Maria ist Gottes Meisterwerk

Die amerikanische Schrisftstellerin Kimberley Hahn, die 1990 zur katholischen Kirche konvertierte, sah vor ihrer Konversion vor allem in der Marienverehrung ein großes Hindernis. Die folgenden Gedanken waren für sie wichtig:

„Maria ist Gottes Meisterwerk. Stell dir vor, du gehst in ein Museum, in dem ein Künstler seine Werke ausstellt. Würde er sich etwa beleidigt fühlen, wenn du dir das Werk, das er als sein Meisterwerk betrachtet, genauer anschaust? Würde er es übelnehmen, dass du sein Werk anschaust? ,Hallo, bitte schauen Sie mich an!’ Vielmehr würde doch der Künstler dadurch geehrt, dass du seinem Werk deine Aufmerksamkeit schenkst. Und Maria ist Gottes Werk, von Anfang bis Ende. Und wenn jemand eines deiner Kinder dir gegenüber lobt, unterbrichst du ihn dann und sagst: ,Ehre, wem Ehre gebührt’? Nein, du weißt doch, dass du geehrt wirst, wenn dein Kind geehrt wird. Genauso erhält Gott Ruhm und Ehre, wenn seine Kinder geehrt werden.”

Bernard Nathanson – Die Hand Gottes

Vor einem Jahr, am 21. Februar 2011, starb in New York im Alter von 84 Jahren der Arzt Bernard N. Nathanson. Nathanson war zunächst ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Legalisierung der Abtreibung. Er selber führte Zigtausende Abtreibungen durch, bis er zur Erkenntnis kam, dass jede Abtreibung die Tötung eines Menschen bedeutet. Zur Aufklärung über die Natur der Abtreibung produzierte er 1984 den berühmten Film Der stumme Schrei (The Silent Scream). Außerdem bekehrte er sich (ein nicht an Gott glaubender Jude) 1996 zum katholischen Glauben und lies sich taufen. Seine Geschichte beschrieb er in dem Buch Die Hand Gottes. Eine Reise vom Tod zum Leben, die in deutscher Sprache 1997 erschienen ist.

Aufschlussreich ist sein Bericht, wie die Abtreibungslobby ihren schärfsten Gegner, die katholische Kirche, bekämpfte: „Die wichtigste und wirkungsvollste Taktik, die wir benutzten, war die katholische Karte: Wir griffen die katholische Kirche und besonders die Hierarchie an und stellten die katholische Kirche als Hauptgegnerin der Abtreibungsreform heraus. Auf diese Weise gewannen wir die Studenten, die Intellektuellen und, was uns am wichtigsten war, die Medien.“

Mit diesem Trick arbeiten die Gegner der Kirche auch heute, um die Menschen in die Irre zu führen. Aber Gottes Gnade ist größer.

Nicht Produkt einer Vergewaltigung, sondern Kind Gottes

Wenn man über das Thema Abtreibung mit den Leuten spricht, so sind doch viele dagegen. Aber in einem Fall werden die meisten eine Abtreibung befürworten: bei Vergewaltigung. Rebecca Kiessling aber setzt im Lebensschutz dafür ein, dass die Menschen die Wahrheit zu diesem Thema erkennen: Warum sollte ein Kind, das infolge einer Vergewaltigung ins Leben getreten ist, für das Verbrechen seines Vaters mit dem Tode bestraft werden? Jeder Mensch ist von Anfang an ein Geschenk Gottes, dafür gibt Rebecca Kiessling mit ihrem eigenen Leben ein Zeugnis.

Die Familienanwältin und Mutter von fünf Kindern, drei leiblichen und zwei adoptierten ist heute 43 Jahre alt. Sie selbst ist auch adoptiert. Mit 18 Jahren macht sie sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Als sie von den Behörden nur spärliche Informationen zu ihrem Vater erhält, forscht sie weiter und findet heraus, dass ihre Mutter auf offener Straße von einem Serienvergewaltiger mit dem Messer bedroht und vergewaltigt wurde. Dieser Mann ist ihr Vater.

Als ihre Mutter feststellt, dass sie schwanger ist, will sie ihr Kind abtreiben lassen. Der erste Arzt, zu dem sie geht, schreckt sie wegen des hygienischen Zustandes seiner Praxis ab. Sie lässt die Abtreibung nicht durchführen. Beim zweiten Versuch bei einem anderen Arzt schneit es so stark, dass sie den Termin nicht wahrnehmen kann. Schließlich ist sie in ihrer Schwangerschaft so weit, dass eine Abtreibung zu diesem Zeitpunkt, 1968, in Michigan nicht mehr legal ist. Sie bekommt das Kind und gibt es dann zur Adoption frei.

