Ich wollte die Wahrheit finden, was immer sie auch war

Der bekannte amerikanische YouTube-Star Lizzie Estella Reezay hat jüngst bekanntgegeben, dass sie vom Protestantismus zum katholischen Glauben konvertieren werde. „Ich möchte, dass jeder weiß, dass ich es hasste, was passiert ist. Ich wollte nicht katholisch werden. Ich dachte nicht nur, dass der Katholizismus falsch sei. Ich hab auch die Stimmung des Katholizismus nicht gemocht. Ich wollte daher alles andere als katholisch werden.“

Lizzie sagt, dass es für sie super schwer sei, diesen Schritt jetzt zu erklären, weil viele ihrer protestantischen Familie und ihrer Freunde dies jetzt als Verrat auffassen würden. Aber sie erklärte dann, dass sie verpflichtet gewesen sei, katholisch zu werden. Dies habe einen einzigen Grund: „Es ist wahr.“ „Ich wollte die Wahrheit finden, was immer sie auch war.“

Sie fand die Antwort auf ihre Fragen vor allem durch das Studium der frühen Kirchenväter im Vergleich mit den Aussagen der Bibel. Dabei entdeckte sie, dass die Lehre der katholischen Kirche über die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie, d.h. im Allerheiligsten Sakrament des Altares, viel biblischer war als sie dachte.

Lizzie wuchs in einer protestantischen Kirche auf und startete mit 16 Jahren (vor acht Jahren) ihren YouTube-Channel mit dem Titel: „LizziesAnswers„. Von Anfang an sprach sie immer wieder über ihren Glauben.  Auf YouTube hatte sie über 194.000 Abonnenten, ihre Videos erreichen über 34 Millionen Menschen.

Im vergangenen Jahr hat sie sich im Rahmen ihres Studiums mit der katholischen Kirche beschäftigt. Dazu entstanden Videos wie „10 Lügen, die Protestanten über den Katholizismus glauben“ oder „Protestanten besuchen die lateinische Messe. Was ich liebte und was ich hasste.“ Am Aschermittwoch hat sie angekündigt, dass sie katholisch werden möchte.

Vgl.: kath.net

 

Gib mir noch eine Chance!

http://www.johnpridmore.com

Der Engländer John Pridmore, Gründer der Missionsgemeinschaft St. Patrick, besucht mit seinem Team unermüdlich Pfarren und Schulen, um den Menschen die Barmherzigkeit Gottes nahezubringen, die er selbst erfahren hat. Sein Bekehrungsweg führte ihn von einem Gangster zum Apostel. In der detaillierten Schilderung sowohl seines Gangsterdaseins als auch seiner außergewöhnlichen Erlebnisse mit Gott vermag er vor allem die Jugend für Jesus zu begeistern.

Die „kriminelle Karriere“ von John Pridmore, geboren 1964 in London, begann, als er elf Jahre alt war. Damals hatten sich seine Eltern scheiden lassen. Das konnte er nicht verkraften und wollte es nicht wahrhaben. Da fing er an, sich an seiner Umwelt zu rächen. Der bisher gute Schüler wurde frech und ein Raufbold. Er begann, wenn er seine geliebte Mutter besuchte, ihren neuen Lebenspartner zu bestehlen. Es folgten Ladendiebstähle und, weil er „gleichgesinnte Freunde“ fand, auch Ladeneinbrüche. Es ging ihnen nicht um die Beute, sondern um den „Kick“. Als John mit 15 Jahren dabei erwischt und in eine Besserungsanstalt eingewiesen wurde, musste er etwa 60 derartige Delikte zugeben.

Obwohl er nie wieder eingesperrt werden wollte, ging es mit seiner „Karriere“ weiter: Er beklaute den Elektrohändler, bei dem er eine Stellung gefunden hatte, versuchte das Sozialamt zu beschummeln, betrog mit einer fremden Bankomatkarte usw. Mit seinem Lebensalter wurden die Delikte größer. Seine Anstellungen bei einem Sicherheitsdienst, als Türsteher und Rausschmeißer in Discos und Pubs, seine Einsätze als Geldeintreiber wusste er geschickt zum Geldmachen auf betrügerische und zwielichtige Art zu nützen, bis zum Drogenhandel. Dabei wurde er immer mehr zu einem gefürchteten Schläger.

