Hl. Pater Jean de Brebeuf SJ – Der starke und barmherzigen Gott

Jean_de_Brébeuf_uncropped

Hl. Pater Jean de Brebeuf SJ (1593-1649)

Der hl. Pater Jean de Brebeuf SJ  (1593-1649) war einer der großen Missionar bei den Indianern Nordamerikas. Er starb als Märtyrer nach einem Überfall der Irokesen. Es wird berichtet: “Er erlitt unter Folter einen langsamen, qualvollen Tod: ihm wurden mit kochendem Wasser und glühenden Kohlen Brandwunden zugefügt, die Gliedmaßen gebrochen, eines nach dem anderen, dann schnitt man ihm nacheinander die Nase ab, stach ihm die Augen aus und schnitt ihm die Zunge heraus. Er aber betete unentwegt: ‘Jesus, erbarmen Dich ihrer’. Er setzte sein Gebet fort, obwohl er es nur mehr stammeln konnte. Seine Henker, die ihn so übel zugerichtet hatten, schnitten ihm am Ende sein Herz heraus und aßen es und tranken sein Blut zum Zeichen der Bewunderung für seinen Mut und um sich dieses Mutes zu bemächtigen.” 150 Jahre später erinnerten sich die Irokesen noch immer bewundernd an diesen “Schwarzrock”.  Als sie davon erfuhren, dass sich St. Louis Jesuiten aufhielten, unternahmen sie vier abenteuerliche Expeditionen über Tausende von Kilometern, um mit Nachdruck darum zu bitten, dass ein “Schwarzrock” zu ihnen komme und sich bei ihnen niederlasse. Das geschah tatsächlich. Der flämische Jesuit Pieter-Jan De Smet (1801-1873) aus Ostflandern machte sich auf den Weg. Ausgerüstet mit der Heiligen Schrift, dem Brevier und seiner Klarinette ging er in die Lagerplätze der Indianer. Wo andere sofort den Tod gefunden hätten, fand er Aufnahme. Für die Indianer war er der “weiße Mann”, der nicht “mit gespaltener Zunge” redete. Durch sein Beispiel bekehrte er zahlreiche Indianer. Einer versuchte ihn eines Tages aus dem Hinterhalt zu töten. Pater De Smet konnte ihn jedoch vom Pferd reißen und ihm im Zweikampf seine Streitaxt entwenden. “Diese Geschicklichkeit und sein Mitleid, das er dem Besiegten bewies, gewannen diesen für den Glauben an den starken und barmherzigen Gott der Katholiken.” Er wurde einer seiner treuen Gefährten und hat ihm den Weg zu weiteren Bekehrungen geebnet.

 

Unversehrt im Feuer

maria-i-bAm 30. Juli 2015 brach während einer großen Hitzewelle auf dem Gelände der Militärbasis El Goloso in der Nähe von Madrid ein heftiges Buschfeuer aus. Ein Großteil der Vegetation ging in Rauch auf. Aber sobald die Flammen erloschen waren, war die Überraschung des Militärs groß, dass im Herzen der verkohlten Erde eine Statue Unserer Lieben Frau von Lourdes intakt stehengeblieben war! Die Überraschung war noch größer, als die Soldaten sahen, dass auch das Gras in der Nähe der Statue nicht von den Flammen berührt worden war, sogar die Vasen mit den Blumen blieben verschont, intakt und gefüllt. Keine Flamme hatte sie berührt und sie waren auch nicht vom Rauch geschwärzt. Die lokalen Militärbehörden haben den Fall untersucht und bestätigt. Es stellte sich heraus, dass einige Soldaten, die für Maria eine besondere Verehrung hatten, diese Statue dort im Garten aufgestellt und gepflegt haben. Die meisten Soldaten hatten dieser Statue zuvor kaum beachtet. Als die wunderbare Rettung der Statue und der Blumen vor dem Feuer veröffentlicht wurde, hat es genug Skeptiker gegeben, die alle möglichen Zweifel und Erklärungen vorbrachten. Aber ein solches Wunder ist nicht zum ersten Mal geschehen. Für uns als gläubige Menschen ist es ein Zeichen, dass jene, die Maria lieben und ehren, unter ihrem besonderen Schutz stehen und dass sie uns vor allem vor dem Feuer der Hölle bewahren wird.