Diese Tochter, Rebecca Kiessling, sagt heute: „Ich glaube, dass jedes Kind, egal wie es gezeugt wurde, Schutz verdient. Und ich glaube nicht, dass ich die Todesstrafe für die Verbrechen meines Vaters verdiene. Leute mögen sagen: ‚Du hast Glück gehabt!‘ Ich habe kein Glück gehabt. Ich wurde beschützt! Es kommt mir so vor, als wäre mein Leben aus einem brennenden Gebäude gerettet worden und jetzt muss ich zurückgehen und die anderen retten.“

Als sie zum ersten Mal hörte, dass sie bei einer Vergewaltigung gezeugt worden war, fühlte sich Kiessling hässlich und ungewollt. Sie sagt: „Bis dahin hatte ich nie den Gedanken gehabt, dass Abtreibung etwas mit meinem Leben zu tun haben könnte, aber dann betraf es mich von einem Moment auf den anderen ganz existenziell. In meinem Kopf hörte ich die Stimmen all jener Leute, die sagen: ‚Nun, außer in Fällen von Vergewaltigung…‘ oder ‚Vor allem bei Vergewaltigung!‘ Mir wurde bewusst, dass sie über mich sprachen – über mein Leben. Ich fühlte mich, als müsste ich meine Existenz rechtfertigen und der Welt beweisen, dass es gut war, dass ich nicht abgetrieben wurde, und dass ich es wert war, zu leben.“

Heute ist Kiessling sich ihres Wertes sicher: „Ich habe gelernt, dass mein Wert nicht darin liegt, wie ich gezeugt wurde, wer mich aufgezogen hat, was andere Leute von meinem Leben halten und noch nicht einmal darin, was ich mit meinem Leben mache. Ich bin kein Produkt einer Vergewaltigung, sondern ein Kind Gottes, und ich habe Wert, weil Gott mich zu einem bestimmten Zweck geschaffen hat und einen unendlichen Preis für mein Leben bezahlt hat.“

Mit ihrer leiblichen Mutter hat Kiessling heute engen Kontakt, sie hat sie sogar wieder „zurückadoptiert“. Nach langen Gesprächen mit ihrer Mutter und vielen anderen betroffenen Frauen bezeugt sie heute: „Nicht das Baby ist das Schlimmste, das einer vergewaltigten Frau passieren kann, sondern eine Abtreibung ist das Schlimmste.“

http://www.rebeccakiessling.com/index.html

Lewis Wallace schrieb ein ganz neues Buch

Der bekannte amerikanische Schriftsteller Lewis Wallace (1827-1905) wollte, von einem Freund dazu aufgestachelt, ein Buch schreiben, um die Unwahrheit des christlichen Glaubens zu beweisen. Mehrere Jahre durchstöberte er alle Bibliotheken auf der Suche nach alten Schriften. Schließlich glaubte er, genügend Beweise gesammelt zu haben, und begann mit dem Schreiben. Er verfasste das erste Kapitel, dann das zweite und auch das dritte.

Beim vierten Kapitel hörte er auf. Bestürzt stellte er fest, dass er durch die intensive Beschäftigung mit den alten Quellen immer mehr zu der Überzeugung gekommen war, Jesus habe wirklich gelebt und gewirkt. Tagelange innere Kämpfe und Zweifel folgten. Eines Nachts, als er nicht schlafen konnte, kniete Wallace vor dem Bett nieder und bat Gott das erste Mal in seinem Leben darum, sich ihm zu offenbaren. Gegen Morgen empfand er eine tiefe Erleichterung. Er erzählte seiner Frau davon. Und sie sagte ihm, dass sie von dem Tage an, an dem er das Buch begonnen hatte, besonders für ihn gebetet habe.

Was sollte nun mit dem gesammelten Material geschehen? Seine Frau riet ihm, ein ganz neues Buch zu schreiben, in dem er Jesus als den Retter der ganzen Welt darstellte. So machte sich Wallace an die Arbeit und schrieb ein ganz neues Buch. Es erhielt den Titel «Ben Hur» und wurde weltberühmt.

