Alles begann mit einem Gelübde

Saigon: Tong Phuoc Phuc, ein 44 Jahre alter vietnamesischer Katholik, legte im Jahr 2001 ein Gelübde ab. Die Schwangerschaft seiner Frau gestaltete sich so kritisch, dass ihr Leben und das des Kindes in Gefahr waren. Der Ehemann bat Gott, dass das Kind gesund zur Welt komme und die Frau Schwangerschaft und Geburt überlebe. Dafür versprach er, anderen zu helfen.

Die Geburt fand ein glückliches Ende. Das Kind kam gesund zur Welt. Seine Frau musste allerdings noch länger im Krankenhaus bleiben, um sich von den Komplikationen zu erholen. In dieser Zeit, die Phuc an der Seite seiner Frau verbrachte, fiel ihm auf, dass offensichtlich schwangere Frauen das Krankenhaus betraten, aber ohne Kind wieder verließen. Als er verstand, dass die Frauen ihre ungeborenen Kinder im Krankenhaus töten ließen, war ihm klar, dass dies der Bereich sei, in dem er sein Gelübde zu erfüllen hatte. Sein ganzes Leben und das seiner Frau sollten sich dadurch völlig verändern. Phuc lebte mit seiner Familie in der Hafenstadt Nha Trang, wo er als Maurer arbeitete. Mit seinem bisher Ersparten und dem, was er ab diesem Zeitpunkt zusammensparte, kaufte er am Stadtrand ein kleines Grundstück. In den Krankenhäusern und Kliniken begann er, die abgetriebenen Kinder einzusammeln. Teilweise holte er sie aus den Mülltonnen und begrub sie auf seinem Grundstück, wo er für sie betete.

Anfangs hielten ihn die Ärzte und Krankenpfleger für verrückt. Auch seine Frau war erstaunt, weil ihr Mann sparte, um einen Friedhof für abgetriebene Kinder zu errichten. Doch Phuc war entschlossen, seine Idee umzusetzen und klopfte unverdrossen an die Türen der Krankenhäuser. Bisher fanden auf diese Weise mehr als 9000 getötete Kinder ihre letzte Ruhestätte.

In Vietnam ist die Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung sehr verbreitet. Das Land stieg 2010 zur zweifelhaften Ehre auf, zu den zehn Staaten zu gehören, in denen bezogen auf die Bevölkerung die meisten Abtreibungen stattfinden.
Phuc ging daher gemeinsam mit seiner Frau einen Schritt weiter. Sie öffneten die Tür ihres Hauses und nahmen schwangere Frauen in Not auf. Der Maurer garantiert ihnen ein Dach über dem Kopf und das Essen bis zur Geburt und danach für beide, bis die Mutter ausreichend bei Kräften ist. Bisher konnte das Ehepaar Puch damit das Leben von mehr als 70 Kindern retten und ebenso viele Frauen vor der Tragödie einer Abtreibung bewahren. Die Frauen erreicht er, indem er sie vor den Krankenhäusern anspricht, wenn sie auf dem Weg zur Abtreibung sind.

“Manchmal leben bis zu zehn und mehr Frauen mit ihren Kindern hier mit uns. Wenn alle Betten, die wir aufgestellt haben, belegt sind, schlafen wir auf dem Boden. Das ist nicht gerade leicht für die Frauen, doch sie tun es dann für ihr Kind, das bald geboren wird oder das gerade zur Welt gekommen ist. Das läßt die Frauen Großes tun und sie tun es mit Optimismus”, sagte Phuc. Er versuche, den anderen nur jene Freude zu schenken, die auch ihm geschenkt wurde. Möglich ist dies auch durch Spenden, die er von anderen erhält, die von seiner Aktion gehört haben und das Ehepaar dabei unterstützen wollen. Auf dem Friedhof für die abgetriebenen Kinder errichtete Phuc eine Marienstatue. Jeden Morgen betet er für die getöteten Ungeborenen. Dann macht er sich auf den Weg, um vor den Krankenhäusern abtreibungsentschlossene Frauen anzusprechen oder getötete Kinder einzusammeln, die er dann auf dem Friedhof bestattet.

