Boxerkind – überlebt in einer Welt ohne Liebe

In seinem nun auch in deutscher Sprache erschienenen Buch Boxerkind, erzählt Tim Guénard seine Lebensgeschichte, eine Geschichte voller Verletzungen und Brutalität. Im Alter von 3 Jahren wird Tim von seiner Mutter ausgesetzt. Er landet daraufhin beim Vater, der ihm mit brutaler Gewalt begegnet. Mit 5 schlägt ihn sein Vater halbtot. Sein Körper ist vollständig demoliert.

Nach langem Krankenhausaufenthalt landet er auf dem Waisenkindermarkt. Dort muß er feststellen, daß nur hübsche Kinder genommen werden. So kommt er zunächst in ein Irrenhaus und später zu einer Pflegemutter, die ihn auf’s schlimmste quält. Nachdem er wieder mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus kommt, gibt man ihm eine zweite Chance. Mit 10 Jahren gelangt er als Pflegekind auf einen Bauernhof, wo man ihn das erste Mal in seinem Leben menschlich behandelt. Damals hat er schon einige Selbstmordversuche hinter sich. Doch das Glück am Bauernhof dauert nur kurz. Wieder geht’s ins Erziehungsheim, das er als Gefängnis empfindet. Mit 12 reißt er schließlich von dort aus und schlägt sich nach Paris durch, wo er schnell in die Hände von Gaunern gelangt, die ihn zum Prostituiertenräuber machen. Mit 14 arbeitet er als Gigolo am Montparnasse, schläft nachts in einer Fahrradabstellkammer, ständig in Angst, von der Polizei aufgegriffen zu werden. Schließlich wird er entdeckt und wieder in ein Heim gesteckt. Mit 15 begegnet er einer Richterin, die ihm die Chance seines Lebens beschert: Tim darf eine Ausbildung als Steinmetzlehrling beginnen. Um seine Aggressionen abzubauen, beginnt er zu boxen und wird schnell zum gefeierten Champion.

Die Begegnung mit Behinderten in der Gemeinschaft Arche verändert sein Leben von Grund auf. Er erkennt erstmals: das Leben besteht nicht nur aus Kampf und Gewalt. Er entdeckt Gottes Liebe. Langsam heilen auch seine Wunden. Mit 23 feiert er Hochzeit.

Heute ist er 47 Jahre alt, lebt mit seiner Frau und vier Kindern als Bienenzüchter und Bildhauer in der Nähe von Lourdes. Boxerkind erzählt unglaublich berührend die Geschichte vom gewalttätigen Boxer und Schläger, der zum großen Liebenden wird, heute Drogenabhängigen und Straffälligen hilft und mit Behinderten zusammenlebt. Guénards Geschichte zeigt, dass die Liebe Gottes selbst die dunkelsten Schatten und schlimmsten Verletzungen zu heilen vermag.

Vgl. Vision 2000

Das Erdreich der Seele bereiten

Der heilige Kirchenlehrer Bernhard von Clairvaux (1090-1153), nach einem Bild in der Kathedrale von Troyes (15. Jhd.). Sein Gedenktag wird am 20. August gefeiert.

Mit seiner heiteren, erfreuenden, gewinnenden Frömmigkeit hat der hl. Bernhard viele junge Männer um sich gesammelt und für ein Leben im Kloster nach den evangelischen Räten begeistert. Schon zu seinen Lebzeiten gab es durch sein Wirken 167 Gründungen von Zisterzienserklöstern in ganz Europa. Die Mönche widmeten sich dem Gotteslob und harter Arbeit (Rodungen und Kultivierung des Landes). So erneuerte Bernhard die Kirche und so prägte er sein ganzes Zeitalter.

