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Wenn es aber nach dem Tod etwas gibt, haben sie alles gewonnen!

Ein Pfarrer berichtet aus seiner seelsorglichen Erfahrung: Als junger Priester wurde ins Spital zu einem sterbenden Mann durch dessen Tochter gerufen. Er erfuhr, dass der Mann aber mit Kirche und Glaube nichts zu tun haben wollte.

Als er das Krankenzimmer betrat und der Sterbende ihn als Priester erkannte, war dessen erste Reaktion: „Ist es schon so weit?“ – „Wann es so weit ist, weiß Gott allein!“ – „Ja, an den glaube ich ohnedies nicht. Wenn es aus ist, ist es aus!“ – „Das ist eben der Unterschied zwischen uns beiden: Ich glaube an Gott und daran, dass mit dem Tod das Leben nicht zu Ende ist. Es gibt ein Weiterleben, es gibt einen Himmel, ein Fegefeuer, und es gibt auch die Hölle.“

Und der Priester versuchte, dem Kranken in einem längeren Gespräch den Glauben nahen zu bringen, aber dieser blieb bei seiner Meinung: „Es gibt keinen Gott, und mit dem Tod ist alles aus!“

Dann stellte er dem Mann noch eine letzte frage: „Haben Sie sich in Ihrem Leben schon einmal geirrt?“ – „Ja, schon oft!“ gab er ehrlich zu. “ Was nun, wenn Sie sich jetzt, in dieser entscheidenden Stunde irren? Sie behaupten, es gibt keinen Gott, aber wenn es Ihn doch gibt? Sie sagen, es gibt keinen Himmel, und wenn es ihn doch gibt? Kein Fegefeuer, keine Hölle – und wenn es sie doch gibt? Ich mache Ihnen ein Angebot: Ich höre Ihre Beichte, gebe Ihnen die Krankensalbung, den Sterbeablass und bringe Ihnen die HI. Kommunion. Wenn es nach dem Tod wirklich nichts gibt, haben Sie nichts verloren. Wenn es aber etwas gibt, haben Sie alles gewonnen!“

Da fing der alte Mann zu weinen an und sagte: „Ich weiß nicht mehr, wie man beichtet. Meine letzte Beichte war bei meiner Firmung.“ Mit Hilfe des Priesters legte er dann eine Lebensbeichte ab, empfing die Krankensalbung, den Sterbeablass und den Heiland selbst.

Nachdem er kommuniziert hatte, ergriff er die Hände des Priesters und fragte: „Herr Pater, können Sie noch mit mir beten?“ – „Ja, gerne. Können Sie das Vaterunser?“ – „Nein!“ – „Das ‚Gegrüßet seist du, Maria?'“ – „Nein.“ Da fing er plötzlich selbst zu beten an: „Jesuskindlein, komm zu mir, mach ein braves Kind aus mir! Mein Herz ist klein, darf niemand hinein als Du, mein liebstes Jesulein. Das hat meine Mutter mit uns Kindern immer gebetet!“

Quelle: vgl. Triumph des Herzens: Nr. 144, gekürzt