Laut der angesehenen internationalen Organisation Open Doors ist Nordkorea seit mehr als 20 Jahren der weltweit schlimmste Verfolger von Christen. Schon der bloße Besitz einer Bibel wird mit dem Tod bestraft oder drei Generationen dieser Familie werden in ein brutales politisches Straflager geschickt. Viele Menschen suchen nach Südkorea zu flüchten über eine Grenze, die extrem militärisch bewacht ist. Unzählige Berichte von Überläufern beschreiben, dass plötzlich in der Dunkelheit der Mann in Weiß vor ihnen erschien. Er wies ihnen den genauen Weg durch die tödlichen Minenfelder. Er zeigte ihnen die sichersten Stellen des gefrorenen Flusses, damit sie ihn überqueren konnten. Als sie schließlich in Südkorea ankamen, wurden sie in Integrationszentren gebracht. Viele von ihnen betraten zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kirche. Und als sie hindurchgingen und die Buntglasfenster oder ein Gemälde von Jesus Christus betrachteten, erstarrten sie. Sie fielen unter Tränen auf die Knie. Denn genau in diesem Moment wurde ihnen klar, dass der geheimnisvolle, strahlende Mann, der sie in der eiskalten Zelle besucht hatte, der Mann, der sie sicher über den tödlichen Fluss geführt hatte, Jesus war. Sie kannten damals seinen Namen nicht, aber er kannte ihre Namen. Das Christentum in Nordkorea ist nicht tot. Es lebt, atmet und wächst im Untergrund. Obwohl sie jeden Tag mit der Gefahr der Hinrichtung konfrontiert sind, gehen Geheimdienstschätzungen davon aus, dass es heute in Nordkorea zwischen 300.000 und 500.000 heimliche Christen gibt.
