Das Volk will keinen Krieg

blumen03Wer will eigentlich den Krieg? Wer sind die Kriegstreiber? Es gibt hier eine sehr treffende Antwort, die Herman Göring, einer der führenden nationalsozialistischer Politiker und Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, nach dem Krieg, 1946 im Gefängnis gegeben hat: „…Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. … Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“ – Auch heute noch.
Der Weihnachtsfriede von 1914 in Flandern zeigt uns, wie der christlich geprägte Mensch denkt und denken sollte. Es bräuchte aber Menschen wie einen sel. Franz Jägerstätter, die im Licht des Glaubens an Christus dem vorherrschenden System widerstehen können.

Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen

„Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ (Joh 15,20), sagt Jesus. In den Medien wird kaum darüber berichtet, dass die Verfolgung von Christen in den letzten Jahren zugenommen hat. Allein im kommunistischen Nordkorea sind 70.000 Christen wegen ihres Glaubens inhaftiert. Die Verfolgung von Christen findet derzeit in kommunistischen Ländern wie China, Nordkorea usw. statt, aber hauptsächlich in islamischen Staaten. Der ‚Arabische Frühling‘ ist für die Christen ein Kreuzweg geworden. Christen gelten in Staaten wie Somalia und Nigeria „als Ungeziefer, das vernichtet werden muss, als Müll, den man entsorgen kann“. In 50 Ländern der Welt werden derzeit mehr als 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens diskriminiert, verfolgt, misshandelt oder mit dem Tod bedroht. Was wird bei uns noch alles kommen? Jesus sagt aber: „Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Mt 5,12f).

Die sel. Karmelitinnen von Compiègne – Das Kreuz ist unsere einzige Waffe

Die französische Revolution (1789-1794), die mit der Propaganda-Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ als die Geburtsstunde unserer heutigen Demokratien gefeiert wird, hatte zum erklärten Ziel, die katholische Kirche und überhaupt jede christliche Idee zu vernichten. Alle Menschen, die sich den Revolutionären widersetzten, wurden um ihren Kopf kürzer gemacht. Aber über aller Verblendung und Bosheit der Revolution leuchtet das Zeugnis jener Martyrer auf, die für Christus gestorben sind. Eines dieser wunderbaren Zeugnisse ist das Martyrium der 16 Karmelitinnen von Compiègne.

Am Fest Kreuzerhöhung 1790 zwangen die Revolutionäre die Schwestern, den Habit abzulegen und das Kloster zu verlassen. Über mehrere Jahre lebten sie im Verborgenen in Privathäusern. Am 22. Juni 1794 wurden sie festgenommen und nach Paris gebracht. In einem Schauprozess beschuldigte man sie unter anderem, dass sie die Gegner der Revolution mit Waffen versorgt hätten, worauf die Priorin ein Kreuz hochhielt, mit den Worten: „Das ist die einzige Waffe, die wir je in unserem Haus gehabt haben!“

An 17. Juli 1794 wurden sie auf einem Karren ins Stadtzentrum gebracht, wo die tobende Menge sie erwartete. Aber diese Hinrichtung war anders. Die Leute verstummten angesichts der Schwestern, die sich so würdevoll verhielten als schritten sie zu ihrer Hochzeit. Bevor sie zur Guillotine hinaufstiegen, knieten sie nieder, sangen das Veni creator spiritus wie am Tag ihrer Profess und erneuerten danach ihre Gelübde. Eine nach der anderen ging zur Guillotine, die jüngste zuerst, die Älteste zuletzt; jede Schwester hielt inne, um vor der Priorin niederzuknien und die Erlaubnis zu erbitten, sterben zu dürfen, worauf die Priorin antwortete: „Geh, meine Tochter!“ Der Staat hatte ihre Hinrichtung verfügt, aber ihr letzter Akt des Gehorsams geschah nicht gegenüber dem Staat, sondern gegenüber ihrer Mutter im geistlichen Leben. Als letzte starb die Mutter Priorin.

