Ja, Herr, ich weiß. Das ist es, was ich verdiene!

screenshot videoDer katholische Pfarrer Steven Scheier, der im Südosten von Kansas (USA) in einer Pfarre wirkte, erlitt am 18. Okt. 1985 bei eine schweren Verkehrsunfall einen Genickbruch, der normalerweise zu seinem Tod geführt hätte. Aber durch ein Wunder auf die Fürsprache der Gottesmutter wurde er gerettet und konnte nach relativ kurzer Genesungszeit wieder in seinen Dienst zurückkehren.

Aber ein Nahtoderlebnis, das er bei seinem Unfall hatte, veränderte sein bisheriges Leben. In verschiedenen Interviews und Vorträgen hat er davon Zeugnis gegeben:

»Ich befand mich vor dem Richterstuhl des allmächtigen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus. Der Herr ging sehr schnell durch mein ganzes Leben. Ganz besonders klagte er mich schwerer Todsünden an, für die ich keine Zeit mehr zum Beichten oder zum Bereuen hatte. Ich dachte, ich könnte mir hierfür noch Zeit nehmen. Offensichtlich hatte er andere Gedanken. Als er seine Anklage beendet hatte, sprach Er: „Das Urteil lautet auf ewige Hölle!“ „Ja, Herr, ich weiß. Das ist, was ich verdiene!“ Wenn man mit der ewigen Wahrheit spricht, gibt es keine Entschuldigungen oder Ausreden. Alles, was Er sagte, erkannte ich als richtig und wahr. Es gab überhaupt nichts zu entschuldigen.

Kurz darauf vernahm ich eine weibliche Stimme. Ich sah die Person nicht, sondern hörte sie nur. Die Stimme sagte: „Mein Sohn, willst du nicht sein Leben und seine unsterbliche Seele retten?“ Daraufhin sagte Jesus Christus: „Mutter, er war während zwölf Jahren ein Priester nur für sich selbst und nicht für mich. Lass ihn die Strafe haben, die er verdient hat.“ Während dieser zwölf Jahre war ich ein Feigling. Ich wusste, dass ich nicht das tat, was ich tun sollte … und dass ich kein Priester war, wie ich sein sollte. Mein Priestertum war nicht im Dienste der Gläubigen, sondern war ausgerichtet auf das, was die Leute oder die anderen Priester über mich dachten. Meine Haltung entsprach nicht der Nachfolge Christi, die sich im Ertragen der Leiden ausdrückt. Ich habe mich immer vom Kreuz entfernt. … Aber das Priestertum ist ein Opferleben. Wenn man das Opfer nicht liebt, kann man kein Priester sein.

Daraufhin sagte die weibliche Stimme: „Aber wie wäre es, mein Sohn, wenn wir ihm besondere Gnaden geben und dann sehen, ob er Früchte trägt? Bringt er keine Früchte hervor, dann geschehe dein Wille.“ Es folgte eine kurze Pause. Dann hörte ich ihn sagen: „Mutter, er gehört dir!“

… Die Muttergottes ist jetzt meine Mutter. Ich gehöre ganz ihr, und zwar im natürlichen wie auch im übernatürlichen Sinne. Ich habe seither erfahren, dass meine Mission ist, „wieder zurückzukommen“ und den Leuten zu sagen, dass erstens die Hölle existiert, sie existiert wirklich, und zweitens, dass auch die Priester zu ewiger Hölle verurteilt werden können. …

Durch meine Erfahrung, den Himmel fast verloren zu haben, bin ich dahin gekommen zu glauben, dass es nichts auf Erden gibt, niemand oder nichts es wert ist, den Himmel zu verlieren. …

Einer der Gründe, warum man nicht über wichtige Dinge des Glaubens sprechen will, ist, dass man die Leute auf keinen Fall verärgern will. Die Priester möchten nicht, dass sich ihre Pfarreiangehörigen schuldig fühlen… Die Priester wollen, dass die Leute beim Verlassen der Kirche sagen: „Herr Pfarrer, das war eine gute Predigt, eine wirklich gute Predigt!“ Was sind die Folgen? Es wird überwiegend über „Frieden, Liebe und Freude“ geredet, nicht mehr über die zentralen Themen der Glaubenslehre und der Moral, der Gerechtigkeit Gottes, der Hölle sowie der Beichte. Über das alles wird nicht mehr gesprochen.«

 

Jesus ist mir wertvoller als mein Leben

Christenverfolgung ist heute in vielen muslimischen Ländern eine Wirklichkeit; besonders für jene, die sich vom Islam zum christlichen Glauben bekehren, da die Abwendung vom Islam unter Todesstrafe steht. Aber das Zeugnis jener, die wirklich bereit sind, alles für Christus zu geben, ist für uns ergreifend und bestärkend. Im Folgenden lesen wir einige Abschnitte aus dem Zeugnis des Ägypters
Majed El Shafie, der wegen des Glaubens an Jesus ins Gefängnis kam, gefoltert und zum Tod verurteilt wurde, aber dann flüchten konnte. Er sagt:

»Ich bin in Kairo in einer angesehenen Familie aufgewachsen. Aber von klein auf tat ich mich schwer mit dem Islam. Er ist so brutal, es gibt keine Vergebung und keine Rechte für Frauen oder Minderheiten.