Einmal schlug er einen Betrunkenen so hart nieder, dass er und alle Umstehenden meinten, dieser sei tot. Das versetzte ihm einen heilsamen Schock. In seiner Wohnung begann er zu grübeln. Sein bisheriges Leben erschien ihm wie ein „einziger Scherbenhaufen“. „Ich hörte eine Stimme in meinem Herzen zu mir sprechen, es ist eine Stimme, die wir alle kennen, unser Gewissen, Gott in uns.“ Diese bisher nicht gehörte innere Stimme zählte ihm die schlimmsten Dinge auf, die er getan hatte und machte ihm bewusst, dass er damit von Gott verlassen und in der Hölle war. Eine unheimliche Angst ergriff ihn, er fiel auf die Knie und flehte: „Gib mir noch eine Chance!“ Da traf ihn der Strahl der Gnade. Er schreibt: „Plötzlich hatte ich das Gefühl, als ob jemand seine Hände auf meine Schultern legen und mich aufrichten würde. Eine unglaubliche Wärme durchflutete mich und die Angst verflog augenblicklich. In diesem Moment wusste ich – wusste es wirklich und glaubte es nicht nur, dass Gott existiert.“

Aus dem unbändigen Verlangen, diese unglaubliche Erfahrung jemandem mitzuteilen, fuhr er um ein Uhr morgens zu seiner Mutter. Nach seiner Erzählung standen der Mutter und ihrem Mann Freudentränen in den Augen. „Das ist wunderbar“, sagten sie, „unsere Gebete sind erhört worden“. Das geschah im Jahre 1991 John war 27 Jahre alt.

Nun begann er seine Weg als katholischer Christ. Er sprach mit dem Pfarrer, begann im Neuen Testament zu lesen und machte fünftägige Exerzitien. Schritt für Schritt änderte er seine Lebensgewohnheiten. John verschenkte sein zum Teil auf kriminelle Weise erworbenes Geld, machte freiwillige Sozialdienste und bemüht sich in Jugendclubs, besonders bei der kirchlichen Bewegung „Jugend 2000“, junge Menschen vor den Irrwegen zu bewahren, die er selbst gegangen ist.

Seine Botschaft lautet. „Gott liebt euch!“ „Ich möchte anderen Hoffnung geben und zeigen, dass, wenn Gott jemanden wie mich lieben kann, er jeden lieben kann.“

Vgl.: http://www.johnpridmore.com

Ich bin überzeugt von der Lehre Jesu über die Vergebung

Die nigerianische Katholikin Rebecca Bitrus sprach mit EWTN über ihre Gefangenschaft bei muslimischen Boko Haram. Geschichten wie diese sind in Nigeria üblich, wo Boko Haram Kämpfer seit 2002 Zehntausende Christen und aber auch Muslime getötet haben, die ihre extremistischen Ideale nicht teilen wollten. Boko Haram ist in Nordnigeria stationiert und in Tschad, Niger und Kamerun aktiv. Er war verantwortlich für viele tödliche Angriffe auf Dörfer, Schulen und Kirchen.

Rebecca wurde mit ihren beiden kleinen Söhnen im August 2014 bei einem Angriff entführt. Sie war mit einem dritten Kind schwanger, verlor es aber in der Gefangenschaft durch die harte Arbeit im Gefangenenlager. Weil sie sich weigerte, zum Islam zu konvertieren, wurde ihr jüngerer Sohn, der drei Jahre alt war, ermordet. Rebecca wurde dann mit einem Moslem zwangsverheiratet, wiederholt vergewaltigt und geschlagen. Sie bekam einen weiteren Sohn, den sie am Weihnachtstag gebar und den sie Christopher nannte zu Ehren Jesu Christi. Bei den muslimischen Gebetszeiten betete Rebecca heimlich den Rosenkranz und bat Gott um Befreiung. Nach zwei Jahren konnte sie mit ihren beiden Kindern fliehen. Einen Monat lang mussten sie sich fast ohne Wasser und Nahrung im Urwald durchschlagen bis sie bei den Regierungstruppen Hilfe fanden. Die Soldaten meinten zuerst, dass sie zu den Boko Haram gehörte, aber als sie ihnen die Gebete des Rosenkranzes vorbetete, glaubten sie ihr und halfen ihr, dass sie wieder ich ihre Heimat zurückkehren konnte.  Sie sagt: „Ich bin überzeugt, dass das Gebet des Rosenkranzes mich aus der Gefangenschaft gerettet hat.“

Als sie in ihre Heimatstadt kam, fand sie auch ihren Ehemann wieder, den sie während ihrer zweijährigen Gefangenschaft für tot gehalten hatte. Sie erzählte auch, dass es ihr zu Hause anfangs schwer gefallen war, ihren damals sechs Monate alten Sohn Christopher ganz anzunehmen, da er sie an all die Grausamkeiten erinnerte, die sie erlitten hatte. Aber der Bischof, mit dem sie darüber sprach, ermutigt sie, ihr Kind anzunehmen und zu lieben.

