Die Kirche verdrängt das Leid nicht

struck-karin2Karin Struck (1948 -2006) war in jungen Jahren eine gefeierte Bestseller-Autorin. Aber sie fiel in der linken Medienwelt in Ungnade, als sie sich in einem Roman gegen die Abtreibung wandte. Es begann für sie ein Leidensweg, der sie zu einem tiefen Glauben an Gott zum Eintritt in die katholischen Kirche führte. 2004 erhielt sie die Diagnose Krebs, an dem sie am 6. 2. 2006 starb. In einem Interview, das sie 2005 gab, hinterließ uns ein eindrucksvolles Glaubenszeugnis:
Als Kind war ich evangelisch. Meine Konversion zum Katholizismus hatte auch mit Krankheit und Leiden zu tun. 1974 hatte ich einen schweren Autounfall. Mein sechsjähriger Sohn war schwer verletzt. Dann ist auch noch ein Kunstfehler passiert, sodass sein Bein bedroht war. Für eine Mutter grauenvoll!
Meist war ich bei meinem Sohn im Spital. Wenn ich aber eine Nacht zuhause verbrachte, so fand ich mich im Bett wieder die Muttergottes anflehend. “Bitte rette das Bein meines Kindes!” und das als Protestantin! Nun, sein Bein ist gerettet worden. Es ist ein Wunder, dass er wieder so gesund geworden ist. So fing die Konversion an.
Dann kam dazu, dass sich eine Reihe von mutigen Katholiken für das Lebensrecht einsetzten. Das hat mich schwer beeindruckt. Eine Rolle gespielt haben auch Entwicklungen in der Evangelischen Kirche: eine Umwandlung vom Gottesdienst hin zum Menschendienst. Ich erinnere mich an einen Mitternachtsgottesdienst zu Weihnachten. Dorthin bin ich mit meiner Tochter in froher Erwartung gegangen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz voll. Und der Gottesdienst fing mit einer Dichterlesung aus Tucholsky an! Als Schriftstellerin habe ich nichts gegen Tucholsky. Wunderbar da, wo’s hingehört. Meinetwegen auch ein Zitat in der Predigt. Aber so musste ich flüchten. Ich hatte das Gefühl, das ist kein Gottesdienst. Hier wird irgendeine Aufführung gemacht, nur damit die Leute kommen. Ich war damals eigentlich schon katholisch.
Der Hauptgrund für mein Katholischwerden war und ist, daß mir klar wurde: Die Katholische Kirche ist die einzige Instanz, die das Leiden nicht wegerklärt. Das ist mir im Zuge der Auseinandersetzung um das Lebensrecht bewusst geworden. Die Argumentation, dass man gesagt habe, ein Kind mit Down Syndrom könne man abtreiben, weil man ihm damit ein schreckliches Leben ersparen würde, hat mich abgestoßen. Und so habe ich nach einem Glauben gesucht, der dieses Leiden nicht wegradiert.
Noch vor meinem Übertritt habe ich den Menschen gesagt: Du kannst ein total gesundes Kind bekommen. An ihm ist alles dran. Geistig ist es auf der Höhe. Und mit drei Jahren verunglückt es und ist behindert, sitzt im Rollstuhl. Was machst du dann? Bringst du es um? Der katholische Glaube, diese Tradition von Jahrtausenden war dann zunehmend mein Halt. Keine andere Institution als die Katholische Kirche stellt die Situation des Menschen so dar, wie sie wirklich ist. Alles andere geht, wenn man es konsequent zu Ende denkt, in Richtung totalitären Gedankenguts. Der Reichtum der Katholischen Kirche ist unvergleichlich, unausschöpflich. Ihr Kern ist unzerstörbar. Ich stehe davor wie eine kleine Maus.
Die große Gnade der Krankheit besteht darin, dass ich bezeuge, dass sie mich mit Gott, mit Jesus, mit den leidenden Menschen, mit der Menschheit verbinden kann, so schwer das auch sein mag. Und dass ich nicht abdrifte und womöglich zum Zeugen für die Euthanasie werde. Selbst in den schlimmsten Nächten, in denen ich nur noch gekrochen bin und dachte, das halte ich nicht mehr aus, gab es keinen Augenblick, in dem ich gedacht hätte, jetzt möchte ich eine Pille haben, um mein Leben zu beenden. Dafür bin ich dankbar.

