Wie zur Zeit Noachs

Die schreckliche Flutkatastrophe in Ostasien stellt uns die Worte Jesu lebendig vor Augen: “Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. … Seid also wachsam! Denn ihr wißt nicht, an welchem Tag euer Herr kommt (Mat 24,37f).

Vielleicht denken manche: “Gott sei Dank war das nicht bei uns!” und sie gehen zur Tagesordnung über. Aber wir dürfen diese gewaltige Zeichen Gottes nicht ignorieren! Es ruft uns zur Umkehr der Herzen, zur Buße und Demut, zum Gebet und zu Taten der Liebe. Mit dem neuen Jahr schenkt uns Gott die Zeit dazu.

Carl Lampert – Glaubenszeuge in gnadenloser Zeit

Provikar Dr. Carl Lampert aus Göfis in Vorarlberg, auf dessen Seligsprechung wir in absehbarer Zeit hoffen dürfen, starb als Märtyrer für den katholischen Glauben. Er wurde am 13. Nov. 1944 in Halle durch das Fallbeil getötet. In einem vier Jahre langen Leidensweg hat er seine Glaubenstreue bewiesen.

Bei den zermürbenden Verhören im Gestapogefängnis in Stettin brüllte ihn der Vorsitzende Trettin an: „Herr Lampert, sind Sie doch vernünftig, verlassen Sie die Kirche und das Priestertum. Das ist doch alles nur Hokuspokus. Zeugen Sie Kinder für den Führer Adolf Hitler. Ich werden Ihnen einen guten Posten verschaffen!“ Und die Antwort des Provikars: „Herr Kommissar, ich liebe meine Kirche. Ich bleibe meiner Kirche treu und auch dem Priesteramt: Ich stehe für Christus und liebe seine Kirche!“ Dafür wurde er mehrmals zusammengeschlagen, verlor das Bewusstsein und konnte tagelang kaum noch gehen, stehen und sitzen.

Einmal wurde er bei einem Verhör gefragt: „Was schätzen Sie höher: das Evangelium oder Hitlers ,Mein Kampf‘?“ Dr. Lampert antwortete: „Das Evangelium ist Gottes Wort und verkündet die Liebe. Das Buch des Herrn Hitler ist das Werk eines Menschen und predigt den Hass!“

Er war ein Zeuge des Glaubens, ein Märtyrer, dem Jesus mehr bedeutet als jeder irdische Vorzug. „Mein Leben für Christus und die Kirche!“ schrieb er in einem Briefe. Mit den Worten „Jesus, Maria“ auf seinen Lippen starb er.

Verfolgung wie zu Kaiser Neros Zeiten!

Eine Realität, vor der wir die Augen nicht verschließen dürfen

Die Freundschaft mit Christus bedeutet auch, dass wir Anteil nehmen an seinem Los der Ablehnung, die er in dieser Welt erfahren hat. Er hat es auch vorausgesagt: „Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ (Joh 15,20). Christenverfolgung ist auch heute eine Realität, die wir nicht übersehen dürfen, auch wenn die Medien kaum darüber berichten. Hier eine Zusammenfassung einiger Berichte von Kath.net, Idea online, und Ökumene.net:

„Wie zu Kaiser Neros Zeiten“ werden heute Christen in vielen Ländern diskriminiert, vertrieben, gefoltert oder umgebracht. Christen sind die weltweit größte Gruppierung, die wegen ihres Glaubens verfolgt wird: Mehr als 2oo Millionen Menschen werden ihre grundsätzlichen Menschenrechte vorenthalten, weil sie Christen sind, und nach vorsichtigen Schätzungen der amerikanischen Kommission für internationale Religionsfreiheit werden jährlich rund 167.000 Christen wegen ihres Glaubens getötet. Unter den traurigen “Top-Ten” (ersten zehn) Christenverfolgerstaaten rangiert auf Platz eins das kommunistische Land Nordkorea. Offiziell gibt es dort keine Christen, außer in drei VorzeigeGemeinden in der Hauptstadt Pjöngjang. Bekennende Christen werden mit aller Härte verfolgt, inhaftiert und ohne Prozess hingerichtet. Weitere kommunistische Staaten unter den ersten zehn sind Laos und Vietnam. Von den zehn schlimmsten Staaten werden sieben von einem islamischen Regime beherrscht: Saudi Arabien, Turkmenistan, die vor Indien liegende Inselgruppe der Malediven, Pakistan, Afghanistan, Somalia und der Südsudan.

Das Bild der Unterdrückung sei sehr unterschiedlich: In manchen Ländern sind es die die Regierungen, die den Christen nachstellen, während es in anderen Staaten Extremisten oder Rebellen sind.