Heute sagt Rebecca, dass sie ihren Peinigern vergeben hat. „Ich bin überzeugt von der Lehre Jesu über die Vergebung.“ Jesus selbst wurde gefoltert, ungerecht behandelt und zum Tode verurteilt. Doch „Jesus vergab am Kreuz auch denen, die ihm Schmerzen zugefügt haben.“ Das gibt ihr die Kraft zum Vergeben.

 

Ja, Herr, ich weiß. Das ist es, was ich verdiene!

screenshot videoDer katholische Pfarrer Steven Scheier, der im Südosten von Kansas (USA) in einer Pfarre wirkte, erlitt am 18. Okt. 1985 bei eine schweren Verkehrsunfall einen Genickbruch, der normalerweise zu seinem Tod geführt hätte. Aber durch ein Wunder auf die Fürsprache der Gottesmutter wurde er gerettet und konnte nach relativ kurzer Genesungszeit wieder in seinen Dienst zurückkehren.

Aber ein Nahtoderlebnis, das er bei seinem Unfall hatte, veränderte sein bisheriges Leben. In verschiedenen Interviews und Vorträgen hat er davon Zeugnis gegeben:

»Ich befand mich vor dem Richterstuhl des allmächtigen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus. Der Herr ging sehr schnell durch mein ganzes Leben. Ganz besonders klagte er mich schwerer Todsünden an, für die ich keine Zeit mehr zum Beichten oder zum Bereuen hatte. Ich dachte, ich könnte mir hierfür noch Zeit nehmen. Offensichtlich hatte er andere Gedanken. Als er seine Anklage beendet hatte, sprach Er: „Das Urteil lautet auf ewige Hölle!“ „Ja, Herr, ich weiß. Das ist, was ich verdiene!“ Wenn man mit der ewigen Wahrheit spricht, gibt es keine Entschuldigungen oder Ausreden. Alles, was Er sagte, erkannte ich als richtig und wahr. Es gab überhaupt nichts zu entschuldigen.

Kurz darauf vernahm ich eine weibliche Stimme. Ich sah die Person nicht, sondern hörte sie nur. Die Stimme sagte: „Mein Sohn, willst du nicht sein Leben und seine unsterbliche Seele retten?“ Daraufhin sagte Jesus Christus: „Mutter, er war während zwölf Jahren ein Priester nur für sich selbst und nicht für mich. Lass ihn die Strafe haben, die er verdient hat.“ Während dieser zwölf Jahre war ich ein Feigling. Ich wusste, dass ich nicht das tat, was ich tun sollte … und dass ich kein Priester war, wie ich sein sollte. Mein Priestertum war nicht im Dienste der Gläubigen, sondern war ausgerichtet auf das, was die Leute oder die anderen Priester über mich dachten. Meine Haltung entsprach nicht der Nachfolge Christi, die sich im Ertragen der Leiden ausdrückt. Ich habe mich immer vom Kreuz entfernt. … Aber das Priestertum ist ein Opferleben. Wenn man das Opfer nicht liebt, kann man kein Priester sein.

Daraufhin sagte die weibliche Stimme: „Aber wie wäre es, mein Sohn, wenn wir ihm besondere Gnaden geben und dann sehen, ob er Früchte trägt? Bringt er keine Früchte hervor, dann geschehe dein Wille.“ Es folgte eine kurze Pause. Dann hörte ich ihn sagen: „Mutter, er gehört dir!“

… Die Muttergottes ist jetzt meine Mutter. Ich gehöre ganz ihr, und zwar im natürlichen wie auch im übernatürlichen Sinne. Ich habe seither erfahren, dass meine Mission ist, „wieder zurückzukommen“ und den Leuten zu sagen, dass erstens die Hölle existiert, sie existiert wirklich, und zweitens, dass auch die Priester zu ewiger Hölle verurteilt werden können. …

Durch meine Erfahrung, den Himmel fast verloren zu haben, bin ich dahin gekommen zu glauben, dass es nichts auf Erden gibt, niemand oder nichts es wert ist, den Himmel zu verlieren. …