Papst Benedikt XVI. schreibt in seiner Enzyklika „spe salvi: „Bernhard sagt zwar ausdrücklich, dass auch das Kloster das Paradies nicht wiederherstellen könne, aber es müsse doch als eine Rodungsstätte praktischer und geistlicher Art das neue Paradies vorbereiten. Wildes Waldland wird fruchtbar – gerade da, wo zugleich die Bäume des Hochmuts gefällt, der Wildwuchs der Seele gerodet und so das Erdreich bereitet wird, auf dem Brot für Leib und Seele gedeihen kann. Sehen wir nicht gerade angesichts der gegenwärtigen Geschichte wieder, dass da keine positive Weltgestaltung gedeihen kann, wo die Seelen verwildern?” (Spe salvi, 15)

Anschauliche Lehren des heiligen Philipp Neri

Der hl. Philipp Neri hat im 16. Jahrhundert in Rom als Priester gelebt und gewirkt. Er wird sogar der „Apostel Roms“ genannt. Denn mit seiner äußerst liebevollen und zugleich humorvollen Art hat er viele Menschen angezogen und sie im Glauben weitergeführt. Es werden viele Geschichten von ihm erzählt, denn er griff hin und wieder zu drastischen Maßnahmen, um den Menschen bestimmte Wahrheiten des Glaubens einzuprägen. Eine dieser Begebenheiten könnte uns helfen, die heilige Kommunion wieder bewusster zu empfangen und an seine Gegenwart in uns zu denken.

Es wird erzählt: Die Baronin Pomilia de Rossi, die in Santa Maria Novella (der Kirche, die Philipp Neri betreute) immer zur hl. Messe ging, hatte die Gewohnheit, gleich nach der Kommunion die Kirche zu verlassen, ohne eine Danksagung zu halten und den Schluss abzuwarten. Als es wieder einmal geschah, drückte der hl. Philipp Neri nach der Messe seinen vier Ministranten in der Sakristei ein brennende Kerze in die Hand gab ihnen Anweisungen und sagte: „Schnell, eilt der Baronin nach!“ Als sie die Baronin erreicht hatten gingen sie mit den Kerzen neben ihr her. Die Baronin fuhr die Ministranten an: „Was macht ihr da?“ Sie antworteten Ihr: „Don Philippo hat uns geschickt.“ Da kam er auch schon selbst des Weges. Er zog den Hut und sagte: “Frau Baronin haben gerade kommuniziert. Noch ist Christi Leib, das eucharistische Brot, nicht vergangen. Zu den Vorschriften der Kirche gehört es: Das allerheiligste Sakrament muss mit Kerzen begleitet sein, wenn man es über die Straße trägt. Deshalb schickte ich die Kerzenträger nach.” Donna Pompilia de Rossi bekam einen roten Kopf, dass man es unter der Schminke sehen konnte, sagte leise “Madonna mia”, drehte sich auf dem Absatz herum und ging wieder in die Kirche. Von nun an lief sie nie wieder zu früh aus der heiligen Messe fort.

In einer andere Begebenheit wird erzählt, wie er einer Frau, die gerne über die anderen redete und schlechte Dinge weitererzählte, anschaulich bewusst machte, dass sie damit einen Schaden anrichtet den man nicht wieder gut machen kann. Als diese Frau bei ihm einmal zur Beichte kam, gab er ihr als Buße auf, ein Huhn zu schlachten, es ihm zu bringen und auf dem Weg gleich zu rupfen. Sie machte es so wie er gesagt hatte, und brachte ihm das Huhn. Er sagte dann zu ihr, sie solle jetzt zurückgehen und auch die Federn wieder einsammeln, die sie auf dem Weg ausgestreut habe. Sie aber meinte, dass dies unmöglich sei, da der Wind die meisten zerstreut habe. Genauso, so erklärte er ihr, ist es mit den schlechten Dingen, die man weitererzählt. Man kann sie nicht mehr einsammeln. Sie werden in alle Richtungen zerstreut und richten viel Schaden an, den man nicht wieder gut machen kann.