Selig die Barmherzigen, sie werden Erbarmen finden

Jesus sagt: „Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.“ Er hat auch denen Erbarmen verheißen, die mit den anderen barmherzig sind. Nichts von dem, was wir also aus selbstloser Liebe zu Gott und den Nächsten tun, geht verloren. Wie der Herr uns oft unser Tun des Guten in überfließendem Maß vergilt, das kann uns die folgende Begebenheit veranschaulichen, die Bernhard Peyrous, Priester der Gemeinschaft Emmanuel, berichtet hat.

Die Geschichte ereignete sich in Belgien in dem Landesteil, der Flandern genannt wird. Eine junge Mutter ging mit ihrem kleinen Kind an einem Kanal spazieren. Beim Spielen passte das Kind nicht auf und fiel in den Kanal. Die Mutter war verzweifelt. Sie selbst konnte nicht schwimmen und sah ihr Kind hilflos vom Tode bedroht. Doch die Rettung nahte. Ein Mann, der „zufällig“ vorbeikam, erkannte schnell die Situation, stürzte sich ins Wasser und rettete das Kind. Die Mutter war zutiefst dankbar und lud den Retter ein, in ihre nahe gelegene Wohnung zu kommen, damit er sich aufwärmen konnte. Beim Abschied sagte sie zu dem Mann: „Es tut mir Leid, ich kann Ihnen nichts Wertvolles mitgeben, denn ich habe selbst nicht viel. Aber als Zeichen der Dankbarkeit möchte ich Ihnen diese kleine Marienstatue schenken.“ Darauf sagte der Retter des Kindes: „Wissen Sie, ich bin nicht religiös. Ich glaube nicht an Gott. Aber als Erinnerung an dieses Erlebnis nehme ich die Marienfigur gerne an.“

Jahrzehnte später ereignete sich in einem Krankenhaus in der Schweiz folgendes: Die Schwestern des Krankenhauses sprachen einen Priester an und sagten: „Wir haben einen Patienten, dem geht es nicht gut. Er wird wohl in den nächsten Tagen sterben. Von Gott und Religion will er nichts wissen. Einen Priester will er nicht sehen. Aber Sie sind doch gebürtiger Flame – so wie er. Vielleicht freut er sich, mit Ihnen in seiner Muttersprache flämisch sprechen zu können.“ Der Priester ging zu diesem Kranken, begrüßte ihn und sprach mit ihm in seiner flämischen Muttersprache. Die Stimmung des Patienten hob sich. Er wurde etwas offener. Beim Gespräch fiel dem Priester eine kleine Marienstatue auf dem Nachtkasten auf. Er sprach den Kranken darauf an: „Ich wundere mich etwas. Die Schwestern haben gesagt, Sie seien nicht religiös, und jetzt sehe ich diese Figur der Muttergottes bei Ihnen.“ – „Ja, wissen Sie“, sagte der Kranke, „das war vor vielen Jahren in Flandern. Da habe ich ein ertrinkendes Kind gerettet. Aus Dankbarkeit hat mir die Mutter diese Figur geschenkt.“ Der Priester antwortete: „Ja, ich weiß …“ Es geschah in diesem Jahr und an diesem Ort. Der Patient war verblüfft: „Woher wissen Sie das so genau?“ Der Priester schaute ihn an und sagte: „Das Kind, das Sie damals gerettet haben, bin ich. Meine Mutter hat mir alles erzählt.“ Jetzt geschieht das Gnadenwunder der Bekehrung. Der Patient beginnt zu weinen. Er ist bereit, zu beichten. Er empfängt die Sakramente und stirbt wenige Tage später versöhnt mit Gott.

Ein Fluch, der zum Segen wurde

„Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren oder missbrauchen“, so heißt es im 2. Gebot. Wenn wir in Zorn und Wut geraten kann uns leicht ein Fluch oder eine Verwünschung über die Lippen kommen, mit denen wir in irgendeiner Form etwas Heiliges ausdrückt. Wir sollten weder uns selbst noch andere verfluchen. Aber auch dort, wo es geschieht: Jesus Christus ist stärker als jeder Fluch, er kann alles in Segen verwandeln, wie die folgende Begebenheit zeigt:

Er war Schiffskapitän und lag schon sieben Jahre gelähmt im Bett. Trotz seiner körperlichen Leiden war er ein fröhlicher Mensch. Er bekannte, ein Eigentum Jesu Christi zu sein, der ihn mit einer großen Hoffnung, mit tiefem Dank beschenkt und innerlich reich gemacht hatte. Was war geschehen?