Quelle: http://www.katholisches.info/2015/09/04/marienstatue-bleibt-auf-unerklaerliche-weise-unversehrt/

Liebst du mich mehr als diese?

auferstandene-bEine der berührenden Begebenheiten nach der Auferstehung ist die Begegnung und das Gespräch Jesu mit Petrus. Wir hören dieses Evangelium am 3. Sonntag der Osterzeit. Jesus offenbart hier die Güte und Barmherzigkeit Gottes. Gott streicht die Menschen nicht nach ihrem ersten Vergehen aus seinem Buch, sondern er gibt dem Menschen immer wieder eine neue Chance.

Zu seinen Lebzeiten hat Jesus die Menschen oft gefragt: “Glaubst du?”, nie aber: “Liebst du mich?”. Er tut es erst jetzt, nachdem er mit seinem Leiden und Sterben den Beweis erbracht hat, wie sehr er uns liebt. Mit der dreimaligen Frage: “Liebst du mich …?”, gibt Jesus dem Petrus die Möglichkeit, seine dreimalige Verleugnung wieder gutzumachen.

Aber das Bekenntnis der Liebe, dass Petrus nun ablegt, soll nicht bloß in Worten bestehen. Jesus will vielmehr, dass die Liebe zu ihm sich im Dienst an den anderen als echt erweist. Darum gibt Jesus dem Petrus auch den Auftrag: “Weide meine Schafe.” Nicht er will die Früchte dieser Liebe erhalten, sondern er will, dass diese Liebe zu ihm seinen Schafen zugute kommt. Es ist, als sagte er dem Petrus: “Ich betrachte das, was du für meine Herde tust, als tätest du es für mich”. Jesus bekräftigt damit von neuem die Bestimmung, die er dem Petrus schon von Anfang an gegeben hat, nämlich der Fels für seine Kirche zu sein.

Das Vertrauen und die Vergebung des Meisters haben aus Petrus – trotz aller Schwächen und Begrenzungen, die Petrus auch weiterhin hatte – einen neuen Menschen gemacht. Petrus hat die Herde Christi in den schwierigen Momenten ihrer Anfänge geweidet, als es notwendig war, aus Galiläa hinauszugehen auf die Straßen der Welt. Schließlich wurde Petrus dann auch fähig, sein eigenes Versprechen einzuhalten, nämlich das Leben für Christus hinzugeben.

Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus bezieht sich auf jeden von uns. Der heilige Augustinus sagt in seinem Kommentar zu diesem Abschnitt des Evangeliums: “Indem er Petrus fragte, fragte Jesus einen jeden von uns.” Die Frage: “Liebst du mich?” ist an jeden Jünger gerichtet. Es geht also in unserem Christsein um eine Freundschaftsbeziehung mit der Person Jesu Christi. Er hat uns dazu erwählt. Der Herr weiß – und dessen sollten wir uns auch selber immer bewusst bleiben, dass wir wie Petrus schwache und unsichere Menschen sind, die den Herrn nur all zu leicht verraten. Trotz allem gibt er uns den Auftrag: “Weide meine Schafe!” Das heißt: “Übe die Liebe an den Menschen, die ich dir zur Seite gestellt habe.” Nicht aus eigener Kraft können wir dies tun, sondern weil er uns liebt.

 

Die zwei Leitern

maria-jesuskind2In den Franziskanischen Chroniken wird berichtet, dass der heilige Bruder Leo eines Tages zwei Leitern erblickte: eine rote, auf der Jesus Christus stand, eine weiße auf der sich Maria befand. Danach sah er Seelen, die die rote Leiter zu erklimmen versuchten. Doch nachdem sie einige Sprossen hochgeklettert waren, stürzten sie ab; sie versuchten es noch einmal aber wieder fielen sie herab. Da bewog man sie dazu, die weiße Leiter zu benützen und Bruder Leo sah sie glücklich hochsteigen, weil ihnen die heilige Jungfrau Maria die Hand darreichte. So erreichten sie ohne Schwierigkeiten das Paradies.

“Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, heilige Gottesmutter …”, so beginnt das älteste Mariengebet. Von Anfang an haben die Jünger Christi erfahren, dass Maria die mächtigste Helferin ist auf dem Weg zum ewigen Leben.

 

Ich möchte Gott bitten, dass er ihnen vergibt

myriam-irakDer christliche TV-Sender SAT7 (Nikosia/Zypern), der sich ganz der Verkündigung des Glaubens widmet, hat nach eigenen Angaben mit seinen Sendungen, die in Persisch, Arabisch und Türkisch ausgestrahlt werden, täglich insgesamt etwa 15 Millionen Zuschauer. Zwei Interviews, die im arabischen Raum ausgestrahlt wurden, geben ein wunderbares Zeugnis von der Kraft der christlichen Vergebung und der Liebe, die die von Christus ausgeht und die stärker ist als alle grausame Verfolgung, die durch die Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) geschieht. Diese Interviews bilden einen Kontrast zu den Videos von Enthauptungen der Christen, die der IS verbreitet, um den Christen Angst zu machen.

Myriam (11 Jahre alt) ist ein christliches Flüchtlingsmädchen aus Karakosch im Irak (nahe Mosul). Ihre Familie wurde gezwungen nach Irbil in Kurdistan zu fliehen, als der IS 2014 die Kontrolle über ihre Heimatstadt übernahm. Sie erzählt: “Wir hatten ein Haus … aber Gott sei dank, Gott sorgt für uns. Gott liebt uns und er ließ nicht zu, dass ISIS uns tötete. … Gott liebt uns alle… ” Der Reporter fragt sie: “Denkst du, dass Gott auch die liebt, die euch geschadet haben?” Myriam: “Er liebt sie, aber Satan liebt er nicht. … Ich möchte denen (die uns vertrieben haben) nichts antun, ich möchte Gott bitten, dass er ihnen vergibt. … Ich möchte sie nicht töten. Warum soll man sie töten? Ich bin nur traurig, dass sie uns von zu Haus vertrieben haben. Warum taten sie das?” “Ich hoffe, dass wir zurück nach Hause gehen … Wenn Gott es so will. Nicht was wir wollen, sondern Gott, denn er weiß es.” Reporter: “Fühlst du dich nicht manchmal traurig? Denkst du vielleicht, dass Jesus dich vergessen hat?” Myriam: “Nein. Manchmal weine ich, weil wir unser Zuhause verließen und Karakosch, aber ich bin nicht zornig auf Gott … Ich danke ihm, weil er auf uns aufpasste. Auch wenn wir hier leiden. Er sorgt für uns. … Er wird mich nie vergessen. Wenn du ein richtig Glaubender bist, wird er dich nie vergessen.” Myriam singt dem Reporter noch ein schönes Anbetungslied vor: “Wie wunderbar ist der Tag, an dem ich an Christus glaubte. …”

Das zweite Zeugnis ist ein Telefoninterview mit dem Ägypter Beshir Kamel. Seine beiden Brüder Bishoy (25) und Samuel (23) waren in Lybien als Gastarbeiter tätig und wurden vom IS gefangen genommen und zusammen mit anderen enthauptet. Das Vidio über die Enthauptung wurde vom IS im Internet zur Abschreckung veröffentlicht. Beshir sagte unter anderem: “ISIS hat uns mehr gegeben als wir erwarteten, denn sie haben aus dem Video nicht den Teil herausgeschnitten, als sie (meine Brüder) ihren Glauben bekannten und Jesus Christus anriefen. So hat uns ISIS geholfen, unseren Glauben zu stärken.” Reporter: “Was macht deine Familie?” Beshir: “Sie sind nicht in einem Zustand der Trauer, sie beglückwünschen sich gegenseitig, dass es in ihrem Dorf so viele gegeben hat, die als Märtyrer gestorben sind. Wir sind stolz auf sie. … Seit der Zeit der Römer waren wir als Christen dazu bestimmt, Märtyrer zu sein. Das allein hilft uns, solche Krisen zu bestehen. Denn die Bibel sag uns, unsere Feinde zu lieben und die zu segnen, die uns verfolgen.” Bashir berichtet auch von einem Gespräch mit seiner Mutter, die heute 60 Jahre alt ist und kaum eine Schulbildung empfangen hat: “Ich habe sie gefragt, was sie tun würde, … wenn sie dem begegnet, der ihre Söhne umgebracht hat? … Dann sagte sie: ‘Ich werde Gott bitten, dass er seine Augen öffnet, und ihn in mein Haus einladen, denn er hat uns geholfen, in das Königreich Gottes zu gelangen.'”

