Gott ist immer für mich da

Bei der Olympiade in London 2012 hat die 17jährige Amerikanerin Missy Franklin im Schwimmen drei Goldmedaillen errungen und einen neuen Weltrekord in 200 m Rückenschwimmen aufgestellt. Über ihre enorme Leistung hinaus ist bewundernswert an Missy, wie sie sich in einem Interview zum katholischen Glauben bekannte:

„Bei meinen Eltern war Religion nie ein Thema, und so wuchs ich fern vom Glauben an Gott auf. Gelegentlich gingen wir schon in die Kirche, aber ich fühlte mich dort unwohl, weil ich die Liturgie nicht kannte und nie wusste, was man wann macht.“ Dies änderte sich, als Missy in die katholische „Regis Jesuit High School“ kam. „Es war eigenartig, aber als ich das erste Mal durch die Eingangstür trat, spürte ich einen unbegreiflichen Frieden. Ich wusste: Hier bin ich richtig. Seit diesem Moment war es klar für mich, dass Gott mit mir ist. Und jeden Tag der letzten drei Jahre hat sich mein Glaube vertieft. Ich liebe es, in die Schulkapelle zu gehen und einfach Zeit mit Gott zu verbringen. Auch die Gespräche mit meinen Mitschülern über Jesus und die Bibel haben mein Leben komplett verändert. Es ist mir sehr wichtig, einen festen Glauben zu haben. Gott ist immer für mich da. Und ich rede mit ihm vor, während und nach meinen Trainingseinheiten und Wettkämpfen. Ich bitte um Führung für mein Leben. Ich danke ihm für das Talent, das er mir gegeben hat. Und ich habe ihm versprochen, dass ich für andere Athleten ein gutes Vorbild sein werde“.

Geh in die Kirche – jemand braucht dich dort

Gott kümmert sich in seiner liebenden Vorsehung um jeden einzelnen Menschen in seinen Nöten und Leiden, aber er tut es auch immer wieder durch Menschen, die er durch den Heiligen Geist dazu drängt, mit ihm mitzuwirken, das heißt, dass sie zur rechten Zeit und am rechten Ort das Gute tun, das er ihnen zeigt. Im Buch: „Das ganz normale Wunder – 100 Glaubenszeugnisse von katholischen Priestern“ schildert José Antonio González Montoto aus Spanien, ein solch wunderbares Erlebnis der Führung Gottes, wie wir sie auf verschiedene Weise selber immer wieder erfahren können.

„Dank der Gnade Gottes bin ich nun schon seit 42 Jahren Priester. Früher war ich als Pfarrer in der Kirche San Nicola in Avilés tätig. Eines Abends befand ich mich dort im Pfarrbüro, um einige Taufurkunden vorzubereiten. Plötzlich hatte ich eine Eingebung, einem Zuruf gleich, der aus meinem Inneren kam: „Geh in die Kirche. Jemand braucht dich dort.“ Ich ließ die gerade angefangene Arbeit liegen und begab mich ins Gotteshaus. Normalerweise nehme ich den kürzesten Weg über den Hof und gehe durch den Hintereingang. Dieses Mal jedoch ging ich durch den Haupteingang, und so kam es zu jener außergewöhnlichen Begegnung.
Nach Betreten der Kirche machte ich vor dem Allerheiligsten eine Kniebeuge und ging bis zum Ende des Kirchenschiffs, wo sich mein Beichtstuhl befand. Ich bemerkte einen jungen Mann, der allem Anschein nach ebenfalls gerade gekommen war. Er sah mich vorübergehen, stand auf, kam auf mich zu und eröffnete mir ohne längere Umschweife: „Padre, ich wollte mich umbringen. Da die Kirchentür offen stand, bin ich eingetreten. Als ich sah, dass ein junger Priester kam, hoffte ich, dass er mich vielleicht anhören würde. Nun bin ich hier. Bitte helfen Sie mir…!“

Bei dieser Begegnung füllten sich meine Augen mit Tränen, weil der Herr mir eingegeben hatte, alles stehen und liegen zu lassen und dabei auch noch den längeren Weg zu wählen. Ich sagte dem Jungen, dass Gott selbst ihn hierher geführt hatte, damit er die Kraft bekäme, zu glauben. Denn Gott liebe ihn und das Leben sei zu wichtig, als dass man es in einem Moment der Verwirrung wegwerfen dürfe. Mein neuer Freund verließ die Kirche tatsächlich getröstet und froh.

