Selber zur Sonntagsmesse fahren könne

Ein Bericht aus Burkina Faso:

Ein junger Mann, der bei einer Hilfsorganisation tätig ist, hat von seiner Reise nach Afrika berichte, wo er verschieden Hilfsprojekte zu prüfen hatte. In Burkina Faso, einem der ärmsten Länder in Westafrika, ist er in einem Dorf einer Frau begegnet, die nicht gehen konnte, ihre Beine waren wegen Kinderlähmung verkrüppelt. Sie wurde von ihrer Schwester versorgt. Sie konnte nur vor dem Haus sitzen und etwas Handarbeit machen. Dort gibt es keine sozialen Absicherungen.

In dieser Diözese hatte man für Behinderte ein Hilfsprojekt gestartet. Eine Gruppe von Jungen Leuten stellte Rollstühle her, aus zwei alten Fahrrädern bauten sie einen Rollstuhl zusammen, so daß die Behinderten auf den Markt fahren konnten, um sich dort durch Verkaufen etwas für ihren Lebenunterhalt zu bekommen. Ein solcher Rollstuhl kostet 120 Euro. 70 Euro bezahlt die Caritas der Diözese, die restlichen 50.- Euro mußten die Behinderten bzw. die Familie selber aufbringen. Da es für die Frau, die über 40 Jahr schon mit dieser Lähmung lebte, nicht möglich war, das Geld aufzubringen, hat der junge Mann ihr auf anderen Wegen dieses Geld beschafft, so daß sie sich einen Rollstuhl kaufen konnte.

Als er sie dann fragte, was das für sie bedeute, daß sie jetzt diesen Rollstuhl habe, sagt sie, am meisten freut sie sich darüber, daß sie nun selber zur Sonntagsmesse fahren könne.

Gott hat einen Grund, warum er mir den Sehsinn nicht geschenkt hat

Aus einem Aufsatz eine 15-jahrigen blinden Mädchens aus Osttirol:

„Wir fragen uns oft, warum Gott es zulässt, dass es soviel Leid auf dieser Welt gibt. Gott ist sicher nicht Schuld daran. Er hat uns die Erde geschenkt und will, dass wir darauf in Frieden leben. Wir machen uns durch unseren Egoismus und unsere Herrschsucht selber das Leid. …

Für mich ist meine Blindheit kein Leid in diesem Sinn. Ich glaube daran, dass Gott einen Grund hat, warum er mir den Sinn des Sehens nicht geschenkt hat. Vielleicht wollte er mir zeigen, dass man nicht mit den Augen sondern mit dem Herzen gut sieht.

Ich frage mich zwar manchmal, warum gerade ich blind bin, aber dann denke ich mir, dass vor Gott alle gleich sind, egal ob sie weiß oder schwarz, arm oder reich sind. Das Äußere eines Menschen ist gar nicht wichtig.

Ich hätte ohne meine Blindheit viele Menschen, die mir helfen Mensch zu werden, sicher nicht kennengelernt. Unsere Erzieherin z. B.: ich spreche mit ihr oft über andere Länder. Durch sie finde ich oft den Trost in Gott. So gesehen ist die Blindheit ein Geschenk von Gott. Ich kann zwar durch meine Blindheit einiges nicht selbstständig erledigen, doch gibt es zum Glück andere Menschen, die mir helfen können. Auch ein Sehnder braucht oft Hilfe. Ein Mensch kann nicht ganz alleine existieren. Ich danke oft Gott, dass mich meine Eltern christlich erzogen haben. Ohne Gott wäre ich sicher unglücklich und könnte mein Leid nicht so leicht ertragen. Da ich weiß, dass ich auf Gott immer vertrauen kann, dass er mich nie in Stich lässt, und dass er mich immer als sein Kind liebt, finde ich immer einen Sinn in meinem Leben, auch wenn ich mir manchmal nicht ganz im klaren bin, was Gott von mir verlangt.