So gewähre z.B. das südamerikanische Kolumbien zwar seinen Bürgern Religionsfreiheit, doch haben Angehörige von Guerillagruppen in den vergangenen Jahren Hunderte Geistliche getötet. Wie im Informationsblatt des Missionswerks „Stimme der Märtyrer“ berichtet wird, sterben in Nigeria täglich viele Menschen für Jesus Christus. Arabische Länder finanzieren den Terror von Moslems gegen ihre christlichen Landsleute. Hinter den Hassausbrüchen stehen meist ausländische islamische Prediger, die das früher friedliche Zusammenleben systematisch untergrüben. In Koranschulen werden Kinder aufgehetzt.

Fanatische Ideologen drücken arbeitslosen Jugendlichen eine Waffe in die Hand und loben sie, wenn sie töten oder Kirchen anzünden. Außerdem kommen angeheuerte Randalierer im Namen Allahs aus den Elendsvierteln der Nachbarländer. Sie würden mit Geld angeworben, um christliche Dörfer niederzubrennen. Dabei erwarten die Brandstifter, dass Christen gute Menschen seien, die sich nicht wehrten.

Auch in buddhistischen Ländern ist Christenverfolgung auf der Tagesordnung. Im Westen verbindet man mit Buddhismus Friede, Mitleid, Weisheit und ökumenische Brüderlichkeit und stellt den Buddhismus als verfolgte Religion, mit dem Dalai Lama als zentraler Figur dar. In beinahe allen Ländern Asiens, in denen der Buddhismus die Mehrheit darstellt, gibt es religiöse Verfolgung. Sie betreffe jene Religionen, die nicht dem Buddhismus angehören.

Der eucharistische Glaube Mariens

Maria ist zutiefst mit dem Geheimnis der Eucharistie verbunden. Was das für uns bedeutet hat der Heilige Vater in seiner Enzyklika „Ecclesia de eucharistia“ in wunderbarer Weise dargestellt. Hier ein kurzer Auszug:

Im Bericht über die Einsetzung am Abend des Gründonnerstags ist von Maria nicht die Rede. Dagegen weiß man, dass sie unter den Aposteln zugegen war, die nach der Himmelfahrt in Erwartung von Pfingsten versammelt waren. Gewiss konnte Maria nicht bei den Eucharistiefeiern unter den Gläubigen der ersten christlichen Generation fehlen, die am Brechen des Brotes festhielten.

Was muss Maria empfunden haben, als sie aus dem Mund von Petrus, Johannes, Jakobus und der anderen Aposteln die Worte des Letzten Abendmahls vernahm: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird? Dieser Leib, der als Opfer dargebracht und unter sakramentalen Zeichen erneut gegenwärtig wurde, war ja derselbe Leib, den sie in ihrem Schoß empfangen hatte! Der Empfang der Eucharistie musste für Maria gleichsam bedeuten, jenes Herz wieder in ihrem Schoß aufzunehmen, das im Gleichklang mit ihrem Herzen geschlagen hatte, und das von neuem zu erleben, was sie selbst unter dem Kreuz erfahren hatte.

In gewissem Sinn hat Maria ihren eucharistischen Glauben bereits vor der Einsetzung der Eucharistie gelebt. Bei der Verkündigung empfing Maria den göttlichen Sohn, auch seinen wahren Leib und sein wahres Blut, und nahm in sich das vorweg, was sich in gewissem Maß auf sakramentale Weise in jedem Gläubigen ereignet, der unter den Zeichen von Brot und Wein den Leib und das Blut des Herrn empfängt. Von Maria wurde verlangt zu glauben, dass der, den sie durch das Wirken des Heiligen Geistes empfing, der Sohn Gottes war.

In Fortführung des Glaubens der Jungfrau wird von uns verlangt zu glauben, dass derselbe Jesus, der Sohn Gottes und der Sohn Mariens, unter den Zeichen von Brot und Wein mit seinem ganzen gottmenschlichen Sein gegenwärtig wird.

Sie lebten aus der Kraft der Eucharistie

Über den sel. Kaiser Karl berichtet der damalige Bischof von Madeira, Antonio Gouveia: “Im täglichen Umgang mit seiner Majestät bewunderte ich seinen außerordentlichen, tätigen Glauben. Mit größter Ergebenheit ertrug er alle Missgeschicke, ohne je ein Wort der Verbitterung gegen seine Feinde zu äußern. Lange Stunden der Nächte verbrachte er vor dem Allerheiligsten in seiner Hauskapelle. Er wohnte der hl. Messe mit einer beeindruckenden Frömmigkeit bei; täglich empfing er die heilige Kommunion und erbaute alle Mitfeiernden durch seine hervorragende Andacht. Zu Hause war er ungemein liebenswürdig zu allen, zur Gattin, zu den Prinzen und den Dienern.”