Ich hatte auch ein Problem damit, Menschen anderer Religionen zu degradieren. Vor allem weil ich Studienkollegen hatte, die Christen waren. Sie waren so friedliebend und vergebend. Ich bewunderte ihre Werte und Prinzipien. Warum sollte man solche Menschen verfolgen? Es ärgerte mich, dass es mir nicht einmal erlaubt war, mich mit dem Christentum zu beschäftigen. Aber meine Neugier siegte und ich fing an, die Bibel zu lesen.

Je mehr ich las, desto mehr konnte ich glauben, dass der wunderbare Gott zu uns gekommen ist, um für unsere Schuld zu sterben. Sein Opfer und seine Liebe überwältigten mich. Diesen Gott wollte ich anbeten. Ihm wollte ich nachfolgen.

Ich übergab Jesus mein Leben und wurde Christ. Mit der Entscheidung durchströmte mich ein Gefühl der Freiheit und Befreiung. Wenn man plötzlich erlebt, dass man kein Sklave von Gesetzen mehr ist, sondern ein Kind Gottes, das ist unbeschreiblich!«

Nach seiner Taufe arbeitete Majed im Untergrund in einer Gruppe, die sich um die Verbreitung des christlichen Glaubens bemühte. Er sagt:

»Drei Monate später wurde ich festgenommen. Im Verhör sollte ich von unserer Arbeit erzählen und alle Namen der Mitarbeiter verraten. Doch ich schwieg. So kam ich nach Abu Zaabel dem berüchtigsten Gefängnis Kairos. Wenige kommen hier wieder lebend heraus. Ich wurde gefoltert, meine Zelle hatte kein Fenster, blutüberströmt lag ich am Boden und hörte nur die Schreie der Mitgefangenen. Nach zwei Tagen der Folter hatte ich Angst, dass ich meine Freunde verraten würde. …

An nächsten Tag kamen meine Peiniger mit Kampfhunden, die mich zerfleischen sollten. Aber die Hunde gehorchten ihren Herren nicht, sondern blieben ganz ruhig und legten sich zu meinen Füssen. Man brachte drei weitere Hunde, doch auch die griffen mich nicht an. Einer von ihnen kam vorsichtig zu mir und leckte mein Gesicht. Ich war tief bewegt von der Botschaft, die mir Gott hier brachte und die auch den Wärtern offenbar wurde: Ich bin nicht allein. Der Höchste achtet auf mich.

Zwei weitere Tage wurde ich so schlimm gefoltert, dass ich mein Bewusstsein verlor. Ich kam in ein Krankenhaus und es dauerte drei Monate, bis ich in der Lage war, vor das Militärgericht zu treten. Dort wurde ich wegen Hochverrats zum Tode verurteilt.

Währenddessen arbeiteten meine Freunde an meiner Rettung. Tatsächlich gelang eine Flucht, aber um mein Leben zu retten, musste ich das Land verlassen. …

So schlimm meine Geschichte ist, kann ich doch aus ganzem Herzen sagen: Wenn man Jesus gefunden hat, dann zählt nichts anderes mehr. Er ist mein Herr und Retter, mein bester Freund, mein größter Schatz.«

 

Gott, ich weiß, dass du mich nicht verlassen wirst.

Der hl. Pfarrer von Ars sagte einmal treffend: „Die Versuchung ist ein Mittel, den Himmel zu gewinnen. In der Tat ­ welches Verdienst hätten wir, in der kurzen Zeit unseres Lebens Gutes zu wirken, wenn wir keine Versuchungen hätten?“ Wenn wir in der Versuchung standhalten, dann beschenkt uns der Herr oft unerwartet mit einer besonderen Gnade.

