Ich habe so gebetet, dass du kommst!

Ein Pfarrer berichtet aus seinen Erfahrungen: „In diesem Bericht geht es zwar nicht um ein Wunder, aber um eine beeindruckende Gebetserhörung: Als ich noch im Priesterseminar in Schwaz im Tiroler Unterinntal studierte, erlebte ich eines Tages folgendes: Zu Mittag drängt es mich plötzlich mächtig, nach Innsbruck zu fahren. Ich überlege kurz und stelle fest, dass ich in Innsbruck heute weder etwas besorgen muss noch jemanden besuchen will. Eigentlich möchte ich heute nicht nach Innsbruck fahren. Doch weil mich irgendetwas dazu drängt, fahre ich schließlich mit dem Bus nach Innsbruck. Unterwegs denke ich mir, wie sinnlos es eigentlich ist, dass ich heute dorthin fahre, da ich doch dort überhaupt nichts vorhabe. Als der Bus in Innsbruck ist, steige ich an einer Stelle aus, wo ich sonst nie ausgestiegen bin. Kaum bin ich auf der Straße, kommt ein mir gut bekanntes Kind auf mich zu und ruft: ‚Ich habe so gebetet, dass du kommst!'“ Die Gebetsmacht der Kinder ist groß. Aber wir müssen auch immer neu bereit sein, den Eingebungen des Hl. Geistes oder des Schutzengels zu folgen.

 

Mein Herz ist eine fortdauernde Krippe

Weihnachten ist das Fest, an dem Gott immer wieder Wunder der Bekehrung wirkt. Eine solche besondere Weihnachtsgnade hat Philippe Guillard empfangen, von der er seitdem immer wieder ergriffen Zeugnis gibt.

Philippe berichtet, dass er zwar als Kind getauft wurde, aber nur eine ärmliche katholischen Erziehung empfing. Schon als Jugendlicher hatte er sich, so wie er dachte, für immer von Gott abgewandt. Es brauchte Jahrzehnte des geduldigen Wirkens Gottes, um die dicke Mauer, die er als atheistischer Naturwissenschaftler zwischen sich und seinem Schöpfer errichtet hatte, rissig werden zu lassen.

Es waren Jahre, geprägt von „einer brennenden Sehnsucht nach etwas Größerem“. Es war ein vergebliches Suchen nach dem Sinn des Lebens auf den unbefriedigenden Schleichwegen der Psychoanalyse, der Freimaurerei, der östlichen Spiritualitäten, bis der Stolz einbrach und sein Herz offen war, so dass Jesus Christus in ihm geboren werden konnte.

An jenem Weihnachtsabend 2015 traf seine Frau Jeanne die üblichen Vorbereitungen für das Fest. Da plötzlich, gedrängt von einer unwiderstehlichen Eingebung, wendet sich Jeanne an Philippe und erklärt ihm dezidiert: „Ich muss dich jetzt dorthin führen, wohin du gehen willst“. Er antwortete verblüfft: „Was? Aber ich will doch nirgends hingehen!“ Darauf folgt ein surrealer Dialog: „Ich bin mir aber ganz sicher, und wir werden hingehen.“ „Aber wohin willst du gehen?“ „Ich nehme dich in die Messe mit!“ „In die Messe?! Nein, dahin gehe ich nicht, sicher nicht!“ – „Ich versichere dir: Wir gehen!“

Und dann spricht Jeanne ein Machtwort und schleppt ihn hinaus in Wind und Regen. Die Kirche ist nicht weit. Sie kommen gerade pünktlich an. Jeanne öffnet das schwere Tor, sie finden zwei Plätze, ganz hinten. Orgelmusik erfüllt den Raum…

Und plötzlich wird Philippe von einer Lichtflut überwältigt, „ein blaues Licht, von dem mir später klar wird, dass es ein ungeschaffenes Licht ist, blau wie die Farbe Mariens“. Es ist erfüllt von einer lebendigen Gegenwart, einer Gegenwart, die mich mit Freude überflutet. Von einem Moment zum anderen wurde er gläubig. „Um 20.30 Uhr betrat ich als Atheist die Kirche, um 20:31 Uhr war ich gläubig und katholisch,“ zieht er Bilanz. Er hatte gefunden, was er so lange gesucht hatte. „Seit dem Weihnachtsabend 2015 ist mein Herz eine fortdauernde Krippe.“

Von nun an, „lenkt Gott alles. Der Herr hat das Steuer übernommen, und Er fährt sehr flott dahin.“

 

Ich entdeckte die Perle, nach der ich suchte

„Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1Tim 2,4), sagt der hl. Paulus. Auch heute, in einer so verwirrenden Zeit, führt der Herr die Menschen durch seine weise Vorsehung zu dieser Erkenntnis der rettenden Wahrheit. Auf der Internetseite „The Coming Home Network International“ kann man viele wunderbare Zeugnisse finden, wie Menschen aus verschiedensten Richtungen im katholischen Glauben die Erfüllung ihrer Sehnsucht des Herzens gefunden haben.  Hier einige Abschnitte aus dem Zeugnis von Kira Cuipek aus Kansas (USA):