Leiden, das kann sicher nichts Schlechtes sein …

Im Büchlein: „Spuren eines jungen Lebens” ist uns das eindrucksvolle Zeugnis von Petra Kuntner geschenkt, das sie einer Gruppe von Schülerinnen der Krankenpflege kurz vor ihrem Tod über den Sinn des Lebens, Leidens und Sterbens gab. Petra Kuntner stammte aus Sunden in Südtirol, verbrachte eine glückliche Kindheit, war sehr intelligent, aufgeschlossen. Mit zwölf  Jahren befiel sie ein Krebsleiden, das vom Nasen-Rachen-Raum ausgehend nach und nach den ganzen Körper erfaßte. Sie hatte einen sehr schmerzlichen Leidensweg zu gehen.  Am 26. Mai 1986, zehn Tage nach Vollendung ihres 16. Lebensjahres starb sie.
Das Außerordentliche an Petra, so berichten alle, die sie gekannt haben, waren ihre Tapferkeit im Leiden, ihre stets offene und liebenswürdige Art und vor allem ihr ausgeprägter Glaube. „Petra hat mich – und viele andere – mit Nachdruck daran erinnert, daß glauben im Grunde recht einfach ist: nämlich ‚ja sagen‘ zu dem, was Gott, was Jesus mit mir vorhat …”

In Gespräch mit den Schülerinnen sagte Petra unter anderem: „Wenn ich oft so furchtbare Schmerzen gehabt habe, so war ich auch manchmal im Konflikt mit dem Himmel, mit Gott: Warum schickst Du mir das? Was habe ich getan? Was kann ich dafür? und so . . . Dann habe ich mir gedacht: Leiden, das kann sicher nichts Schlechtes sein, denn sonst hätte Gott seinen eigenen Sohn nicht so leiden lassen. Irgendwie habe ich eine Antwort auf all diese Fragen, wenn ich einfach bereit bin, wenn ich da bin und ja sage. Wenn man solche Schmerzen hat, ist es wichtig, JA sagen zu können: Ja Jesus, für dich will ich das erleiden, mit dir Kreuz tragen und gekreuzigt werden.

Dann habe ich auch immer wieder zum Ölbergsengel gebetet, der auch Jesus Kraft gegeben hat, und oft habe ich mit meinen Sorgen auch meine Leiden hingeschmissen, wie es im Petrusbrief (5,7) heißt, und es ist wieder besser gegangen!

Und oft denke ich mir: Der HERR wird mich und meine Leiden schon so brauchen. Und dann sage ich Jesus, Jesus, Jesus …”

Dein Gott muß ein sehr mächtiger Gott sein!

Im Norden von Kenia gibt es nur Wüsten und Halbwüsten. Das Wasser des riesigen Sees dort ist salzig und bitter und deshalb ungenießbar. Es ist eine sehr arme Gegend. Die Nomadenvölker, die dort leben, kämpfen oft um Futterplätze für ihre Herden.

Dem Bischof dieser Region – Virgilio Pante – ist es ein großes Anliegen, Frieden unter den Nomadenvölkern zu stiften. Für sein Wappenschild wählte er das Bild eines Löwen, der friedlich neben einem Lamm ruht (Jes 11,6).

Die Alten der Samburu-Nomaden lachten über dieses Bild und den Bischof, wo doch jedes Kind weiß, daß jeder Löwe ein Lamm sofort töten und fressen würde.

Nun begab es sich aber, dass nur drei Monate nach der Bischofsweihe aus dem Gebiet der Samburu eine Sensation gemeldet wurde. Eine Löwin hatte das Junge einer Oryx-Antilope angenommen, hatte sich zu ihm gelegt und es zärtlich abgeleckt. Samburuhirten, Wildhüter und sogar Touristen hatten es mit eigenen Augen gesehen: Eine Löwin ging mit dem Jungen einer Gazelle spazieren! Sie ruhten nebeneinander aus! Niemand, der es nicht gesehen hatte, wollte es glauben. Dies alles wurde an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen beobachtet und von herbeigeeilten Journalisten fotografiert. Es war eine aufregende Geschichte für das ganze Land. Sie drang auch zu den Alten der Samburu, die über das Wappenschild des Bischofs gelacht hatten.