Ein Pfarrer aus Spanien erzählt: »Ich befand mich im Pfarrbüro, als ein ausländischer junger Mann eintrat und mich um eine Arbeitsstelle bat. Er brauchte Geld für seine kranke Mutter und erzählte mir, dass ihn eine ausländische Familie für 200 € im Monat bei sich wohnen ließ. Nun aber war er schon drei Monate mit der Miete in Verzug. Ich beschloss, ihm von den Mitteln der Caritas der Pfarrei einen Scheck über 400 € auszustellen, damit er wenigstens zwei Monatsmieten bezahlen könne. Als ich dem jungen Mann den Scheck in die Hand drückte, begann er zu weinen. Da sagte ich zu ihm: „Kommen Sie, Sie brauchen sich doch hierfür nicht zu schämen!“ Er antwortete: „Ich schäme mich nicht, Padre. Ich weine vor lauter Dankbarkeit. Heute war ich nämlich drauf und dran, Geld zu stehlen. Ich stand vor einem Geldautomaten, an dem zwei Frauen zuvor Geld abheben wollten. Er funktionierte aber nicht und sie waren mittlerweile weggegangen. Ein wenig später allerdings spuckte der Automat das Geld doch noch aus und ich überlegte mir, ob ich es behalten solle, weil ich es ja brauchte. Aber meine Mutter hatte mir beigebracht, dass es besser ist, zu betteln, als Geld zu stehlen. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach den beiden Frauen. Als ich sie gefunden hatte, übergab ich ihnen die Scheine. Sie bedankten sich nur kurz und verabschiedeten sich sogleich. Da habe ich zu Gott gesagt: ‚Ich habe meine Pflicht getan und du kennst meine Probleme. Ich weiß, dass du mich nicht verlassen wirst.‘ Gott ließ mich nicht lange auf seine Antwort warten. Denn soeben, also noch am selben Tag, haben Sie, Padre, mir genau den Betrag gegeben, den ich hätte stehlen können. Gott sei Dank habe ich es nicht getan!“«

 

Die „Verborgenen Christen“ von Japan

1549 war der heilige Franz Xaver aus dem Jesuitenorden als erster christlicher Missionar nach Japan gekommen. Die Evangelisierung machte schnelle Fortschritte. Um das Jahr 1590 gab es in Japan ca. 220.000 Katholiken, die von etwa 40 Priestern – jesuitische Missionaren – betreut wurden. 1587 begann aber die Christenverfolgung. Niederländische Calvinisten hatten das japanische Shogunat (= Regierung) gegen die katholischen Missionare aufgehetzt, um die spanisch portugiesische Handelskonkurrenz auszuschalten. In Wirklichkeit provozierten sie damit eine generelle Verfolgung des Christentums. 1587 mussten alle ausländischen Missionare das Land zu verlassen. Ein Teil von ihnen ging in den Untergrund.  Ab 1596 wurden aufgegriffene Priester und Ordensleute verhaftet und grausam hingerichtet. Ab 1612 wurde jede christliche Aktivität verboten und mit dem Tod bestraft. Es wurde Jagd auf japanische Katholiken gemacht. Um sie aufzuspüren, mussten sich alle Japaner in buddhistischen Tempeln registrieren lassen. Dabei wurde jeder einzeln gezwungen, auf christliche Symbole oder Bilder zu treten (Tret-Bild, siehe oben). Wer zögerte oder sich weigerte, galt als Christ. Hielten sie am Glauben fest, wurden sie hingerichtet. Schworen sie dem Glauben ab, wurden sie als abgefallene Christen registriert und die ganze Familie für sieben Generationen unter Aufsicht gestellt. In Orten wie Nagasaki, die als christliche Zentren bekannt waren, wurde die Enttarnung von Christen jedes Jahr wiederholt. Japan wurde durch die Regierung vom Ausland abgeschirmt und der christliche Glaube schien völlig ausgerottet zu sein.

Erst 1853 durften wieder Ausländer nach Japan kommen. Pater Petitjean war einer der erste katholischen Missionare. Er hatte auch eine kleine Kirche gebaut zu Ehren der japanischen Märtyrer. Am 17. März 1865 kam es zu einer Begegnung, in der sich ein Wunder offenbarte. Eine Gruppe von etwa 15 Japanern – Männer, Frauen und Kinder – kam zu ihm. Er ging mit ihnen in die Kirche. Er kniete vor dem Hochaltar zu einer kurzen Anbetung nieder und bat den Herrn vertrauensvoll, ihm die rechten Worte einzugeben. Da näherten sich ihm drei Frauen, knieten neben ihm nieder, und eine von ihnen wisperte, die Hand aufs Herz gelegt: „Wir alle haben das gleiche Herz wie Sie.“  Der Pater fragte erstaunte: „Woher kommen Sie denn?“  „Urakami, wo fast alle das gleiche Herz haben“, lautete die Antwort. Dann fragte eine der Frauen: „Wo ist die Statue der hl. Jungfrau Maria?“ Der Priester führte sie zum Marienaltar, wo alle mit ihm niederknieten, vor Freude weinten und ausriefen: „Ja, das ist wirklich Maria mit ihrem göttlichen Kinde in den Armen.“ Sie hatten die wahre hl. Kirche wieder gefunden.
Auf ihrer Suche hatte die  „Verborgenen Christen“, wie man sie auch nannte,  zuerst eine protestantische Kirche entdeckt. Als die Ehefrau des Pastors sie empfing und ihnen Englischen Tee anbot, verließen sie den Ort sofort.