„Ich war kein Weltenbummler, aber ich war ein Kirchenhüpfer. Die meiste Zeit meines Lebens trieb ich mich in den verschiedenen Konfessionen herum, bewunderte ihre Schönheit und rätselte über ihre Unterschiede. Ich schloss mich einer Kirche nach der anderen an, zog von Texas nach Tennessee, dann nach Kalifornien und zurück nach Texas und probierte konfessionslose, presbyterianische, evangelikal-freikirchliche, amerikanisch-baptistische und südbaptistische Denominationen aus. Schließlich, im Alter von 49 Jahren, fand ich das, wonach ich mein ganzes Leben lang gesucht hatte: die katholische Kirche. Seltsamerweise war es die Bibel, die mich dorthin geführt hat.

Ich begann mit einer methodischen Überprüfung aller Kirchen, denen wir angehörten, und fragte: „Wie konnte der Heilige Geist den verschiedenen Gruppen unterschiedliche Auslegungen der Schrift geben, wenn Jesus doch wollte, dass wir ‚eins‘ sind“ (Joh 17,11)? Meine Nachforschungen brachten mich zu dieser verblüffenden Erkenntnis: Ohne Einigkeit über die Wahrheit – und eine anerkannte Autorität, die sie auslegt – würde es niemals die von Jesus versprochene Einheit geben.

Schließlich betete ich eines Tages beim Abwaschen am Spülbecken das drastischste und gefährlichste Gebet meines ganzen Lebens.

„Herr“, sagte ich, „ich kann keine Kirche finden, die die Einheit zeigt, die du in der Bibel versprochen hast.

Dann flüsterte ich voller Angst und Bangen und unter Tränen diese Worte: ‚Herr, ich trete aus der heutigen Kirche aus. Ich gehöre zu keiner von ihnen; ich gehöre nur zu Jesus Christus.‘

Im Moment meiner tiefsten Verzweiflung begann Gott auf wundersame Weise zu handeln. Es war fast so, als hätte er darauf gewartet, dass ich diese Worte ausspreche.“ Kira lernt einige katholische Freunde kennen, die ihre vielen Fragen über die Berufung, den Willen Gottes und vor allem über das Sakrament der Eucharistie beantworteten.

„Ihre Antworten spiegelten viele meiner eigenen Überzeugungen wider, die ich durch jahrelanges Lesen der Heiligen Schrift gewonnen hatte. Mein Herz füllte sich mit Hoffnung. … Ich glaube, ich hatte schon immer ein katholisch geformtes Herz!

Ostern 2010 wurde ich freudig in die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche aufgenommen und empfing die Eucharistie. … Ich hoffte und betete, dass mein Mann sich mir bei diesem Glaubenssprung anschließen würde. Aber das tat er nicht. Im Jahr 2011 beantragte er die Scheidung.

Ich verlor meinen Mann, mein Zuhause und viele Freunde, um katholisch zu werden. Dennoch habe ich mich entschieden, katholisch zu bleiben und meinem Eheversprechen treu zu sein, in der Hoffnung, dass mein Mann eines Tages zurückkehrt. Ich trage meinen Ehering, um unseren Kindern ein Beispiel für die Treue Christi zu geben, der uns nie verlässt. Ich wachse weiter in meinem Glauben durch die Sakramente und besuche eine nahe gelegene Pfarre. Zum Glück haben meine Eltern meinen Übertritt zum Katholizismus akzeptiert … Die streitbare Beziehung, die mein Vater und ich viele Jahre lang hatten, wurde geheilt, nachdem ich katholisch geworden war, und in den letzten acht Jahren seines Lebens waren wir füreinander die besten Freunde. Ich bin dankbar für die Jahre, in denen ich zwischen den Kirchen hin und her gewechselt bin, denn es waren diese Pastoren und Lehrer in verschiedenen Konfessionen, die mir den Zugang zur Heiligen Schrift eröffneten. Sie gaben mir ein solides christliches Fundament. Und ich habe immer noch ein paar protestantische Freunde. Dennoch war es mein tiefes Bibelstudium, das mich schließlich zur „Fülle“ führte. Ich entdeckte die katholische Kirche und die Eucharistie, die Perle von großem Wert, nach der ich mein ganzes Leben lang gesucht hatte.“

 

Ich möchte andere zu Jesus mitnehmen

Am 7. März 2021 starb in einem Spital in Madrid die 10-jährige Teresita Castillo de Diego an einem Hirntumor. Sie starb im „Ruf der Heiligkeit“. Ihr Tod berührt inzwischen viele Menschen in Spanien und darüber hinaus.