Der hl. Pater Pio war mit seinem ganzen Leben auf das heilige Messopfer ausgerichtet. Die Wundmalen, die er trug, waren das sichtbare Zeichen für seine Einheit mit Sühneleiden des Herrn. Er sagte einmal, es kämen viele Menschen zu ihm, um Erleichterung von ihrem täglichen Kreuz zu erbitten, aber sehr wenige, um zu lernen, wie man das Kreuz richtig trägt. Deshalb rät er: “Nimm stets jegliches Leiden an, um die Vergangenheit wieder gutzumachen, die Seele zu reinigen und die Abneigung gegenüber dem Leiden zu besiegen.” Aber: “Geben wir acht, das Kreuz nicht von der Liebe zu Jesus zu trennen: sonst würde es zu einer unerträglichen Last für unsere Schwachheit werden.”

Die sel. Mutter Theresa gibt uns das Zeugnis: „Jesus hat sich zum Brot des Lebens gemacht, um uns das Leben zu geben. Wenn ihr wirklich in der Liebe wachsen wollt, dann geht zur Eucharistie, haltet Anbetung. In unserer Kongregation hielten wir früher wöchentlich eine Stunde Anbetung; 1973 beschlossen wir, jeden Tag eine Stunde Anbetung zu halten. Wir haben viel Arbeit. Unsere Häuser für die Armen, Kranken und Sterbenden sind überall voll. Seit wir jeden Tag Anbetung halten, ist unsere Liebe zu Jesus inniger geworden, unsere Liebe füreinander verständnisvoller, unsere Liebe zu den Armen mitfühlender, und die Zahl der Berufungen hat sich verdoppelt.“

Der hl. Bruder Klaus hatte eine besondere Berufung, die Gott durch ein Wunder bestätigte: Bruder Klaus lebte 20 Jahre ohne irdische Speise. Er lebte aber durch die Kraft einer anderen Speise. Einem befreundeten Pfarrer hatte er sein Geheimnis angedeutet: „Wenn er bei der Messe sei und der Priester das Sakrament genieße, dann empfange er davon eine Stärkung, dass er ohne Essen und Trinken sein möge, sonst möge er das nicht erleiden.“ Gott hat uns durch Bruder Klaus ein Zeichen gegeben, wovon wir wahrhaft leben können. “Nicht vom Brot allein lebt der Mensch …” In der Kraft dieser himmlischen Speise ist Bruder Klaus zum Friedensbringer für die Schweiz geworden.

8. Dez. 2004: 150 Jahre Dogma „Unbefleckte Empfängnis Mariens“

Ich bin die Unbefleckte Empfängnis!
Maria, Gottes makelloses Konzept vom Menschen

Am 8. Dezember 1854 hat Papst Pius IX. mit dem Apostolischen Lehrschreiben „Ineffabilis Deus“ verkündet, dass die Gottesmutter vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an von der Erbsünde befreit war. In Lourdes erschien Maria 1858 achtzehn Mal der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous und gab sich am 25. März 1858 als die „Unbefleckte Empfängnis“ zu erkennen.

Die Bregenzer Louresgrotte ist für uns eine beständige Erinnerung an das Geheimnis der Unbefleckten Empfängnis, da sie die erste Statue beherbergt, die auf Anweisung der hl. Bernadette hergestellt und in der Erscheinungsgrotte aufgestellt wurde. Was bedeutet dieses Dogma für uns?

In Maria leuchtet uns das Bild des von Gott geschaffenen und erlösten Menschen auf, so wie Gott den Menschen haben wollte. Sie ist der „Höchstfall“ der Erlösung. Die Gnade Jesu Christi hat an ihr schon im voraus das Wunder gewirkt, dass sie in ersten Augenblick ihres Daseins im Schoß ihrer Mutter Anna vor der Erbsünde bewahren wurde und zugleich ganz erfüllt war von der Gnade und Liebe Gottes. Als die unbefleckte Empfangene ist Maria auch Zeit ihres Lebens ohne Sünde gebliebe.