Einer der Gründe, warum man nicht über wichtige Dinge des Glaubens sprechen will, ist, dass man die Leute auf keinen Fall verärgern will. Die Priester möchten nicht, dass sich ihre Pfarreiangehörigen schuldig fühlen… Die Priester wollen, dass die Leute beim Verlassen der Kirche sagen: „Herr Pfarrer, das war eine gute Predigt, eine wirklich gute Predigt!“ Was sind die Folgen? Es wird überwiegend über „Frieden, Liebe und Freude“ geredet, nicht mehr über die zentralen Themen der Glaubenslehre und der Moral, der Gerechtigkeit Gottes, der Hölle sowie der Beichte. Über das alles wird nicht mehr gesprochen.«

 

Jesus ist mir wertvoller als mein Leben

Christenverfolgung ist heute in vielen muslimischen Ländern eine Wirklichkeit; besonders für jene, die sich vom Islam zum christlichen Glauben bekehren, da die Abwendung vom Islam unter Todesstrafe steht. Aber das Zeugnis jener, die wirklich bereit sind, alles für Christus zu geben, ist für uns ergreifend und bestärkend. Im Folgenden lesen wir einige Abschnitte aus dem Zeugnis des Ägypters
Majed El Shafie, der wegen des Glaubens an Jesus ins Gefängnis kam, gefoltert und zum Tod verurteilt wurde, aber dann flüchten konnte. Er sagt:

»Ich bin in Kairo in einer angesehenen Familie aufgewachsen. Aber von klein auf tat ich mich schwer mit dem Islam. Er ist so brutal, es gibt keine Vergebung und keine Rechte für Frauen oder Minderheiten.

Ich hatte auch ein Problem damit, Menschen anderer Religionen zu degradieren. Vor allem weil ich Studienkollegen hatte, die Christen waren. Sie waren so friedliebend und vergebend. Ich bewunderte ihre Werte und Prinzipien. Warum sollte man solche Menschen verfolgen? Es ärgerte mich, dass es mir nicht einmal erlaubt war, mich mit dem Christentum zu beschäftigen. Aber meine Neugier siegte und ich fing an, die Bibel zu lesen.

Je mehr ich las, desto mehr konnte ich glauben, dass der wunderbare Gott zu uns gekommen ist, um für unsere Schuld zu sterben. Sein Opfer und seine Liebe überwältigten mich. Diesen Gott wollte ich anbeten. Ihm wollte ich nachfolgen.

Ich übergab Jesus mein Leben und wurde Christ. Mit der Entscheidung durchströmte mich ein Gefühl der Freiheit und Befreiung. Wenn man plötzlich erlebt, dass man kein Sklave von Gesetzen mehr ist, sondern ein Kind Gottes, das ist unbeschreiblich!«

Nach seiner Taufe arbeitete Majed im Untergrund in einer Gruppe, die sich um die Verbreitung des christlichen Glaubens bemühte. Er sagt:

»Drei Monate später wurde ich festgenommen. Im Verhör sollte ich von unserer Arbeit erzählen und alle Namen der Mitarbeiter verraten. Doch ich schwieg. So kam ich nach Abu Zaabel dem berüchtigsten Gefängnis Kairos. Wenige kommen hier wieder lebend heraus. Ich wurde gefoltert, meine Zelle hatte kein Fenster, blutüberströmt lag ich am Boden und hörte nur die Schreie der Mitgefangenen. Nach zwei Tagen der Folter hatte ich Angst, dass ich meine Freunde verraten würde. …

An nächsten Tag kamen meine Peiniger mit Kampfhunden, die mich zerfleischen sollten. Aber die Hunde gehorchten ihren Herren nicht, sondern blieben ganz ruhig und legten sich zu meinen Füssen. Man brachte drei weitere Hunde, doch auch die griffen mich nicht an. Einer von ihnen kam vorsichtig zu mir und leckte mein Gesicht. Ich war tief bewegt von der Botschaft, die mir Gott hier brachte und die auch den Wärtern offenbar wurde: Ich bin nicht allein. Der Höchste achtet auf mich.

Zwei weitere Tage wurde ich so schlimm gefoltert, dass ich mein Bewusstsein verlor. Ich kam in ein Krankenhaus und es dauerte drei Monate, bis ich in der Lage war, vor das Militärgericht zu treten. Dort wurde ich wegen Hochverrats zum Tode verurteilt.