Der Bischofsvikar von Madrid, Pater Angel Camino Lamelas berichtet: „Am Welttag der Kranken, am 11. Feb. 2021, feierte ich die heilige Messe wie jedes Jahr im Krankenhaus. Anschließend wollte ich einigen Kranken die Kommunion bringen und die Krankensalbung spenden. Der Krankenhauspfarrer erzählte mir von Teresita. Als ich in ihr Zimmer kam, … schaute ich auf das Mädchen. Der Kopf war verbunden, aber ich konnte ihr Gesicht sehen. Mich überraschte, dass dieses kindliche Gesicht wie die Sonne strahlte. Dann sagte sie mir: ,Ich bete, damit viele Kinder Jesus kennenlernen'“. Teresita offenbarte ihm auch, dass sie Missionarin werden möchte. Der Bischof ernannte sie daraufhin spontan zur Missionarin und ließ ihr auch eine Urkunde zukommen, die dies bestätigte. Diese Beauftragung durch den Bischof gab ihr große Kraft für die letzten Wochen ihres Leben. Sie hatte schon lange immer wieder unter starken Kopfschmerzen zu leiden. Sie sagte: „In diesen Tagen meiner Krankheit opfere ich mein Leiden für die Menschen auf. Zum Beispiel für jemanden, der krank ist, für die Priester.“ „Ich glaube, dass ich dadurch Missionarin werden kann.“ Teresitas Mutter sagt: „Ich verstand, dass sie ihre Mission mit der Aufopferung ihres Leidens verband.“

Teresita war mit drei Jahren aus Sibirien gekommen und in Spanien adoptiert worden. Ihre Mutter erinnert sich: „Sehr bald kam sie mit meinem Mann und mir täglich in die Kirche. Nach der Messe ging Teresita immer in die Sakristei, um den Priester zu begrüßen. Und sie begrüßte alle, denen sie begegnete, weil sie sehr gesellig war.“ 2015 war der Tumor entdeckt und durch Operation und Chemo behandelt worden.  Zunächst schien alles unter Kontrolle zu sein, doch ab Ende 2018 begann der Tumor wieder zu wachsen. Es folgten einige Therapien, ehe Teresita im Januar 2021 wieder ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Zu einer Operation kam es nicht mehr wegen verschiedener Komplikationen.

Teresitas Wunsch, Missionarin zu werden, erwachte in ihr, als sie einen Film über die hl. Mutter Teresa von Kalkutta gesehen hatte. „Ich möchte andere zu Jesus mitnehmen, die Kinder, die ihn nicht kennen, damit sie in den Himmel kommen und dort immer, immer glücklich sind.“ Sie verstand es als ihre Mission, „immer von Jesus zu sprechen und Freude zu geben“.

Ihre Mutter berichtet: „Als sie im Mai 2019 die Erstkommunion empfing, fragte ich sie: ‚Was hast Du bei der Kommunion empfunden?‘ Teresita antwortete: ‚Ich fühlte, dass Gott mich liebt und mich in den Himmel einlädt‘.“

Der Bischofsvikar berichtet, dass seit ihrem Tod Dutzende Zeugnisse von Gläubigen und Nicht-Gläubigen bei ihm eingegangen seien, die vom Glaubensbeispiel Teresitas berührt sind. Teresita beginnt schon missionarisch zu wirken, denn bis zu ihrem Tod war es ihr größter Wunsch, Missionarin für Jesus zu sein.

 

Was ich tue, tue ich immer mit Hilfe des Himmels

Jim Caviezel, der amerikanische Schauspieler, der im Film „Die Passion Christi“ Jesus darstellte, lebt aus tiefster Überzeugung den katholischen Glauben und ist von einer innigen Liebe zur Gottesmutter erfüllt, der er sich in Medjugorje in einer Ganzhingabe nach dem hl. Ludwig von Montfort geweiht hat.

Im Film „Paulus, der Apostel Christi“ der 2018 in die Kinos kam, spielte er den hl. Lukas. Der Film zeigt die Verfolgung der ersten Christen in Rom unter Kaiser Nero, mit dem hl. Paulus als Gefangenem, der am Ende seines Lebens die Botschaft der Hoffnung übermittelt. Der hl. Lukas, der in diesem Film der urchristlichen Gemeinde in Rom als Arzt, geistlicher Führer und Schreiber dient, besucht den hl. Paulus im Gefängnis, um ihm Fragen über seine Geschichte und sein Apostolat im Dienste Christi zu stellen.