Was das bedeutet hat Mutter Julia Verhaeghe, die Gründerin der geistlichen Familie „das Werk“ einmal anschaulich beschrieben. Sie sagt: „In der Persönlichkeit Mariens begegnet uns ständig eine kindliche Einfalt und ungeteilte Reinheit. Maria kennt in sich nicht das analysierende Selbstbewusstsein, das als bittere Frucht unsere Gespaltenheit und unser inneres Zerteiltsein hervorbringt. Sie kennt in sich nicht die Dunkelheit und den Widerspruch der Sünde und des schlechten Gewissens. In ihr gibt es nichts Lebensfremdes und nichts, das nicht zur Reife gekommen wäre. All das Wunderbare ihrer Berufung zur Mutterschaft, all ihr bräutliches und mütterliches Mitwirken mit Gottes Erlösungsplan entspringt ihrem reinen und unbefleckten Herzen“.

Wir könnten uns fragen: Rückt Maria mit ihrer Sündenlosigkeit nicht für uns in eine unvorstellbare Ferne? Wird sie nicht unnahbar für uns Menschen in diesem „Tal der Tränen“, die wir beladen sind mit der Last unserer Sünden? Diese Befürchtung ist unbegründet. Sie, die Sündenlose ist uns näher als irgendein anderer Mensch es sein kann. Die Sünden machen den Menschen immer unmenschlich; sie trennen, verletzen und zerstören. Maria als die Unbefleckte ist „der menschlichste aller Menschen“. Sie ist erfüllt von reinster barmherzigen Liebe zu uns. Darum hat sie unter dem Kreuz auch die Mutterschaft für uns alle angenommen, für Menschen, die ihren Sohn durch ihre Sünden ans Kreuz gebracht haben.

Wer sich deshalb von der Mutterliebe Mariens berühren lässt und auch nur einen Funken des Vertrauens in sie hat, auch wenn er weit vom Wege Gottes abgewichen ist, so wird sie mit ihrer Fürbitt- und Liebesmacht alles tun, um ihn aus seinen Verirrungen zu retten und zu Gott zurückzuführen. Diese Macht hat sie schon oft bewiesen.

Bedeutung des 8. Dez. für Österreich

Für Österreich und besonders für Wien ist das Fest der unbefleckten Empfängnis von großer Bedeutung. Während des Dreißigjährigen Krieges war auch die Eroberung Wiens durch das schwedische Herr zu befürchten. Zum Dank für die Hilfe der Gottesmutter in all diesen Gefahren erhob Kaiser Ferdinand III., der ein großer Marienverehrer war, am 18. Mai 1647 Maria, die Unbefleckte Empfängnis, zur “Schutzfrau Österreichs” und führte den 8. Dezember in Österreich als “kirchlichen Staatsfeiertag” ein.

Auf dem Platz Am Hof, ließ er auch eine Mariensäule errichten, die feierlich geweiht wurde. Seit dieser Zeit gibt es viele Zeugnisse für die Hilfe Mariens und für das Vertrauen, das die Menschen der „Magna Mater Austriae“, der großen Schutzfrau Österreichs, immer entgegengebracht haben.

Die Weihe Österreichs an die Gottesmutter wurde im Laufe der Geschichte immer wieder erneuert. Unter der nationalsozialistischen Herrschaft wurde der 8. Dez. als staatlicher Feiertag abgeschafft, aber nach der Befreiung Österreichs zum Dank für die Hilfe Mariens wieder eingeführt. Österreich würde sich vom Schutz Mariens lossagen, wenn wir diesen Feiertag um ein paar Euro an den „Götzen Mammon“ verkaufen.

Die wundertätige Medaille

Im Jahre 1830 erschien Maria der 24 jährigen Novizin Katharina Labouré, die bei den Vinzentinerinnen in der Rue de Bac in Paries eingetreten war. Sie sah Maria auf der Weltkugel stehen. An den Fingern trug sie kostbare Edelsteine. Von einigen Steinen gingen leuchtende Strahlen aus, von den andern nicht.

Maria sagte zu Katharina: „Siehe, diese Strahlen sind das Sinnbild der Gnaden, die ich über jene ausgieße, die mich darum bitten. Die Edelsteine, die keine Strahlen aussenden, versinnbilden jene Gnaden, die zu erbitten man versäumt.“
Darauf bildet sich um die Erscheinung ein ovaler Rahmen, auf dem in Gold geschrieben steht: “ O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“

Dann hörte Katharina die Worte: “Laß nach diesem Bild eine Medaille prägen! Die Personen, welche sie tragen, werden große Gnaden erhalten. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die Vertrauen haben.”

Nun wendet sich das Bild, und die junge Novizin erkannte, wie die Rückseite der Medaille aussehen sollte. Ein „M“, von einem Kreuz überragt, das auf einem Querbalken ruht. Darunter das Herz Jesu von einer Dornenkrone umgeben und das Herz Mariens, von einem Schwert durchbohrt. Ein Kranz von 12 Sternen umrahmt das ganze Bild.