Währenddessen arbeiteten meine Freunde an meiner Rettung. Tatsächlich gelang eine Flucht, aber um mein Leben zu retten, musste ich das Land verlassen. …

So schlimm meine Geschichte ist, kann ich doch aus ganzem Herzen sagen: Wenn man Jesus gefunden hat, dann zählt nichts anderes mehr. Er ist mein Herr und Retter, mein bester Freund, mein größter Schatz.«

 

Gott, ich weiß, dass du mich nicht verlassen wirst.

Der hl. Pfarrer von Ars sagte einmal treffend: „Die Versuchung ist ein Mittel, den Himmel zu gewinnen. In der Tat ­ welches Verdienst hätten wir, in der kurzen Zeit unseres Lebens Gutes zu wirken, wenn wir keine Versuchungen hätten?“ Wenn wir in der Versuchung standhalten, dann beschenkt uns der Herr oft unerwartet mit einer besonderen Gnade.

Ein Pfarrer aus Spanien erzählt: »Ich befand mich im Pfarrbüro, als ein ausländischer junger Mann eintrat und mich um eine Arbeitsstelle bat. Er brauchte Geld für seine kranke Mutter und erzählte mir, dass ihn eine ausländische Familie für 200 € im Monat bei sich wohnen ließ. Nun aber war er schon drei Monate mit der Miete in Verzug. Ich beschloss, ihm von den Mitteln der Caritas der Pfarrei einen Scheck über 400 € auszustellen, damit er wenigstens zwei Monatsmieten bezahlen könne. Als ich dem jungen Mann den Scheck in die Hand drückte, begann er zu weinen. Da sagte ich zu ihm: „Kommen Sie, Sie brauchen sich doch hierfür nicht zu schämen!“ Er antwortete: „Ich schäme mich nicht, Padre. Ich weine vor lauter Dankbarkeit. Heute war ich nämlich drauf und dran, Geld zu stehlen. Ich stand vor einem Geldautomaten, an dem zwei Frauen zuvor Geld abheben wollten. Er funktionierte aber nicht und sie waren mittlerweile weggegangen. Ein wenig später allerdings spuckte der Automat das Geld doch noch aus und ich überlegte mir, ob ich es behalten solle, weil ich es ja brauchte. Aber meine Mutter hatte mir beigebracht, dass es besser ist, zu betteln, als Geld zu stehlen. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach den beiden Frauen. Als ich sie gefunden hatte, übergab ich ihnen die Scheine. Sie bedankten sich nur kurz und verabschiedeten sich sogleich. Da habe ich zu Gott gesagt: ‚Ich habe meine Pflicht getan und du kennst meine Probleme. Ich weiß, dass du mich nicht verlassen wirst.‘ Gott ließ mich nicht lange auf seine Antwort warten. Denn soeben, also noch am selben Tag, haben Sie, Padre, mir genau den Betrag gegeben, den ich hätte stehlen können. Gott sei Dank habe ich es nicht getan!“«

 

Die „Verborgenen Christen“ von Japan

1549 war der heilige Franz Xaver aus dem Jesuitenorden als erster christlicher Missionar nach Japan gekommen. Die Evangelisierung machte schnelle Fortschritte. Um das Jahr 1590 gab es in Japan ca. 220.000 Katholiken, die von etwa 40 Priestern – jesuitische Missionaren – betreut wurden. 1587 begann aber die Christenverfolgung. Niederländische Calvinisten hatten das japanische Shogunat (= Regierung) gegen die katholischen Missionare aufgehetzt, um die spanisch portugiesische Handelskonkurrenz auszuschalten. In Wirklichkeit provozierten sie damit eine generelle Verfolgung des Christentums. 1587 mussten alle ausländischen Missionare das Land zu verlassen. Ein Teil von ihnen ging in den Untergrund.  Ab 1596 wurden aufgegriffene Priester und Ordensleute verhaftet und grausam hingerichtet. Ab 1612 wurde jede christliche Aktivität verboten und mit dem Tod bestraft. Es wurde Jagd auf japanische Katholiken gemacht. Um sie aufzuspüren, mussten sich alle Japaner in buddhistischen Tempeln registrieren lassen. Dabei wurde jeder einzeln gezwungen, auf christliche Symbole oder Bilder zu treten (Tret-Bild, siehe oben). Wer zögerte oder sich weigerte, galt als Christ. Hielten sie am Glauben fest, wurden sie hingerichtet. Schworen sie dem Glauben ab, wurden sie als abgefallene Christen registriert und die ganze Familie für sieben Generationen unter Aufsicht gestellt. In Orten wie Nagasaki, die als christliche Zentren bekannt waren, wurde die Enttarnung von Christen jedes Jahr wiederholt. Japan wurde durch die Regierung vom Ausland abgeschirmt und der christliche Glaube schien völlig ausgerottet zu sein.