Bei den Dreharbeiten stützte sich Jim Caviezel auf das Lesen der Schrift, den Rosenkranz und die hl. Messe, um die Heiligkeit des Evangelisten Lukas besser verkörpern zu können. „Lukas schrieb über die Jungfrau Maria mehr als jeder andere Verfasser“, sagt er und ergänzt: „Der Rosenkranz hilft mir, mich zu konzentrieren, zu beten. Ich gehe jeden Tag zur Messe und in der Eucharistie ist Christus in mir. Was ich tue, tue ich immer mit Hilfe des Himmels. Er weist mir den Weg, führt mich. Was ich Gott anbiete, schöpfe ich aus der Gabe, die er mir gegeben hat. Und der Herr vermehrt und segnet sie in einer Weise, die ich nie für möglich gehalten hätte.“ Etwas von der Verfolgung der Christen bekam er auch selbst zu spüren. Nach seiner Rolle als Jesus habe ihn Hollywood gemieden. Bereits vor längerem sagte er: „Wir müssen unseren Namen, unser Ansehen, unser Leben aufgeben, um die Wahrheit zu bezeugen.“

In einem offenen Brief an Jim Caviezel schrieb der katholisch Journalist Markus Reder. „In der Kirche gibt es viele Schauspieler. Leider. Professionelle Religiosität und äußerer Habitus entsprechen nicht immer der inneren Wirklichkeit. Schön, dass es auch Schauspieler gibt wie Sie, die tatsächlich Glauben verkörpern.“

 

Ich werde mich nicht einschüchtern lassen

Als die römische Glaubenskongregation am 22. Feb. 2021 eine Klarstellung veröffentlichte, dass eine Segnung homosexueller Verbindungen durch die Kirche nicht möglich sei, weil Gott „die Sünde nicht segnen kann“, ging eine heftige Welle des Protests durch die Welt und auch durch die Kirche im Zeichen der Regenbogenfahne. Diese Proteste offenbaren nur, wie weit sich unsere Gesellschaft und viele Glieder der Kirche bis hin zu Amtsträgern vom Geist des Evangeliums und der Wahrheit des katholischen Glaubens entfernt haben. Umso erfreulicher ist es, wenn es in anderen Konfessionen bekennende Christen gibt, die mutig in aller Öffentlichkeit die christliche Lehre über Ehe und Sexualität verteidigen.

Einer der wenigen öffentlichen Glaubenszeugen ist die finnische Christdemokratin Päivi Räsänen, die der finnisch-lutherischen Staatskirche angehört. Die fünffache Mutter und sechsfache Großmutter ist von Beruf Ärztin und seit vielen Jahren Abgeordnete zum finnischen Parlament. Vor einigen Jahren bekleidete sie sogar das Amt der Innenministerin. Sie ging in die Politik, um „den Menschen zu helfen“, wie sie sagt, und vor allem die Familien zu stützen.

Am 29. April 2021 gab nun die finnische Generalstaatsanwältin bekannt, dass man Räsänen strafrechtlich verfolgen würde. Es wurden gegen sie gleich drei  Verfahren eröffnet. Alle Anklagepunkte haben mit Aussagen zu tun, die sie zum Thema Ehe und Sexualität getätigt hat. Es droht ihr eine Haftstrafe von bis zu sechs Jahren. Sie steht unter Verdacht, sich der „Hassrede“ und „kriminellen Hetze gegen eine Minderheitengruppe“ schuldig gemacht zu haben.

Konkret geht es unter anderem um eine Broschüre mit dem Titel „Er schuf sie als Mann und Frau – Homosexuelle Beziehungen stellen das christliche Menschenbild infrage“, die Räsänen 2004 verfasst hatte. Außerdem hatte sie sich 2019 in sozialen Netzwerken kritisch über die Teilnahme der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands an einer Homosexuellen-Parade geäußert. Darüber hinaus äußerte Räsänen ihre Ansicht im Dezember 2019 im Radio in einer Diskussionsrunde des Finnischen Rundfunks zum Thema „Was würde Jesus über Homosexuelle denken“.

Räsänen wurde bereits mehrmals stundenlang von der finnischen Polizei verhört: „Es fällt mir schwer zu glauben, dass mir eine Haftstrafe droht, weil ich meine religiösen Überzeugungen öffentlich äußerte. Ich habe niemanden bedroht, verleumdet oder beleidigt.“ „Die Bibel ist jedoch sehr klar in der Lehre, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist und dass das Praktizieren von Homosexualität gegen den Willen Gottes ist“, sagte sie. „Ich werde das Recht, meinen Glauben zu bekennen, weiterhin verteidigen, auch damit andere ihr Recht auf Glaubens- und Meinungsfreiheit künftig wahrnehmen können. Ich bleibe dabei, meine Aussagen sind legal und dürfen nicht einfach zensiert werden.“

Als Politikerin ist Räsänen das Scheinwerferlicht gewohnt. Auch, dass nicht jeder mit ihren Meinungen oder Entscheidungen glücklich ist. Aber aktuell gehen die Wogen hoch. Sie sieht sich der gewaltigen Macht einer juristischen Staatsmaschinerie gegenüber, der sie nur wenig entgegenstellen kann.