Allein Gottes Gnade war es zu verdanken, dass ich den Ruf gehört hatte und dem Jungen in dieser Lebenskrise durch meine Anteilnahme und mein Zuhören beistehen konnte. Das war sicher einer der wichtigsten Momente meines priesterlichen Lebens, ein Geschenk des barmherzigen Gottes für eines seiner Kinder, das in Not und Schwierigkeiten geraten war.

Quelle: www.zenit.org

Alexia – Wie kann man mit einer solchen Freude sterben?!

Es gibt immer wieder beeindruckende Zeugnisse dafür, wie Menschen aus der Kraft des Glaubens an Gott Krankheit und Sterben bewältigen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist das aus Spanien stammende Mädchen Alexia González-Barros. Sie erkrankte an einem bösartigen Tumor und starb 10 Monate später mit 14 Jahren (1985) an Krebs. 1993 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet.

Alexia González-Barros wurde am 7. März 1971 in Madrid geboren. Sie wurde von ihren Eltern Francisco und Ramona als siebtes Kind im Glauben erzogen. Wie andere Mädchen in ihrem Alter war sie eine begeisterte Schwimmerin, liebte das Radfahren und anderes.

Im Frühjahr 1994 spürt Alexia estmals Schmerzen in der Schulter. Bei einer Untersuchung wird ein Bruch im Bereich der Halswirbel erkannt. Weil Lähmungserscheinungen auftreten, wird eine Operation unumgänglich. Alexia holt sich davor Kraft im Gebet und bei der täglichen hl. Kommunion. Sie freut sich, als sie erfährt, dass der Tag der Operation ein Samstag ist: der Tag der Muttergottes. So fühlt sie sich beschützt. Aber die Operation bringt keinen Erfolg. Vor allem in den Armen hat sie so starke Schmerzen, dass sie kaum schlafen kann. Dennoch behält sie ihre gute Laune. Sie nimmt sich vor, die Schmerzen Gott mit einem Lächeln darzubringen. Alexias Zustand verbessert sich nicht. Im Gegenteil: Eines morgens sind Arme und Beine vollständig gelähmt. Offenbar war ein Tumor übersehen worden. Um ihn zu entfernen, musste sie sich einer weiteren Operation unterziehen.

Eine Bekannte, die sie im Spital besucht, erzählt von der Parlamentsdebatte über das Atreibungsgesetz. Spontan erklärt Alexia, sie opfere die kommende Operation auf, damit das Gesetz nicht durchgehe. Es folgen weitere Operationen, Chemotherapien mit allen Begleiterscheinungen. Bei all den schmerzhaften Behandlungen bleibt sie bis zu ihrem Tod freundlich und ruhig, bedankt sich für jeden kleinsten Handgriff. Sie bittet ihre Mutter, ihre Gebetsanliegen aufzuschreiben, da sie nach der Hl. Kommunion nicht an alle und alles denken könne. Die Liste ist lang. Für alle opfert sie ihre Schmerzen auf.

Ein Arzt stellt fest, dass das gesamte Personal auf diesem Stockwerk durch das Beispiel des Mädchens und durch die Ruhe, mit der Alexia sich auf den Tod vorbereitet, verändert ist. Einige hätten ihr Leben neu überdacht. Eine nicht gläubige Schwester meint: ,,Ich kann dieses Zimmer nicht mehr betreten, ohne tief ergriffen zu sein. Wie kann man mit einer solchen Freude sterben?!“ Viele der Angestellten und Kranken schauen bei ihr vorbei. Sie verlassen sie gestärkt durch die einfache aber übernatürliche Haltung dieses Mädchens, das für jeden ein liebes Wort hat. Nachdem sich ihr Zustand weiter verschlimmert hat, empfängt sie auf eigenen Wunsch die Krankensalbung. Am 5. Dez. 1985 stirbt sie in vollkommener Hingabe an den Willen Gottes.