Hl. Antonius – Liebe zum Jesuskind

Der hl. Antonius, der Patron unserer Kirche, dessen Fest wir wieder am 13. Juni feiern, wird meist mit dem Jesuskind auf dem Arm dargestellt. Dies geht auf eine Begebenheit im Leben des Heiligen zurück. Antonius war bei einem Grafen zu Gast und dieser wollte in der Nacht zu ihm gehen, um mit ihm zu sprechen. Aus der Kammer des Heiligen drang aber ein so heller Lichtschein, dass der Graf einen Brand vermutete und erschrocken die Tür aufriss. Er fand Antonius lächelnd vor, in seinen Armen das strahlende Jesuskind haltend. Der Augenzeuge durfte erst nach dem Tode des Heiligen von diesem Geschehnis berichten.

Antonius war von einer innigen Liebe zu Jesus als Kind erfüllt. Darin spiegelt sich auch seine kindliche Einfachheit wider, sein kindlicher Glaube, mit dem er Wunder wirken konnte.

Die Liebe zum Jesuskind kann auch uns helfen, in der Haltung der Gotteskindschaft zu wachsen. Wenn wir einem kleinen Kind, das noch kaum sprechen kann, begegnen und mit ihm Kontakt aufnehmen möchten, dann versuchen wir meist, es durch liebevolles Reden und durch unser Lächeln auch zum Lächeln zu bringen.

Der Anblick eines kleinen Kindes macht uns heiter, froh, kindlich, umso mehr noch die Betrachtung des Jesuskindes. Und wir werden auch versuchen, dem Jesuskind, dem wir auch in unseren Mitmenschen begegnen, freundlich zuzulächeln und es mit liebevollen Worten zu erfreuen. Kindsein vor Gott ist eine Seelenhaltung. Gott verbirgt sich vor denen, die sich gescheit und klug vorkommen. Aber er offenbart sich den Unmündigen, den Kindern.

So fand ich den Weg zum Glauben wieder

Mit 18 Jahren war ich beim Militärdienst. Ich wurde nach Paris einberufen. Zum erstenmal in meinem Leben wohnte ich unter Menschen, die gar keinen Glauben hatten. Unter 30 Soldaten auf unserem Zimmer war ich der einzige, der am Sonntag zur Kirche ging.

In dieser Situation begann ich zu zweifeln. Denn meine Kameraden waren im Grunde aufrichtig und sympathisch. Und doch kümmerten sie sich weder um Kirche noch um Religion. Also konnte man auch ohne Glaube auskommen. Und übrigens, warum sollte gerade ich alleine recht haben und alle anderen im Irrtum sein?

So wurde ich im Herzen allmählich ungläubig. Es wurde dunkel in mir. In dieser Finsternis gab mir Gott ein Licht. Ich hatte eine Tante, die ich sehr schätzte, Tante Teresa. Sie war Krankenschwester und die Güte selbst. Sie hatte nicht geheiratet und war ihr Leben lang die stille Helferin in aller seelischen und körperlichen Not für unzählige Menschen gewesen.

Einen Soldatenurlaub nutze ich aus, um Tante Teresa aufzusuchen. Sie wohnte in einem größerem Dorf in der Nähe von Paris.

Nachmittags ging ich alleine spazieren und saß eine Zeitlang auf einem Brückengeländer über einem schönen Fluss. Da kam ein älterer Landstreicher vorbei und machte bei mir Rast. Wir kamen ins Gespräch. Auf einmal zeigte er auf das Haus meiner Tante: “Siehst du das kleine Häuschen da drüben”, sagte er voller Begeisterung, “da wohnt die beste Frau in der ganzen Umgebung. Sie hat selbst kaum was, und doch tut sie alles, um unsereinem zu helfen.”

In diesem Augenblick ist mir klar geworden: Meine Tante ist der weitaus beste Mensch, den ich kenne, und sie ist ein tiefgläubiger Christ. Musste nicht ein Glaube, der eine solche Liebeskraft schenkt, wahr sein? So fand ich den Weg zum Glauben wieder.

