Wie stirbt ein Atheist?

Im Jahr der Priester 2009/10 hat der Heilige Vater die Priester eingeladen, zum Thema “Sternstunden im Priesterleben” Erlebnisberichte an ihn zu senden. Aus den etwa 1000 Berichten hier der Bericht von Pfarrer Carlos Morin aus Kolumbien:

Ich war Kaplan in der Klinik Santa Fe in Bogota. Eines Tages wurde ich zu einem Patienten gerufen, wo mir nicht gesagt worden war, dass er ein Atheist war, ungläubig.Wie ich sein Zimmer betrete, fragte er mich: “Bist du Priester?” “Ja, mein Herr.” “Dann verschwinde! Denn ich brauch keinen Pfarrer.” Ich bin aber geblieben, schweigend und ohne mich zu bewegen. “Warum gehst du nicht?”, fragte er genervt. Meine Antwort kam völlig unüberlegt, wie aus einem Instinkt heraus: „Schau lieber Freund, in meinem Leben habe ich so einige heilige Menschen sterben sehen. Aber ich hab noch nie gesehen, wie ein Atheist stirbt. Drum bin ich dageblieben”. Es vergeht ein wenig Zeit im Schweigen. Dann macht er die Augen auf und sagt: “Setz dich her da! Wir reden.” Ich bin zwei Stunden bei ihm geblieben. Es war die Zeit, in der er gebeichtet hat. Am Morgen darauf ist er gestorben.

Der hl. Josef hilft zu einer guten Beichte

Am 19. März feiern wir das Hochfest des hl. Josef. Der hl. Josef ist ein großer Nothelfer, auch in seelischer Not. Ein schönes Zeugnis über seine Hilfe kann auch uns ein Ansporn sein:

“Ich hatte mich in meiner Jugend durch ein Gelübde der Keuschheit gebunden. Dann aber hatte ich das Unglück, dasselbe zu brechen. Voll Scham über mein Versagen, wagte ich die Sünde nicht zu beichten und missbrauchte die heiligen Sakramente. Mein schlechtes Gewissen fand keine Ruhe, weder am Tag noch in der Nacht. Ich sah mich immer nahe daran, in die ewigen Flammen zu stürzen. In meinem verwirrten und traurigen Zustand fiel es mir ein, meine Zuflucht zum heiligen Josef zu nehmen. Das war ein guter Einfall. Gott gab mir die Gnade, ihn zu befolgen. Ich betete neun Tage lang mit aller Andacht die Sankt-Josefs-Tagzeiten. Kaum war diese Andacht beendet, wich meine falsche Scham und ich konnte im Beichtstuhl ohne Widerstand ehrlich meine Sünden bekennen. Somit endeten meine Qualen. Durch dieses Erlebnis lernte ich die Macht des heiligen Josef kennen. Ich nahm sein Bildnis zu mir in der Absicht, mich nie mehr von demselben zu trennen. Von der Zeit an konnte ich alle Versuchungen überwinden und empfing so viele Gnaden, dass ich nie genug dafür danken kann.”

Der würdige Empfang der heiligen Kommunion

Kardinal Antonio Cañizares Llovera, der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, hat in einem Interview zur Frage des Kommunionempfangs Stellung genommen. Die von ihm geleitete Kongregation bereite ein Dokument vor über den würdigen Empfang der hl. Kommunion. Darin wird den Katholiken nahe gelegt werden, die heilige Kommunion kniend in den Mund zu empfangen, denn dies sei die würdige und angemessene Form, wie sie auch Papst Benedikt XVI. wieder bei den päpstlichen Liturgien eingeführt habe.

Diese Haltung sei deshalb der angemessene Ausdruck, weil „der Kommunionempfang eine ganz besondere Form der Anbetung und Anerkennung Gottes ist. Es geht um das Wissen, dass wir uns in der direkten Gegenwart Gottes selbst befinden, dass Er zu uns gekommen ist und wir nicht würdig sind.” Der Präfekt betonte, dass der Kommunionempfang in dieser Form “das Zeichen der Anbetung ist, das es wiederzugewinnen gilt. Ich denke, es ist notwendig, dass in der ganzen Kirche die heilige Kommunion kniend empfangen wird“.