Erst 1853 durften wieder Ausländer nach Japan kommen. Pater Petitjean war einer der erste katholischen Missionare. Er hatte auch eine kleine Kirche gebaut zu Ehren der japanischen Märtyrer. Am 17. März 1865 kam es zu einer Begegnung, in der sich ein Wunder offenbarte. Eine Gruppe von etwa 15 Japanern – Männer, Frauen und Kinder – kam zu ihm. Er ging mit ihnen in die Kirche. Er kniete vor dem Hochaltar zu einer kurzen Anbetung nieder und bat den Herrn vertrauensvoll, ihm die rechten Worte einzugeben. Da näherten sich ihm drei Frauen, knieten neben ihm nieder, und eine von ihnen wisperte, die Hand aufs Herz gelegt: „Wir alle haben das gleiche Herz wie Sie.“  Der Pater fragte erstaunte: „Woher kommen Sie denn?“  „Urakami, wo fast alle das gleiche Herz haben“, lautete die Antwort. Dann fragte eine der Frauen: „Wo ist die Statue der hl. Jungfrau Maria?“ Der Priester führte sie zum Marienaltar, wo alle mit ihm niederknieten, vor Freude weinten und ausriefen: „Ja, das ist wirklich Maria mit ihrem göttlichen Kinde in den Armen.“ Sie hatten die wahre hl. Kirche wieder gefunden.
Auf ihrer Suche hatte die  „Verborgenen Christen“, wie man sie auch nannte,  zuerst eine protestantische Kirche entdeckt. Als die Ehefrau des Pastors sie empfing und ihnen Englischen Tee anbot, verließen sie den Ort sofort.

In weiteren Begegnungen stellte sich heraus, dass es in Japan noch etwa 10.000 „Verborgene Christen“ gab, die den katholischen Glauben schon kannten und durch 200 Jahre bewahrt hatten, obwohl sie außer der Taufe keine Sakramente hatten und immerfort von der Verfolgung bedroht waren. Es war ein Wunder des Hl. Geistes.

 

Den katholischen Glauben bewahren

Wie konnten die Christen in Japan während der Verfolgungszeit durch 200 Jahr den katholischen Glauben bewahren? Bei einer Konferenz an der Universität Gregorian in Rom, die im Oktober 2017 stattfand, hat der japanische Professor für Kirchengeschichte Pater Kawmura SJ drei wesentliche Elemente genannt:

  1. Die Bruderschaft der Barmherzigkeit: Der hl. Franz Xaver hat schon bei seiner Missionierung diese Bruderschaft gegründet, die in den einzelnen Gemeinden von Laien geleitet wurde und sich karitativen Werken widmete. Als die Verfolgung begann, wurden diese Bruderschaften zu einem Mittel zur gegenseitigen Hilfe und zur Unterweisung im Glauben durch leitenden Katechisten.
  2. Es gab unter den Christen eine mündliche Tradition mit dem Titel „Prophetie des Katechisten Bastian“, die den verfolgten Christen Hoffnung auf eine künftige Wiedergeburt der Kirche gegeben hat.
    Bastian war ein Katechist, der 1660 den Märtyrertod starb. Er hat vor seinem Tod prophezeit: „Nachdem sieben Generationen vergangen sein werden, wird ein schwarzes Schiff kommen, auf dem einige Beichtväter sein werden. Die Menschen werden dann beichten können, sogar wöchentlich.“ Um zu unterscheiden, ob die Beichtväter wirklich Priester der katholischen Kirche waren, sollten sie ihnen drei Fragen stellen: Lebst du allein? Wie ist der Name deines Führers in Rom? Verehrst du die Hl. Jungfrau Maria?
  3. „Buch der Reue und des Gebets“. Dieses Büchlein bestand aus den Erinnerungen ihrer Vorfahren, die ihnen als Kraftquelle dienten und aus einem Reuegebet, das auf der katholischen Lehre beruhte: Der Sünder könne die Vergebung erlangen, wenn er wahre Reue erweckt und es könne die aktuelle Beichte der Sünde auf die Zeit verschoben werden, bis ein Priester verfügbar sei. So lebten die „Verborgenen Christen“ immer in Beziehung zu den Sakramenten der Kirche. Ein Zeichen auch für uns!