Die Alten und Weisen des Stammes sagten zum Bischof: “Dein Gott muss ein sehr mächtiger und starker Gott sein! Wir wissen von keiner Zeit, in der eine Löwin ein Gazellenlamm angenommen hat, statt es aufzufressen. Das hat es noch nie gegeben! Dein Gott liebt den Frieden! Wir achten Ihn!”

Quelle: Vision 2000/ 2007/6

Sagt dem Papst, dass ich ihn um Verzeihung bitte

Der bekannte französische Prediger Pater Daniel Ange, der schon zwei mal zu Jugendtreffen im Kloster Mehrerau in Bregenz zu Gast war, erzählt in einem seiner Bücher eine Begebenheit, die er mit Papst Johannes Paul II. erlebt hat, mit dem er eng befreundet war.

Daniel Ange war mit einigen Mitbrüdern seines Ordens (Dominikaner) in Rom unterwegs als sie auf der Straße von einem Bettler um ein Almosen angesprochen wurden. Sie waren von der Art des Mannes berührt und gaben ihm etwas Geld. Er bedankte sich und sagte zu ihnen, weil sie als Ordensleute erkennbar waren: „Bitte beten Sie für mich, ich benötige sehr eure Fürsprache.“ Die Brüder versprachen, für ihn zu beten, und einer von ihnen berichtete dem Bettler, dass sie am nächsten Tag vom Papst zu einer Audienz empfangen würden.

Da kamen dem Bettler die Tränen in die Augen und er bat sie: „Bittet den Papst, dass er auch für mich betet.“ Sein Verhalten machte sie neugierig und sie fragten ihn, welches Anliegen er hätte, dass auch der Heilige Vater für ihn beten solle. Da begann er ihnen aus seinem Leben zu erzählen und es stellte sich heraus, dass er ein Priester war, der sein Amt niedergelegt hatte. Er war zweimal verheiratet und geschieden. Und nun hatte er niemanden mehr, hatte keine Arbeit und sah sich gezwungen auf die Straße betteln zu gehen. Er hatte nicht den Mut, in seine Heimat zurückzukehren. „Ich fühle mich vernichtet und verlassen,“ sagte er. „Sagt dem Papst, dass ich ihn um Verzeihung bitte und er möchte für mich beten.“ Und dann ging der Arme wieder weg.

Am nächsten Tag, als sie mit dem Heiligen Vater zusammentrafen, erzählten sie ihm auch von diesem Bettler. Und er Papst sagte zu ihnen: „Schnell ruft diesen Priester zu mir, ich will mit ihm reden. Geht schnell, um ihn zu holen!“ Die Besucher meinten, dass das kaum möglich sein wird, den Bettler in den Straßen Roms ausfindig zu machen. Aber der Heilige Vater sagte: „Es wird nicht schwer sein, ihn zu finden, denn die Armen gehen nicht weit, sie befinden sich immer ungefähr am gleichen Ort.“ Sie gingen, und mit einiger Mühe fanden sie den Mann dann doch wieder und sagten zu ihm: „Der Papst lässt dich rufen. Er will mit dir reden.“ Nach längerem Drängen konnten sie ihn doch überreden, mit ihnen zum Papst zu gehen.

Als der Papst den Priester in Bettlerkleidung sah, ging er ihm sofort entgegen, umarmte ihn fest und sagte: „Mein Bruder, ich gebe dir das Recht der Beichte und dein Priestertum zurück! Beichte jetzt alles! Alle Anwesenden waren zutiefst getroffen und ließen den Papst und den Priester allein.

Boxerkind – überlebt in einer Welt ohne Liebe

In seinem nun auch in deutscher Sprache erschienenen Buch Boxerkind, erzählt Tim Guénard seine Lebensgeschichte, eine Geschichte voller Verletzungen und Brutalität. Im Alter von 3 Jahren wird Tim von seiner Mutter ausgesetzt. Er landet daraufhin beim Vater, der ihm mit brutaler Gewalt begegnet. Mit 5 schlägt ihn sein Vater halbtot. Sein Körper ist vollständig demoliert.