Zur seit den 70er Jahren weitverbreiteten Praxis der stehenden Kommunion meinte der Kardinal: “Wer im Stehen die heilige Kommunion empfängt, muss eine Kniebeuge machen oder sich tief verneigen, was aber nicht gemacht wird.“

“Wenn wir den Kommunionempfang banalisieren, banalisieren wir alles. Wir können aber nicht einen so bedeutsamen Augenblick wie den Kommunionempfang, die Realpräsenz Christi, des Gottes, der Liebe ist, … verlieren.“

Es wird auch notwendig sein, „die liturgischen Missbräuche zu korrigieren, vor allem durch eine gute Ausbildung: Ausbildung der Seminaristen, Ausbildung der Priester, Ausbildung der Katecheten, Ausbildung aller christlichen Gläubigen“.

Die Ausbildung muss sicherstellen, dass “gut und würdig zelebriert werde im Einklang mit den Vorschriften der Kirche, denn das ist die einzige Form, um die Eucharistie authentisch zu zelebrieren.“

Regelmäßige Beichte – Flecken auf dem Tischtuch

Die Kirche gibt uns die Weisung, dass wir wenigstens einmal im Jahr, besonders vor Ostern, zur Beichte gehen sollten. Aber wer aufrichtig danach strebt, ein christliches Leben, d.h. ein Leben in persönlicher Freundschaft mit Jesus zu führen, der wird bald bemerken, dass er immer wieder der Erneuerung und Reinigung des Herzens bedarf, damit er nicht oberflächlich und gleichgültig wird.
Eine junge, gläubige Mutter hat einmal Zeugnis darüber gegeben, wie sie den Sinn der regelmäßigen Beichte erkannt hat. Sie erzählt:

“Eines Morgens beim Frühstück, wie ich gerade ein paar Flecken auf dem Tischtuch anstarre und mir überlege, ob ich es nicht schon bald in die Waschmaschine stecken sollte, hatte ich plötzlich ‚meine‘ Antwort: Immer wenn ich ein frisches Tischtuch auflege, passen wir besonders auf, nicht den kleinsten Fleck zu verursachen. Aber schon nach ein paar Tagen, nachdem sich unweigerlich erste Knitterfalten und die unvermeidlichen Flecken zeigen, ist die ganze Vorsicht dahin. Die Decke muss ohnehin gewaschen werden und im Nu gesellen sich dank großzügigerer Handhabung weitere Flecken dazu…
So wurde mir klar, dass es sich mit unserem Sündenregister ähnlich verhält. Anfangs passen wir auf unsere unmittelbar nach der Beichte noch reine Seele auf. Dann kommen trotz Achtgebens die ersten leichten Sünden, unsere Seele bekommt sozusagen die ersten Knitterfalten und Flecken. Und nach einiger Zeit schleicht sich der Gedanke ein, ‚jetzt ist es eh schon wurscht‘. Allmählich hält die Lauheit fröhlich Einzug.”

Der hl. Paulus sagt: “Die Liebe Christi drängt uns” 2 Kor 5, 14. Sie drängt uns, zu erkennen, was der Herr durch sein Kreuz für uns getan hat, und sie drängt uns, in der Nachfolge Christi nicht gleichgültig zu sein wegen der Sünden.

Eucharistisches Wunder – es ist der Leib Christi

Im kleinen Ort Sokólka im Erzbistum Bialystok in Polen hat sich vor einigen Monaten ein eucharistisches Wunder ereignet. Während der Spendung der hl. Kommunion war eine konsekrierte hl. Hostie zu Boden gefallen. Der Priester hat sie – da er sie nicht konsumierte – in ein dafür vorgesehenes Gefäß mit Wasser gegeben, damit sich die Brotsgestalt auflöse. Dies ist von der Kirche für solche Fälle vorgesehen. Nach einigen Wochen stellte der Pfarrer aber fest, dass sich das Wasser rot gefärbt hatte. Und es zeige sich, dass sich die hl. Hostie in ein fleischliches Gewebe gewandelt hatte. In zwei unabhängigen ärztlichen Untersuchungen wurde festgestellt, das es sich um ein Stück aus einem menschlichen Herzen handelt, dass im Todeskampf liegt.