Für das Leben im Gefängnis

Mary sitzt seit einem Jahr in Kanada im Gefängnis, obwohl sie keine Straftat begangen hat. Sie wurde am 15. August 2012, dem Hochfest der Gottesmutter, in Toronto verhaftet, weil sie in Abtreibungskliniken schwangere Frauen angesprochen hatte, um sie davon abzuhalten, ihr ungeborenes Kind ermorden zu lassen. Vor Gericht musste sich Mary Wagner die folgenden und ähnliche Sätze anhören: „Sie haben Ihre Bürgerrechte verloren. Sie scheinen sich von einer höheren moralischen Ordnung leiten zu lassen, statt von den Gesetzen unseres Landes.“ Der Richter stellte sie sogar mit den islamischen Tschihadisten gleich. Wagner verteidigte sich vor Gericht mit dem Hinweis, bereits vielen Frauen mit Feingefühl geholfen zu haben, indem sie ihnen erklärte, was eine Abtreibung ist und dass damit immer auch ein enormer Schmerz für die Mutter verbunden ist. Der Richter aber zeigte sich gnadenlos und behauptete das Gegenteil: „Sie irren sich. Ihr Gott irrt sich. … in diesem Land gibt es ein Recht… Sie haben nicht das Recht durch Ihr Verhalten zusätzliches Leid zu verursachen.“ Der Gefängniskaplan, Pater Paul Hrynczyszyn, sagt über sie. „Ich kenne Mary Wagner sehr gut. Sie hat schon vielen Frauen geholfen, zum Glauben zu finden. Sie ist ein Segen für mich, wann immer ich ihr begegne, weil ich überzeugt bin, dass sie eine Heilige ist. Was mich am meisten beeindruckt, ist ihre innige Religiosität, ihre Heiligkeit und ihre große Demut.“

Gemeinsam auf dem Weg, das Leben neu aufzubauen

Die aus Italien stammende Schwester Elvira Petrozzi hat 1983 die Gemeinschaft „Cenacolo“ gegründet. Sie hat gesehen, dass in unserer Gesellschaft immer mehr junge Menschen den Drogen und dem Alkohol verfallen und wollte es nicht hinnehmen, dass es für sie keine wirkliche Hilfe gab. „Der Ruf Gottes lässt dich Werke vollbringen und an Dinge glauben, die du selbst nie gedacht noch dir vorgestellt hättest,“ sagt sie über ihren Weg.

Am 16. Juli 1983 eröffnete sie, unter einfachsten Bedingungen, das erste Haus in Saluzzo, etwa 60 km südlich von Turin. Inzwischen sind es 60 Niederlassungen in verschiedensten Ländern geworden, in denen jungen Menschen mit Drogenproblemen geholfen wird, wieder neue Perspektiven für ihr Leben zu finden. Dies geschieht unter anderem durch das Vertrauen in die heilende Kraft des Evangeliums, den Weg in die christliche Gemeinschaft, das Gebet und die Arbeit. Mit dem Namen „Cenacolo“, den Mutter Elvira der Gemeinschaft gab, meint sie den Abendmahlssaal als einen Ort, „wo die Apostel sich in sich verkrochen und Angst hatten nach Jesu Tod – genauso geht es den Drogenabhängigen heute: sie sind schüchtern, ängstlich und stumm. Doch dann kommt mit Maria der Heilige Geist, der sie in mutige Zeugen verwandelt.“

Von welcher Kraft des Glaubens und der Liebe Mutter Elvira immer beseelt war, um den junge Leuten zu helfen, wirklich ein neues Leben zu beginnen, das zeigt eine Begebenheit aus der Anfangszeit. Es war der Tag, an dem sie verstanden hatte, dass sie auch die Zigaretten abschaffen müsse. Sie berichtet:

„Es waren inzwischen ein paar Jahre vergangen, und ich war an dem Punkt angelangt, an dem mir dieser Gedanke gekommen ist: ‚Ich bin diesen jungen Leuten nicht treu! Sie wollen sich von den Drogen befreien, und ich lasse sie mit Tabak in der Tasche rumlaufen.‘ Da spürte ich dieses ‚Treiben‘ in mir, und ich konnte nicht mehr widerstehen. Also habe ich mich eines Abends, als wir in der Kapelle waren, vor sie hingekniet und ihnen gesagt: ‚Jungs, ich möchte euch um Verzeihung bitten: Ihr seid hierhergekommen, um von den Drogen befreit zu werden. Und ich hatte Angst, dass ihr weggehen würdet, und habe euch das Rauchen erlaubt. Doch ab heute Abend wird in der Gemeinschaft nicht mehr geraucht! Dann habe ich ‚den Schlimmsten‘ zu mir gerufen, der immer um jeden Preis seine Zigaretten haben wollte und schon alles Mögliche angestellt hatte. Ihm habe ich gesagt: ‚Hole bitte eine Plastiktüte.‘ Alle Jungs saßen da, und er ging durch die Runde und jeder warf die Zigaretten, die er in der Tasche stecken hatte, in die Tüte. Dann habe ich gesagt: ‚Wenn jemand von euch gehen will und das zu Recht, der klopfe im Büro an und wir geben ihm genug Geld, um nach Hause zu kommen. Wenn er dann akzeptiert hat, dass hier nicht mehr geraucht wird, kann er jederzeit zurückkommen, ohne vorher ein Gespräch führen zu müssen.‘ Nun, wir haben ein großes Feuer gemacht, doch keiner hat sich vom Fleck gerührt, und niemand ist weggegangen. Alle haben diese Regel sofort akzeptiert! Da sieht man wieder meine Ängste! Denn auch ich habe in diesem Moment gelitten, denn ich wusste, dass sie an ‚dieser Kippe‘ hingen. Da habe ich verstanden, dass es nicht stimmt, dass die jungen Leute faul, ängstlich und gleichgültig sind! All das stimmt nicht! Sie sind fähig zu kämpfen, bereit zu leiden und Opfer zu bringen! Die jungen Leute sind die schönste ‚Klasse‘ der Welt, mit denen es mir wahrhaftig gut geht. Ich kann aus Erfahrung sprechen, denn ich habe mir die Hände und das Gesicht, das Leben und den Ruf mit ihren Problemen ‚beschmutzt‘, und nun kann ich über sie mit Unbefangenheit und Aufrichtigkeit sprechen. Sie wissen, dass mich nicht die Drogen interessieren, sondern das Leben! Heute spreche ich darüber, weil sie meine Lehrer waren und ich weiter von ihnen lernen möchte.“

Quelle: http://www.cenacolo.info

Mein neues Leben

In Kleinfrauenhaid in Burgenland befindet sich ein Niederlassung der Gemeinschaft Cenacolo. Ein junger Mann berichtet, wie er dort ein neues Leben beginnen konnte:

Mein Name ist Johannes, ich bin 35 Jahre alt, seit 2005 glücklich verheiratet mit meiner Frau Cristiana. Wir haben drei wundervolle, lebendige Kinder,  für die ich Gott danke. Mein neues Leben begann 1999 in Kleinfrauenhaid, nachdem ich zuvor sieben Jahre lang alle möglichen Drogen konsumiert hatte und in einen Kreislauf von Abhängigkeit, Lügen, Stehlen und Einsamkeit geraten war. Als die Situation zu Hause unerträglich wurde, hat Gott meinen Eltern den Mut gegeben, mich vor die Wahl zu stellen: entweder in den Cenacolo einzutreten oder die Familie zu verlassen. Die Entschlossenheit meiner Eltern war der erste Schritt zu meiner Rettung. Die ersten Monate in der Gemeinschaft waren sehr schwer für mich. Auf die gewohnten Dinge des Alltags zu verzichten, war unvorstellbar. Doch schon nach kurzer Zeit hat Gott mir die Augen geöffnet und ich war in der Lage, seine Liebe zu mir zu erkennen. Das wiedergefundene Gebet, mein Schutzengel (Begleiter in der Gemeinschaft) und die Offenheit der Brüder haben mir geholfen, mich zu öffnen und den Ballast meines Lebens in Gottes Hände zu legen. So wurde es mir möglich, meine Eltern und Geschwister um Verzeihung zu bitten und eine tiefe Versöhnung in der Familie zu erfahren. … Ich werde diese Erfahrungen mein Leben lang wie einen Schatz bewahren.