Noch hat sie die Rückendeckung ihrer Partei. Der Druck nimmt jedoch täglich zu. Hilfe erfährt sie vor allem durch ihre parlamentarische Mitarbeiterin und ihre Familie. Angst empfindet sie dennoch keine: „Ich werde nicht klein beigeben. Ich werde mich nicht einschüchtern lassen und meinen Glauben verstecken. Je mehr wir als Christen zu kontroversen Themen schweigen, desto enger wird der Raum für die Redefreiheit in Finnland.“

 

 

 

Im Namen Jesu fuhr ich ins Gefängnis

2010 hatte Asia Bibi in Pakistan muslimischen Nachbarinnen Wasser gebracht und vorher daraus getrunken. Es sei nun unrein, behaupteten die Nachbarinnen, was Asia Bibi bestritt. Mohammed hätte das nie gesagt. Diese Aussage wurde ihr als Blasphemie, als Gotteslästerung, ausgelegt und sie wurde wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt. Acht Jahre lang musste sie mit diesem Todesurteil, das jederzeit vollstreckt werden konnte, im Gefängnis leben. Auf internationalen Druck wurde sie aber 2018 freigesprochen, was einen Aufstand gegen die pakistanische Regierung auslöste, sodass sie erst 2019 nach Kanada ausreisen konnte. Im Folgenden Auszüge aus einem Interview über ihre Zeit im Gefängnis, das in der Zeitung Famille Chrétienne veröffentlicht wurde:

Asia Bibi erzählt: „Ich bin in einer Atmosphäre der Frömmigkeit aufgewachsen. Meine Familie war sehr gläubig, und meine Eltern haben mich den Katechismus gelehrt. An jedem Tag, den Gott uns schenkte, haben wir gebetet. Seit meiner frühesten Kindheit bin ich am Sonntag in meinem Dorf (im Punjab, im Osten Pakistans) in die Messe gegangen. …“

Was haben Sie gefühlt, als man Sie ins Gefängnis warf? „Zunächst war ich wütend. In meinem Kopf drehte sich alles um die Frage: Warum? Aber da war auch noch etwas, was mir Sicherheit gab. Im Fahrzeug, das mich fortführte, wusste ich, dass ich ins Gefängnis fuhr im Namen Jesu. Ich wusste, dass ich eine Prüfung in Seinem Namen zu ertragen haben würde.“

Ungerecht verurteilt – kam Ihnen da nicht der Gedanke, von Gott verlassen zu sein?

„Tatsächlich, die Strafe war ja ungerecht. Ich sah Jesus am Kreuz schreien: ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?‘ Ich habe mir zeitweise diese Worte Jesu zu eigen gemacht. Ärger habe ich eigentlich nicht verspürt, sondern eher Verzweiflung. Ich spürte, wie sie langsam mein ganzes Wesen erfasste, sich in meinen Geist einnistete. Ich habe mich dann aber wieder erfangen und mein ganzes Vertrauen auf Gott gesetzt. So wurde mein Glaube geprüft. Ich war von meiner Unschuld überzeugt. Und ich wusste: Wenn man sein Leben verliert, obwohl man unschuldig ist, so kann dies nur im Namen Jesu geschehen.

Haben Sie im Gefängnis regelmäßig gebetet?

„Ich habe mit Jesus gesprochen. Ich stellte Ihm meine Fragen, sagte Ihm all meine Zweifel und bat Ihn, mich zu stärken. Ich sagte Ihm, dass ich fest entschlossen sei, diese Prüfung, die mir das Leben auferlegt hatte, zu bestehen. Ich hatte eine Bibel bei mir und ein Liederbuch. Ich habe oft die Psalmen gebetet, die Evangelien gelesen, das Vaterunser gebetet. Oft habe ich den Namen Marias wiederholt. Das Gebet hat mich durchgetragen. Ich war so im Glauben gestärkt, dass ich überzeugt war, eines Tages freizukommen.“ …

Was haben Sie empfunden, als man Ihnen mitteilte, dass Sie freikommen würden?

„Ich habe mich hingekniet und tief verneigt. Mein erster Gedanke war an den Schöpfer gerichtet. Ich habe meinem Herrn meine große Dankbarkeit ausgesprochen. ‚Herr, ich danke Dir so sehr, weil Du mich befreit hast! Danke Herr, weil Du mir gestattet hast, zu denen zu gehören, die eine solche Prüfung bestehen konnten. Danke, dass Du mir dazu die Kraft gegeben hast, mir, einem einfachen Menschenkind.'“

Konnten Sie einen Sinn in diesem Leiden entdecken?

„Was ich in meiner Haftzeit gelernt habe, war – Geduld. Was auch immer geschieht, die Geduld, die Duldsamkeit, der Glaube, sie können helfen, Prüfungen zu bestehen. Heute kann ich sagen, dass diese Prüfung meinen Glauben gestärkt hat.
Ich bin überzeugt, dass ich mich an diesem Glauben bis zu meinem letzten Atemzug festklammern werde. In der Stunde meines Todes wird der Name Jesu in meinem Herzen und auf meinen Lippen sein.“

Sie glauben an die Macht des Gebets. Was können Sie jenen sagen, die nicht mehr glauben?