Mit der Kette Rosenkranz gebetet

nguyen-huu-cau-225x300Der Vietnamese Nguyen Huu Cau verbrachte insgesamt 38 Jahre aus politischen Gründen als Volksfeind des kommunistischen Regimes im Gefängnis. Am 22. März 2014 wurde er freigelassen und konnte zu seiner Familie zurückkehren. Durch schwere Misshandlungen während seiner Haftzeit ist er heute fast taub und blind. In einem Interview für Catholic News schildert er das harte Schicksal vietnamesischer Katholiken und erzählt davon, was ihm Kraft gegeben hat, in dieser Leidenszeit durchzuhalten. Nach seiner Freilassung sagte er: “Ich danke Gott, dass er meinen Kerkermeistern vergeben hat.”
Cau wurde 1947 geboren. Er tat in der südvietnamesischen Armee Dienst und wurde Hauptmann. Als solcher kämpfte er gegen das kommunistische Nordvietnam und die südvietnamesischen Kommunisten. Als die Kommunisten 1975 siegten, wurde er verhaftet und verschwand für mehrere Jahre in einem Konzentrationslager zur Umerziehung. 1980 wurde er aus dem Lager entlassen, doch bereits 1982 erneut verhaftet, weil er sich schriftstellerisch betätigte und auf Manuskripten seiner Gedichte Kritik am kommunistischen Regime anklingen habe lassen.
1983 wurde er wegen “Sabotage” und “Schädigung des Ansehens der Partei und der Regierung” als “Volksfeind” zum Tode verurteilt. Durch einen Einspruch seiner Mutter wurde das Urteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.
32 Jahre musste Cau in einem Gefangenenlager mitten im Dschungel verbringen. Mehr als 500 Briefe schrieb er an das kommunistische Regime und forderte die Wiederaufnahme seines Prozesses. Eine Antwort erhielt er nie.
Die große Wende für sein Leben trat ein, als er durch den Jesuiten Pater Joseph Nguyen-Cong Doan, der ebenfalls 12 Jahre im Gefängnis war, den katholischen Glauben kennenlernte. “Im Gefängnis habe ich Christus kennengelernt und zum Glauben gefunden.” Durch Pater Doan “lernte ich die Liebe Gottes kennen. So konnte ich sogar ein Lied komponieren, das dem Heiligen Kreuz gewidmet ist, das mich in meiner irdischen Gefangenschaft getragen hat”. In der Osternacht 1986 empfing er heimlich die Taufe. “Seither”, so sagt Cau, “habe ich jeden Tag siebenmal den Rosenkranz gebetet und fünfmal den Kreuzweg”. Den Rosenkranz betete er, wie er sagt, “an der Kette, an die ich gekettet war. Sie hatte 90 Ringe. Ich habe aus der Kette, die mir die Freiheit raubte, meinen ganz persönlichen Rosenkranz gemacht.”
Vor seiner Bekehrung war es für Cau vor allem sein Haß gegen das kommunistische Regime und gegen seine Peiniger, der ihn am Leben erhielt. Er hoffte, irgendwann Rache nehmen zu können für das, was man ihm antat. Mehrfach dachte er damals an Selbstmord, um der Gefangenschaft zu entfliehen.
“Aber die Liebe Gottes und der Gottesmutter haben mich verändert. Ich empfinde keinen Hass mehr für meine Peiniger. Die heiligste Dreifaltigkeit und Maria haben mir geholfen, meinen Hader mit meinem Schicksal zu überwinden. Sie haben es verhindert, dass ich mich während der Haftjahre umgebracht habe.”