In weiteren Begegnungen stellte sich heraus, dass es in Japan noch etwa 10.000 „Verborgene Christen“ gab, die den katholischen Glauben schon kannten und durch 200 Jahre bewahrt hatten, obwohl sie außer der Taufe keine Sakramente hatten und immerfort von der Verfolgung bedroht waren. Es war ein Wunder des Hl. Geistes.

 

Den katholischen Glauben bewahren

Wie konnten die Christen in Japan während der Verfolgungszeit durch 200 Jahr den katholischen Glauben bewahren? Bei einer Konferenz an der Universität Gregorian in Rom, die im Oktober 2017 stattfand, hat der japanische Professor für Kirchengeschichte Pater Kawmura SJ drei wesentliche Elemente genannt:

  1. Die Bruderschaft der Barmherzigkeit: Der hl. Franz Xaver hat schon bei seiner Missionierung diese Bruderschaft gegründet, die in den einzelnen Gemeinden von Laien geleitet wurde und sich karitativen Werken widmete. Als die Verfolgung begann, wurden diese Bruderschaften zu einem Mittel zur gegenseitigen Hilfe und zur Unterweisung im Glauben durch leitenden Katechisten.
  2. Es gab unter den Christen eine mündliche Tradition mit dem Titel „Prophetie des Katechisten Bastian“, die den verfolgten Christen Hoffnung auf eine künftige Wiedergeburt der Kirche gegeben hat.
    Bastian war ein Katechist, der 1660 den Märtyrertod starb. Er hat vor seinem Tod prophezeit: „Nachdem sieben Generationen vergangen sein werden, wird ein schwarzes Schiff kommen, auf dem einige Beichtväter sein werden. Die Menschen werden dann beichten können, sogar wöchentlich.“ Um zu unterscheiden, ob die Beichtväter wirklich Priester der katholischen Kirche waren, sollten sie ihnen drei Fragen stellen: Lebst du allein? Wie ist der Name deines Führers in Rom? Verehrst du die Hl. Jungfrau Maria?
  3. „Buch der Reue und des Gebets“. Dieses Büchlein bestand aus den Erinnerungen ihrer Vorfahren, die ihnen als Kraftquelle dienten und aus einem Reuegebet, das auf der katholischen Lehre beruhte: Der Sünder könne die Vergebung erlangen, wenn er wahre Reue erweckt und es könne die aktuelle Beichte der Sünde auf die Zeit verschoben werden, bis ein Priester verfügbar sei. So lebten die „Verborgenen Christen“ immer in Beziehung zu den Sakramenten der Kirche. Ein Zeichen auch für uns!

 

Maria öffnete meine Augen und meine Seele

sceenshotFlorian Homm war einer der großen und erfolgreichen Börsenspekulanten und Hedgefondsmanager, der mit ungeheurem Einsatz reich, aber damit nicht glücklich wurde; bis die Gottesmutter ihn aus diesem sinnlosen Leben herausführte und durch viele Leiden hindurch zu einem neuen Leben mit Gott geleitete.  In sein Büchern und Seminaren gibt er Zeugnis von der Gnade Gottes, die sein Leben gewandelt hat. Hier einige Ausschnitte:

„Ich hatte viel in meinem weltlichen Leben erreicht: Mit einem Vermögen von 600 Millionen Euro gehörte ich zu den reichsten Deutschen. Mein Appetit nach noch mehr Erfolg war unersättlich, denn mein Leitmotiv war ‚Zuviel ist niemals genug‘. Ich wollte die denkbar höchste Lebensintensität. Ich besaß keinen Glauben und meine Seele war durch jahrzehntelange 100-Stunden-Wochen nahezu verkümmert. Ich war nie zufrieden mit dem Erreichten.“