Asia Bibi: „Ich werde für sie beten. Ich will für alle Menschen beten, die sich verirrt haben, damit sie den Weg zum Glauben finden. Denn ich weiß, welcher Schatz der Glaube ist, der Glaube, der das Leben schenkt. In den Prüfungen, den schweren Zeiten kann man seine Schwachheit eingestehen und den Kopf hängen lassen – aber niemals den Glauben verlieren.“ …

 

Erst im Himmel erfüllen sich unsere Träume

Ein älterer Mann, der fast die Hälfte seines Lebens in Strafanstalten zugebracht hatte, erzählte einem Pfarrer von einem Traum, der, wie der Mann sagte, sein Leben grundlegend verändert hat und auch uns viel sagen kann:

“Ich lag im Bett und dachte, wie so oft, über mein vertracktes Leben nach und gab, wie schon immer, alle Schuld dafür meinen Eltern, vor allem dem Vater, der uns Buben oft verprügelte. Auch der Mutter, die so wenig Liebe für uns übrig hatte. Und dabei hatte ich doch in jungen Jahren die hinreißendsten Träume vom Leben und wollte alles tausendmal besser machen als meine Eltern! Aber es kam anders, grausam anders. Nachdem ich stundenlang solche quälende Gedanken gewälzt hatte, schlief ich schließlich ein.

In der Nacht erschien mir meine Mutter im Traum: schön und anmutig. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass sie einmal so schön gewesen ist. Sie lächelte mir zu und sagte: ,Kind, dein Vater und ich hatten auch einmal große und schöne Träume vom Leben, als wir uns liebten und Ja zueinander sagten. Aber es kam anders, ganz anders, du weißt es ja. Nun bin ich zu dir gekommen, um dir etwas zu sagen: Die Träume, die wir Menschen im Leben haben, die großen und schönen Träume, sie sind vom Himmel in unser Herz gekommen, aber im Laufe der Zeit ziehen sie ganz leise wieder aus, um als Samenkorn ins Erdreich des Lebens zu fallen und darin zu sterben, um dann aufzugehen im Himmel. Erst im Himmel erfüllen sich unsere Träume, erst dann, wenn wir einmal alle als Familie beisammen sind. Wir vergessen viel zu leicht, daß das Leben auf Erden nur der Anfang des wahren und ewigen Lebens ist. Denk daran, Kind, und du wirst vieles besser verstehen…‘ Dann lächelte die Mutter und ich sah sie nicht mehr.“

 

Die Ruhe, die von der heiligen Hostie ausging

Der polnische Priester, Pater Dominik Chmielewski, berichtete in einem seiner Vorträge über die wunderbare Bekehrung einer Frau und ihrer Tochter, die durch die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie geschehen ist.

Diese Frau, die keine Beziehung zu Gott hatte, lebt mit ihrer kleinen Tochter in einer Stadt in Polen. Ihr Mann hatte sie wegen einer Geliebten verlassen. Deshalb klammerte sie sich mit einer dominierenden Mutterliebe umso mehr an ihre Tochter. So kam es, dass die Tochter mit 21 Jahren die Nase voll von ihrer Mutter hatte. Sie wollte einfach von zu Hause weg und fuhr drauf los – quer durch Europa ohne bestimmtes Ziel. Zuerst hatten sie noch öfter telefonischen Kontakt. Aber nach zwei Monaten brach er ab. Der letzte Anruf kam aus Paris.

Die Mutter war sehr beunruhigt und in Panik. Zuerst meldete sie ihre Tochter bei der Polizei als vermisst an. Dann beauftragte sie einen Privatdetektiv, um herauszufinden, was mit ihr geschehen war. Nach einem Monat bekam sie die Nachricht,  dass sie von Frauenhändlern in ein Bordell entführt worden war. Jede Spur von ihr war verloren und es gebe keine Chance, sie zurückzubekommen. Für die Mutter brach die Welt zusammen. Sie fiel in Depressionen und hatte Selbstmordgedanken. Keine Therapie, keine Psychopharmaka konnten ihr helfen. Der Schmerz war für sie furchtbar.

Eines Tages ging sie durch die Straßen an einer Kirche vorbei. Die Tür war offen und sie ging wie ferngesteuert hinein. Sie war schon viele, viele Jahre nicht mehr in einer Kirche. Auf dem Altar stand das allerheiligste Sakrament. Die Menschen beteten dort. Sie glaubte nicht, dass in der heiligen Hostie Gott anwesend ist. Aber sie fiel auf die Knie und brach in Tränen aus und weinte und weinte.

Und als sie sich ausgeweint hatte, stand sie auf und fühlte etwas, das sie seit vielen Wochen nicht mehr fühlte. Irgendeine seltsame Art von Ruhe und Trost, so als ob sie jemand umarmen würde. Sie schaute noch einmal auf die Monstranz, schüttelte den Kopf und ging aus der Kirche. Am nächsten Tag beschloss sie, das noch einmal zu prüfen und ging wieder in die Kirche. Und wieder kniete sie in der Kirche und schaute auf die hl. Hostie. Erstaunt bemerkte sie, dass sich etwas in ihrem Herzen änderte. Sie wurde immer ruhiger und fühlte sich immer mehr umarmt. Immer mehr Stille war in ihr, die ihr half, all das zu akzeptieren und anzunehmen, was passiert war. Sie begann, täglich dort hinzugehen, sie nahm immer mehr die Ruhe wahr, die von dieser heiligen Hostie ausging.

