Maria – Stern des Meeres

maria-03Es wird erzählt: Die Fischer eines kleinen Dorfes konnten schon viele Tage nicht mehr in der Nacht zum Fischen hinausfahren. Ein dichter Nebel versperrte ihnen die Sicht auf die Sterne, an denen sie sich auf dem Meer orientierten. Einer der Fischer aber hatte eine Idee. Er schnitzte sich einen großen Stern. Er hängte ihn an eine Stange und befestigte diese an seinem Boot. Am Abend ruderte er aufs Meer hinaus. Rings herum war dichter Nebel. Aber vor ihm leuchtete sein Stern, an dem er sich orientierte. Leider kam er nie mehr zurück.
So ähnlich wie dieser Fischer machen es heute viele Menschen im Bereich des Glaubens. Sie orientieren sich an selbstgemachten Sternen: an Stars, Idolen und Moden, an esoterischen, gnostischen und pseudowissenschaftlichen Lehren. Sie meinen darin das Heil zu finden. Ein Dichter sagte sehr treffend: „Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.“
Das wahre Licht, das uns in dieser dunklen Weltzeit aufgeleuchtet ist, ist Jesus Christus. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,12). Und Maria, durch die Jesus Christus, das wahre Licht, in die Welt gekommen ist, leuchtet uns in besonderer Weise als der „Stern des Meeres“ (wie der Name „Maria“ auch übersetzt werden kann). In seiner Predigt über den Namen Mariens sagt der hl. Bernhard: „Wenn du erfährst, dass dieses Erdenleben mehr ein Dahintreiben in Wellen, Wind und Wetter ist als ein Dahinschreiten auf festem Land: Wende deine Augen nicht ab vom Licht dieses Sternes, damit du nicht untergehst in den Stürmen. In Gefahren, in Ängsten und Zweifeln denk an Maria! Ihr Name weiche nicht aus deinem Mund, weiche nicht aus deinem Herzen. Bitte sie, und niemals bist du hoffnungslos. Denk an sie, dann irrst du nicht.“

Die Kraft des Weihwassers

Pater-BernhardIm Jänner 2013 ist Pater Bernhard Kunst, Benediktiner des Stiftes Lambach, mit 92 Jahren verstorben. Er war auch ein besonderer Segenspriester, der durch Krankengottesdienste und durch sein Gebet und seinen Segen vielen geholfen hat. Er hat die Menschen auch zum Glauben an die Kraft des exorzierten (d.h. nach dem alten Ritus geweihten) Weihwassers angeleitet.

Er berichtet aus seinen Erfahrungen: »Wenn man jemanden aus der Ferne mit Weihwasser segnet und Gott für ihn bittet, dann hat das sicher auch seine Wirkung. Ich weiß von einem Bauern, der seine Felder immer so gesegnet hat. An einem Sonntag geht er meistens auf seine Felder hinaus und segnet mit dem Weihwasser alle seine Felder, die rund um seinen Bauernhof liegen. Er hat mich besucht, mir ein paar Flaschen Wein gebracht und gesagt: „Herr Pater, seit der Zeit, wo ich dieses Weihwasser verwende und von weitem meine Felder segne, bleiben sie von Unwettern verschont. In der ganzen Gegend rund um meine Felder hat es gehagelt, aber meine gesegneten Felder blieben während der ganzen Erntezeit verschont. Das schreibe ich ganz allein der Wirkung des Weihwassers zu, mit dem ich immer von weitem meine Felder gesegnet habe.“

Die Macht der Auferstehung

Jesus-auferstandenZu Ostern feiern wir die Auferstehung des Herrn von den Toten. Der hl. Paulus hat sehr tief erkannt, was die Auferstehung  für unser Leben bedeutet. Er sagt: „Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen“ (Phil 3,10). Wir können uns fragen: Was sind die Zeichen, an denen wir diese Macht seiner Auferstehung in unserem Leben erkennen?

1) Ein erstes Zeichen ist die Unzufriedenheit mit unserem gegenwärtigen Zustand, das Verlangen nach Heiligkeit, das Streben nach der Reinigung des Herzens. „Strebt nach dem, was im Himmel ist“, sagt der hl. Paulus. Menschen, die selbstzufrieden sind, die sich selber für gut halten und nicht spüren, dass sie ihr Leben bessern und von ihren Sünden umkehren müssten, bleiben gleichsam als Tote im Grabe liegen.