„Zu dieser Zeit fragte mich: War es das? Steinreich, mega-erfolgreich, VIP, eine sehr attraktive Frau, zwei Kinder, abgehobene Spielzeuge. Mit 46 hatte ich meinen Zenit erreicht und eigentlich all das, was ich mir als Teenager vorgenommen hatte. Ich hatte alles, was diese Welt bietet, verkostet, inklusive einem sensationellen, nahezu perfekten Dessous-Model als Liebhaberin.“ „Ich war Mitte vierzig an meinem Ziel angekommen. Was sollte ich jetzt noch tun? …“
„Meine Ehe war zertrümmert. Meine Kinder kannten mich kaum. Niemals nannten Sie mich Daddy oder Vater. Ich war am Ende. Unglücklich, verloren. Ich erkannte keinen Sinn in meinem Dasein. …“
„Aber meine Suche war nicht ganz hoffnungslos. In Bogota hatte ich die Versorgung der ärmsten Kindern mit nicht unerheblichen Mitteln unterstützt. Ein ehemaliger IRA- Freiheitskämpfer gab mir ein kleines Buch der Jesusmutter Maria. Dieses Buch öffnete meine Augen und meine Seele. Ich begann die Bibel gewissenhaft zu lesen.“
„Die Amerikaner hatten einen Haftbefehl gegen mich erwirkt und an Interpol weiter gereicht. Vorgeworfen wurde mir, unter anderem, schwerer konspirativer Betrug und Kursmanipulation. Insgesamt verlangte der amerikanische Staatsanwalt 9 lebenslange Haftstrafen, was sich auf 225 Jahre Knast summiert.“

„Ich landete in diversen italienischen Gefängnissen und kämpfte mit Selbstmordgedanken, Schutzgeld- Erpressungsversuchen und einer äußerst korrupten italienischen Justiz. Ich vegetierte im Vorzimmer der Hölle, oft mit acht anderen Gefangen auf 18 Quadratmetern und monatelang in Isolationshaft.“

„Das kleine blaue Buch der Jesusmutter, und Ihre barmherzigen Botschaften, hat mir die Kraft gegeben, nicht aufzugeben. Im Gefängnis traten dann auch Gott und Jesus in mein Leben und bewirkten Wunder. Ich war der erste Auslieferungshäftling seit 30 Jahren, der nicht von Italien nach Amerika ausgeliefert wurde.“ „Meine als unheilbar diagnostizierte chronische, progressive Multiple Sklerose hat sich zurückgebildet. …“ „Deswegen schenke ich Jesus und Maria mein Leben. Denn sie haben mich vor einem grauenhaften Tod im Gefängnis bewahrt und mir eine Aufgabe erteilt. Heute weiß ich, was wichtig ist und was ich vernachlässigen kann. Auch wenn ich mich messerscharf an den Horror meiner Inhaftierung erinnere, bin ich Gott dankbar, dass ich eine Zeit lang dieses schwere Kreuz tragen durfte. … Jesus vergibt uns allen und liebt uns. Gott ist mein Richter. Ihm will ich gefallen. Alles andere sind weltliche Illusionen und Verwirrungen.“

Quelle: Vgl.: http://www.florianhomm.org/

Gott nimmt sich derer an, die an Ihn glauben

Pater Nirwan, ein aus dem Irak stammender Franziskaner, der seit 2004 im Heiligen Land wirkt, hat in einer Predigt (2016) die folgende wunderbare Begebenheit berichtet, die sich am 14. Juli 2007 zugetragen hat. Pater Nirwan wollte seine Eltern in Mossul (Irak) besuchen. Da es damals keine Flugverbindung gab, machte er sich mit einem Taxi auf den Weg. Zusammen mit einer muslimischen Familie und einem jungen Moslem, die ebenfalls nach Mossul wollten, waren sie im Irak Richtung Bagdad unterwegs, als sie an einen Kontrollpunkt kamen.

»Der Fahrer sagte: „Ich habe Angst vor dieser Gruppe“. Es handelte sich um einen Militärkontrollposten. Wie sich aber herausstellte, hatte eine islamische Terrororganisation die Soldaten getötet und die Kontrolle über den Posten übernommen.

Als wir beim Check Point waren, wurden unsere Pässe kontrolliert, während wir im Auto blieben. Dann gingen sie mit den Pässen weg. Eine Person kam wieder und sagte zu mir: „Pater, wir setzen die Überprüfung fort. Sie können ins Büro kommen.“ „Nun gut“, sagte ich, „wenn wir kommen sollen, dann kommen wir.“ Wir sind dann alle eine Viertelstunde zu Fuß gegangen, bis wir zu einer Baracke kamen, die man uns angewiesen hatte.