 

Maria öffnete meine Augen und meine Seele

sceenshotFlorian Homm war einer der großen und erfolgreichen Börsenspekulanten und Hedgefondsmanager, der mit ungeheurem Einsatz reich, aber damit nicht glücklich wurde; bis die Gottesmutter ihn aus diesem sinnlosen Leben herausführte und durch viele Leiden hindurch zu einem neuen Leben mit Gott geleitete.  In sein Büchern und Seminaren gibt er Zeugnis von der Gnade Gottes, die sein Leben gewandelt hat. Hier einige Ausschnitte:

„Ich hatte viel in meinem weltlichen Leben erreicht: Mit einem Vermögen von 600 Millionen Euro gehörte ich zu den reichsten Deutschen. Mein Appetit nach noch mehr Erfolg war unersättlich, denn mein Leitmotiv war ‚Zuviel ist niemals genug‘. Ich wollte die denkbar höchste Lebensintensität. Ich besaß keinen Glauben und meine Seele war durch jahrzehntelange 100-Stunden-Wochen nahezu verkümmert. Ich war nie zufrieden mit dem Erreichten.“

„Zu dieser Zeit fragte mich: War es das? Steinreich, mega-erfolgreich, VIP, eine sehr attraktive Frau, zwei Kinder, abgehobene Spielzeuge. Mit 46 hatte ich meinen Zenit erreicht und eigentlich all das, was ich mir als Teenager vorgenommen hatte. Ich hatte alles, was diese Welt bietet, verkostet, inklusive einem sensationellen, nahezu perfekten Dessous-Model als Liebhaberin.“ „Ich war Mitte vierzig an meinem Ziel angekommen. Was sollte ich jetzt noch tun? …“
„Meine Ehe war zertrümmert. Meine Kinder kannten mich kaum. Niemals nannten Sie mich Daddy oder Vater. Ich war am Ende. Unglücklich, verloren. Ich erkannte keinen Sinn in meinem Dasein. …“
„Aber meine Suche war nicht ganz hoffnungslos. In Bogota hatte ich die Versorgung der ärmsten Kindern mit nicht unerheblichen Mitteln unterstützt. Ein ehemaliger IRA- Freiheitskämpfer gab mir ein kleines Buch der Jesusmutter Maria. Dieses Buch öffnete meine Augen und meine Seele. Ich begann die Bibel gewissenhaft zu lesen.“
„Die Amerikaner hatten einen Haftbefehl gegen mich erwirkt und an Interpol weiter gereicht. Vorgeworfen wurde mir, unter anderem, schwerer konspirativer Betrug und Kursmanipulation. Insgesamt verlangte der amerikanische Staatsanwalt 9 lebenslange Haftstrafen, was sich auf 225 Jahre Knast summiert.“

„Ich landete in diversen italienischen Gefängnissen und kämpfte mit Selbstmordgedanken, Schutzgeld- Erpressungsversuchen und einer äußerst korrupten italienischen Justiz. Ich vegetierte im Vorzimmer der Hölle, oft mit acht anderen Gefangen auf 18 Quadratmetern und monatelang in Isolationshaft.“

„Das kleine blaue Buch der Jesusmutter, und Ihre barmherzigen Botschaften, hat mir die Kraft gegeben, nicht aufzugeben. Im Gefängnis traten dann auch Gott und Jesus in mein Leben und bewirkten Wunder. Ich war der erste Auslieferungshäftling seit 30 Jahren, der nicht von Italien nach Amerika ausgeliefert wurde.“ „Meine als unheilbar diagnostizierte chronische, progressive Multiple Sklerose hat sich zurückgebildet. …“ „Deswegen schenke ich Jesus und Maria mein Leben. Denn sie haben mich vor einem grauenhaften Tod im Gefängnis bewahrt und mir eine Aufgabe erteilt. Heute weiß ich, was wichtig ist und was ich vernachlässigen kann. Auch wenn ich mich messerscharf an den Horror meiner Inhaftierung erinnere, bin ich Gott dankbar, dass ich eine Zeit lang dieses schwere Kreuz tragen durfte. … Jesus vergibt uns allen und liebt uns. Gott ist mein Richter. Ihm will ich gefallen. Alles andere sind weltliche Illusionen und Verwirrungen.“