Quelle:  http://eu-ae.com

Sie gab ihr Leben für ihr Kind

USA: Die hübsche 30-jährige Jessica Council, glücklich verheiratet mit Clint, erwartete ihr zweites Kind. Im November 2010 stand die Diagnose fest, dass sie Krebs hatte, den man nicht operieren konnte. Die Ärzte machten ihr den Vorschlag, das Kind einfach abzutreiben. Denn die Chemotherapie bei weitergeführter Schwangerschaft würde das Kind wahrscheinlich töten, mindestens aber Hirnschäden nach sich ziehen. Clint, ihr Ehemann berichtete: „Nach dieser Information schaute mich Jessica an. Sie brauchte ein paar Sekunden, dann schüttelte sie den Kopf und sagte Nein.“

Der Tumor wuchs schnell. Eines Abends im Februar dieses Jahres ging Jessica mit Kopfschmerzen und Übelkeit schlafen, und sie wachte nicht mehr auf. Am nächsten Tag schwebte sie in akuter Lebensgefahr. Das Kind war erst in der 23. Schwangerschaftswoche, der früheste Zeitpunkt, wo ein Überleben außerhalb des Mutterleibes heute gelingen kann. Clint gab die Einwilligung zum Kaiserschnitt. Die Mutter starb, das Baby „Jessi“ lebt.

Für Clint war dieses eine „emotional brutale“ Erfahrung und er gab offen zu, dass er im ersten Monat nach der Geburt weder in der Bibel lesen noch beten konnte. Doch inzwischen kann er sagen: „Ich bin privilegiert, dass ich eine Ehefrau hatte, die von der Liebe zum Vater derart erfüllt war. Freut euch mit mir…“ Er müsse dankbar sein für die gemeinsame Zeit, nicht undankbar für das, „was wir nicht gemeinsam tun konnten. Wir sollen für alles danken, denn dies ist der Wille Gottes in Jesus Christus.“

Quelle: vgl. kath.net

Bleibende Belastung

Anfang des Jahres haben zwei Wissenschafter ein Werk veröffentlicht, das die Faktoren beschreibt, die Langlebigkeit fördern (Howard S. Friedman & Leslie R. Martin, The Longevity Project, Hudson Street Press, 2011).

Ihre Studie stützt sich auf Daten über das Leben von 1.500 US-Amerikanern über eine Periode von 80 Jahren. Besonders auffällig ist: Der Faktor, der statistisch am meisten für einen frühen Tod verantwortlich erscheint, ist die Ehescheidung der Eltern in der eigenen Kindheit. Dieses Ereignis wirkt unter allen Katastrophen, die diese Menschen erlebt haben mögen, am meisten traumatisierend – stärker als der Tod eines Elternteils.
Es sind heute große Belastungen, die die Menschen zu tragen haben.

Aber wer an Jesus Christus glaubt, wird erfahren, dass er uns alle Kreuze zum Segen macht.

Ja zum Kind

Der weltweit gefeierte Sänger Andrea Bocelli gibt in einem berührenden Lied Zeugnis vom Mut und der Stärke seiner Mutter, die ihn trotz festgestellter Behinderung nicht abtreiben ließ.

Nach einer Operation während der Schwangerschaft hatten die Ärzte der Mutter zu Abtreibung geraten. Aber sie hat ja zu ihrem Kind gesagt.
Andrea Bocelli wurde am 22. September 1958 mit einer genetisch vererbten Sehschwäche geboren. Im Alter von 12 Jahren erblindet er gänzlich.

Trotzdem studiert er Jus, erlernt verschiedene Instrumente und entdeckt sein Gesangstalent. Er wirkt in Theaterstücken und Opern mit. Seit Jahren füllt er Stadien mit tausenden von Menschen, die von seiner Stimmgewalt und Ausstrahlung angezogen werden.

Als zweifacher Vater setzt er sich auch in der USamerikanischen Initiative „I am Whole Life“ für das Recht auf Leben für alle ein.

Gott hat mit jedem Menschen einen wunderbaren Plan. Wie traurig ist es, dass so viele Menschen heute nicht das Licht der Welt erblicken dürfen.