Am selben Tag, als die Mutter zum ersten Mal in die Kirche kam, wurde ihre Tochter in eine der Straßen in Paris versetzt, um dort ihre Dienstleistungen zu erbringen. Das Erstaunliche war, dass sich auf der anderen Straßenseite ein Kloster mit ewiger Anbetung befand. Von ihrem Standort aus konnte man durch ein Fenster im ersten Stock im Licht das allerheiligste Sakrament in der Monstranz sehen. Anfangs bemerkte sie es überhaupt nicht. Die Kunden kamen, sie hat ihre Arbeit gemacht und kam wieder auf ihren Platz zurück.

Doch ab einem gewissen Zeitpunkt hat das Allerheiligste ihren Blick angezogen. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche passierte etwas im Herzen dieser jungen Frau. Sie begann den wahrzunehmen und mit ihm zu sprechen, der vom ersten Stock auf sie schaute. Was sie verwundert hat, war die Tatsache, dass er sie nicht verurteilte, dass er sie verstand und Mitleid mit ihr hatte. Nach zwei Monaten war sie in ihn total verliebt. Und schließlich entschied sie sich, das Dramatischste zu tun, das sie tun konnte. Sie hatte beschlossen, dass der nächste Kunde der letzte Kunde sein würde. Sie wusste ganz genau, dass man sie, wenn sie sich auflehnt oder zu entfliehen versucht, töten würde.

Doch sie war bereit, dem zu begegnen, den sie bereits liebte, und in seine offenen Arme zu gehen. In diesem Moment kam der letzte Kunde. Sie stieg in den Wagen ein, schaute ihn an, ein eleganter Mann, etwa dreißig Jahre alt, der sie mit einer unbeschreiblichen Güte ansah. „Ich konnte nicht aufhören in seine Augen zu schauen.“  Er lächelte freundlich. „Wir fuhren los und er sagte zu mir, dass ich in das Handschuhfach greifen soll, weil dort die Dokumente sind, mit denen sie zurück nach Hause gehen kann.“ Sie konnte es nicht fassen. „Da hast du den Reisepass, das Ticket und Geld. Wir fahren zum Flughafen, dort steigst du in ein Flugzeug und gehst nach Hause zurück.“ Sie war total schockiert. Sie wollte ihn fragen: „Wer bist du?“ Doch er hat nur gelächelt. Sie kamen am Flughafen an. Er begleitete sie zum Gate, sie redeten noch kurz. „In einem Moment habe ich nach etwas in meiner Handtasche gesucht, und wollte ihn noch etwas fragen. Ich bin wie versteinert stehen geblieben – dieser Mann war verschwunden, einfach in diesem Moment verschwunden. Wie ferngesteuert bin ich ins Flugzeug eingestiegen, bin zurück nach Hause gekommen.“

In der Kirche, vor dem Allerheiligsten, vor dem die Mutter immer betete, haben sich die beiden wieder gefunden. Die Tochter verliebte sich so sehr in ihren Jesus, dass sie sich entschlossen hat, in ein Kloster einzutreten. Heute ist sie eine Ordensfrau, die auf italienischen Straßen arbeitet, und solchen Frauen, die aus verschiedenen Gründen auf der Straße gelandet sind, zu helfen und sie zu Jesus zu führen.

Quelle: zusammengefasst – https://www.youtube.com/watch?v=8E2yDzPKv5k,

Er liebt mich! Warum hat mir das noch nie jemand gesagt?

Als Clare Crokket mit 18 Jahren Irland verließ, um in eine spanische Schwesterngemeinschaft einzutreten, konnte, wie sie sagte, „niemand glauben, dass Gott ein Mädchen wie mich berufen würde.“ Und doch rief Gott sie in seiner souveränen Freiheit. Bewegt von seiner Gnade, antwortete sie von ganzem Herzen und gab ihr Leben vorbehaltlos hin bis zu ihrem Tod mit 33 Jahren, als sie am 16. April 2016 durch ein Erdbeben in Playa Prieta in Ecuador ums Leben kam.

Sr. Clare wurde am 14. Nov. 1982 in Derry, Nordirland, in einer katholischen Familie geboren. Sie empfing die Sakramente, aber während ihrer Teenagerjahre besuchte sie nicht mehr die Kirche. Seit ihrer Kindheit hatte sie immer davon geträumt, ein Filmstar und berühmt zu werden, und sie arbeitete auf diesen Traum hin. Sie wusste, dass sie Qualitäten hatte: ein großes künstlerisches Talent, eine schöne Stimme, ein attraktives Äußeres und eine erstaunliche Persönlichkeit. Im Alter von 15 Jahren wurde sie bereits als Moderatorin einer Jugendsendung auf Channel 4 ‑ einem der größten Sender Großbritanniens ‑ verpflichtet, und im Alter von 17 Jahren hatte sogar ein amerikanischer Sender Interesse an ihr gezeigt.