Die weitere genaue Prüfung der Umstände ergab, dass kein Betrug dahinter sein konnte. Die Untersuchungskommission betonte in einer abschließenden Stellungnahme. “Das Ereignis in Sokólka steht nicht im Widerspruch zur Lehre der Kirche, eher wird diese dadurch bestätigt. Die Kirche bekennt, dass sich nach den Konsekrationsworten durch die Macht des Heiligen Geistes das Brot in den Leib Christi und der Wein in sein Blut verwandeln. Das Ereignis stellt auch einen Aufruf dar, dass die Eucharistiespender mit Glauben und Aufmerksamkeit den Leib des Herrn verteilen und die Gläubigen ihn mit Ehrfurcht empfangen.”

Gott kommt durch das erste, zweite, dritte Tor

In der Zeitschrift „Echo aus Afrika und anderen Erdteilen (1/2006)“ berichtete ein Gefängnispfarrer, der monatlich in einem Staatsgefängnis für die Insassen die hl. Messe feierte, über seine Erfahrungen:
Einmal war er ganz mutlos geworden wegen der scheinbaren Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Häftlinge. Es erschien ihm sinnlos, den Dienst weiter zu machen.

Von Widerwillen und Entmutigung übermannt, sagte er einmal bei der Predigt zu den Häftlingen: „Ich komme Monat für Monat hierher. Die meisten von euch haben vorher noch nie eine Messe erlebt. Ihr kommt nur, weil ihr nichts anderes zu tun habt. Hat es überhaupt eine Bedeutung für euch? Sagt etwas!”

Er wartete eine Weile niemand rührte sich. Für ihn war dies das Zeichen für den Schlussstrich. Er wollte nicht mehr zur Messe kommen. Da stand ein Mann auf. Er war grau und hager und hatte einen zerzausten Bart und sagte: „Wir wurden von der Regierung hier hereingesteckt. Man hat uns vergessen. Fast niemand kommt uns besuchen, höchstens ein paar Frauen. Sogar unsere Verwandten schämen sich für uns. Wenn jemand kommt, muss er stundenlang warten. Von denen, die herein dürfen, sind wir durch eine Gitterwand getrennt und sehen nur einen Schatten von ihnen. Wir können sie nicht berühren. Sie werden schon bald wieder weggeschickt. Aber wenn wir Messe haben, kommt Gott durch das erste Tor, er kommt durch das zweite Tor und das dritte Tor und ist hier bei uns drinnen.” Er setzte sich und alle schwiegen. Keiner machte eine Bewegung. Dieser Mann sagte nicht: „Wir sind glücklich, dass Sie kommen.” Er sagte auch nicht: „Kommen Sie wieder.” Nein, er sagte kein Wort des Dankes. Er schien den Priester als Menschen überhaupt nicht zu sehen. Seine Gedanken gingen über das Menschliche hinaus. Er dachte an den, der darüber stand, an Gott, der durch den Priester und durch die hl. Messe auch diese Armen im Gefängnis besucht.

Dieses Wort des Gefangenen war für diesen Priester eine große Gnade und er war von seiner Mutlosigkeit geheilt. Ihm war klar geworden, dass Gott auch in den Herzen dieser Menschen wirkt, und dass durch sein Kommen und die Feier der heiligen Messe der Herr selber zu den den Menschen kommt.

Der Priester ist nur Diener und Werkzeug in den Händen des Herrn, er darf sich nicht zwischen Gott und sein Volk stellen.

Ehrfurcht vor der Eucharistie

In einem Interview mit der spanischen Zeitung La Razón sprach der neue Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentnordnung im Vatikan, Kardinal Antonio Cañizares Llovera, unter anderem über die Bedeutung des ehrfürchtigen Empfangs der heiligen Kommunion. Es kann „nicht nur eine Formsache“ sein.

“Was bedeutet es, die Kommunion in den Mund zu empfangen? Was bedeutet es, vor dem Allerheiligsten Sakrament zu knien? Was bedeutet es, während der Wandlung in der Messe zu knien? Es bedeutet Anbetung, es bedeutet, die wirkliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie anzuerkennen“, sagte der bisherige Erzbischof von Toledo.