Jesus ist unsere Hoffnung für die Zukunft

sok-eng2In den letzten Jahrzehnten ist in den westlichen Ländern der Buddhismus im Kommen. Innerhalb der esoterischen Strömung sind buddhistische Lehren und Praktiken ziemlich verbreitet. Selbst gläubige Katholiken finden nichts mehr dabei, in ihren Wohnungen Buddhastatuen aufzustellen. Aber sie haben meist keine Ahnung, was Buddhismus wirklich bedeutet.

In einem Interview mit Vision 2000 hat die katholische Kambodschanerin Sok Eng, die in einer streng buddhistischen Familie aufgewachsen ist, die Unterschiede zwischen beiden Religionen aufgezeigt.

Sok Eng wurde 1953 in der Hauptstadt Phnom Penh geboren. Sie hatte ab 1975 die Schreckensherrschaft der kommunistischen Roten Khmer erlebt und fast ihre ganze Familie verloren. Die Roten Khmer haben in Kambodscha rund zwei Millionen Menschen umgebracht, um ein absolut kommunistisches Staatssystem zu errichten.

In einem Flüchtlingslager hat sie den katholischen Glauben kennengelernt und sich taufen lassen. Heute setzt sie sich in Kambodscha ein für die Allerärmsten, für die sie karitative Hilfsprojekte organisiert.
Sie sagt: Der Buddhisten kennen keinen Schöpfergott. Nach buddhistischer Ansicht gibt es auch keine unsterbliche, personale Seele. Buddha ist kein Gott, sondern der erste von vielen, die “erleuchtet” wurden. Durch eigene meditative Schau entwickelte er seine Lehre, die eine Art Selbsterlösungsphilosophie ist. Letztes Ziel ist das Loslassen von allem, was Leiden schafft, um das Nirvana zu erreichen, die große Leere (ohne Gott), in dem jedes bewusste Ich und jede eigene Vorstellung erlischt. Viele, so meint man im Buddhismus, erreichen diesen Zustand allerdings nie, sondern sind in einem Kreis von Wiedergeburten gefangen.

“Bei uns hatte man auch gesagt: Sei nett, freundlich, großzügig und nicht böse. Im Buddhismus aber macht man das alles für sich selbst, für eine gute Reinkarnation, um ins Nirwana einzugehen. Im Christentum, so habe ich gesehen, geht es auch darum, jetzt für den anderen dazusein, jetzt und hier selbstlos den Armen zu helfen, ohne daran zu denken, was dabei für mich herausschauen könnte. … Das Gebet im Buddhismus ist nur für uns selbst. Christen beten und leben füreinander, für die anderen. Sogar für ihre Feinde. Wir Christen beten, wenn wir glücklich sind, und bitten unseren Vater, wenn wir Probleme haben. Buddha ist aber kein Vater.”

“Und dann der Stellenwert des Leides: Als ich das Christentum kennen gelernt habe, habe ich das Kreuz Christi gesehen, das er für uns getragen hat. Es steht für das Leid. Ich habe viel Leid erfahren, gesehen und zu ertragen gehabt. Durch das Kreuz Jesu konnte ich mein Leiden verstehen und annehmen und nicht mehr nur verzweifelt in die Vergangenheit schauen. In der Auferstehung habe ich soviel Hoffnung gesehen, da Gott unser Leben rettet. Die Vergangenheit ist vergangen, wir haben Hoffnung für die Zukunft. Die anderen leben in der Vergangenheit und nicht im Jetzt. Der Glaube an die Auferstehung hat mir neues Leben geschenkt.“

Sie versucht das noch verständlicher zu erklären: “Wer so viel gelitten hat wie die Menschen unter dem mörderischen Regime der Roten Khmer, ist traumatisiert. Viele werden wahnsinnig oder schwer depressiv, wollen nicht mehr leben, haben Selbstmordgedanken, sitzen nur mehr ausgebrannt herum, ohne irgendetwas tun zu können. Sie können die Gegenwart weder annehmen noch in ihr leben, sind in der Vergangenheit gefangen. Doch die Auferstehung versetzt uns von der Vergangenheit in die Gegenwart, weil die Gegenwart Hoffnung hat. Das habe ich verstanden, als ich konvertierte. Ich hatte Hoffnung für die Zukunft. Denn Jesus ist unser Licht, unsere Hoffnung für die Zukunft.”