Von der Kultur des Todes zur Kultur des Lebens

Papst Johannes Paul II. hat immer wieder davon gesprochen, dass unsere westliche Gesellschaft von einer „Kultur des Todes“ geprägt ist. Wenn wir nur die Zahl der Kindestötungen im Mutterleib betrachten, so wird uns das anschaulich bestätigt. Am 3. März 2010 wurde in Brüssel die aktuelle Studie „Abtreibung in Europa und in Spanien 2010“ des „Institute for Family Policies“ (IPF), vorgestellt. Es heißt dort:

Im Jahr 2008 wurden allein auf dem Territorium der EU 1.207.646 Abtreibungen durchgeführt. Das entspricht 3.309 Abtreibungen pro Tag oder 138 in der Stunde. Durchschnittlich endet jede fünfte Schwangerschaft mit einer Abtreibung. Auf dem gesamten Europäischen Kontinent – einschließlich Russland – verloren 2008 gar 2,9 Millionen ungeborene Kinder ihr Leben durch Abtreibungen. Dies entspreche der Gesamtbevölkerung von Estland, Zypern, Luxemburg und Malta zusammen heißt es in der Studie. Und dieses Morden geht still und leise weiter. Es ist politisch und gesellschaftlich völlig akzeptiert und es wird sogar so dargestellt als wäre es ein „Menschenrecht“. Was können wir tun, damit wir von dieser Kultur des Todes zu einer Kultur des Lebens gelangen? „Allein den Betern kann es noch gelingen … „, hat Reinhold Schneider gesagt. Darum könnte die „Gebetsvigil für das Leben“, die alle zwei Monate in der Kapuzinerkirche stattfindet und der „monatliche Anbetungstag zum Schutz der Ungeborenen Kinder“ eine Antwort sein, damit wir Gottes Erbarmen erbitten und mitwirken an einer Kultur des Lebens.

Familie – Traum und Wirklichkeit

Mit dieser Darstellung der Heiligen Familie wurde versucht, die Liebe, Harmonie und Einheit, die in der Hl. Familie ja tatsächlich herrschten, zum Ausdruck zu bringen. Doch das Leben der "Heiligen Familie" war keine leidlose, bequeme und bürgerliche Idylle. Es war ein großes Geheimnis, das sie durchzutragen hatten: den menschgewordenen Gottessohn. Und das hat viel von ihnen verlangt. Von Anfang an war ihr Familienleben vom Geheimnis des Kreuzes überschattet, denken wir an die Geburt Jesu und die Flucht nach Ägypten... Dreißig Jahre hat Jesus im Kreise seiner Familie verbracht und so die Familie geheiligt.

Eine neue market-Umfrage mit der Frage: „Was ist Ihnen heilig?“ hat ergeben, dass „Familie“ in den vergangenen Jahren den Österreichern noch „heiliger“ wurde und gleichzeitig religiöse Werte weiterhin im Absinken sind. 82 Prozent erklärten, dass ihnen Familie und Kinder „heilig“ seien. Der Wert ist damit seit 1994 um 22 Prozentpunkte angestiegen. Gleich dahinter kommt die persönliche Freiheit (81 Prozent). Diese konnte um 17 Prozentpunkte zulegen. Religiöse Werte sind aber weiterhin im Abnehmen. Der Glaube an Gott ist nur mehr 30 Prozent der Österreichern „heilig“, die christliche Taufe nur 20 Prozent. Beim Vater Unser und den Zehn Geboten sind es dann nur mehr 13 Prozent. Hier ist der Rückgang in den letzten 15 Jahren mit elf Prozentpunkten besonders dramatisch und bestätigt damit auch die These, dass die überwiegende Mehrheit der römisch‑katholischen Österreicher (offiziell 5,8 Millionen im Jahr 2008) Taufscheinkatholiken ohne Bezug zu wesentlichen Elementen der Religion sind. (vgl. kath.net)

Es ist zwar erfreulich, dass die Familie von so vielen hochgeschätzt wird und es ist auch der Wunsch der meisten jungen Menschen, eine glückliche Familie zu gründen. Aber dieser Wertschätzung der Familie steht eine Realität gegenüber, die ganz anders aussieht, ist doch die Scheidungsrate schon über die 50 Prozent-Marke gestiegen. Und das bedeutet, dass für einen großen Teil der Menschen eine „glückliche Familie“ nur ein Traum, ein Ideal, eine Idee, ein Wunsch ist, den sie nicht verwirklichen können. So viele Ehen und Familien gehen zugrunde, so viele Kinder können den Segen eines guten, intakten und christlichen Familienlebens nicht mehr erfahren. Das ist ein sehr leidbringendes Erbe, das die kommenden Generationen zu tragen haben.