„Deshalb ist es nicht dasselbe, die Hand hinzuhalten und die Kommunion irgendwie zu empfangen, als es in respektvoller Weise zu tun. Es ist nicht dasselbe, die Kommunion stehend oder kniend zu empfangen, weil all diese Zeichen auf eine tiefe Bedeutung hinweisen. Wohin wir gelangen müssen ist diese tiefe Haltung des Menschen, der sich selbst vor Gott niederwirft. Das ist es auch, was der Heilige Vater will.“

Apostolische Sukzession

Die Kirche hat ihren Ursprung im Willen und im historischen Wirken Christi, und der Bischof hat die Aufgabe, den Ursprung der Kirche zu vergegenwärtigen. Er ist ja ein Nachfolger der Apostel und ohne Bischof wäre die Kirche nicht apostolisch. Ein Bischof wird selbst geweiht von einem anderen Bischof, der ebenso seine Bischofsweihe von einem anderen empfangen hat, und so geht es weiter zurück.

Der bischöfliche Stammbaum geht so bis auf die Apostel. Darum ist das Bischofsamt ein apostolisches Amt. Durch die Weihe wird immer jene Vollmacht und Sendung übertragen, die Jesus selbst den Aposteln gegeben hat. Diese ununterbrochene Kette der Inhaber des Bischofsamtes nennt man die apostolische Sukzession. Sie verbindet die Kirche unserer Zeit auf historische und auf geistliche Weise mit dem Apostelkollegium des Ursprungs. Der Bischof in Einheit mit dem Bischof von Rom, dem Papst, wird so zum Garanten für den rechten Glauben an Christus. Darum ist es wichtig, dass wir unseren Bischof mit unserem Gebet und mit der Treue zum Lehre der Kirche stützen.

Firmung – Starksein im Heiligen Geist

Unser Firmtag war zugleich unser persönlicher Pfingsttag, an dem die “Kraft von oben” über uns gekommen ist. Leider leben oft zu wenig bewusst aus der Kraft dieses Sakramentes. Einige Überlegungen können uns hier vielleicht wieder weiterhelfen.

Vom Wortsinn her bedeutet Firmung nichts anderes als Stärkung. Wer gefirmt wird, empfängt von Gott die Gnade des Heiligen Geistes, damit er seinen Glauben an ihn durch Wort und Tat gleichsam von Amts wegen öffentlich und in allen Lebenslagen bekennt. Die Firmung ist die Vollendung der Taufe und sie will uns zu einem Starksein im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe führen. Was dies bedeutet, sei hier noch mit einem Bild erläutert.

Im alten Firmritus gab es den sogenannte Backenstreich. Nach der Salbung mit dem Chrisam und den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“, bekam man vom Bischof mit zwei Fingern einen symbolischen Schlag auf die Wange. Das war gleichsam ein Ritterschlag, der den Gefirmten als Soldaten Christi kennzeichnen sollte. Er soll als Gefirmter bereit sei, für Christus zu kämpfen und sogar zu sterben.

Von diesem Backenstreich war früher vor der Firmung oft die Rede. Die älteren Kinder, die schon gefirmt waren, haben denen, die noch gefirmt werden sollten, die schaurigsten Geschichten erzählt, um ihnen ein wenig Angst zu machen.
Unter anderem wurde da gesagt: „Du bekommst vom Bischof einen solche Watschn, dass es dich umwirft. Aber wenn du aufrecht stehen bleibst und keine Miene verziehst, dann bist du erst richtig gefirmt.“ Das war natürlich eine phantasievolle Übertreibung. Aber wenn man darüber nachdenkt, dann trifft dieses Bild genau auf das zu, was die Firmgnade bedeutet, was sie bewirken will und was es heißt, aus dieser Gnade zu leben.

Gefirmt sein bedeutet ja nichts anderes als ein standfester Christ, ein gläubiger, fest in Gott verankerter Mensch zu sein, den nichts im Leben, gleich was auch kommen mag, aus der Bahn werfen und zu Fall bringen kann. Er lässt sich durch niemanden und durch nichts vom Vertrauen auf Gott und von der Treue zu seinen Geboten abbringen, weil er aus der Kraft des Heiligen Geistes lebt und nicht aus eigener Kraft.