Nach langem Krankenhausaufenthalt landet er auf dem Waisenkindermarkt. Dort muß er feststellen, daß nur hübsche Kinder genommen werden. So kommt er zunächst in ein Irrenhaus und später zu einer Pflegemutter, die ihn auf’s schlimmste quält. Nachdem er wieder mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus kommt, gibt man ihm eine zweite Chance. Mit 10 Jahren gelangt er als Pflegekind auf einen Bauernhof, wo man ihn das erste Mal in seinem Leben menschlich behandelt. Damals hat er schon einige Selbstmordversuche hinter sich. Doch das Glück am Bauernhof dauert nur kurz. Wieder geht’s ins Erziehungsheim, das er als Gefängnis empfindet. Mit 12 reißt er schließlich von dort aus und schlägt sich nach Paris durch, wo er schnell in die Hände von Gaunern gelangt, die ihn zum Prostituiertenräuber machen. Mit 14 arbeitet er als Gigolo am Montparnasse, schläft nachts in einer Fahrradabstellkammer, ständig in Angst, von der Polizei aufgegriffen zu werden. Schließlich wird er entdeckt und wieder in ein Heim gesteckt. Mit 15 begegnet er einer Richterin, die ihm die Chance seines Lebens beschert: Tim darf eine Ausbildung als Steinmetzlehrling beginnen. Um seine Aggressionen abzubauen, beginnt er zu boxen und wird schnell zum gefeierten Champion.

Die Begegnung mit Behinderten in der Gemeinschaft Arche verändert sein Leben von Grund auf. Er erkennt erstmals: das Leben besteht nicht nur aus Kampf und Gewalt. Er entdeckt Gottes Liebe. Langsam heilen auch seine Wunden. Mit 23 feiert er Hochzeit.

Heute ist er 47 Jahre alt, lebt mit seiner Frau und vier Kindern als Bienenzüchter und Bildhauer in der Nähe von Lourdes. Boxerkind erzählt unglaublich berührend die Geschichte vom gewalttätigen Boxer und Schläger, der zum großen Liebenden wird, heute Drogenabhängigen und Straffälligen hilft und mit Behinderten zusammenlebt. Guénards Geschichte zeigt, dass die Liebe Gottes selbst die dunkelsten Schatten und schlimmsten Verletzungen zu heilen vermag.

Vgl. Vision 2000

So fand ich den Weg zum Glauben wieder

Mit 18 Jahren war ich beim Militärdienst. Ich wurde nach Paris einberufen. Zum erstenmal in meinem Leben wohnte ich unter Menschen, die gar keinen Glauben hatten. Unter 30 Soldaten auf unserem Zimmer war ich der einzige, der am Sonntag zur Kirche ging.

In dieser Situation begann ich zu zweifeln. Denn meine Kameraden waren im Grunde aufrichtig und sympathisch. Und doch kümmerten sie sich weder um Kirche noch um Religion. Also konnte man auch ohne Glaube auskommen. Und übrigens, warum sollte gerade ich alleine recht haben und alle anderen im Irrtum sein?

So wurde ich im Herzen allmählich ungläubig. Es wurde dunkel in mir. In dieser Finsternis gab mir Gott ein Licht. Ich hatte eine Tante, die ich sehr schätzte, Tante Teresa. Sie war Krankenschwester und die Güte selbst. Sie hatte nicht geheiratet und war ihr Leben lang die stille Helferin in aller seelischen und körperlichen Not für unzählige Menschen gewesen.

Einen Soldatenurlaub nutze ich aus, um Tante Teresa aufzusuchen. Sie wohnte in einem größerem Dorf in der Nähe von Paris.

Nachmittags ging ich alleine spazieren und saß eine Zeitlang auf einem Brückengeländer über einem schönen Fluss. Da kam ein älterer Landstreicher vorbei und machte bei mir Rast. Wir kamen ins Gespräch. Auf einmal zeigte er auf das Haus meiner Tante: “Siehst du das kleine Häuschen da drüben”, sagte er voller Begeisterung, “da wohnt die beste Frau in der ganzen Umgebung. Sie hat selbst kaum was, und doch tut sie alles, um unsereinem zu helfen.”

In diesem Augenblick ist mir klar geworden: Meine Tante ist der weitaus beste Mensch, den ich kenne, und sie ist ein tiefgläubiger Christ. Musste nicht ein Glaube, der eine solche Liebeskraft schenkt, wahr sein? So fand ich den Weg zum Glauben wieder.