 

Den Siegespreis gewinnen

laeufer2Der hl. Paulus beschreibt unser christliches Leben mit einem schönen Gleichnis: “Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt” (1. Kor 9,24). Aber da es bei diesem Wettkampf um des ewige Leben geht, und da der Wettlauf im Übern der Gottes- und Nächstenliebe besteht, deshalb gilt für uns auch der Aufruf des Hebräerbriefes: “Darum lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt, solange die Verheißung, in das Land seiner Ruhe zu kommen, noch gilt” (Hebr 4,1). Der Sieg im Wettlauf der Liebe besteht gerade darin, dass wir alles tun, um auch unsere Mitmenschen zum ewigen Ziel zu bringen. Eine Begebenheit, die sich in den USA zugetragen hat, veranschaulicht uns ergreifend, worum es hier geht:

1992 standen bei den “Seattle Olympics” neun junge Athleten an der Startlinie zum 100-Meter-Lauf. Alle waren in irgendeiner Ausprägung geistig oder körperlich behindert. Der Startschuss fiel, und das Rennen begann. Nicht jeder konnte wirklich gut laufen, aber jeder wollte mitmachen. Sie rannten zu dritt nebeneinander. Plötzlich machte ein Junge einen Fehltritt, fiel hin, überschlug sich und begann vor Enttäuschung laut zu weinen. Die anderen acht hörten ihn. Sie verlangsamten ihren Lauf und schauten zurück. Und dann blieben sie stehen und kamen zurück – alle! Ein Mädchen mit Down-Syndrom setzte sich neben den Jungen, umarmte ihn tröstend und fragte: “Geht es dir jetzt wieder bessert?” Dann nahmen sie alle den Jungen in ihre Mitte, legten sich gegenseitig die Arme um die Schultern und gingen langsamen Schrittes, nebeneinander und mit leuchtenden Augen, über die Ziellinie. Der Beifall der Zuschauer wollte nicht enden. Noch lange Zeit später erzählte man sich davon, und mancher hatte dabei Tränen in den Augen.

 

Sicher Zuflucht beim Herrn

hund-beim-herrn2Msgr. Edmilson Jose Zanin, der Pfarrer der brasilianischen Gemeinde Aguas de Santa Barbara (Bundesstaat Sao Paulo) veröffentlichte vor kurzem auf seiner Facebook-Seite das Photo eines herrenlosen Hundes, “das, was man hier allgemein einen Straßenköter nennt”, so der Pfarrer. Die Hündin war am zweiten Adventssonntag irgendwie in die Pfarrkirche gelangt. In der Kirche befindet sich eine Nachbildung des Grabes Christi mit einer lebensgroßen Skulptur des im Grab liegenden Herrn. Der Hund legte sich direkt zur Christusfigur und blieb dort während der ganzen Messfeier regungslos liegen.

“Es schien, als würde er sich bei Jesus sicher fühlen, und als würde er den Herrn beschützen. Eine bewegende Szene”, beschrieb Pfarrer Zanin das ungewöhnliche Ereignis. “Beim Anblick dieses herrenlosen Tieres, das ausgestoßen auf der Straße lebt, aber hier beim Herrn sichere Zuflucht fand, war auch ich innerlich bewegt und dachte mir: Warum lassen nicht auch wir Menschen uns von dieser Gewissheit leiten, dass wir bei Jesus immer Sicherheit und Schutz finden.” “Wie viele Lektionen können uns Tiere erteilen“, so Pfarrer Zanin. Inzwischen haben sich mehrere Personen gemeldet, die das Tier aufnehmen wollen.

