein paar Tage geistlicher Exerzitien zu machen, und dort habe ich meine Berufung entdeckt; das war im Jahr 2015”.

Aber es war alles nicht so einfach: Mahairos Eltern waren sehr überrascht von der Änderung seines Lebens und seiner Berufung zum Priestertum. “Mein Vater akzeptierte es von Anfang an, aber meine Mutter verstand meine Bekehrung nicht besonders gut und war sehr wütend auf meine priesterliche Berufung. Pater Kazuki hat mich geistlich unterstützt und auch mit meinen Eltern hat er mehr als ein Jahr lang darüber gesprochen. Jetzt haben sie es akzeptiert und sind sehr glücklich.”

Quelle: vgl. CAN

Ich wollte die Wahrheit finden, was immer sie auch war

Der bekannte amerikanische YouTube-Star Lizzie Estella Reezay hat jüngst bekanntgegeben, dass sie vom Protestantismus zum katholischen Glauben konvertieren werde. “Ich möchte, dass jeder weiß, dass ich es hasste, was passiert ist. Ich wollte nicht katholisch werden. Ich dachte nicht nur, dass der Katholizismus falsch sei. Ich hab auch die Stimmung des Katholizismus nicht gemocht. Ich wollte daher alles andere als katholisch werden.”

Lizzie sagt, dass es für sie super schwer sei, diesen Schritt jetzt zu erklären, weil viele ihrer protestantischen Familie und ihrer Freunde dies jetzt als Verrat auffassen würden. Aber sie erklärte dann, dass sie verpflichtet gewesen sei, katholisch zu werden. Dies habe einen einzigen Grund: “Es ist wahr.” “Ich wollte die Wahrheit finden, was immer sie auch war.”

Sie fand die Antwort auf ihre Fragen vor allem durch das Studium der frühen Kirchenväter im Vergleich mit den Aussagen der Bibel. Dabei entdeckte sie, dass die Lehre der katholischen Kirche über die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie, d.h. im Allerheiligsten Sakrament des Altares, viel biblischer war als sie dachte.

Lizzie wuchs in einer protestantischen Kirche auf und startete mit 16 Jahren (vor acht Jahren) ihren YouTube-Channel mit dem Titel: “LizziesAnswers“. Von Anfang an sprach sie immer wieder über ihren Glauben.  Auf YouTube hatte sie über 194.000 Abonnenten, ihre Videos erreichen über 34 Millionen Menschen.

Im vergangenen Jahr hat sie sich im Rahmen ihres Studiums mit der katholischen Kirche beschäftigt. Dazu entstanden Videos wie “10 Lügen, die Protestanten über den Katholizismus glauben” oder “Protestanten besuchen die lateinische Messe. Was ich liebte und was ich hasste.” Am Aschermittwoch hat sie angekündigt, dass sie katholisch werden möchte.

Vgl.: kath.net

 

Gib mir noch eine Chance!

http://www.johnpridmore.com

Der Engländer John Pridmore, Gründer der Missionsgemeinschaft St. Patrick, besucht mit seinem Team unermüdlich Pfarren und Schulen, um den Menschen die Barmherzigkeit Gottes nahezubringen, die er selbst erfahren hat. Sein Bekehrungsweg führte ihn von einem Gangster zum Apostel. In der detaillierten Schilderung sowohl seines Gangsterdaseins als auch seiner außergewöhnlichen Erlebnisse mit Gott vermag er vor allem die Jugend für Jesus zu begeistern.

Die “kriminelle Karriere” von John Pridmore, geboren 1964 in London, begann, als er elf Jahre alt war. Damals hatten sich seine Eltern scheiden lassen. Das konnte er nicht verkraften und wollte es nicht wahrhaben. Da fing er an, sich an seiner Umwelt zu rächen. Der bisher gute Schüler wurde frech und ein Raufbold. Er begann, wenn er seine geliebte Mutter besuchte, ihren neuen Lebenspartner zu bestehlen. Es folgten Ladendiebstähle und, weil er “gleichgesinnte Freunde” fand, auch Ladeneinbrüche. Es ging ihnen nicht um die Beute, sondern um den “Kick”. Als John mit 15 Jahren dabei erwischt und in eine Besserungsanstalt eingewiesen wurde, musste er etwa 60 derartige Delikte zugeben.

Obwohl er nie wieder eingesperrt werden wollte, ging es mit seiner “Karriere” weiter: Er beklaute den Elektrohändler, bei dem er eine Stellung gefunden hatte, versuchte das Sozialamt zu beschummeln, betrog mit einer fremden Bankomatkarte usw. Mit seinem Lebensalter wurden die Delikte größer. Seine Anstellungen bei einem Sicherheitsdienst, als Türsteher und Rausschmeißer in Discos und Pubs, seine Einsätze als Geldeintreiber wusste er geschickt zum Geldmachen auf betrügerische und zwielichtige Art zu nützen, bis zum Drogenhandel. Dabei wurde er immer mehr zu einem gefürchteten Schläger.