Viele Menschen rufen sie seither als Fürsprecherin an. Ein Mädchen aus Deutschland sprach aus, was viele denken: ,“Der Herr hat Alexia zu Leid und Tod berufen, um anderen den Weg zu Gott zu weisen. Sie hat den rechten Weg eingeschlagen, in dem sie Christus gefolgt ist, der ihr die Kraft, den Mut und die Liebe gegeben hat, die uns Jungen von heute fehlen. Der Tod Alexias war nicht umsonst, ihr bedingungsloses Ja kann uns helfen zu erkennen, dass das Wesentliche wirklich Gott ist.“

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Quelle: vlg. http://www.human-life.ch

Ein neues Licht erhellte mein Leben

Im Buch „Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak“, 2011 im Sankt Ulrichs Verlag erschienen, schildert Joseph Fadelle seinen Weg zum katholischen Glauben, den er unter unsäglichen Leiden gegangen ist. Er ist der Sohn einer großen, muslimischen Familie im Irak und lebt heute in Frankreich.

Sein Weg zum Glauben begann, als er zum Militär einberufen wurde. Zu seinem Missfallen musste er als Muslim das Zimmer mit einem Christen teilen. „Den Ungläubigen werde ich bekehren“, dachte er. Also kamen beide über Glaubensfragen zu sprechen, was den Muslim zwang, sich mit dem Islam näher zu beschäftigen. Dabei kamen ihm erstmals Zweifel über die Lehren des Islam. Und eines Tages hatte er einen Traum: Er stand an einem Bach und sah am anderen Ufer einen Mann stehen, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn ausübte. Als er aber versuchte zu ihm zu gelangen, sagte der Mann die rätselhaften Worte zu ihm: „Um den Bach zu überqueren, musst du das Brot des Lebens essen.“

Kurz darauf brachte ihm sein Zimmerkollege das Neue Testament und riet ihm, mit dem Matthäus-Evangelium zu beginnen. Der junge Muslim aber schlug das Johannes-Evangelium auf. Und zu seiner Überraschung las er im sechsten Kapitel genau dieselben Worte vom „Brot des Lebens“, die er erst wenige Stunden zuvor in seinem Traum gehört hatte. Ganz gebannt las er den ganzen Abschnitt, von der Brotvermehrung bis zu den Worten Jesu: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern …“ „In diesem Augenblick,“ so beschreibt er seine Erfahrung, „geschieht in mir etwas Außergewöhnliches, eine Art Implosion, die alles mit sich reißt, und dazu ein warmes Glücksgefühl … Als hätte schlagartig ein neues Licht mein ganzes Leben erhellt und ihm Sinn gegeben. … Ich fühle mich, als wäre ich betrunken, und spüre gleichzeitig in meinem Herzen eine unerhörte Kraft, eine beinahe heftige Leidenschaft oder sogar Liebe zu diesem Jesus Christus, von dem die Evangelien erzählen.“

Von diesem Augenblick an begann ein neues Leben für den jungen Muslim: Er wollte sich taufen lassen, um das Brot des Lebens empfangen zu können. Sein Glaube an Christus konnte nicht verborgen bleiben. Sein Gesinnungswandel brachte ihm schwere Verfolgungen durch seine Familie ein, sein Onkel und seine Brüder verübten einen Mordanschlag auf ihn. Er wurde eingesperrt und gefoltert, damit er den Glauben an Christus ableugne. Auch von den christlichen Gemeinden erfuhr er ängstliche Ablehnung. Erst 13 Jahre später – er war mittlerweile nach Jordanien geflohen – fanden er, seine Frau, die auch zum Glauben gekommen war, und seine Kinder, ein offenes Ohr für seine Bitte, getauft zu werden.

Über seine Taufe berichtet er: „Mit geneigtem Kopf und bereit, vom Priester mit dem geweihten Wasser übergossen zu werden, höre ich die feierlichen Worte des Zelebranten: ‚Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.‘ Und ich denke an all die Jahre des Wartens und Leidens, an die Augenblicke, da ich mein letztes Stündlein gekommen glaubte, an diese ganze Zeit, in der ich nur ein einziges Ziel gekannt habe: lange genug zu leben, um diesen Moment hier zu erleben. (…) Einige Stunden später liest (der Priester) die Messe, und aus seinen Händen empfange und koste ich zum ersten Mal das ‚Brot des Lebens’… Für mich beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. Endlich kann ich jenem Mann antworten, der mich damals, in jener Vision, die mir noch heute vor Augen steht, zu sich gerufen hat. Dieser Mann, dessen strahlende Güte mich so sehr angezogen hat, dieser Christus, für den ich vom ersten Augenblick an eine echte Leidenschaft empfand, ist mir seit damals Tag für Tag ein geliebter Freund gewesen. Selbst in den schwärzesten Stunden war ich nicht einmal einen kurzen Augenblick lang versucht, ihn zu verlassen, um zu dem goldenen Leben von einst zurückzukehren.