Dort angekommen, kamen zwei Männer mit vermummtem Gesicht heraus. Einer hatte eine Videokamera in einer Hand und ein Messer in der anderen. Der andere hielt einen Koran in der Hand. Sie kamen auf uns zu, und einer fragte mich: „Pater, woher kommst Du?“ Ich sagte, aus Jordanien. Dann wiederholte er die Frage an den Fahrer. Schließlich drehte er sich zum jungen Mann, der mit uns reiste, packte ihn von hinten und tötete ihn mit dem Messer. Wir waren wie erstarrt. Sie fesselten mir die Hände und sagten zu mir: „Vater, wir zeichnen alles auf für Al Jazeera. Willst Du etwas sagen? Aber nicht länger als eine Minute“. Ich sagte: „Nein, ich möchte nur beten“. Sie ließen mich eine Minute beten.

Dann drückte mich der Mann zu Boden bis ich vor ihm auf die Knie fiel und sagte: „Du bist ein Priester. Es ist verboten, dass Dein Blut auf die Erde fällt, das wäre ein Sakrileg.“ Er holte einen Kübel und kam, um mir die Kehle durchzuschneiden. Ich weiß nicht mehr, welche Gebete ich in diesem Augenblick gebetet habe. Ich hatte große Angst. Dann sagte ich zu Maria Alfonsina [eine heilige, palästinensische Ordensgründerin (1843-1927), die von P. Nirwan sehr verehrt wird]: „Wenn es so sein soll, dass der Herr mich fortnimmt, dann bin ich bereit. Wenn dem aber nicht so ist, bitte ich Dich, dass auch niemand anderer stirbt.“ Der Mann packte meinen Kopf und führte mit der anderen Hand sein Messer heran. Dann geschah nichts. Nach einem Augenblick der Stille sagte er: „Wer bist Du?“ Ich antwortete:  „Ein Ordensbruder“. Darauf sagte er: „Und warum gelingt es mir nicht, das Messer anzusetzen? Wer bist Du?“ Ohne dass ich antworten konnte, ließ er von mir ab und sagte: „Pater, Du und alle anderen, kehrt zum Auto zurück.“ Das haben wir dann auch getan und konnten die Fahrt fortsetzen.

Seit diesem Augenblick habe ich aufgehört, Angst vor dem Tod zu haben. Ich weiß, dass ich eines Tages sterben werde, aber nun ist mir wirklich bewusst, dass das dann sein wird, wenn Gott es will. Seither habe ich keine Angst mehr, vor nichts und niemand. Was mir geschieht, wird nach dem Willen Gottes geschehen. Er wird mir die Kraft geben, Sein Kreuz zu nehmen. Was zählt, ist der Glaube. Gott nimmt sich derer an, die an Ihn glauben.«

Quelle: vgl.: http://www.katholisches.info

Christen sind aus einer anderen Substanz

Am Palmsonntag 2017 wurden bei Bombenanschlägen auf zwei Kirchen in Ägypten 46 Menschen getötet und etwa 130 verletzt. Beide Attacken will nach eigenen Angaben der IS verübt haben.

In einer Fernsehsendung des ägyptischen Starmoderators Amr Adeeb wurde auch das Interview mit einer Frau ausgestrahlt, deren Mann bei diesem Anschlag ums Leben gekommen war. Die Witwe wurde zu dem Terroristen befragt, der ihren Mann umgebracht hatte.

Diese vergab live im Fernsehen dem Mörder ihres Mannes. Unter Tränen sprach sie direkt den Terroristen an: „Gott möge dir vergeben, wir vergeben dir auch. Ich bin nicht böse auf dich. Aber denke nach, denke, dann merkst du, dass wir dir nichts Böses getan haben. […] Du hast meinen Mann an einen Ort versetzt, von dem ich nicht einmal träumen könnte. Glaub mir, ich bin stolz auf ihn! Und ich wünschte, ich wäre jetzt bei ihm.“

Diese Worte berührten den muslimischen Starmoderator so stark , dass er mehrere Sekunden brauchte, um sich zu fassen. Dann sagte er: „Die ägyptischen Christen sind aus Stahl gemacht. Wie unglaublich groß ist die Vergebung, die ihr habt? Wenn eure Feinde wüssten, wie viel Vergebungsbereitschaft ihr habt, würden sie es nicht glauben. Wenn das mein Vater gewesen wäre, könnte ich so etwas nie sagen. Aber diese Leute haben so viel Vergebensbereitschaft. Das ist ihr Glaube, ihre Überzeugung. Sie sind aus einer anderen Substanz gemacht.“

 