Quelle: http://www.cenacolo.info

Gott ist immer für mich da

Bei der Olympiade in London 2012 hat die 17jährige Amerikanerin Missy Franklin im Schwimmen drei Goldmedaillen errungen und einen neuen Weltrekord in 200 m Rückenschwimmen aufgestellt. Über ihre enorme Leistung hinaus ist bewundernswert an Missy, wie sie sich in einem Interview zum katholischen Glauben bekannte:

„Bei meinen Eltern war Religion nie ein Thema, und so wuchs ich fern vom Glauben an Gott auf. Gelegentlich gingen wir schon in die Kirche, aber ich fühlte mich dort unwohl, weil ich die Liturgie nicht kannte und nie wusste, was man wann macht.“ Dies änderte sich, als Missy in die katholische „Regis Jesuit High School“ kam. „Es war eigenartig, aber als ich das erste Mal durch die Eingangstür trat, spürte ich einen unbegreiflichen Frieden. Ich wusste: Hier bin ich richtig. Seit diesem Moment war es klar für mich, dass Gott mit mir ist. Und jeden Tag der letzten drei Jahre hat sich mein Glaube vertieft. Ich liebe es, in die Schulkapelle zu gehen und einfach Zeit mit Gott zu verbringen. Auch die Gespräche mit meinen Mitschülern über Jesus und die Bibel haben mein Leben komplett verändert. Es ist mir sehr wichtig, einen festen Glauben zu haben. Gott ist immer für mich da. Und ich rede mit ihm vor, während und nach meinen Trainingseinheiten und Wettkämpfen. Ich bitte um Führung für mein Leben. Ich danke ihm für das Talent, das er mir gegeben hat. Und ich habe ihm versprochen, dass ich für andere Athleten ein gutes Vorbild sein werde“.

Geh in die Kirche – jemand braucht dich dort

Gott kümmert sich in seiner liebenden Vorsehung um jeden einzelnen Menschen in seinen Nöten und Leiden, aber er tut es auch immer wieder durch Menschen, die er durch den Heiligen Geist dazu drängt, mit ihm mitzuwirken, das heißt, dass sie zur rechten Zeit und am rechten Ort das Gute tun, das er ihnen zeigt. Im Buch: „Das ganz normale Wunder – 100 Glaubenszeugnisse von katholischen Priestern“ schildert José Antonio González Montoto aus Spanien, ein solch wunderbares Erlebnis der Führung Gottes, wie wir sie auf verschiedene Weise selber immer wieder erfahren können.

„Dank der Gnade Gottes bin ich nun schon seit 42 Jahren Priester. Früher war ich als Pfarrer in der Kirche San Nicola in Avilés tätig. Eines Abends befand ich mich dort im Pfarrbüro, um einige Taufurkunden vorzubereiten. Plötzlich hatte ich eine Eingebung, einem Zuruf gleich, der aus meinem Inneren kam: „Geh in die Kirche. Jemand braucht dich dort.“ Ich ließ die gerade angefangene Arbeit liegen und begab mich ins Gotteshaus. Normalerweise nehme ich den kürzesten Weg über den Hof und gehe durch den Hintereingang. Dieses Mal jedoch ging ich durch den Haupteingang, und so kam es zu jener außergewöhnlichen Begegnung.
Nach Betreten der Kirche machte ich vor dem Allerheiligsten eine Kniebeuge und ging bis zum Ende des Kirchenschiffs, wo sich mein Beichtstuhl befand. Ich bemerkte einen jungen Mann, der allem Anschein nach ebenfalls gerade gekommen war. Er sah mich vorübergehen, stand auf, kam auf mich zu und eröffnete mir ohne längere Umschweife: „Padre, ich wollte mich umbringen. Da die Kirchentür offen stand, bin ich eingetreten. Als ich sah, dass ein junger Priester kam, hoffte ich, dass er mich vielleicht anhören würde. Nun bin ich hier. Bitte helfen Sie mir…!“

Bei dieser Begegnung füllten sich meine Augen mit Tränen, weil der Herr mir eingegeben hatte, alles stehen und liegen zu lassen und dabei auch noch den längeren Weg zu wählen. Ich sagte dem Jungen, dass Gott selbst ihn hierher geführt hatte, damit er die Kraft bekäme, zu glauben. Denn Gott liebe ihn und das Leben sei zu wichtig, als dass man es in einem Moment der Verwirrung wegwerfen dürfe. Mein neuer Freund verließ die Kirche tatsächlich getröstet und froh.

Allein Gottes Gnade war es zu verdanken, dass ich den Ruf gehört hatte und dem Jungen in dieser Lebenskrise durch meine Anteilnahme und mein Zuhören beistehen konnte. Das war sicher einer der wichtigsten Momente meines priesterlichen Lebens, ein Geschenk des barmherzigen Gottes für eines seiner Kinder, das in Not und Schwierigkeiten geraten war.