Die heilsame Unruhe, die der Heilige Geist schenkt, weckt uns auf und bringt durch Selbsterkenntnis und Reue neues Leben der Gnade in unsere Seele. Das führt uns zu einem weiteren Zeichen für die Kraft der Auferstehung:

2) Es ist der Mut zum Neubeginn. Der hl. Franz von Sales sagt: „Es gibt kein besseres Mittel, um sich im inneren Leben zu vervollkommnen, als immer wieder anzufangen und nie zu glauben, schon genug getan zu haben.“ Dieser Mut zum Neubeginn konkretisiert sich einerseits in der hl. Beichte. Da wird der Stein der Sünden weggewälzt und wir können in der Kraft der Gnade neu beginnen. Aber der Mut zum Neubeginn zeigt sich auch in Zeiten der inneren Prüfung, vor allem wenn es darum geht, unseren Mitmenschen die Fehler und Beleidigungen zu verzeihen und den Frieden wiederherzustellen

3) Ein drittes Zeichen unserer inneren Auferstehung ist das Vertrauen auf die liebende Vorsehung Gottes. Er hat ja für unser Leben schon alles vorgesehen, was zu unserem Heile dient.

Die letzten Worte Jesu am Kreuz waren: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Und die Antwort des Vaters auf die Hingabe seines Sohnes war die Auferstehung. Der hl. Augustinus sagt: „Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und Fehler lässt Gott ihnen zum Guten werden.“

Das große Problem des Menschen ist nicht seine Schwachheit, sondern sein fehlendes Vertrauen in diese Kraft Gottes, die uns auferweckt. Vertrauen ist Demut. Entmutigung ist Stolz.

Die besondere Gnade der Karwoche und Osterzeit ist es, dass wir das Leiden und Sterben mit Christus bewusst mitzuerleben suchen, damit auch die Kraft seiner Auferstehung an uns wirksam wird.

 

Das Bild der Göttlichen Barmherzigkeit

barmherziger-jesus4Durch die hl. Schwester Faustyna hat uns Jesus ein Bild seiner göttlichen Barmherzigkeit geschenkt und uns eingeladen, ganz auf ihn zu vertrauen. Am 22. Februar 1931 schrieb Sr. Faustyna in ihr geistliches Tagebuch:

„Am Abend, als ich in der Zelle war, erblickte ich Jesus, den Herrn, in einem weißen Gewand. Eine Hand war zum Segnen erhoben, die andere berührte das Gewand auf der Brust. Von der Öffnung des Gewandes an der Brust gingen zwei große Strahlen aus, ein roter und ein blasser. Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen. Nach einer Weile sagte Jesus zu mir: ‚Male ein Bild, nach dem, das du siehst, mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt. Ich verspreche, dass jene Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden, den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen, wie meine Ehre.'“

Es ist mein Kind. Was Gott uns gesandt hat, das wollen wir auch annehmen.

CozzensJeder Mensch ist ein Geschenk Gottes, zu dem die Eltern unter allen Bedingungen ihr Ja sagen sollen, aber auch eine geistliche Berufung ist eine Gnade, die sich oft schon von Kindheit an entfalten kann. Ein schönes Zeugnis:

Am 11. Okt 2013 wurde der 45-jährige Priester Andrew Cozzens von Papst Franziskus zum Weihbischof von Minneapolis ernannt. Für die heute 69-jährige Mutter Judy ist die Weihe ihres Sohnes zum Bischof ein Tag besonderer Freude. Denn als sie damals ihren Sohn empfing und im 5. Monat schwanger war, hat ihr der Arzt nach einer Untersuchung gesagt, das Kind sei behindert, sie würde eine Missgeburt zur Welt bringen und sie solle es abtreiben lassen. Judy hat dem Arzt entschieden geantwortet: „Es ist mein Kind. Und was Gott uns gesandt hat, das wollen wir auch annehmen.“

Sie ging zu einem anderen Arzt, der ihr sagte, dass das Kind nicht behindert sei. Er ging mit dem anderen Arzt sogar eine Wette ein, die er auch gewonnen hatte, denn am 3. Aug 1968 brachte die Mutter Andrew zur Welt, der zwar an einigen Krankheiten litt, aber ansonsten ein ganz normales Kind war.