Im Jahr 2000, im Alter von 17 wurde sie von einer Bekannten zu einer Reise nach Spanien eingeladen, da ein Teilnehmer der Gruppe ausgefallen war. Sie meinte, dass es eine Vergnügungsreise wäre, mit Sonne, Strand und Partys. Aber sie musste zu ihrer Enttäuschung feststellen, dass es sich um eine Pilgerreise handelte mit dem Ziel, im Haus einer neuen Schwesterngemeinschaft die Kartage mitzufeiern.

Zuerst sonderte sie sich von der Gruppe ab, wollte die Tage für sich genießen. Aber am Karfreitag sagte jemand zu ihr: „Clare, heute musst du in die Kapelle gehen. Es ist Karfreitag.“ Sie ging in die Kapelle, aber sie blieb in der letzten Bank sitzen. Während der Karfreitagsliturgie verehren und küssen die Gläubigen das Kreuz. Auch Clare schloss sich ihnen an. Es war eine einfache Geste, aber sie wurde für sie zu einer Begegnung, die ihr Leben veränderte. Als der Gottesdienst zu Ende war, fand eine Schwester sie weinend und die Worte wiederholend: „Er ist für mich gestorben. Er liebt mich! Warum hat mir das noch nie jemand gesagt?“ Clare hatte verstanden, wie sehr der Herr sie liebte und wie viel er für sie getan hatte. Sie verstand, dass „Liebe allein durch Liebe vergolten wird“, und dass die Liebe, die der Herr von ihr verlangte, eine vollständige Hingabe bedeutete. Damals sagte sie zur Pilgergruppe mit einer Zigarette und einer Bierdose in der Hand, dass sie auch einmal Ordensschwester werde. Aber niemand konnte dies so recht glauben.

Als sie nach Irland zurückkehrte, beteiligte sie sich als Nebendarstellerin an einem großen Film, der in England gedreht wurde. Sie geriet erneut in den Strudel von Oberflächlichkeit und Sünde, den ihr die Welt des Kinos bot. Sie beschrieb diese Zeit folgendermaßen:
„Ich lebte sehr schlecht; ich lebte in Todsünde. Ich trank viel, ich rauchte viel, ich fing an, Drogen zu konsumieren. Ich machte weiter mit meinen Freunden, mit meinem Freund. Ich machte auf dieselbe Art und Weise weiter. Ich hatte nicht die Kraft, mit all diesen Dingen zu brechen, weil ich den Herrn nicht um Hilfe gebeten hatte.“

Aber der Herr „verfolgte“ sie weiter mit seinem Gnadenruf. Eines Abends, auf einer Party, trank sie wieder einmal zu viel. Als sie sich auf der Toilette übergab, spürte sie, dass Jesus zu ihr sagte: „Warum tust du mir weiterhin weh?“ Die Gegenwart Gottes war so stark, dass sie diese nicht mehr ignorieren konnte. Nicht lange danach saß sie in ihrem Hotelzimmer in London und las ihren Aufnahmeplan für den nächsten Tag. Sie fühlte eine so große Leere und erkannte, dass ihr Leben keinen Sinn hatte, wenn sie es nicht Jesus Christus überließ. Weder die Bitten ihrer Familie noch die Versprechen ihres Managers konnten sie aufhalten. Am 11. August 2001 übergab sie ihr Leben Gott und trat in die Gemeinschaft der „Dienerinnen vom Haus der Mutter“ in Spanien ein.

Clare musste viele Dinge in ihrem Leben ändern. Doch sie hatte sich der unermesslichen Liebe Jesu Christi zu ihr hingegeben, und es gab nichts, was sie aufhalten konnte. Sie selbst erklärte: „Zuerst war ich versucht, zurückzublicken und zu sagen: ‚Ich will es zurückhaben.‘ Aber ich verstand, dass ich eine noch größere Liebe gefunden hatte.“

Von einem unermüdlichen Feuereifer erfüllt, verstand sie es, vor allem die jungen Menschen für Gott zu gewinnen. An den Gründer der Gemeinschaft schrieb sie am 8. April 2015: „Obwohl der Karfreitag ein trauriger Tag ist, weiß ich nicht, wie ich die Freude und den begeisterten Wunsch erklären soll, für den Herrn zu leiden. Alles kommt mir klein vor: der Schlafmangel, das Fasten, die Hitze, sich um die Menschen kümmern zu müssen … Alles, was schwierig sein könnte, erfüllt mich mit Freude, weil es mich dem Herrn näher bringt … Ich habe viel Zeit vor dem Kreuz verbracht und um die Gnade gebeten, nie und nimmer alles zu vergessen, was der Herr und die Gottesmutter für mich erlitten haben.“

Quelle: https://www.sisterclare.com/en/