Quelle: www.zenit.org

Alexia – Wie kann man mit einer solchen Freude sterben?!

Es gibt immer wieder beeindruckende Zeugnisse dafür, wie Menschen aus der Kraft des Glaubens an Gott Krankheit und Sterben bewältigen. Ein eindrucksvolles Beispiel ist das aus Spanien stammende Mädchen Alexia González-Barros. Sie erkrankte an einem bösartigen Tumor und starb 10 Monate später mit 14 Jahren (1985) an Krebs. 1993 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet.

Alexia González-Barros wurde am 7. März 1971 in Madrid geboren. Sie wurde von ihren Eltern Francisco und Ramona als siebtes Kind im Glauben erzogen. Wie andere Mädchen in ihrem Alter war sie eine begeisterte Schwimmerin, liebte das Radfahren und anderes.

Im Frühjahr 1994 spürt Alexia estmals Schmerzen in der Schulter. Bei einer Untersuchung wird ein Bruch im Bereich der Halswirbel erkannt. Weil Lähmungserscheinungen auftreten, wird eine Operation unumgänglich. Alexia holt sich davor Kraft im Gebet und bei der täglichen hl. Kommunion. Sie freut sich, als sie erfährt, dass der Tag der Operation ein Samstag ist: der Tag der Muttergottes. So fühlt sie sich beschützt. Aber die Operation bringt keinen Erfolg. Vor allem in den Armen hat sie so starke Schmerzen, dass sie kaum schlafen kann. Dennoch behält sie ihre gute Laune. Sie nimmt sich vor, die Schmerzen Gott mit einem Lächeln darzubringen. Alexias Zustand verbessert sich nicht. Im Gegenteil: Eines morgens sind Arme und Beine vollständig gelähmt. Offenbar war ein Tumor übersehen worden. Um ihn zu entfernen, musste sie sich einer weiteren Operation unterziehen.

Eine Bekannte, die sie im Spital besucht, erzählt von der Parlamentsdebatte über das Atreibungsgesetz. Spontan erklärt Alexia, sie opfere die kommende Operation auf, damit das Gesetz nicht durchgehe. Es folgen weitere Operationen, Chemotherapien mit allen Begleiterscheinungen. Bei all den schmerzhaften Behandlungen bleibt sie bis zu ihrem Tod freundlich und ruhig, bedankt sich für jeden kleinsten Handgriff. Sie bittet ihre Mutter, ihre Gebetsanliegen aufzuschreiben, da sie nach der Hl. Kommunion nicht an alle und alles denken könne. Die Liste ist lang. Für alle opfert sie ihre Schmerzen auf.

Ein Arzt stellt fest, dass das gesamte Personal auf diesem Stockwerk durch das Beispiel des Mädchens und durch die Ruhe, mit der Alexia sich auf den Tod vorbereitet, verändert ist. Einige hätten ihr Leben neu überdacht. Eine nicht gläubige Schwester meint: ,,Ich kann dieses Zimmer nicht mehr betreten, ohne tief ergriffen zu sein. Wie kann man mit einer solchen Freude sterben?!“ Viele der Angestellten und Kranken schauen bei ihr vorbei. Sie verlassen sie gestärkt durch die einfache aber übernatürliche Haltung dieses Mädchens, das für jeden ein liebes Wort hat. Nachdem sich ihr Zustand weiter verschlimmert hat, empfängt sie auf eigenen Wunsch die Krankensalbung. Am 5. Dez. 1985 stirbt sie in vollkommener Hingabe an den Willen Gottes.

Viele Menschen rufen sie seither als Fürsprecherin an. Ein Mädchen aus Deutschland sprach aus, was viele denken: ,“Der Herr hat Alexia zu Leid und Tod berufen, um anderen den Weg zu Gott zu weisen. Sie hat den rechten Weg eingeschlagen, in dem sie Christus gefolgt ist, der ihr die Kraft, den Mut und die Liebe gegeben hat, die uns Jungen von heute fehlen. Der Tod Alexias war nicht umsonst, ihr bedingungsloses Ja kann uns helfen zu erkennen, dass das Wesentliche wirklich Gott ist.“

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Quelle: vlg. http://www.human-life.ch

Ein neues Licht erhellte mein Leben

Im Buch „Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak“, 2011 im Sankt Ulrichs Verlag erschienen, schildert Joseph Fadelle seinen Weg zum katholischen Glauben, den er unter unsäglichen Leiden gegangen ist. Er ist der Sohn einer großen, muslimischen Familie im Irak und lebt heute in Frankreich.