Und jetzt kann ich von seinem Leben kosten, von der Ewigkeit, die der Sohn Gottes mir verheißt.“

Ich las von der Sorge Jesus Christi um die Frauen

Die aus Pakistan stammende Sabatina James, die zum Glauben an Christus gefunden hat, wurde bekannt durch ihr Buch: „My Fight for Faith and Freedom“ (Mein Kampf für Glauben und Freiheit). Sie setzt sich heute unermüdlich ein, um muslimischen Frauen in schwere Not zu helfen. In einem Interview schildert sie, wieso sie Christin geworden ist:

Sie denken vielleicht, ich sei missioniert worden, aber das stimmt nicht. Ich war einst eine gute Muslimin, und ich habe damals, als ich zwangsverheiratet werden sollte, in meiner großen Not nach Gott gesucht. Aber Allah sprach nicht zu mir. Schließlich merkte ich: Kein Wunder, er spricht nie zu den Frauen, an keiner Stelle des Koran. Er spricht immer nur zu den Männern. Dann habe ich Christen kennengelernt. Das waren besondere, gewandelte, beeindruckende Menschen. Ein Freund von mir, der Christ geworden ist, schenkte mir eine Bibel. Und in einer Nacht, in der ich in größter Not war und nach Gott schrie, er möge mir in meiner Verzweiflung beistehen, schlug ich diese Bibel auf und las den Vers: “Wenn ihr mich aus ganzem Herzen sucht, dann werde ich mich von Euch finden lassen.” Und ich las weiter und las von der Sorge Jesus Christi auch um die Frauen, sogar um eine wie Maria Magdalena, die damals als Verworfene galt. Wie anders wäre wohl Mohammed mit ihr umgegangen! Ich habe den Gott der Bibel erfahren, ich habe erlebt, daß er sich um mich kümmert! Heute ist das Christentum das Fundament meines Lebens, das Wertvollste, was ich habe.

Abtreibungsarzt – Diese Pilgerfahrt hat mir Klarheit gebracht

Dr. John Bruchalski war in einer gläubigen Familie groß geworden. Aber nach seinem Universitätsabschluss warf er allen Glauben über Bord. 1983 wurde er Dozent für Medizin in South Alabama.
Er erzählt: „Verhütung, Abtreibung schienen mir die am besten geeigneten Mittel, um den Frauen die Gesundheit, das Glück und die Fülle des Lebens zu garantieren.“
Doch es schlichen sich auch Zweifel ein. „Ich erlebte bei den Frauen weder Freude noch Glück in meiner Klinik. Je mehr Abtreibungen ich durchführte, umso mehr nahm die Verhütungspraxis zu, vermehrten sich die Infektionen, Komplikationen und Trennungen der Paare. Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte, denn meine Kollegen meinten nur: ‚Wir brauchen bessere Schulung und mehr Verhütung, mehr Abtreibung!!'“
Eines Tages hat ihn seine Mutter zu einer Wallfahrt eingeladen. Dort geschah die Umkehr, dort wurde er von der Gnade Gottes berührt. Nach Hause zurückgekehrt, weigerte er sich, weitere Abtreibungen oder Sterilisationen durchzuführen. „Diese Pilgerfahrt hat mir nicht nur Klarheit über mich selber gebracht, sondern auch die Einsicht, dass es einen anderen, einen besseren Weg gab, meinen Beruf als Arzt auszuüben.“ Seit 1994 arbeitet er nun in seinem Family-Center nach den Grundlagen der katholischen Glaubenslehre als Arzt und Mediziner.

Der Sieg der Liebe

Als ich in Rumänien in einem kommunistischen Gefängnis war, traf eines Tages in unserer Zelle, die für Christen reserviert war, ein neuer Häftling ein. Es war der bekannte Hauptmann Popescu. Unsere Überraschung war groß, erkannten wir in ihm doch jenen Folterer, unter dem die Christen am meisten gelitten hatten. Zu den Opfern gehörten auch einige Insassen dieser Zelle. Wir fragten ihn, wie er denn einer der unseren geworden sei.