Einmal schlug er einen Betrunkenen so hart nieder, dass er und alle Umstehenden meinten, dieser sei tot. Das versetzte ihm einen heilsamen Schock. In seiner Wohnung begann er zu grübeln. Sein bisheriges Leben erschien ihm wie ein “einziger Scherbenhaufen”. “Ich hörte eine Stimme in meinem Herzen zu mir sprechen, es ist eine Stimme, die wir alle kennen, unser Gewissen, Gott in uns.” Diese bisher nicht gehörte innere Stimme zählte ihm die schlimmsten Dinge auf, die er getan hatte und machte ihm bewusst, dass er damit von Gott verlassen und in der Hölle war. Eine unheimliche Angst ergriff ihn, er fiel auf die Knie und flehte: “Gib mir noch eine Chance!” Da traf ihn der Strahl der Gnade. Er schreibt: “Plötzlich hatte ich das Gefühl, als ob jemand seine Hände auf meine Schultern legen und mich aufrichten würde. Eine unglaubliche Wärme durchflutete mich und die Angst verflog augenblicklich. In diesem Moment wusste ich – wusste es wirklich und glaubte es nicht nur, dass Gott existiert.”

Aus dem unbändigen Verlangen, diese unglaubliche Erfahrung jemandem mitzuteilen, fuhr er um ein Uhr morgens zu seiner Mutter. Nach seiner Erzählung standen der Mutter und ihrem Mann Freudentränen in den Augen. “Das ist wunderbar”, sagten sie, “unsere Gebete sind erhört worden”. Das geschah im Jahre 1991 John war 27 Jahre alt.

Nun begann er seine Weg als katholischer Christ. Er sprach mit dem Pfarrer, begann im Neuen Testament zu lesen und machte fünftägige Exerzitien. Schritt für Schritt änderte er seine Lebensgewohnheiten. John verschenkte sein zum Teil auf kriminelle Weise erworbenes Geld, machte freiwillige Sozialdienste und bemüht sich in Jugendclubs, besonders bei der kirchlichen Bewegung “Jugend 2000”, junge Menschen vor den Irrwegen zu bewahren, die er selbst gegangen ist.

Seine Botschaft lautet. “Gott liebt euch!” “Ich möchte anderen Hoffnung geben und zeigen, dass, wenn Gott jemanden wie mich lieben kann, er jeden lieben kann.”

Vgl.: http://www.johnpridmore.com

Ich bin überzeugt von der Lehre Jesu über die Vergebung

Die nigerianische Katholikin Rebecca Bitrus sprach mit EWTN über ihre Gefangenschaft bei muslimischen Boko Haram. Geschichten wie diese sind in Nigeria üblich, wo Boko Haram Kämpfer seit 2002 Zehntausende Christen und aber auch Muslime getötet haben, die ihre extremistischen Ideale nicht teilen wollten. Boko Haram ist in Nordnigeria stationiert und in Tschad, Niger und Kamerun aktiv. Er war verantwortlich für viele tödliche Angriffe auf Dörfer, Schulen und Kirchen.

Rebecca wurde mit ihren beiden kleinen Söhnen im August 2014 bei einem Angriff entführt. Sie war mit einem dritten Kind schwanger, verlor es aber in der Gefangenschaft durch die harte Arbeit im Gefangenenlager. Weil sie sich weigerte, zum Islam zu konvertieren, wurde ihr jüngerer Sohn, der drei Jahre alt war, ermordet. Rebecca wurde dann mit einem Moslem zwangsverheiratet, wiederholt vergewaltigt und geschlagen. Sie bekam einen weiteren Sohn, den sie am Weihnachtstag gebar und den sie Christopher nannte zu Ehren Jesu Christi. Bei den muslimischen Gebetszeiten betete Rebecca heimlich den Rosenkranz und bat Gott um Befreiung. Nach zwei Jahren konnte sie mit ihren beiden Kindern fliehen. Einen Monat lang mussten sie sich fast ohne Wasser und Nahrung im Urwald durchschlagen bis sie bei den Regierungstruppen Hilfe fanden. Die Soldaten meinten zuerst, dass sie zu den Boko Haram gehörte, aber als sie ihnen die Gebete des Rosenkranzes vorbetete, glaubten sie ihr und halfen ihr, dass sie wieder ich ihre Heimat zurückkehren konnte.  Sie sagt: “Ich bin überzeugt, dass das Gebet des Rosenkranzes mich aus der Gefangenschaft gerettet hat.”

Als sie in ihre Heimatstadt kam, fand sie auch ihren Ehemann wieder, den sie während ihrer zweijährigen Gefangenschaft für tot gehalten hatte. Sie erzählte auch, dass es ihr zu Hause anfangs schwer gefallen war, ihren damals sechs Monate alten Sohn Christopher ganz anzunehmen, da er sie an all die Grausamkeiten erinnerte, die sie erlitten hatte. Aber der Bischof, mit dem sie darüber sprach, ermutigt sie, ihr Kind anzunehmen und zu lieben.