Sehr früh spürten die Eltern, dass Andrew eine Berufung zum Priestertum hatte. Seine Mutter weiß einige Begebenheiten zu erzählen:

Als Andrew mit vier Jahren wegen eines schweren Asthma-Anfalles im Spital war, sagte ein Arzt, dass er die ganze Nacht bei ihm am Bett bleiben wolle, um ihn zu überwachen. Darauf sagte der kleine Andrew: „Sie können ruhig schlafen gehen, mit mir wird alles o.k. sein. Denn wenn ich einmal erwachsen bin, muss ich das Werk des Herrn tun, d.h. Priester werden.“

Als Andrew fünf Jahre alt war, hatte seiner Mutter immer wieder im Altersheim zu tun. Andrew wollte auch immer dabei sein: „Ich möchte gerne üben, zu den alten Leuten nett zu sein, damit ich weiß, wie man das als Priester einmal machen muss.“ Und so redete er mit den Heimbewohnern und hielt ihnen die Hand.

Quelle: Vgl.:  http://thecatholicspirit.com/news/local-news/abort-child-way-says-bishop-elects-mom/

 

Jesus ist unsere Hoffnung für die Zukunft

sok-eng2In den letzten Jahrzehnten ist in den westlichen Ländern der Buddhismus im Kommen. Innerhalb der esoterischen Strömung sind buddhistische Lehren und Praktiken ziemlich verbreitet. Selbst gläubige Katholiken finden nichts mehr dabei, in ihren Wohnungen Buddhastatuen aufzustellen. Aber sie haben meist keine Ahnung, was Buddhismus wirklich bedeutet.

In einem Interview mit Vision 2000 hat die katholische Kambodschanerin Sok Eng, die in einer streng buddhistischen Familie aufgewachsen ist, die Unterschiede zwischen beiden Religionen aufgezeigt.

Sok Eng wurde 1953 in der Hauptstadt Phnom Penh geboren. Sie hatte ab 1975 die Schreckensherrschaft der kommunistischen Roten Khmer erlebt und fast ihre ganze Familie verloren. Die Roten Khmer haben in Kambodscha rund zwei Millionen Menschen umgebracht, um ein absolut kommunistisches Staatssystem zu errichten.

In einem Flüchtlingslager hat sie den katholischen Glauben kennengelernt und sich taufen lassen. Heute setzt sie sich in Kambodscha ein für die Allerärmsten, für die sie karitative Hilfsprojekte organisiert.
Sie sagt: Der Buddhisten kennen keinen Schöpfergott. Nach buddhistischer Ansicht gibt es auch keine unsterbliche, personale Seele. Buddha ist kein Gott, sondern der erste von vielen, die „erleuchtet“ wurden. Durch eigene meditative Schau entwickelte er seine Lehre, die eine Art Selbsterlösungsphilosophie ist. Letztes Ziel ist das Loslassen von allem, was Leiden schafft, um das Nirvana zu erreichen, die große Leere (ohne Gott), in dem jedes bewusste Ich und jede eigene Vorstellung erlischt. Viele, so meint man im Buddhismus, erreichen diesen Zustand allerdings nie, sondern sind in einem Kreis von Wiedergeburten gefangen.

„Bei uns hatte man auch gesagt: Sei nett, freundlich, großzügig und nicht böse. Im Buddhismus aber macht man das alles für sich selbst, für eine gute Reinkarnation, um ins Nirwana einzugehen. Im Christentum, so habe ich gesehen, geht es auch darum, jetzt für den anderen dazusein, jetzt und hier selbstlos den Armen zu helfen, ohne daran zu denken, was dabei für mich herausschauen könnte. … Das Gebet im Buddhismus ist nur für uns selbst. Christen beten und leben füreinander, für die anderen. Sogar für ihre Feinde. Wir Christen beten, wenn wir glücklich sind, und bitten unseren Vater, wenn wir Probleme haben. Buddha ist aber kein Vater.“