Nach kirchlicher Prüfung der Echtheit dieser Erscheinung wurde die Medaille 1832 geprägt. Ihre Verbreitung über die ganze Welt war von Anfang an von auffallenden Wundern, Bekehrungen und Krankenheilungen begleitet.
Sie hat zurecht den Namen die wunderbare oder wundertätige Medaille!

Bruder Benno hat geholfen!

Bruder Benno hat vor seinem Sterben versprochen, den Bregenzern zu helfen. Ein Zeugnis, das er sein Versrechen hält, sei hier angeführt:

„Ich bin eine Verehrerin von Bruder Benno! Auf meine Bitten hat er schon oft geholfen! Nach einer komplizierten Operation sind Schwierigkeiten aufgetreten. Nach Gebet zu ihm ist Besserung eingetreten. Ich habe versprochen es mitzuteilen. Ein kleiner Dank liegt bei.
A. K.

Dieses Zeugnis ist eine Einladung zu größerem Vertrauen in die Fürsprache von Bruder Benno. Gebetserhörungen bitte an das Rektorat der Kapuzinerkirche melden
oder an P. Gaudentius Walser OFMCap, Kaiserjägerstr. 6, 6020 Innsbruck. Solche Zeugnisse sind bedeutsam für die Weiterführung des Seligsprechungsprozesses.

Wie kommt es zu einer Selig- und Heiligsprechung

Die Heiligen heilen die Welt!

Am Sonntag, 3. Okt. 2004 wird der Heilige Vater Kaiser Karl von Österreich und die Mystikerin Anna Katharina Emmerick seligsprechen; zwei Personen, über die bis heute viel Widersprüchliches gesagt wurde. Aber mit der Seligsprechung gibt der Heilige Vater ein eindeutiges, sogar unfehlbares Urteil ab über das Leben dieser Menschen. Wie es zu einem solcher Seligsprechung kommt, sei hier kurz erklärt:

Jeder Christ ist durch die Taufe zur Heiligkeit berufen . „Seid vollkommen wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“, sagt Jesus, und er schenkt jenen, die an ihn glauben, auch alle Gnaden, mit denen sie zu Heiligen werden können. Ohne diese Heiligkeit kann kein Mensch das ewige Leben bei Gott erlangen. Alle Menschen, die im Himmel sind, müssen Heilige sein, aber nicht alle werden heiliggesprochen.

Von Anfang an hat es in der Kirche Menschen gegeben, die die Nachfolge Christi in überragender Weise gelebt haben und die im Rufe der Heiligkeit gestorben sind, so dass die Gläubigen sie als große Vorbilder verehrt und sie auch um ihre besondere Fürsprache bei Gott angerufen haben.

Damit aber ein Verstorbener, der im Ruf der Heiligkeit steht, von den Gläubigen öffentlich in der Liturgie verehrt werden kann, hat die Kirche im Laufe der Jahrhunderte ein Verfahren entwickelt, durch das sorgfältig geprüft wird, ob dieser Ruf der Heiligkeit auch mit dem Leben übereinstimmt. Dieses genaue Untersuchung des Lebens eines Heiligen nennt man Seligsprechungsprozess. Mit diesem Prozess kann die Kirche nicht jemand heilig machen, der es nicht ist.

Zuerst wird der Prozess in jener Diözese geführt, in der der Heilige gelebt hat. Es werden Zeugen befragt und sein Lebensweg und seine Tugenden genauestens erforscht. Wenn der diözesane Prozess abgeschlossen ist, wird der Akt nach Rom an die Kongregation für die Heiligsprechungen weitergeleitet. Nach genauer Prüfung aller Fakten wird der Prozess abgeschlossen mit der Erklärung der heroischen Tugenden. Aber bevor die Kirche jemanden selig spricht, erwartet sie auch eine Bestätigung von Gott – ein physisches Wunder, das Gott durch die Anrufung des Dieners Gottes gewirkt hat. Wenn ein solches Wunder geschehen ist, meist eine medizinisch unerklärliche, plötzliche und dauerhafte Heilung, wird es in einem eigenen Prozess auf seine Echtheit geprüft. Erst dann kann der Heilige Vater die Seligsprechung vornehmen. Mit diesem Akt darf der Heilige in einem Teilbereich der Kirche öffentlich verehrt werden.

Nach der Seligsprechung kann noch eine Heiligsprechung erfolgen, durch die die Verehrung auf die Gesamtkirche ausgedehnt wird. Dazu braucht es aber ein weiteres Wunder. An den Heiligen wird die wahre Größe des Menschen sichtbar, zu der Gott jeden von uns durch seine Gnade führen will.