Sein Weg zum Glauben begann, als er zum Militär einberufen wurde. Zu seinem Missfallen musste er als Muslim das Zimmer mit einem Christen teilen. „Den Ungläubigen werde ich bekehren“, dachte er. Also kamen beide über Glaubensfragen zu sprechen, was den Muslim zwang, sich mit dem Islam näher zu beschäftigen. Dabei kamen ihm erstmals Zweifel über die Lehren des Islam. Und eines Tages hatte er einen Traum: Er stand an einem Bach und sah am anderen Ufer einen Mann stehen, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn ausübte. Als er aber versuchte zu ihm zu gelangen, sagte der Mann die rätselhaften Worte zu ihm: „Um den Bach zu überqueren, musst du das Brot des Lebens essen.“

Kurz darauf brachte ihm sein Zimmerkollege das Neue Testament und riet ihm, mit dem Matthäus-Evangelium zu beginnen. Der junge Muslim aber schlug das Johannes-Evangelium auf. Und zu seiner Überraschung las er im sechsten Kapitel genau dieselben Worte vom „Brot des Lebens“, die er erst wenige Stunden zuvor in seinem Traum gehört hatte. Ganz gebannt las er den ganzen Abschnitt, von der Brotvermehrung bis zu den Worten Jesu: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern …“ „In diesem Augenblick,“ so beschreibt er seine Erfahrung, „geschieht in mir etwas Außergewöhnliches, eine Art Implosion, die alles mit sich reißt, und dazu ein warmes Glücksgefühl … Als hätte schlagartig ein neues Licht mein ganzes Leben erhellt und ihm Sinn gegeben. … Ich fühle mich, als wäre ich betrunken, und spüre gleichzeitig in meinem Herzen eine unerhörte Kraft, eine beinahe heftige Leidenschaft oder sogar Liebe zu diesem Jesus Christus, von dem die Evangelien erzählen.“

Von diesem Augenblick an begann ein neues Leben für den jungen Muslim: Er wollte sich taufen lassen, um das Brot des Lebens empfangen zu können. Sein Glaube an Christus konnte nicht verborgen bleiben. Sein Gesinnungswandel brachte ihm schwere Verfolgungen durch seine Familie ein, sein Onkel und seine Brüder verübten einen Mordanschlag auf ihn. Er wurde eingesperrt und gefoltert, damit er den Glauben an Christus ableugne. Auch von den christlichen Gemeinden erfuhr er ängstliche Ablehnung. Erst 13 Jahre später – er war mittlerweile nach Jordanien geflohen – fanden er, seine Frau, die auch zum Glauben gekommen war, und seine Kinder, ein offenes Ohr für seine Bitte, getauft zu werden.

Über seine Taufe berichtet er: „Mit geneigtem Kopf und bereit, vom Priester mit dem geweihten Wasser übergossen zu werden, höre ich die feierlichen Worte des Zelebranten: ‚Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.‘ Und ich denke an all die Jahre des Wartens und Leidens, an die Augenblicke, da ich mein letztes Stündlein gekommen glaubte, an diese ganze Zeit, in der ich nur ein einziges Ziel gekannt habe: lange genug zu leben, um diesen Moment hier zu erleben. (…) Einige Stunden später liest (der Priester) die Messe, und aus seinen Händen empfange und koste ich zum ersten Mal das ‚Brot des Lebens’… Für mich beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt. Endlich kann ich jenem Mann antworten, der mich damals, in jener Vision, die mir noch heute vor Augen steht, zu sich gerufen hat. Dieser Mann, dessen strahlende Güte mich so sehr angezogen hat, dieser Christus, für den ich vom ersten Augenblick an eine echte Leidenschaft empfand, ist mir seit damals Tag für Tag ein geliebter Freund gewesen. Selbst in den schwärzesten Stunden war ich nicht einmal einen kurzen Augenblick lang versucht, ihn zu verlassen, um zu dem goldenen Leben von einst zurückzukehren.

Und jetzt kann ich von seinem Leben kosten, von der Ewigkeit, die der Sohn Gottes mir verheißt.“