Quelle: vgl.: http://www.katholisches.info

 

Ein Zeugnis der Liebe des Herzens Jesu

hostieDer Karfreitag, an dem wir daran denken, dass der Herr aus Liebe am Kreuz für uns gestorben ist, fällt in diesem Jahr 2016 auf den 25. März. Dieser Tag ist zugleich das Hochfest der Verkündigung des Herrn. Durch die Kraft des Heiligen Geistes hat der ewige Sohn Gottes im Schoß der Jungfrau Maria unsere menschliche Natur angenommen. Die Menschwerdung und Erlösungsopfer fallen hier an diesem Tag zeichenhaft zusammen. Liturgisch wird das Fest der Verkündigung des Herrn nicht am Karfreitag gefeiert, sondern erst am Montag nach dem Weißen Sonntag.

In der heiligen Eucharistie sind diese beiden Glaubensgeheimnisse immer gegenwärtig. Denn wir glauben, dass in der heiligen Messe durch die Wandlung von Brot und Wein wirklich Leib und Blut Christ, das heißt, auch seine Menschwerdung und sein Erlösungsopfer gegenwärtig werden. Die heilige Hostie ist nicht bloß ein Symbol für Christus, sondern er ist es wirklich mit Leib und Blut.

Gott hat dies durch außergewöhnliche eucharistische Wunder, die unseren Glauben stärken sollen, immer wieder bestätigt, damit wir uns auch immer bewusst bleiben, wer es ist, den wir durch die heilige Kommunion in unserer Seele empfangen. Es ist der Herr selbst, der sich mit uns vereint.

Eines der letzten eucharistischen Wunder, das nach allen Kriterien der Wissenschaft untersucht und auch am 12. Oktober 2013 kirchlich bestätigt wurde, ist am 21. Okt. 2006 in der Stadt Tixtla in Mexiko geschehen. Während der hl. Messe wurde beim Austeilen der hl. Kommunion an einer konsekrierten hl. Hostie der Ausfluss einer roten Substanz festgestellt. Der Bischof der Diözese veranlasste eine genaue wissenschaftliche Untersuchung, bei der unzweifelhaft festgestellt wurde: Bei der rötlichen Substanz handelt es sich um menschliches Blut. Das Blut kommt aus einem mit der Brotsgestalt verbundenen Herzmuskelgewebe hervor. Die Blutgruppe ist AB+ und stimmt damit mit der Gruppe des Blutes, das in der Hostie von Lanciano und dem Turiner Grabtuch gefunden wurde, überein.

Nun noch ein besonderes Merkmal: Bei der Untersuchung der menschlichen DNA, die in diesem Blut vorhanden ist, lässt sich kein genetisches Profil erstellen, durch das man, wie bei anderen DNA-Untersuchungen z.B. einen Vater nachweisen kann, wie das auch bei Vaterschaftstests gemacht wird. Dieser Nachweis war auch am Blut des Turiner Grabtuchs und bei anderen eucharistischen Wundern nicht möglich, da Jesus wirklich keinen irdischen Vater hat. Es ist so, wie wir es im Glauben bekennen: Er ist empfangen durch den Heiligen Geist.

 

Gib mir dein Herz, mein Sohn!

herz-jesu-07Eines der bekanntesten Herz-Jesu-Bilder ist das Bild, das der Künstler Pompeo Girolamo Batoni (1708- 1787) im Jahre 1760 gemalt hat. Mit der Entstehung des Bildes hat es eine besondere Bewandtnis. Batoni war zu seiner Zeit einer der bekanntesten und besten Maler Roms.