 

Quelle: vgl.: http://www.vision2000.at/?nr=2010/6&id=203

 

Ich bin für das Leben

blume1Am 28. Sept. 2013 wurde Megan Young zur Miss World gewählt. Sie wurde 1990 in Virginia in den USA geboren. Ihr Mutter ist Philippinin, ihr Vater US-Amerikaner. Am Schönheitswettbewerb nahm sie als Vertreterin der Philippinen teil.

Mit ihren 23 Jahren ist sie nicht nur jung und schön, sondern auch eine mutige Zeugin für den christlichen Glauben. Das hat sie in verschiedenen Interviews bewiesen. Hier einige Aussagen, die sie gemacht hat: Welche Art von Schönheit bevorzugt sie? “Die der Kinder, die geboren werden. Ich bin gegen Abtreibung und ich glaube an die Ehe als unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau für das ganze Leben”.

“Ich bin für das Leben. Wenn ein Gesetz die Tötung eines Menschen zum Inhalt hat, bin ich dagegen.” Sexualität? “Die Sexualität soll der Ehe vorbehalten bleiben.” Die Interviewerin wollte es genau wissen, wie es denn sein könne, dass eine so schöne Frau mit 23 Jahren noch keine Beziehung hatte. “Wenn ein Mann Druck in diesem Sinn ausübt, muss man ihm ein Nein sagen, weil er weder die Begleitung noch eine Beziehung zu einem Mädchen verdient. Wenn er hingegen bereit ist, ein Opfer zu bringen und zu warten, bedeutet es, dass er es ehrlich meint und ihm ernst ist.”

Die Kirche drängt mir nichts auf

Jesus-guter-hirte2Ein spanischer Priester berichtet: Gleich nach der Priesterweihe bekam er den Auftrag, über die Sommermonate als Kaplan in einem Krankenhaus auszuhelfen. Als er durch die Zimmer ging, stellte er sich den Kranken immer vor: “Guten Tag, ich bin der Kaplan und ich komme, um sie zu besuchen.” Die meisten reagierten positiv auf seinen Besuch.

Einmal traf er in einem Zimmer eine ältere Frau: “Guten Tag, ich bin der Kaplan …” Sofort unterbrach sie ihn und sagte zu ihm in harschem Ton: “Ich glaube nicht an Gott.” Und er gab ihr in etwas impulsiver Art die Antwort: “Und was, bitteschön, geht das mich an? Ich bin ja nur gekommen, um ihnen einen guten Tag zu wünschen.” So endete die kurze Unterhaltung. Als er einige Tage später wieder in dieses Krankenzimmer kam, sprach ihn diese Frau gleich an: “Ich habe schon auf sie gewartet. Ihre Antwort hat mich überrascht. Ich habe viel nachgedacht. Dabei habe ich verstanden, dass die Kirche mir nichts aufdrängt, sondern dass sie mir nur ihre Hilfe anbietet.” So fand sie wieder zum Glauben an Gott und die Kirche zurück.

 

Ich schrie zu Christus

Har-OkAm 26. Mai 2013 sank 30 km vor der Küste von Nigeria wegen extrem stürmischer See ein kleiner Schleppdampfer mit 12 Mann Besatzung. Der 29-jährige Schiffskoch Harrison Okene war der einzige Überlebende bei diesem Schiffsunglück. Dass er heute noch lebt, verdanke er Gott, sagt Harrison, denn er wartete mehr als 60 Stunden lang im Bauch des Wracks, tief auf dem eisigen Meeresgrund, auf Rettung. Nur durch ein Wunder überlebte er.