Heute sagt Rebecca, dass sie ihren Peinigern vergeben hat. “Ich bin überzeugt von der Lehre Jesu über die Vergebung.” Jesus selbst wurde gefoltert, ungerecht behandelt und zum Tode verurteilt. Doch “Jesus vergab am Kreuz auch denen, die ihm Schmerzen zugefügt haben.” Das gibt ihr die Kraft zum Vergeben.

 

Ja, Herr, ich weiß. Das ist es, was ich verdiene!

screenshot videoDer katholische Pfarrer Steven Scheier, der im Südosten von Kansas (USA) in einer Pfarre wirkte, erlitt am 18. Okt. 1985 bei eine schweren Verkehrsunfall einen Genickbruch, der normalerweise zu seinem Tod geführt hätte. Aber durch ein Wunder auf die Fürsprache der Gottesmutter wurde er gerettet und konnte nach relativ kurzer Genesungszeit wieder in seinen Dienst zurückkehren.

Aber ein Nahtoderlebnis, das er bei seinem Unfall hatte, veränderte sein bisheriges Leben. In verschiedenen Interviews und Vorträgen hat er davon Zeugnis gegeben:

»Ich befand mich vor dem Richterstuhl des allmächtigen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus. Der Herr ging sehr schnell durch mein ganzes Leben. Ganz besonders klagte er mich schwerer Todsünden an, für die ich keine Zeit mehr zum Beichten oder zum Bereuen hatte. Ich dachte, ich könnte mir hierfür noch Zeit nehmen. Offensichtlich hatte er andere Gedanken. Als er seine Anklage beendet hatte, sprach Er: “Das Urteil lautet auf ewige Hölle!” “Ja, Herr, ich weiß. Das ist, was ich verdiene!” Wenn man mit der ewigen Wahrheit spricht, gibt es keine Entschuldigungen oder Ausreden. Alles, was Er sagte, erkannte ich als richtig und wahr. Es gab überhaupt nichts zu entschuldigen.

Kurz darauf vernahm ich eine weibliche Stimme. Ich sah die Person nicht, sondern hörte sie nur. Die Stimme sagte: “Mein Sohn, willst du nicht sein Leben und seine unsterbliche Seele retten?” Daraufhin sagte Jesus Christus: “Mutter, er war während zwölf Jahren ein Priester nur für sich selbst und nicht für mich. Lass ihn die Strafe haben, die er verdient hat.” Während dieser zwölf Jahre war ich ein Feigling. Ich wusste, dass ich nicht das tat, was ich tun sollte … und dass ich kein Priester war, wie ich sein sollte. Mein Priestertum war nicht im Dienste der Gläubigen, sondern war ausgerichtet auf das, was die Leute oder die anderen Priester über mich dachten. Meine Haltung entsprach nicht der Nachfolge Christi, die sich im Ertragen der Leiden ausdrückt. Ich habe mich immer vom Kreuz entfernt. … Aber das Priestertum ist ein Opferleben. Wenn man das Opfer nicht liebt, kann man kein Priester sein.

Daraufhin sagte die weibliche Stimme: “Aber wie wäre es, mein Sohn, wenn wir ihm besondere Gnaden geben und dann sehen, ob er Früchte trägt? Bringt er keine Früchte hervor, dann geschehe dein Wille.” Es folgte eine kurze Pause. Dann hörte ich ihn sagen: “Mutter, er gehört dir!”

… Die Muttergottes ist jetzt meine Mutter. Ich gehöre ganz ihr, und zwar im natürlichen wie auch im übernatürlichen Sinne. Ich habe seither erfahren, dass meine Mission ist, “wieder zurückzukommen” und den Leuten zu sagen, dass erstens die Hölle existiert, sie existiert wirklich, und zweitens, dass auch die Priester zu ewiger Hölle verurteilt werden können. …

Durch meine Erfahrung, den Himmel fast verloren zu haben, bin ich dahin gekommen zu glauben, dass es nichts auf Erden gibt, niemand oder nichts es wert ist, den Himmel zu verlieren. …

Einer der Gründe, warum man nicht über wichtige Dinge des Glaubens sprechen will, ist, dass man die Leute auf keinen Fall verärgern will. Die Priester möchten nicht, dass sich ihre Pfarreiangehörigen schuldig fühlen… Die Priester wollen, dass die Leute beim Verlassen der Kirche sagen: “Herr Pfarrer, das war eine gute Predigt, eine wirklich gute Predigt!” Was sind die Folgen? Es wird überwiegend über “Frieden, Liebe und Freude” geredet, nicht mehr über die zentralen Themen der Glaubenslehre und der Moral, der Gerechtigkeit Gottes, der Hölle sowie der Beichte. Über das alles wird nicht mehr gesprochen.«