Die Umfrage macht auch eine der Ursachen dieses Zustandes offenbar. Gott, Kirche, christlicher Glaube, leben nach den Geboten hat für die meisten Menschen kaum mehr Bedeutung. Aber wo Gott aus dem Leben der Familie verdrängt wird, oder wo man die Familie ohne Gott aufbauen möchte, da sind die Menschen ihren eigenen Kräften überlassen, die nur begrenzt sind. Es mag oft eine Zeit lang gut gehen, aber die Macht des Egoismus ist doch viel stärker als alle Ideale, Wünsche und Träume, die man sich über ein glückliches, gemeinsames Leben gemacht hat.

Ohne die Hilfe und Gnade Gottes können die Menschen nicht wirklich in Frieden und in dauerhafter Einheit zusammenleben; das ist so in den Familien, das ist auch unter den Staaten nicht anders. Wenn für die 82 Prozent der Befragten nicht die Familie sondern Gott, die Taufe, die Gebote und das Gebet das Heiligste wäre, dann würde es viele „heilige Familien“ geben. In unserer Gesellschaft könnte vieles anders sein.

Jeder, der aber versucht, gleich in welcher Situation er sich jetzt in seiner Familie befindet, Gott heilig zu halten der bringt Heil und Segen in sein eigenes Leben und in seine Familie.

Das Gehör hast Du mir eingepflanzt!

Im Psalm 40 heißt es: „Das Gehör hast du mir eingepflanzt; darum sage ich: Ja, ich komme. … Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude.“

Dieses Gebet macht uns bewusst, dass uns Gott die geistig-leibliche Fähigkeit geschenkt hat auf ihn und sein Wort zu hören. Unsere Beziehung zu Gott kommt zuerst aus dem Hören. Keiner hat Gott je gesehen, doch er hat zu uns gesprochne und das Entscheidende ist, dass wir auf ihn hören, ihm ge-horchen. Der Glaube kommt vom Hören.

Es ist auch bezeichnend für unsere Entwicklung: das erste Sinnesorgan, das beim Kind im Mutterleib vollständig ausgebildet wird, ist das Ohr. Man hat festgestellt, dass das Ohr am Ungeborenen schon am 7. Tag als kleiner Punkt erkennbar wird. Der bekannte französisch Hörforscher Alfred Tomatis geht davon aus, dass das Kind schon kurz nach seinem Lebensbeginn im Mutterschoß zu hören beginnt. Das Hören gibt dem Kind vor allem die geistig seelische Nahrung, die seine weitere Entwicklung beeinflusst.

Dr. Tomatis, der sprachgestörte Kinder behandelte, berichtet von einem autistischen Mädchen, von Odile, die mit drei Jahren noch stumm war. Alle Versuche, sie mit ihrer französischen Muttersprache zu einer Reaktion zu bewegen, scheiterten, bis zufällig einmal in der Gegenwart von Odile englisch gesprochen wurde. Hier zeigte sie plötzlich ein erste Reaktion. Und mit Englisch konnte sie der Arzt sogar zum Sprechen bringen. Was war die Ursache? Ihre Mutter hatte in den ersten Woche ihrer Schwangerschaft in einer Import-Export-Firma gearbeitet, in der nur Englisch gesprochen wurde. Diese aller ersten Wochen waren auch die einzigen der Schwangerschaft gewesen, in der sie sich auf ihr Baby gefreut hatte. Später musste der Vater aus beruflichen Gründen ins Ausland und die Mutter, die zweifelte, ob er je zurückkommen würde, trug sich immer wieder mit dem Gedanken an eine Abtreibung!

Die Geschichte Odiles ist nur ein faszinierendes und eindrucksvolles Beispiel von vielen für das Hör-Erleben des Ungeborenen. Wir sind von Anfang an auf das Hören des Wortes hin geschaffen. Aber nur das Wort, das aus der Liebe kommen, bewegen uns zu einer wirklichen Antwort, sonst bleiben wir stumm.