Mit Tränen in den Augen erzählte er, daß eines Tages ein etwa 12-jähriges Mädchen mit einer Blume in der Hand in sein Büro gekommen sei und zu ihm gesagt habe: „Herr Offizier, Sie sind der Mann, der meine Eltern eingesperrt hat. Heute hat meine Mutter Geburtstag. Für gewöhnlich habe ich ihr an diesem Tag Blumen geschenkt. Ihretwegen habe ich nun keine Mutter, der ich heute eine Freude machen könnte. Aber meine Mutter ist gläubig, und sie lehrte mich von klein an, meine Feinde zu lieben und Böses mit Gutem zu vergelten. Ich möchte darum der Mutter Ihrer Kinder eine Freude machen. Bitte bringen Sie diese Blumen Ihrer Frau und sagen Sie ihr, dass ich sie liebe und Gott sie auch liebt.“

Das war sogar für einen kommunistischen Offizier zuviel. Er umarmte das Kind und konnte von da an nicht mehr foltern. Das führte zu seiner Entlassung und Verfolgung und schließlich dazu, dass er verurteilt wurde, mit uns zu leiden.

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Quelle: Aus einem Bericht des evangelischen Pfarrers Richard Wurmbrand

Klopfet an, und es wird euch geöffnet werden!

Dr. Maurice Caillet, der aus einer Familie stammte, in der der katholische Glaube völlig abgelehnt wurde, war jahrelang Mitglied einer Loge. Am 11. Februar 1984 machte er in Lourdes eine Erfahrung, die sein Leben total verändert hat.

Dr. Maurice war Gynäkologe im Krankenhaus von Renner. Eines Tages erkrankte seine Frau und wurde vollständig gelähmt. In der Hoffnung auf Hilfe reiste er nach mehr als einem Jahr mit seiner schwerkranken Frau in einen Warmwasser-Kurort in den Pyrenäen.

Diese Kur hatte keine Besserung gebracht. Auf dem Rückweg kamen sie in die Gegend von Lourdes. Obwohl er nicht an Gott glaubte, brachte er seine Frau nach Lourdes. Er klammerte sich an die Hoffnung, dass ein Bad im Lourdeswasser, von dem er einmal gehört hatte, ihr vielleicht helfen könnte. Während seine Frau auf das Bad wartete, stand er draußen im kalten Wind. Er schaute um sich, ob er irgendwo hineingehen könnte und erblickte eine Tür. Als er eingetreten war, sah er, dass es eine Kapelle war und ein Priester gerade die hl. Messe feierte. Wegen der Kälte blieb er dort. Als das Evangelium vorgelesen wurde, hörte er die Worte Jesu (Mt 7,7): „Klopft an, dann wird euch geöffnet!“ Diese Worte des Herrn waren dieselben, die er aussprechen musste, um einen höheren Rang in der Freimaurer-Loge zu erlangen. Es erschreckte ihn, dass dafür ein Evangeliumstext benutzt wurde. Gleichzeitig hörte er in seinem Inneren eine Stimme: „Du hoffst, dass deine Frau hier geheilt wird, aber was tust du selbst?“ Von diesem Wort war er so tief betroffen, dass er gleich nach der hl. Messe zum Priester ging und sagte: „Ich will sofort getauft werden.“ Dieser erklärte, er müsse sich einige Monate darauf vorbereiten.

Seine Frau war nach dem Bad noch genauso krank wie vorher, aber er selbst war von seinem Unglauben geheilt. Als Dr. Maurice wieder in Renner war, kündigte er seine Stelle im Krankenhaus, weil er keine Abtreibungen mehr vornehmen wollte, denn als Freimaurer hatte er besonders aktiv an der Abtreibungsgesetzgebung mitgearbeitet.
Am Tag seiner Taufe geschah dann ein Wunder: Seine Frau wurde völlig geheilt.

Von da an begann er, überall in Vorträgen Zeugnis zu geben von der Gnade, die Gott ihm geschenkt hatte. Er wies auch immer wieder darauf hin, dass viele hohe Politiker und Beamte auch einen hohen Rang in der Freimaurerei einnehmen und dass die Freimaurerei verantwortlich sei für die liberalen Gesetzgebungen von Ehescheidung, Abtreibung, Homo-Ehe, Trennung von Kirche und Staat, antikirchlichen Schulprogrammen usw. Als er bei den Freimaurern austrat, wurde er mit dem Tod bedroht. Er beschloss daraufhin, überall in Frankreich Vorträge über die große Gefahr der Mitgliedschaft bei den Freimaurern zu halten und setzte sich auch mit aller Kraft für den Schutz der ungeborenen Kinder ein.