Zum Muttertag

Wir wären nie gewaschen
und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher
und schmutzig wär das Hemd;
wir äßen Fisch mit Honig
und Blumenkohl mit Zimt,
wenn Du nicht täglich sorgtest,
dass alles klappt und stimmt.
Wir hätten nasse Füße
und Zähne, schwarz wie Ruß
und bis zu beiden Ohren
die Haut voll Pflaumenmus.
Wir könnten auch nicht schlafen,
wenn du nicht vorher kämst
und uns bevor wir träumen,
in deine Arme nähmst.
Und trotzdem: Sind wir alle
auch manchmal eine Last,
was wärst du ohne Kinder!
Sei froh, dass du uns hast!

Das Schicksal der Männer sind die Mütter

Ein Gefängnisseelsorger berichtete folgendes: Er kam in die Zelle eines Strafgefangenen. Der Häftling machte den Priester auf ein Spruchbild aufmerksam, das er sich selbst verfertigt und an die kahle Wand gehängt hatte. Auf dem Bilde stand: “Das Schicksal der Männer sind die Mütter.“

„Sehen Sie, Herr Pfarrer“, sagte der Sträfling, „im Gefängnis hat man Zeit, über manches nachzudenken, und das Ergebnis meines Nachdenkens ist dieser kleine Spruch da: ,Das Schicksal der Männer sind die Mütter.’ Eine gute Mutter ist für die Kinder ein Segen, eine schlechte Mutter aber ein schrecklicher Fluch.“ Mehr sagte der Mann nicht.

Sie ging mit Gott einen wunderbaren Tausch ein

Man kennt weder das Jahr noch den Tag, da Aleth (Alice, Elise) de Montbard, ein Sprößling des französischen Hochadels, geboren wurde, und von ihrem frühen Tod im Alter von etwa fünfunddreißig Jahren weiß man nur, dass er in das Jahr 1106
oder 1107 fällt.

Aleths Eltern hatten das Kind nach mittelalterlichem Brauch bereits vor der Geburt Gott versprochen, das heißt, sie sollte einmal ins Kloster gehen. Aleth war als Mädchen mit dem Versprechen der Eltern durchaus einverstanden. Aber da begegnete ihr eines Tages die Liebe in der Gestalt des jungen Grafen Tezelin de Fontaineles Dijon. Das Herz von Aleth fing Feuer, und bald schon kam sie zur Überzeugung, dass sie für die Ehe bestimmt war. Weil sie aber auch das Gelöbnis der Eltern achten wollte, schlug sie Gott vor, dass sie ihm alle Kinder, die er ihr schenken würde, an ihrer Stelle als Ersatz weihen wollte. Man ist versucht, über das junge Mädchen zu lächeln, Gott aber hat nicht gelächelt, sondern ist auf den Vorschlag eingegangen.

Aleth heiratete und brachte der Reihe nach sieben Kinder zur Welt, zuerst die drei Buben Guido, Gerhard und Bernhard, dann das Mädchen Humbeline und anschließend wieder drei Buben, Andreas, Bartholomäus und Nivard. Auf Schloß Fontaine-les-Dijon ging es meistens laut zu, denn fünf von den Buben waren dem kriegerischen Vater nachgeschlagen. Kampfspiele, Turnen, Fechten und Reiten füllten ihre Tage. Nur Bernhard war ein stilles Kind, schüchtern und scheu, unbeholfen im täglichen Leben und für sein Alter viel zu ernst. Am besten verstand er sich mit seiner Mutter, die für ihn sein großen Vorbild im Glauben war. Als seine Mutter starb – Bernhard besuchte gerade fern von zu Hause eine Schule – erkannte er ganz klar seine Berufung ins Kloster. Als er sein Vorhaben seinem Vater und seinen Brüdern offenbarte, stieß er auf Widerstand.

Aber an diesem Widerstand entzündete sich in Bernhard, der sonst immer scheu und zurückgezogen war, ein Feuer der Begeisterung für das Ordensleben, mit dem er auch in seiner Familie und in seiner Nachbarschaft eine Reihe von jungen Männern ansteckte.