Berufung wird oft vermittelt durch die Mutter

Der emeritierte Kardinal Cahal B. Daly aus Irland, der vor einigen Jahren auch in Bregenz zu Gast war, schreibt in seinem Buch: „Schritte auf dem Pilgerweg – Erinnerungen und Gedanken auch über seine Berufung zum Priestertum“. Er macht hier deutlich, wie groß der Einfluss einer Mutter für die geistliche Berufung sein kann. Er schreibt:

Die Berufung zum Priestertum ist ganz gewiss zunächst ein Geschenk Gottes. Ich denke an die Worte des Propheten Jeremia, zu dem der Herr, als er ihn zum Diener seines Wortes berief, sagte:
„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich die bestimmt.” (Jer. 1,5)

Menschlich gesehen ist der Ruf Gottes oft durch eine Mutter vermittelt. Dies war in meinem Fall ganz gewiss so. Einige Monate vor ihrem Tod vertraute meine Mutter einer Ordensschwester, welche ihr sehr nahe stand, an, dass sie seit meiner Geburt betete und hoffte, dass ich Priester würde. Doch sprach sie diesen Wunsch nie offen aus. Sie war wohl darum besorgt, meine Entscheidung nicht zu beeinflussen. Und sie hatte wohl auch Angst davor, ihren Sohn zu „verziehen” und war immer sehr darauf bedacht, in mir oder in ihren anderen Kindern, keine Neigung zu Stolz oder Wichtigtuerei aufkommen zu lassen. Ich glaube, dass die Hoffnung und das Gebet meiner Mutter um die Berufung zum Priestertum eines ihrer Söhne bereits begann, als ich noch in ihrem Schoß war. Die Ergebnisse vorgeburtlicher Untersuchungen und moderner Psychologie erlauben uns, über die geheimnisvolle Verbundenheit zwischen Mutter und ihrem noch ungeborenen Kind nachzudenken. Die Berufung eines Menschen ist im Willen und Plan Gottes bereits vorgezeichnet, wenn er oder sie noch im Schoß der Mutter ist. Vater und Mutter sind Teil dieses göttlichen Planes.

Wir wissen heute, dass die gesamte Zukunft eines Kindes bereits im Schoß der Mutter Gestalt annimmt. Die Psychologie, besonders die Tiefenpsychologie zeigen uns, wie das noch nicht geborene Kind bereits von der Lebensweise, der inneren Einstellung und der Persönlichkeit der Mutter beeinflusst wird. Wir als Christen würden dazufügen: beeinflusst auch vom Glauben und vom Gebet der Mutter.

Ehe nur zwischen Mann und Frau

Seit vielen Jahren wird in unserer westlichen Gesellschaft von bestimmten Kreisen mit massivsten politischen Druckmitteln daran gearbeitet, den Menschen einzureden, dass Homosexualität etwas ganz Natürliches und Normales sei. Die gesetzliche Gleichstellung der „Homo-Ehe“ mit der Ehe von Mann und Frau soll in allen Staaten durchgesetzt werden. Der große Dorn im Auge dieser Homosexuellenlobby ist aber die Kirche, ist der christliche Glaube, da vom christlichen Standpunkt aus eine homosexuelle Betätigung immer als Tun gegen die Natur und gegen Gott abzulehnen ist. Nicht die Neigung zur Homosexualität ist sündhaft, sondern die Betätigung; es ist wichtig, dies zu unterscheiden.

Wie gegen diese christliche Auffassung gekämpft wird, konnte man bei der Wahl der „Miss USA“ vor kurzem sehen. Die Studentin Carrie Prejean war die Favoritin für die Wahl. Bei einer Befragung durch den Moderator, wie sie zur Homo-Ehe stehe, bekannte sie sich klar zur christlichen Auffassung: “Ich glaube, dass es eine Ehe nur zwischen Mann und Frau geben sollte. Ich möchte niemanden beleidigen, aber so bin ich erzogen worden.” Das kostet ihr den Sieg, und sie musste manche böse Kritik dafür einstecken. Aber für sie war dieses Bekenntnis der Sieg.

Ein Grund, nicht zu heiraten

Der französische Außenminister und Gründer-Vater der EU Robert Schuman (1886 – 1963), für den auch ein Seligsprechungsprozess läuft, wurde einmal gefragt, warum er nicht geheiratet habe. „Vor langer Zeit“, antwortete er, „als ich einmal in der U-Bahn fuhr, trat ich zufällig einer Dame auf den Fuß. Bevor ich mich noch entschuldigen konnte, kreischte sie los: Du Trottel, kannst du denn nicht aufpassen, wo du hintrampelst! Dann sah sie mich an, errötete und rief aus: Oh, entschuldigen Sie bitte, mein Herr, ich dachte, es wäre mein Mann!“