Quelle: Vgl.: http://www.florianhomm.org/

Gott nimmt sich derer an, die an Ihn glauben

Pater Nirwan, ein aus dem Irak stammender Franziskaner, der seit 2004 im Heiligen Land wirkt, hat in einer Predigt (2016) die folgende wunderbare Begebenheit berichtet, die sich am 14. Juli 2007 zugetragen hat. Pater Nirwan wollte seine Eltern in Mossul (Irak) besuchen. Da es damals keine Flugverbindung gab, machte er sich mit einem Taxi auf den Weg. Zusammen mit einer muslimischen Familie und einem jungen Moslem, die ebenfalls nach Mossul wollten, waren sie im Irak Richtung Bagdad unterwegs, als sie an einen Kontrollpunkt kamen.

»Der Fahrer sagte: „Ich habe Angst vor dieser Gruppe“. Es handelte sich um einen Militärkontrollposten. Wie sich aber herausstellte, hatte eine islamische Terrororganisation die Soldaten getötet und die Kontrolle über den Posten übernommen.

Als wir beim Check Point waren, wurden unsere Pässe kontrolliert, während wir im Auto blieben. Dann gingen sie mit den Pässen weg. Eine Person kam wieder und sagte zu mir: „Pater, wir setzen die Überprüfung fort. Sie können ins Büro kommen.“ „Nun gut“, sagte ich, „wenn wir kommen sollen, dann kommen wir.“ Wir sind dann alle eine Viertelstunde zu Fuß gegangen, bis wir zu einer Baracke kamen, die man uns angewiesen hatte.

Dort angekommen, kamen zwei Männer mit vermummtem Gesicht heraus. Einer hatte eine Videokamera in einer Hand und ein Messer in der anderen. Der andere hielt einen Koran in der Hand. Sie kamen auf uns zu, und einer fragte mich: „Pater, woher kommst Du?“ Ich sagte, aus Jordanien. Dann wiederholte er die Frage an den Fahrer. Schließlich drehte er sich zum jungen Mann, der mit uns reiste, packte ihn von hinten und tötete ihn mit dem Messer. Wir waren wie erstarrt. Sie fesselten mir die Hände und sagten zu mir: „Vater, wir zeichnen alles auf für Al Jazeera. Willst Du etwas sagen? Aber nicht länger als eine Minute“. Ich sagte: „Nein, ich möchte nur beten“. Sie ließen mich eine Minute beten.

Dann drückte mich der Mann zu Boden bis ich vor ihm auf die Knie fiel und sagte: „Du bist ein Priester. Es ist verboten, dass Dein Blut auf die Erde fällt, das wäre ein Sakrileg.“ Er holte einen Kübel und kam, um mir die Kehle durchzuschneiden. Ich weiß nicht mehr, welche Gebete ich in diesem Augenblick gebetet habe. Ich hatte große Angst. Dann sagte ich zu Maria Alfonsina [eine heilige, palästinensische Ordensgründerin (1843-1927), die von P. Nirwan sehr verehrt wird]: „Wenn es so sein soll, dass der Herr mich fortnimmt, dann bin ich bereit. Wenn dem aber nicht so ist, bitte ich Dich, dass auch niemand anderer stirbt.“ Der Mann packte meinen Kopf und führte mit der anderen Hand sein Messer heran. Dann geschah nichts. Nach einem Augenblick der Stille sagte er: „Wer bist Du?“ Ich antwortete:  „Ein Ordensbruder“. Darauf sagte er: „Und warum gelingt es mir nicht, das Messer anzusetzen? Wer bist Du?“ Ohne dass ich antworten konnte, ließ er von mir ab und sagte: „Pater, Du und alle anderen, kehrt zum Auto zurück.“ Das haben wir dann auch getan und konnten die Fahrt fortsetzen.

Seit diesem Augenblick habe ich aufgehört, Angst vor dem Tod zu haben. Ich weiß, dass ich eines Tages sterben werde, aber nun ist mir wirklich bewusst, dass das dann sein wird, wenn Gott es will. Seither habe ich keine Angst mehr, vor nichts und niemand. Was mir geschieht, wird nach dem Willen Gottes geschehen. Er wird mir die Kraft geben, Sein Kreuz zu nehmen. Was zählt, ist der Glaube. Gott nimmt sich derer an, die an Ihn glauben.«

Quelle: vgl.: http://www.katholisches.info