“Es war gegen fünf Uhr morgens”, erzählt Harrison Okene. “Ich war gerade auf dem WC, als das Schiff zu sinken begann. Es ging alles sehr schnell. Ich schaffte es nicht mehr bis zum Notausgang und sah, wie drei der Besatzungsmitglieder in die offene See geschwemmt wurden.” Ihn selbst riss das Wasser mit dem Schiffswrack in 30 Meter Tiefe. “Ich trug nichts am Leib als meine Unterhose. Während das Wasser immer weiter in die Kabine drang, betete ich wie ein Verrückter. Meine Frau hatte mir kurz zuvor einen Psalm per SMS geschickt. Den habe ich immer wieder gebetet, während das Wasser um mich immer kälter wurde.”

Der Allmächtige erhörte ihn. In dem Kiel des nach oben gekenterten Schiffes bildete sich eine Luftblase, zu der sich Okene durchkämpfte. Dort harrte er aus. Seine einzige Verpflegung: eine Flasche Coca Cola. “Um mich war es stockfinster und laut. Ich weinte und schrie zu Christus, dass er mich retten soll. Die ganze Zeit betete ich. Ich war so hungrig und durstig, völlig durchgefroren. Ich flehte Gott an, dass er mir irgendein Licht schenkt.” Über sechzig Stunden harrte er in seinem eiskalten, dunklen Grab aus. Er war am Verdursten, die Haut löste sich bereits von seiner Zunge: “Ich dachte, das ist das Ende.” “Doch dann hörte ich ein Klopfen.”  Es waren die Rettungstaucher, die im Schiffswrack die Leichen bergen wollen. Okene griff nach einem der Taucher – und war gerettet.

Gott weiß es, welche Todesängste Harrison Okene erlebt hat; aber in aller Not hat er nach Jesus gerufen: “Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir” (Ps 30). Und der Herr hat ihn erhört und gerettet zum Zeichen für uns alle, damit wir glauben, dass Jesus uns in jeder Not auf jeden Fall retten wird, ob nun für dieses irdische Leben oder für das ewige Leben.

 

Betet jeden Tag den Rosenkranz!

donnaDonna D’Errico (45) aus Dothan in Alabama (USA) war in den 90-er Jahren als Schauspielerin in verschiedenen Filmen und als Fotomodell  für das Erotikmagazin “Playboy” bekannt und berühmt geworden. Aber vor einigen Jahren hat sie sich von ihrem wilden Leben gänzlich abgewandt und zum katholischen Glauben bekehrt. Heute betet sie regelmäßig den Rosenkranz und geht zur hl. Messe.

In einem Interview mit Foxnews sagte sie, dass sie mit ihrem früheren Leben abgeschlossen habe.
“Ich habe Fehler gemacht und in meiner Vergangenheit Entscheidungen getroffen, die ich heute nicht mehr treffen würde.” Die Frau, die sie früher gewesen sei, komme ihr heute “wie eine andere Person” vor.

Seit ihrer Bekehrung zum katholischen Glauben trägt sie ein Skapulier, betet täglich mit ihren Kindern (12 und 20 Jahre) den Rosenkranz und geht sonntags zur hl. Messe. Ein Redakteur der katholischen Internetzeitung “Ignitum Today” fragte D’Errico, was sie jungen Frauen raten würde, die mit wenig Selbstvertrauen und unerfüllbaren Erwartungen an ihr Aussehen zu kämpfen hätten. “Betet jeden Tag den Rosenkranz. Geht jeden Sonntag zur Messe. Geht regelmäßig zur Beichte. Wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr alles durchstehen”, sagte sie wörtlich. “Ich weiß, was es heißt, in die Irre geführt zu werden und einem Leben der Sünde zu verfallen. Ich weiß, wie leicht das passiert. Ich habe es erlebt. Ich weiß auch, wie es ist, wenn man zurückkommt.”