Einmal erzählte er, was sich in seinem Leben zugetragen hatte: „Solange ich zur See fuhr, habe ich mich nicht um Gott und Sein Evangelium gekümmert. Ich liebte es, rauh und roh zu sein. Meiner Meinung nach gehörten auch Lügen und Fluchen zu einem echten Seemann. Eines Tages erzählte ich meinen Matrosen eine erlogene Geschichte und bekräftigte sie mit einem Fluch: Gott möge mich krumm und lahm legen, wenn ich nicht die Wahrheit rede. Nach acht Tagen hatte Gott, der ein Zeuge meiner Worte gewesen war, meine Worte auf meinen Kopf zurückgebracht: Ich wurde am ganzen Körper gelähmt. Als ich so hilflos und gebrochen dalag, erfasste mich eine tiefe, furchtbare Wut. Anstatt über meine grässlichen Worte vor Gott Buße zu tun, habe ich drei Jahre lang gegen den heiligen Gott gewütet. Doch Gott hat sich meiner erbarmt. Jesus hat mich gefunden und zu sich gezogen. Er hat mein Herz mit einer solchen Freude erfüllt, dass ich manchmal sagen muss: Herr Jesus, ich kann ein solches Übermaß an Glück nicht ertragen.“

Das Lamm – Die besten Waffen

Als Gott die Welt erschaffen hatte, freute er sich über alle seine Werke. Jedes Wesen hatte seine Bestimmung und alle Geschöpfe lebten fröhlich in ihrer Eigenart. Nur das Lamm lag traurig vor dem Throne Gottes und konnte die Freude der anderen Geschöpfe nicht teilen. Gott bemerkte das Leid des Lammes und fragte es: „Was fehlt dir, dass du so traurig bist?“ „Ach, mein Gott“, antwortete das Lamm seufzend, „wie kann ich vergnügt und fröhlich sein, wenn ich so schwach und hilflos bin. Warum hast du mir nicht Waffen zur Verteidigung gegeben wie allen anderen Tieren? Sie haben spitze Hörner und scharfe Klauen, kräftige Rüssel und giftige Zähne, schnelle Beine und breite Flügel und können sich retten durch Klettern und Laufen, Fliegen und Tauchen, Beißen und Stechen, Fangen und Rauben. Aber ich bin wehrlos und der Willkür meiner Feinde ausgesetzt.“

Gott hörte die Klagen des Lammes und gab ihm Recht: „Ich überlasse dir die Wahl. Möchtest du Krallen, Nägel, scharfe Zähne, ein Geweih oder Rüssel, Flügel oder Flossen?“ „Ach nein, mein Gott. Solche gefährlichen Waffen verletzen ja nur. Ich möchte dich um noch besseren Waffen bitten, mit denen ich das Böse und die Feinde wirklich überwinden kann!“ – „Deine Bitte ist gerecht, darum will ich sie dir erfüllen. Ich gebe dir hiermit die besten Waffen, mit deren Hilfe du alles überwinden und besiegen kannst!“ Und Gott gab dem Lamm seine besten Gaben, nämlich Sanftmut, Hingabe und Geduld.

(Nach einem jüdischen Märchen)

Auferstehung – alles wird gut sein

„Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat“ (Mt 28,5f).

Das ist die frohe Botschaft, die der Engel den Frauen überbrachte, als sie zum Grab Jesu kamen. Diese Botschaft ist das Zentrum unseres Glaubens. Der heilige Paulus hat sehr tief empfunden, dass unser ganzes Christsein von der Auferstehung Christi abhängt. „Denn wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist unser Glaube nutzlos und wir sind noch immer in unseren Sünden. … Und wenn wir unsere Hoffnung nur in dieser Welt auf Christus gesetzt haben, sind wir viel erbärmlicher dran als alle Menschen“ (1Kor 15,17ff).

Warum wäre unser Glaube nutzlos? Warum wären wir erbärmlicher dran? Weil wir als Christen wegen der Auferstehung natürlich auch glauben, dass Kreuz und Leiden einen tiefen Sinn für unser Leben haben. Wir glauben daran, dass in der Liebe, mit der unser Herr Leiden und Tod auf sich genommen hat, uns die Erlösung und das ewige Leben geschenkt ist.