„Und dann der Stellenwert des Leides: Als ich das Christentum kennen gelernt habe, habe ich das Kreuz Christi gesehen, das er für uns getragen hat. Es steht für das Leid. Ich habe viel Leid erfahren, gesehen und zu ertragen gehabt. Durch das Kreuz Jesu konnte ich mein Leiden verstehen und annehmen und nicht mehr nur verzweifelt in die Vergangenheit schauen. In der Auferstehung habe ich soviel Hoffnung gesehen, da Gott unser Leben rettet. Die Vergangenheit ist vergangen, wir haben Hoffnung für die Zukunft. Die anderen leben in der Vergangenheit und nicht im Jetzt. Der Glaube an die Auferstehung hat mir neues Leben geschenkt.“

Sie versucht das noch verständlicher zu erklären: „Wer so viel gelitten hat wie die Menschen unter dem mörderischen Regime der Roten Khmer, ist traumatisiert. Viele werden wahnsinnig oder schwer depressiv, wollen nicht mehr leben, haben Selbstmordgedanken, sitzen nur mehr ausgebrannt herum, ohne irgendetwas tun zu können. Sie können die Gegenwart weder annehmen noch in ihr leben, sind in der Vergangenheit gefangen. Doch die Auferstehung versetzt uns von der Vergangenheit in die Gegenwart, weil die Gegenwart Hoffnung hat. Das habe ich verstanden, als ich konvertierte. Ich hatte Hoffnung für die Zukunft. Denn Jesus ist unser Licht, unsere Hoffnung für die Zukunft.“

 

Quelle: vgl.: http://www.vision2000.at/?nr=2010/6&id=203

 

Ich bin für das Leben

blume1Am 28. Sept. 2013 wurde Megan Young zur Miss World gewählt. Sie wurde 1990 in Virginia in den USA geboren. Ihr Mutter ist Philippinin, ihr Vater US-Amerikaner. Am Schönheitswettbewerb nahm sie als Vertreterin der Philippinen teil.

Mit ihren 23 Jahren ist sie nicht nur jung und schön, sondern auch eine mutige Zeugin für den christlichen Glauben. Das hat sie in verschiedenen Interviews bewiesen. Hier einige Aussagen, die sie gemacht hat: Welche Art von Schönheit bevorzugt sie? „Die der Kinder, die geboren werden. Ich bin gegen Abtreibung und ich glaube an die Ehe als unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau für das ganze Leben“.

„Ich bin für das Leben. Wenn ein Gesetz die Tötung eines Menschen zum Inhalt hat, bin ich dagegen.“ Sexualität? „Die Sexualität soll der Ehe vorbehalten bleiben.“ Die Interviewerin wollte es genau wissen, wie es denn sein könne, dass eine so schöne Frau mit 23 Jahren noch keine Beziehung hatte. „Wenn ein Mann Druck in diesem Sinn ausübt, muss man ihm ein Nein sagen, weil er weder die Begleitung noch eine Beziehung zu einem Mädchen verdient. Wenn er hingegen bereit ist, ein Opfer zu bringen und zu warten, bedeutet es, dass er es ehrlich meint und ihm ernst ist.“

Carlo Acutis – Die Eucharistie ist meine Autobahn zum Himmel

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Worte von Carlo 

„Die Madonna ist die einzige Frau meines Lebens.“

„Alle werden als Originale geboren, aber viele sterben als Fotokopien.“

„Die Bekehrung ist nichts anderes als den Blick vom Boden in die Höhe zu richten, es genügt eine einfache Bewegung der Augen.“

„Warum beschäftigen sich die Menschen so sehr mit der Schönheit ihres eigenen Körpers anstatt mit der Schönheit ihrer eigenen Seele?“

„Je öfter wir die Eucharistie empfangen und je mehr wir Jesus ähnlich werden, um so mehr werden wir schon auf dieser Erde das Paradies verkosten.“

„Jesus ist meine große Liebe.“

2011 wurde in der Diözese Mailand der Seligsprechungsprozess eingeleitet für Carlo Acutis, der am 12. Oktober 2006 mit 15 Jahren in Monza gestorben ist und der mit seinem Leben aus dem Glauben ein außergewöhnliches Zeugnis gegeben hat.