 

Das Volk will keinen Krieg

blumen03Wer will eigentlich den Krieg? Wer sind die Kriegstreiber? Es gibt hier eine sehr treffende Antwort, die Herman Göring, einer der führenden nationalsozialistischer Politiker und Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, nach dem Krieg, 1946 im Gefängnis gegeben hat: “…Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. … Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.” – Auch heute noch.
Der Weihnachtsfriede von 1914 in Flandern zeigt uns, wie der christlich geprägte Mensch denkt und denken sollte. Es bräuchte aber Menschen wie einen sel. Franz Jägerstätter, die im Licht des Glaubens an Christus dem vorherrschenden System widerstehen können.

Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen

“Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen” (Joh 15,20), sagt Jesus. In den Medien wird kaum darüber berichtet, dass die Verfolgung von Christen in den letzten Jahren zugenommen hat. Allein im kommunistischen Nordkorea sind 70.000 Christen wegen ihres Glaubens inhaftiert. Die Verfolgung von Christen findet derzeit in kommunistischen Ländern wie China, Nordkorea usw. statt, aber hauptsächlich in islamischen Staaten. Der ‘Arabische Frühling’ ist für die Christen ein Kreuzweg geworden. Christen gelten in Staaten wie Somalia und Nigeria “als Ungeziefer, das vernichtet werden muss, als Müll, den man entsorgen kann”. In 50 Ländern der Welt werden derzeit mehr als 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens diskriminiert, verfolgt, misshandelt oder mit dem Tod bedroht. Was wird bei uns noch alles kommen? Jesus sagt aber: “Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein” (Mt 5,12f).

Die sel. Karmelitinnen von Compiègne – Das Kreuz ist unsere einzige Waffe

Die französische Revolution (1789-1794), die mit der Propaganda-Parole “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” als die Geburtsstunde unserer heutigen Demokratien gefeiert wird, hatte zum erklärten Ziel, die katholische Kirche und überhaupt jede christliche Idee zu vernichten. Alle Menschen, die sich den Revolutionären widersetzten, wurden um ihren Kopf kürzer gemacht. Aber über aller Verblendung und Bosheit der Revolution leuchtet das Zeugnis jener Martyrer auf, die für Christus gestorben sind. Eines dieser wunderbaren Zeugnisse ist das Martyrium der 16 Karmelitinnen von Compiègne.

Am Fest Kreuzerhöhung 1790 zwangen die Revolutionäre die Schwestern, den Habit abzulegen und das Kloster zu verlassen. Über mehrere Jahre lebten sie im Verborgenen in Privathäusern. Am 22. Juni 1794 wurden sie festgenommen und nach Paris gebracht. In einem Schauprozess beschuldigte man sie unter anderem, dass sie die Gegner der Revolution mit Waffen versorgt hätten, worauf die Priorin ein Kreuz hochhielt, mit den Worten: “Das ist die einzige Waffe, die wir je in unserem Haus gehabt haben!”

An 17. Juli 1794 wurden sie auf einem Karren ins Stadtzentrum gebracht, wo die tobende Menge sie erwartete. Aber diese Hinrichtung war anders. Die Leute verstummten angesichts der Schwestern, die sich so würdevoll verhielten als schritten sie zu ihrer Hochzeit. Bevor sie zur Guillotine hinaufstiegen, knieten sie nieder, sangen das Veni creator spiritus wie am Tag ihrer Profess und erneuerten danach ihre Gelübde. Eine nach der anderen ging zur Guillotine, die jüngste zuerst, die Älteste zuletzt; jede Schwester hielt inne, um vor der Priorin niederzuknien und die Erlaubnis zu erbitten, sterben zu dürfen, worauf die Priorin antwortete: „Geh, meine Tochter!“ Der Staat hatte ihre Hinrichtung verfügt, aber ihr letzter Akt des Gehorsams geschah nicht gegenüber dem Staat, sondern gegenüber ihrer Mutter im geistlichen Leben. Als letzte starb die Mutter Priorin.