Der römische Jesuitenobere P. Dominikus Calvi gab ihm den Auftrag, für das Professhaus der römischen Jesuiten ein Herz-Jesu-Bild zu schaffen. Batoni, der selbst ein tief gläubiger Mann und Herz-Jesu-Verehrer war, wollte sich an die Arbeit machen. Aber es fehlte ihm die Inspiration, wie er dieses unendliche Liebe des Herzens Jesu im Bild zum Ausdruck bringen sollte. Auch im Gebet und in Exerzitien, zu denen er sich zurückzog, kam ihm keine Idee. Seine innere Not war schon groß geworden. Eines Morgens machte er sich nach dem Besuch der hl. Messe auf den Heimweg, da begegnet ihm ein Bettler und bat ihn um ein Almosen. Meister Batoni entsprach dieser Bitte etwas zögernd, weil er nur ein größeres Geldstück bei sich hatte, mit dem er sich eigentlich ein Frühstück gönnen wollte. Doch in dem Moment, als er dem Bettler die Münze hinreichte, erhörte Gott das stille Gebetsanliegen des Malers. Der Bettler legte nämlich seine linke Hand ans Herz und streckte gleichzeitig die rechte Hand bescheiden aus, um die Gabe entgegenzunehmen. Als Batoni das sah, wurde er augenblicklich inspiriert, denn im Blick auf den Bettler gingen seine Gedanken unmittelbar zu Jesus, der auch seine Hand uns gegenüber ausstreckt, um unsere Gegenliebe für Seine große Erlöserliebe zu erbitten und zu empfangen, nach dem Schriftwort: “Gib mir dein Herz, mein Sohn!“ (Spr 23,26). Nach diesem Erlebnis eilte Batoni nach Hause, entwarf in einem Schwung das Bild und malte es binnen kurzer Zeit zur vollen Zufriedenheit seines Auftraggebers. Heute befindet sich dieses Bild in Rom in der Kirche “Il Gesù”. Tausende Male kopiert, ist Batonis Gemälde bis heute das bekannteste Gnadenbild des Herzens Jesu.

Mit diesem Jahr der Barmherzigkeit bietet uns Jesus gleichsam mit der einen Hand die Liebe seines Herzens an. Aber er erwartet von uns, dass wir uns selber, unser Herz, ganz in seine Hand geben. Wir können dies tun vor allem im Gebet in der heiligen Messe und in der heiligen Beichte.

 

Der leere Stuhl

Jesu-Herz2Ein Priester berichtete aus seiner seelsorglichen Erfahrung folgende Begebenheit:

Ein alter Mann war krebskrank und lag im Sterben. Die Tochter bat einen Priester der Pfarre, dass er zu ihrem Vater komme. Als der Priester in das Haus kam, stellte sich heraus, dass die Tochter den Kranken gar nicht über seinen Besuch informiert hatte. Der Priester sagte: “Als ich den leeren Stuhl vor ihrem Bett sah, dachte ich, sie wüssten, dass ich komme.” – “Oja, der Stuhl”, sagte der Mann und begann zu erzählen, was es mit dem Stuhl neben seinem Bett auf sich hatte.

Sein ganzes Leben lang habe er nicht gewusst, wie man richtig betet. Auch in Schriften, die der Pfarrer ihm gab, fand er keine Antwort, wie er es machen sollte. So hatte er lange nicht mehr gebetet. Vor etwa vier Jahren habe ihm aber ein Freund das Beten so erklärt: “Gebet ist nichts als eine einfache Art, mit Jesus zu sprechen. Ich schlage dir folgendes vor: Setz dich auf einen Stuhl, stelle einen leeren Stuhl dir gegenüber und sieh im Glauben Jesus auf diesem Stuhl. Er hat ja versprochen: ‘Ich werde alle Tage bei euch sein’. Dann sprich einfach zu ihm und hör ihm zu, so, wie du es gerade mit mir tust.'”

Das hat der Mann versucht; und es hat ihm so gut gefallen, dass er mehrere Stunden am Tag so betete. Aber er wollte sich bei dieser Art seines Betens nicht von seiner Tochter erwischen lassen, damit sie nicht denke, er sei verrückt geworden.

Der Priester war tief berührt von diesem Zeugnis und ermutigte den alten Mann, den Weg weiterzugehen und spendete ihm dann die Krankensalbung.

Zwei Tage später rief die Tochter an und teilte dem Priester mit, dass ihr Vater am Nachmittag verstorben war – alleine – da sie gerade kurz außer Haus war, um etwas zu besorgen. Sie sagt: “Aber da ist noch etwas Seltsames, Herr Pfarrer. Mehr als seltsam, geradezu bizarr. Er starb mit dem Kopf auf dem Stuhl neben seinem Bett!”