Vater, wir danken dir

Ein Mann, der durch eine bleibende Krankheit sein Kreuz zu tragen hat, hat mir dieses Gebet geschenkt, das er selber verfasst hat. Sein Herz ist trotz allem erfüllt von tiefer Dankbarkeit.

„Vater, wir danken Dir für die Luft zum Atmen, für das Wasser zum Trinken, für die Erde zum Säen, für das Feuer zum Wärmen.

Vater, wir danken Dir für Wind und Wolken, für Sonne, Mond und all die Sterne, für Sommer und Winter, für Tag und Nacht.

Vater, wir danken Dir für die Kraft, die das Leben schenkt, für Menschen, die wir lieben, für Freunde, die uns begegnen, und für alle Lebewesen in der Natur.

Ewiger Vater, wir danken Dir für vieles und noch mehr …
Wir loben Dich, wir preisen Dich,wir verherrlichen Dich, wir beten Dich an, und sagen Dir Dank für jeden Tag. Amen.

Vater, ich danke Dir 
für meine Augen, die Deine Schöpfung sehen, für meine Ohren, die Deine Schöpfung hören, für meine Nase, die Deine Schöpfung riechen kann.

Vater, ich danke Dir 
für meine Füsse, die mich zu Deiner Schöpfung tragen, für meine Hände, die Deine Schöpfung anfassen, für meine Haut, die Deine Schöpfung empfinden kann.

Ewiger Vater, ich danke Dir 
für meine Seele, die Du mir geschaffen hast, für meinen Geist und meinen Körper, den Du mir gegeben hast, für meinen Mund, der Dich und Deine Schöpfung preisen kann, in alle Ewigkeit. Amen.”

Nur Brot oder der Leib Christi?

Cordula Wöhler, die das Lied „Segne, du Maria“ geschrieben hat und in einer protestantischen Pastorenfamilie aufwuchs, beschäftigte sich nach ihrer Konfirmation (Firmung) immer wieder mit der Frage, ob Jesus beim (evangelischen) Abendmahl tatsächlich gegenwärtig sei. Obwohl ihr Vater dies bejahte, erachtete sie den Umgang mit Brot und Wein beim Abendmahl als nicht ehrfürchtig genug.

Cordula konnte nicht begreifen, dass das Brot, über das die Worte Jesu gesprochen wurden: „das ist mein Leib“, nach der Feier wieder nur gewöhnliches Brot sein sollte. Sie konnte nicht verstehen, dass die übrig gebliebenen Hostien daheim in den Küchenschrank kamen, der restliche Messwein gar zum Kochen verwendet wurde.

Auf Reisen lernte sie die katholische Kirche näher kennen. Hier fand sie, was sie sich intuitiv immer gewünscht hatte: das eucharistische Sakrament wurde in der Kirche, im Tabernakel, zur Anbetung aufbewahrt, denn es ist nicht nur Brot sondern der Leib Christi.

Missionarische Liebe, die die Herzen trifft

Beim Weltjugendtag in Köln waren indonesische Mädchen in Düsseldorf im Rotlichtviertel untergebracht. Wenn sie abends von den gottesdienstlichen Begegnungen zurückkehrten, kamen sie immer an einer Prostituierten vorbei, der sie begeistert von ihren Erlebnissen bei diesem internationalen Christentreffen erzählten. Am letzten Tag aber fingen die Mädchen plötzlich hemmungslos zu weinen an. Die Prostituierte fragte, was denn los sei und da sagten sie, sie seien so traurig, dass sie, die Prostituierte, diese Freude des christlichen Glaubens nicht erleben könne.

Wir wissen diese Geschichte nicht von den Indonesierinnen, die waren in ihre ferne Heimat zurückgekehrt, wir wissen sie von der Prostituierten, die wenig später bei einem Priester anrief und fragte, wie man Christin werden könne. Es sei das erste Mal in ihrem Leben gewesen, dass Menschen ihretwegen geweint hätten.

Quelle: Manfred Lütz, Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten, DT vom 22.12.2007