Wir werden in unserem Leben erfahren, dass Schicksalsschläge uns treffen, die uns umzuwerfen drohen; wir werden erleben, dass Lebenslasten, Leiden und Krankheiten, aber auch Verfolgung, Spott und Verleumdung über uns kommen, die uns niederdrücken und mutlos machen können; wir werden spüren, dass uns auch mächtige Versuchungen von innen her bedrängen und zu Fall bringen möchten. Es überkommen uns Ängste und Befürchtungen verschiedenster Art, die uns zu lähmen drohen. Wir geraten in Prüfungen, in denen wir uns ohnmächtig fühlen. Das alles gibt es in unserem Leben, und der Heilige Geist wird uns vor solchen Bedrängnissen nicht bewahren. Wir werden die “Schläge” von außen und innen spüren. Aber – und das ist das Entscheidende – wir haben keinen Grund, uns von solchen Schlägen umwerfen zu lassen, daran zu Fall zu kommen oder deswegen mutlos zu werden. Denn wir haben den Heiligen Geist, der uns stark und standhaft macht. Wir sind ja gefirmt. Ein standhafter Christ ist nicht ein Mensch, der solche Bedrängnisse nicht mehr hat und der sie nicht mehr empfindet, sondern ein Mensch, der sie sehr wohl erfährt, doch ihnen im Vertrauen auf den Heiligen Geist nicht mehr nachgibt.

Denn er weiß, wie der hl. Paulus sagt: “Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an.” Nicht aus eigener Kraft hält er in den Bedrängnissen des Lebens stand, sondern in der Kraft seiner Firmung. In dieser Kraft wird er sogar im letzten Kampf standhaft bleiben und in der Liebe ausharren, wenn es gilt zu sterben. Auf diese Weise wird er den Siegeskranz des ewigen Lebens gewinnen. Bedenken wir also immer neu, was an uns geschehen ist, als wir gefirmt wurden. Der Heilige Geist ist unser Beistand, unser Tröster und die Kraft von oben. Wer auf ihn vertraut, wird zu einem Zeugen Christi. Er gibt das schönste Zeugnis, nämlich das Zeugnis vom Gnadenwirken und der Kraft Gottes in seinem Herzen.

Eucharistische Gegenwart des Herrn – “Da fielen sie nieder und beteten an.”

Das Jahr der Eucharistie ist mit der Bischofssynode in Rom zu Ende gegangen. Der Höhepunkt dieses Jahres war sicherlich der Weltjugendtag in Köln. Aus den vielen geistlichen Früchten, die er für die daran beteiligten Jugendlichen gebracht hat, sei nur ein Zeugnis herausgegriffen:

Beim Nachtreffen einer Gruppe von Jugendlichen aus Irland erzählte ein junger Mann: Das Wichtigste, das ihm beim Weltjugendtag aufgegangen sei, war das Geheimnis der Eucharistie. Während er mit seine Gruppe auf die Ankunft des Heiligen Vaters wartet, waren sie in eine Kirche zum Gebet gegangen. Aber nach einer Zeit war es für sie wegen der vielen Menschen nicht mehr möglich auf den Platz zu gelangen, wo der Heilige Vater ankam. Sie mussten in der Kirche bleiben und er konnte nur den Jubel der Menge hören.

Als er auf den Tabernakel blickte, wurde ihm plötzlich mit tiefer Klarheit bewusst: Der, dem die Leute da draußen zujubeln, ist nur der “Stellvertreter Christi”. Aber hier im Allerheiligsten Sakrament ist mehr. Hier ist Jesus selbst!! – Was dieser junge Mann erfahren hat, das hat der Heilige Vater den Jugendlichen nahegelegt, als er über die Anbetung der drei Weisen sprach: ”Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und beteten es an … das ist nicht eine weit entfernte, lang vergangene Geschichte. Das ist Gegenwart. Hier in der heiligen Hostie ist ER vor uns und unter uns. Wie damals verhüllt er sich geheimnisvoll in heiligem Schweigen, und wie damals offenbart er gerade so Gottes wahres Gesicht. Er lädt uns ein zu der inneren Wanderschaft, die Anbetung heißt. Machen wir uns auf diesen inneren Weg und bitten wir ihn, dass er uns führe.”