Immer wieder bezeugte er bis heute (82-jährig): es sei ihm unbegreiflich, dass der Heiland ihn nach einem Leben des Hasses gegen die Kirche und nach all seinen Missetaten zur großen Gnade des Glaubens gerufen hat.

Lewis Wallace schrieb ein ganz neues Buch

Der bekannte amerikanische Schriftsteller Lewis Wallace (1827-1905) wollte, von einem Freund dazu aufgestachelt, ein Buch schreiben, um die Unwahrheit des christlichen Glaubens zu beweisen. Mehrere Jahre durchstöberte er alle Bibliotheken auf der Suche nach alten Schriften. Schließlich glaubte er, genügend Beweise gesammelt zu haben, und begann mit dem Schreiben. Er verfasste das erste Kapitel, dann das zweite und auch das dritte.

Beim vierten Kapitel hörte er auf. Bestürzt stellte er fest, dass er durch die intensive Beschäftigung mit den alten Quellen immer mehr zu der Überzeugung gekommen war, Jesus habe wirklich gelebt und gewirkt. Tagelange innere Kämpfe und Zweifel folgten. Eines Nachts, als er nicht schlafen konnte, kniete Wallace vor dem Bett nieder und bat Gott das erste Mal in seinem Leben darum, sich ihm zu offenbaren. Gegen Morgen empfand er eine tiefe Erleichterung. Er erzählte seiner Frau davon. Und sie sagte ihm, dass sie von dem Tage an, an dem er das Buch begonnen hatte, besonders für ihn gebetet habe.

Was sollte nun mit dem gesammelten Material geschehen? Seine Frau riet ihm, ein ganz neues Buch zu schreiben, in dem er Jesus als den Retter der ganzen Welt darstellte. So machte sich Wallace an die Arbeit und schrieb ein ganz neues Buch. Es erhielt den Titel «Ben Hur» und wurde weltberühmt.

Ein Fluch, der zum Segen wurde

„Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren oder missbrauchen“, so heißt es im 2. Gebot. Wenn wir in Zorn und Wut geraten kann uns leicht ein Fluch oder eine Verwünschung über die Lippen kommen, mit denen wir in irgendeiner Form etwas Heiliges ausdrückt. Wir sollten weder uns selbst noch andere verfluchen. Aber auch dort, wo es geschieht: Jesus Christus ist stärker als jeder Fluch, er kann alles in Segen verwandeln, wie die folgende Begebenheit zeigt:

Er war Schiffskapitän und lag schon sieben Jahre gelähmt im Bett. Trotz seiner körperlichen Leiden war er ein fröhlicher Mensch. Er bekannte, ein Eigentum Jesu Christi zu sein, der ihn mit einer großen Hoffnung, mit tiefem Dank beschenkt und innerlich reich gemacht hatte. Was war geschehen?

Einmal erzählte er, was sich in seinem Leben zugetragen hatte: „Solange ich zur See fuhr, habe ich mich nicht um Gott und Sein Evangelium gekümmert. Ich liebte es, rauh und roh zu sein. Meiner Meinung nach gehörten auch Lügen und Fluchen zu einem echten Seemann. Eines Tages erzählte ich meinen Matrosen eine erlogene Geschichte und bekräftigte sie mit einem Fluch: Gott möge mich krumm und lahm legen, wenn ich nicht die Wahrheit rede. Nach acht Tagen hatte Gott, der ein Zeuge meiner Worte gewesen war, meine Worte auf meinen Kopf zurückgebracht: Ich wurde am ganzen Körper gelähmt. Als ich so hilflos und gebrochen dalag, erfasste mich eine tiefe, furchtbare Wut. Anstatt über meine grässlichen Worte vor Gott Buße zu tun, habe ich drei Jahre lang gegen den heiligen Gott gewütet. Doch Gott hat sich meiner erbarmt. Jesus hat mich gefunden und zu sich gezogen. Er hat mein Herz mit einer solchen Freude erfüllt, dass ich manchmal sagen muss: Herr Jesus, ich kann ein solches Übermaß an Glück nicht ertragen.“