Carlo wurde am 3. Mai 1991 in London geboren. In ihm finden wir die Züge eines Jugendlichen unserer Tage. Er war aus gutem Haus, freundlich, gut erzogen, trendig gekleidet; seine Hobbys waren Photographie, Computer, Informatik; er war bei seinen Mitschülern sehr beliebt und hilfsbereit. Er liebte die Tiere. Bis hierher war alles so ähnlich, wie man es auch bei anderen Gleichaltrigen finden kann. Aber aus all dem leuchtet seine innige Beziehung zu Jesus Christus in der Eucharistie hervor. Denn von Kindheit an wollte er jeden Tag die heilige Messe mitfeiern und den Rosenkranz vor dem Tabernakel beten. Schon als Kind war seine Sehnsucht nach der hl. Kommunion so groß, dass sein Pfarrer ihm erlaubte, früher als üblich die hl. Kommunion zu empfangen. „Carlo war dabei wie verwandelt: Sein Blick war klar, sein Lächeln umwerfend. Er zeigte eine Tiefe und Reife, die ungewöhnlich ist“, berichtet eine Ordensfrau über seine Erstkommunion.

Eine schöne Aussage von ihm, die seine Liebe zur Eucharistie bezeugte, war: „Die Eucharistie ist meine Autobahn zum Himmel.“ Sie ist das Herz Jesu selbst. Deshalb war die tägliche Begegnung mit dem Herrn für ihn eine große Freude und der Mittelpunkt seines geistlichen Lebens. Der eucharistischen Anbetung widmete er täglich eine halbe Stunde.

Carlo hatte auch eine innige Liebe zur Gottesmutter Maria. Er pflegte auch zu sagen: „Die Madonna ist die einzige Frau meines Lebens.“

So wie die drei Hirtenkinder von Fatima wollte auch er immer kleine Sühneopfer für diejenigen bringen, die die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie nicht schätzen.
Als seinen Schutzpatron wählte er den heiligen Franz von Assisi. Er ging oft und gerne nach Assisi.

Er hatte auch eine eigene Internet-Seite zusammengestellt, in der er alle eucharistischen Wunder dokumentiert hat, die es im Laufe der Kirchengeschichte gegeben hat. Auf einer seiner Websites hat er auch seine Grundsätze veröffentlicht, mit denen man die Heiligkeit erreicht. Er schrieb:

„1) Du musst die Heiligkeit aus ganzem Herzen wünschen, und wenn diese Sehnsucht noch nicht in deinem Herzen erwacht ist, musst du den Herrn inständig darum bitten.
2) Geh jeden Tag zur heiligen Messe und empfange die heilige Kommunion.
3) Erinnere dich daran, jeden Tag den Rosenkranz zu beten.
4) Lies jeden Tag einen Abschnitt der Heiligen Schrift.
5) Wenn es möglich ist, halte einige Momente eucharistische Anbetung vor dem Altar, wo Jesus wirklich gegenwärtig ist. Du siehst, wie wunderbar du in der Heiligkeit wachsen kannst.
7) Geh jede Woche zur heiligen Beichte, bekenne auch die lässlichen Sünden.
8) Lege Fürbitte ein und schenke Blumen (Opfer und gute Taten) dem Herrn und Maria, um anderen zu helfen.
9) Bitte deinen Schutzengel, dir beständig zu helfen, damit er dein bester Freund wird.“
Diese Anweisungen hat er selber konsequent befolgt.

Carlos Tod kam ganz überraschend. Er war eigentlich nur zehn Tage krank. Niemand hätte geahnt, dass er eine schwere Form von Leukämie hatte, die als unheilbar galt. Carlo hat geahnt, wie tödlich seine Krankheit war. Zu seinen Eltern sagte er: „Ich opfere all mein Leid dem Herrn auf, für den Papst, für die Kirche, damit ich direkt – ohne Fegefeuer – ins Paradies komme.“ Am 12. Oktober 2006 hörte sein Herz auf zu schlagen. Bei seinem Begräbnis spürten die vielen Menschen, die da waren: Der Himmel hat einen neuen Bewohner bekommen. In einem Brief stand: „Er war immer auf unserer Seite, nun aber wartet er auf uns.“

Quellen:
http://www.rosenkranz-suehnekreuzzug.at/zeitschrift.php
http://www.carloacutis.com/pages/accueil.html
http://www.moscati.it/English2/En_SA_CAcutis.html

