Persönliche Marienweihe

Die Marienweihe als Hingabe an Jesus durch Maria ist ein bedeutsamer Akt für unser geistliches Leben. Denn wir erkennen damit ausdrücklich jene Beziehung an, in die Jesus selbst uns zu Maria gebracht hat.

Jesus hat vom Kreuz aus seine Mutter auch uns zur Mutter gegeben. Dies war eine testamentarische Verfügung, der letzte Wille Christi vor seinem Sterben. Wer nun diese Beziehung zu Maria bewusst annimmt und aus ihr lebt, der wird auch die besondere Hilfe Mariens erfahren. Viele Heilige, wie z.B. Theresa von Avila und Theresia von Lisieux bestätigen dies.

Maria wird uns vor allem helfen, aus der Führung des Heiligen Geistes zu leben. Denn sie selbst steht in einzigartiger Beziehung zum Heiligen Geist. Der hl. Ludwig von Montfort sagt: “Zusammen mit dem Heiligen Geist hat Maria das Größte, was denkbar ist, hervorgebracht: den Gottmenschen. Folglich wird sie auch in den letzten Zeiten die größten Wunder vollbringen. Wenn der Heilige Geist Maria in einer Seele findet, beeilt er sich, ganz in diese Seele einzugehen. Je mehr Raum diese Seele Maria gibt, desto überreicher teilt er sich ihr mit.” Die Marienweihe bedeutet, dass wir bewusster aus den Gaben des Heiligen Geistes leben. Wir haben sie in der Taufe und Firmung empfangen. Sie machen den Menschen bereit, dem Antrieb des Heiligen Geistes ohne Zögern, prompt und rasch zu gehorchen, wie die Segel das Schiff bereit machen, dem Antrieb des günstigen Windes zu folgen. Maria besaß diese Gaben in Fülle: die Gabe der Weisheit und des Verstandes, der Wissenschaft und des Rates, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.

Wer sich Maria weiht, gelangt auch zu einer tiefen Freude im Glauben. Maria, ist hier die “Ursache unserer Freude”. Den die Freude ist eine besondere Frucht des Heiligen Geistes.

Sie weihten sich der Gottesmutter Maria

Hl. Theresia von Avila

Sie schreibt in ihrer Biographie:
Ich war 12 Jahre alt, als meine Mutter starb. Kaum hatte ich erkannt, was ich an ihr verloren hatte, ging ich in meiner Betrübnis zu einem Bild unserer lieben Frau und bat sie unter vielen Tränen, sie möchte von nun an meine Mutter sein. Zwar tat ich dies damals nur in kindlicher Einfalt, aber es hat mir doch sichtlich genützt, denn ich habe den Beistand dieser erhabenen Jungfrau ganz augenscheinlich erfahren, in was immer für einem Anliegen ich mich ihr empfahl. Maria war es, die mich schließlich nach meiner Lauheit wieder an sich gezogen hat.

Hl. Theresia von Lisieux

Sie schreibt in ihrer Biographie:
Ich zweifle nicht daran, daß die besondere Gnade meiner Berufung zum Ordensstand an diesem glücklichen Tag grundgelegt wurde, da ich mich Maria am Fuß ihres Altars geweiht und sie in einem besonderen Sinn zu meiner Mutter erwählt habe, nachdem ich am Morgen Jesus zum ersten Mal empfangen hatte … Ich möchte glauben, daß sie (die Gottesmutter) in noch ausgeprägterer Weise mich damals zu ihrem Kind machen wollte, indem sie mir die große Gnade vermittelte, mich in den Karmel zu führen.