Zusammen mit ihm traten ein Onkel von ihm und vier seiner Brüder und noch zwanzig andere junge Männer aus den benachbarten Schlössern ins Kloster von Citeaux ein. Bernhard hatte sie durch seine Begeisterung dazu bewogen, die Ritterrüstung mit der Mönchskutte zu vertauschen.
Einige Jahre später folgte auch Nivard – der Jüngste – seiner sechs Brüder. Auch ihre Schwester ging ins Kloster; und schließlich schloss sich auch der greise Vater den Söhnen an und wurde ein heiligmäßiger Mönch.

Gott hatte den kindlichen Vorschlag, den ihm Aleth de Montbard gemacht hatte, nicht nur angenommen, sondern er hat ihn obendrein dadurch gekrönt, daß außer ihrem eigenen Namen die Namen ihrer Söhne Bernhard, Gerhard und Nivard und der ihres Gatten Tezelin heute im Heiligenverzeichnis der Kirche stehen. Aleths höchster Ruhm aber ist Bernhard, einer der größten Heiligen, welche die Kirche besitzt, und die Quelle seiner Herrlichkeit und Heiligkeit war das gläubige und liebende Herz seiner Mutter Aleth.

Vater, wir danken dir

Ein Mann, der durch eine bleibende Krankheit sein Kreuz zu tragen hat, hat mir dieses Gebet geschenkt, das er selber verfasst hat. Sein Herz ist trotz allem erfüllt von tiefer Dankbarkeit.

„Vater, wir danken Dir für die Luft zum Atmen, für das Wasser zum Trinken, für die Erde zum Säen, für das Feuer zum Wärmen.

Vater, wir danken Dir für Wind und Wolken, für Sonne, Mond und all die Sterne, für Sommer und Winter, für Tag und Nacht.

Vater, wir danken Dir für die Kraft, die das Leben schenkt, für Menschen, die wir lieben, für Freunde, die uns begegnen, und für alle Lebewesen in der Natur.

Ewiger Vater, wir danken Dir für vieles und noch mehr …
Wir loben Dich, wir preisen Dich,wir verherrlichen Dich, wir beten Dich an, und sagen Dir Dank für jeden Tag. Amen.

Vater, ich danke Dir 
für meine Augen, die Deine Schöpfung sehen, für meine Ohren, die Deine Schöpfung hören, für meine Nase, die Deine Schöpfung riechen kann.

Vater, ich danke Dir 
für meine Füsse, die mich zu Deiner Schöpfung tragen, für meine Hände, die Deine Schöpfung anfassen, für meine Haut, die Deine Schöpfung empfinden kann.

Ewiger Vater, ich danke Dir 
für meine Seele, die Du mir geschaffen hast, für meinen Geist und meinen Körper, den Du mir gegeben hast, für meinen Mund, der Dich und Deine Schöpfung preisen kann, in alle Ewigkeit. Amen.”

Nur Brot oder der Leib Christi?

Cordula Wöhler, die das Lied „Segne, du Maria“ geschrieben hat und in einer protestantischen Pastorenfamilie aufwuchs, beschäftigte sich nach ihrer Konfirmation (Firmung) immer wieder mit der Frage, ob Jesus beim (evangelischen) Abendmahl tatsächlich gegenwärtig sei. Obwohl ihr Vater dies bejahte, erachtete sie den Umgang mit Brot und Wein beim Abendmahl als nicht ehrfürchtig genug.

Cordula konnte nicht begreifen, dass das Brot, über das die Worte Jesu gesprochen wurden: „das ist mein Leib“, nach der Feier wieder nur gewöhnliches Brot sein sollte. Sie konnte nicht verstehen, dass die übrig gebliebenen Hostien daheim in den Küchenschrank kamen, der restliche Messwein gar zum Kochen verwendet wurde.

Auf Reisen lernte sie die katholische Kirche näher kennen. Hier fand sie, was sie sich intuitiv immer gewünscht hatte: das eucharistische Sakrament wurde in der Kirche, im Tabernakel, zur Anbetung aufbewahrt, denn es ist nicht nur Brot sondern der Leib Christi.