Als alles anders kam, als wir dachten

Dieser Brief stammt von Robert Matthew aus Norfolk (USA): »Ich möchte von einem Ereignis berichten, das mich tief in meiner Seele erschüttert hat. Im Herbst 2001 bekamen meine Frau Cathy und ich die Gewissheit, dass unser erstes Kind unterwegs war. Vor Freude plante Cathy einen Besuch bei ihrer Schwester in Californien. Der Flug wurde für den 11. Sept. gebucht. Auf dem Weg mit dem Auto zum Flughafen beteten wir zu Gott um Beistand für eine sichere Reise für Cathy und das kleine Baby. Kaum hatten wir das „Amen“ gesprochen, vernahmen wir ein lautes „Plopp“ und das Auto schlingerte heftig. Ein Reifen war geplatzt. So schnell wie möglich wechselte ich ihn gegen den Ersatzreifen aus. Leider erreichten wir den Flug nicht mehr und mussten wieder nach Hause fahren. Cathy war sehr enttäuscht. Sie hatte sich so auf den Flug gefreut.

Zu Hause angekommen, erhielt ich einen Telefonanruf von meinem Vater. Er war pensionierter Feuerwehrmann des FDNY (Fire Department New York). Seine Stimme ließ mich aufhorchen. Aufgeregt fragte er nach der Nummer des Flugzeugs, mit dem Cathy geflogen sei. Ich erzählte ihm von unserer Panne. Tief bewegt teilte er uns mit, dass genau dieses Flugzeug eines war, das in den Südturm des World Trade Center gekracht und in Flammen auf gegangen war. Ich war bei dieser Nachricht so geschockt, dass es mir die Stimme verschlug.

Mein Vater teilte noch etwas mit: „Ich mache mich jetzt auf, um an der Unglücksstelle zu helfen. Ich kann doch nicht zu Hause herumsitzen, ich muss etwas tun!“ Ich war sehr besorgt um seine Sicherheit, insgeheim auch deswegen, weil er schon lange seinen Glauben als Christ verloren hatte. Wenn ihm etwas Zustoßen würde… ! Bevor er auflegte, sagte er: „Passt gut auf mein Enkelkind auf!“ Es waren die letzten Worte, die ich von meinem Vater gehört habe, denn er kam während der Bergungsarbeiten am eingestürzten World Trade Center ums Leben.

Meine tiefe Freude darüber, dass Gott ganz offensichtlich unser Gebet um Sicherheit für Cathy und das Baby erhört hatte, schlug plötzlich in Unverständnis und bittere Anklagen um und ich kam nahezu zwei Jahre lang nicht von meinen Vorwürfen los: „Warum hat Gott mir den Vater genommen? Mein Sohn würde seinen Großvater nie mehr sehen können. Warum durfte mein Vater seinen Glauben nicht wieder gewinnen? Warum konnte ich mich nicht mehr von ihm verabschieden?“ Doch dann kam alles anders. Vor zwei Monaten saß ich mit Cathy und unserem Sohn Jacky zu Hause, als es an der Tür klopfte. Ich sah Cathy an – keiner von uns erwartete jemanden. Ich öffnete. Draußen standen ein Mann und eine Frau mit einem etwa 2-jährigen Kind. Der Mann sah mich an und fragte, ob mein Vater Jacob Matthews geheißen hatte. „Ja“, sagte ich. Da griff er bewegt nach meiner Hand und sagte: „Ich hatte nie die Gelegenheit, Ihren Vater zu treffen, aber es ist mir eine Ehre, jetzt seinem Sohn die Hand reichen zu können.“ Erstaunt sah ich ihn an. Dann begann er zu erzählen: „Meine Frau arbeitete gerade im World Trade Center, als der mörderische Flugzeugangriff erfolgte. Sie konnte weder flüchten noch sich befreien und wurde schließlich im Schutt ein geklemmt. Wissen Sie – es war besonders schlimm für sie, denn sie war schwanger. Ihr Vater war der Einzige gewesen, der sie aufgefunden, befreit und gerettet hat.“

Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten, als ich daran dachte, dass mein Vater sein Leben hingegeben hatte, um andere Menschen zu retten. Aber schon begann seine Frau, ihren kleinen Jungen an der Hand, zu sprechen: „Da ist noch etwas, was Sie wissen sollten: Ich möchte Ihnen sagen, dass ich zusammen mit Ihrem Vater, angesichts des Sterbens rings um uns, gebetet und mit ihm über Gott gesprochen habe, während er mich aus dem Schutt heraus grub. Unser Beten und seine seelische Erschütterung haben ihn zu Gott geführt. Das habe ich in meinem Herzen gespürt.“ Als ich dies vernommen hatte, weinte ich bitterlich vor Überwältigung und mit einem tiefen inneren Glücklichsein. Mir war mit einem Mal bewusst: Gottes Wege sind nicht der Menschen Wege. Und ich betete im Stillen: „Verzeih mir, Vater im Himmel!“ Schließlich erfuhren wir noch etwas Wunderschönes. Die Eltern des kleinen Jungen sagten uns: „Als unser Baby geboren wurde, gaben wir ihm den Namen ‚Jacob Matthew‘ zu Ehren jenes Mannes, der sein Leben hingab, damit eine Mama und ihr Baby leben konnten.“«

 

O Gott, vergib diesem jungen Mann!