Das Schwierigste für alle Menschen, gleich in welcher Religion sie sind, ist es, mit Leiden und Tod, mit Schuld und erlittener Ungerechtigkeit fertig zu werden, denn all dem können wir mit allen Erklärungsversuchen keinen wirklich befriedigenden Sinn abgewinnen. Es bleibt für uns eine schwere Belastung.

Die Auferstehung Christi sagt uns aber, dass diese Last, das Kreuz, das er aus Liebe auf sich genommen hat, einen tiefen Sinn hat, dass es der Weg zur Auferstehung, zum ewigen Leben, zur ewigen Glückseligkeit ist. Die Auferstehung Jesu Christi begründet in uns die unerschütterliche Hoffnung, dass alles gut sein wird. Wenn Christus nicht auferstanden wäre, dann wäre eine solche Hoffnung, ein solcher Glaube, noch sinnloser als der Tod.
Aber Christus ist auferstanden, und darum wird für jene die an ihn glauben, auf ihn hoffen und ihn lieben, alles gut werden.

Die hl. Juliana von Norwich, eine Mystikerin († um 1423) sagt sehr schön: „Durch die Gnade Gottes wurde ich inne, dass ich mich fest an den Glauben halten und nicht weniger fest sehen muss, dass alles, wie es auch sein mag, gut sein wird. … Und du wirst sehen, dass alles, alles gut sein wird.“
Auch wenn wir denn Sinn vieler schlimmen Dinge, die mit uns oder in der Welt geschehen, nicht begreifen können, die Auferstehung Christi sagt uns: Es wird alles gut werden, wenn wir ihm vertrauen.

Gott hat die größere Hand

„Das Leben selber in die Hand nehmen“ – das ist etwas Wichtiges. Wir sollen unsere Gaben und Fähigkeiten gebrauchen.

Aber etwas noch Größeres ist es, wenn wir uns der Hand Gottes überlassen, alles von ihm erwarten und alles annehmen, was er uns zuteilt. Er kann uns viel Größeres geben, als wir uns vorstellen.

Unserem himmlischen Vater gegenüber müssen wir uns so verhalten, wie es der kleine Sohn des großen Baumeisters Bramante mit dem Papst getan hat.

Als Bramante mit dem Plan der Peterskirche fertig war, ließ er ihn durch seinen kleinen Sohn Papst Julius II. überreichen. Der Papst, über den großartigen Plan hocherfreut, öffnete ein Fach, in dem er Geld für wohltätige Zwecke aufbewahrte, und sagte zu dem Kleinen: „Da greif hinein; was du fassen kannst, gehört dir!“ Da schaute ihn der Kleine kühn an und antwortete schlagfertig: „Greif du hinein, Heiliger Vater, deine Hand ist größer!“

Der hl. Josef hilft zu einer guten Beichte

Am 19. März feiern wir das Hochfest des hl. Josef. Der hl. Josef ist ein großer Nothelfer, auch in seelischer Not. Ein schönes Zeugnis über seine Hilfe kann auch uns ein Ansporn sein:

„Ich hatte mich in meiner Jugend durch ein Gelübde der Keuschheit gebunden. Dann aber hatte ich das Unglück, dasselbe zu brechen. Voll Scham über mein Versagen, wagte ich die Sünde nicht zu beichten und missbrauchte die heiligen Sakramente. Mein schlechtes Gewissen fand keine Ruhe, weder am Tag noch in der Nacht. Ich sah mich immer nahe daran, in die ewigen Flammen zu stürzen. In meinem verwirrten und traurigen Zustand fiel es mir ein, meine Zuflucht zum heiligen Josef zu nehmen. Das war ein guter Einfall. Gott gab mir die Gnade, ihn zu befolgen. Ich betete neun Tage lang mit aller Andacht die Sankt-Josefs-Tagzeiten. Kaum war diese Andacht beendet, wich meine falsche Scham und ich konnte im Beichtstuhl ohne Widerstand ehrlich meine Sünden bekennen. Somit endeten meine Qualen. Durch dieses Erlebnis lernte ich die Macht des heiligen Josef kennen. Ich nahm sein Bildnis zu mir in der Absicht, mich nie mehr von demselben zu trennen. Von der Zeit an konnte ich alle Versuchungen überwinden und empfing so viele Gnaden, dass ich nie genug dafür danken kann.“