Ich bin die Mutter Jesu, in seinem Namen heile ich dich, steh auf!

wunderbare-medailleEin Priester aus Jordanien hat Folgendes berichtet: Anfang der 80-er Jahre hatte sich Nasser, ein junger Moslem und Fallschirmspringer bei der Armee, während eines Sprunges eine schwere Wirbelsäulenverletzung zugezogen. Es kam zu einer vollständigen Querschnittlähmung. Die Lage war für ihn völlig aussichtslos. Seine Lebenspläne waren zunichte, er wollte bald heiraten. Seine muslimische Verlobte war aber Schülerin bei den Rosenkranzschwestern. Eine dieser Schwestern besuchte nun Nasser im Spital und schenkte ihm eine Wundertätige Medaille, die er gerne annahm; und vom Heiligen Geist inspiriert sagte sie: „Das, was die Ärzte nicht schaffen, Gott kann es und du wirst gesund werden.“ In dieser Nacht vernahm Nasser eine Stimme in seinem Inneren: „Nasser, du bist geheilt, steh auf!“ Er antwortete: „Unmöglich, ich bin für immer gelähmt.“ Ein zweites Mal sagte ihm die Stimme: ‚Nasser, steh auf, du bist geheilt!“ Darauf dieselbe Antwort. Da sagte ihm die Stimme ein drittes Mal: „Ich bin die Mutter Jesu, in seinem Namen heile ich dich, steh auf!“ Und im selben Augenblick fühlte er zwei kräftige Hände, die in aufrichteten. Er war vollständig geheilt. Jubelnd vor Freude weckte er das ganze Spital. Ärzte und Schwestern trauten ihren Augen nicht, es war eine unerklärliche Heilung. Nasser wurde zu einem großen Apostel Mariens.

Der heilige Josef – Patron der Sterbenden

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In der Seitenkapelle der St. Antoniuskirche befindet sich ein Relief, das den Tod des hl. Josef darstellt. Es ist eine ansprechende Arbeit von J. Piger aus dem Jahre 1885.

Der hl. Josef, dessen Fest wir am 19. März feiern, ist auch der Patron der Sterbenden, da er in der Gegenwart von Jesus und Maria gestorben ist. Er wird diese Gnade auch allen vermitteln, die ihn um eine gute Sterbestunde bitten.

In der Pfarrkirche von Gnesau in Kärnten steht eine Statue des hl. Josef, zu deren Füßen eine kleine Versehlaterne hängt, mit der es folgende Bewandtnis hat. Der 1966 verstorbene Pfarrer Messinger hat davon berichtet: In den ersten Jahren nach seinem Amtsantritt (1915) in Gnesau wurde er eines Nachts gegen halb ein Uhr zu einem Versehgang gerufen. Den Boten kannte er nicht. Er wollte den Mesner wecken, damit er ihn begleite. Der Bote meinte, das sei nicht notwendig, er mache das. Der Pfarrer war recht verwundert, als dieser dann beim Öffnen des Tabernakels in gutem Latein das „Confiteor“ betete, denn er hielt ihn ja für einen Bauernknecht. Mit der Versehlaterne in der Hand ging der Bote nun voran in die nächste Ortschaft, dem Bergwald zu. Als er am letzten Hof vorbeiging, sprach ihn der Pfarrer an und sagte, dass da oben nur noch Wald sei. Der Mann bat jedoch, er solle nur mitkommen. Auf einmal sah er, dass die Laterne vor ihm auf dem Weg stand und der Bote verschwunden war.

Der Pfarrer sah direkt vor sich eine Heuhütte, aus der ein Stöhnen nach außen drang. Daraufhin schaute er in der Hütte nach und sah einen alten, schwer kranken Bettler auf dem Heu liegen. Als dieser den Priester mit der Versehlaterne sah, sagte er mühsam: „Hochwürden, wie kommen denn Sie da her? Mein Leben lang habe ich zum heiligen Josef gebetet, er möge mich nicht ohne Sterbesakramente sterben lassen. Jetzt habe ich gedacht, ich müsse trotzdem ohne Priester sterben. Und nun sind Sie da!“ Erschüttert bereitete der Pfarrer den Armen auf den Tod vor und blieb bei ihm, bis er gegen Morgen verstarb.