Nicht nur durch den Islam wurden und werden Christen immer wieder verfolgt, sondern auch unter allen kommunistischen Regierungen. Nach dem Fall der Mauern wurden die Gräueltaten, die durch diese Ideologie im Ostblock verursacht wurden, bald vergessen oder bewusst verschwiegen. Wie viele Christe haben in dieser Zeit ihr Leben hingegeben oder schwere Not gelitten. Der Herr hat aber auch viele Wunder der Bekehrung gewirkt. Es hat immer wieder Paulusgestalten gegeben, die sich von Verfolgern zu Aposteln bekehrt und zuletzt sogar ihr Leben für Christus geben haben. Einer dieser Zeugen des Glaubens, die nicht vergessen werden sollten, war Sergei Kourdakov, der das Buch „Vergib mir Natascha“ geschrieben hat. In diesem Buch beschreibt er, wie das standhafte Glaubenszeugnis des Mädchens Natascha, die er mehrmals wegen ihres Glaubens schwer misshandelt hatte, sein Leben veränderte. Auch die folgende Begebenheit war entscheidend für seine Bekehrung.

Sergei Kourdakov (*1951) war Student an der Marineakademie in Kamtschatka und überzeugter Kommunist. Vom KGB wurde er zum Anführer einer Schlägergruppe ausgebildet, die die Aufgabe hatte, geheime Gebetsversammlungen von Gläubigen zu überfallen und brutal zusammenzuschlagen. Die Anweisungen zu solchen Einsätzen gegen die Untergrundkirche kamen von der Polizei. Bei einer solchen Razzia passierte es. Sie stürmten ein Haus, in dem sich 17 Gläubige versammelt hatten. Brutal schlugen sie auf die Menschen ein. Die Schreie der Gläubigen waren ohrenbetäubend. Nahe einer Wand sah er eine alte Frau. Voller Angst zitterten ihre betenden Lippen. Zwar verstand er wegen des Lärmes ihre Worte nicht. Doch das brachte ihn noch mehr in Wut. Er sprang auf sie zu und holte zum Schlag aus. Als die alte Frau sah, dass Sergei mit erhobenem Arm auf sie zukam, um mit dem Gummiknüppel auf sie zu schlagen, rief sie ganz laut: „O Gott, vergib diesem jungen Mann. Zeig ihm den wahren Weg. Öffne seine Augen und hilf ihm, vergib ihm, o Gott!“

Sergei begann seine Fassung zu verlieren. „Warum betet sie nicht um Hilfe für sich selbst – sondern für mich? Sie ist dabei, von mir erledigt zu werden!“ In einem Wutanfall packte er seinen Stock fester und hatte die Absicht, ihn auf ihren Kopf niederzuschmettern, ihr einen solchen Schlag zu versetzen, der sie töten würde.

Aber da ergriff plötzlich jemand sein Handgelenk und riss es zurück. Der Druck war so stark, dass er schmerzte. Er wandte sich um, weil er dachte, es sei einer der Gläubigen. Doch da war niemand! Er sah hinter sich. Niemand konnte seinen Arm festgehalten haben. Und doch hatte ihn jemand gepackt. Er fühlte noch den Schmerz. Er stand da wie unter einem Schock. Das Blut stieg ihm in den Kopf. Ihm wurde heiß, und Entsetzen kam über ihn. Er ließ seinen Knüppel fallen und rannte nach draußen. Das Blut raste in seinem Kopf, und Tränen begannen über sein Gesicht zu strömen. Seit er vier Jahre alt war, hatte er nicht mehr geweint.

Nach diesen und anderen Erfahrungen, die er mit gläubigen Christen machte, hat er sich bekehrt und ist auf abenteuerliche Weise nach Kanada geflüchtet. Er hat in Vorträgen Zeugnis gegeben von seinem Glauben an Christus und sein Buch verfasst.

Am 1. Januar 1973 starb Sergei durch eine Kugel aus seinem eigenen Revolver. Sein Tod wurde als Unfall erklärt, daran gibt es aber Zweifel, nicht zuletzt, weil einige seiner Gegner ihm zuvor gedroht hatten, den Mord an ihm wie einen Unfall aussehen zu lassen, wenn er weiterhin öffentlich auftrete und die Wahrheit über sein Leben in der Sowjetunion verbreite.