Ich wollte die Wahrheit finden, was immer sie auch war

Der bekannte amerikanische YouTube-Star Lizzie Estella Reezay hat jüngst bekanntgegeben, dass sie vom Protestantismus zum katholischen Glauben konvertieren werde. „Ich möchte, dass jeder weiß, dass ich es hasste, was passiert ist. Ich wollte nicht katholisch werden. Ich dachte nicht nur, dass der Katholizismus falsch sei. Ich hab auch die Stimmung des Katholizismus nicht gemocht. Ich wollte daher alles andere als katholisch werden.“

Lizzie sagt, dass es für sie super schwer sei, diesen Schritt jetzt zu erklären, weil viele ihrer protestantischen Familie und ihrer Freunde dies jetzt als Verrat auffassen würden. Aber sie erklärte dann, dass sie verpflichtet gewesen sei, katholisch zu werden. Dies habe einen einzigen Grund: „Es ist wahr.“ „Ich wollte die Wahrheit finden, was immer sie auch war.“

Sie fand die Antwort auf ihre Fragen vor allem durch das Studium der frühen Kirchenväter im Vergleich mit den Aussagen der Bibel. Dabei entdeckte sie, dass die Lehre der katholischen Kirche über die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie, d.h. im Allerheiligsten Sakrament des Altares, viel biblischer war als sie dachte.

Lizzie wuchs in einer protestantischen Kirche auf und startete mit 16 Jahren (vor acht Jahren) ihren YouTube-Channel mit dem Titel: „LizziesAnswers„. Von Anfang an sprach sie immer wieder über ihren Glauben.  Auf YouTube hatte sie über 194.000 Abonnenten, ihre Videos erreichen über 34 Millionen Menschen.

Im vergangenen Jahr hat sie sich im Rahmen ihres Studiums mit der katholischen Kirche beschäftigt. Dazu entstanden Videos wie „10 Lügen, die Protestanten über den Katholizismus glauben“ oder „Protestanten besuchen die lateinische Messe. Was ich liebte und was ich hasste.“ Am Aschermittwoch hat sie angekündigt, dass sie katholisch werden möchte.

Vgl.: kath.net

 

Gib mir noch eine Chance!

http://www.johnpridmore.com

Der Engländer John Pridmore, Gründer der Missionsgemeinschaft St. Patrick, besucht mit seinem Team unermüdlich Pfarren und Schulen, um den Menschen die Barmherzigkeit Gottes nahezubringen, die er selbst erfahren hat. Sein Bekehrungsweg führte ihn von einem Gangster zum Apostel. In der detaillierten Schilderung sowohl seines Gangsterdaseins als auch seiner außergewöhnlichen Erlebnisse mit Gott vermag er vor allem die Jugend für Jesus zu begeistern.

Die „kriminelle Karriere“ von John Pridmore, geboren 1964 in London, begann, als er elf Jahre alt war. Damals hatten sich seine Eltern scheiden lassen. Das konnte er nicht verkraften und wollte es nicht wahrhaben. Da fing er an, sich an seiner Umwelt zu rächen. Der bisher gute Schüler wurde frech und ein Raufbold. Er begann, wenn er seine geliebte Mutter besuchte, ihren neuen Lebenspartner zu bestehlen. Es folgten Ladendiebstähle und, weil er „gleichgesinnte Freunde“ fand, auch Ladeneinbrüche. Es ging ihnen nicht um die Beute, sondern um den „Kick“. Als John mit 15 Jahren dabei erwischt und in eine Besserungsanstalt eingewiesen wurde, musste er etwa 60 derartige Delikte zugeben.

Obwohl er nie wieder eingesperrt werden wollte, ging es mit seiner „Karriere“ weiter: Er beklaute den Elektrohändler, bei dem er eine Stellung gefunden hatte, versuchte das Sozialamt zu beschummeln, betrog mit einer fremden Bankomatkarte usw. Mit seinem Lebensalter wurden die Delikte größer. Seine Anstellungen bei einem Sicherheitsdienst, als Türsteher und Rausschmeißer in Discos und Pubs, seine Einsätze als Geldeintreiber wusste er geschickt zum Geldmachen auf betrügerische und zwielichtige Art zu nützen, bis zum Drogenhandel. Dabei wurde er immer mehr zu einem gefürchteten Schläger.

Einmal schlug er einen Betrunkenen so hart nieder, dass er und alle Umstehenden meinten, dieser sei tot. Das versetzte ihm einen heilsamen Schock. In seiner Wohnung begann er zu grübeln. Sein bisheriges Leben erschien ihm wie ein „einziger Scherbenhaufen“. „Ich hörte eine Stimme in meinem Herzen zu mir sprechen, es ist eine Stimme, die wir alle kennen, unser Gewissen, Gott in uns.“ Diese bisher nicht gehörte innere Stimme zählte ihm die schlimmsten Dinge auf, die er getan hatte und machte ihm bewusst, dass er damit von Gott verlassen und in der Hölle war. Eine unheimliche Angst ergriff ihn, er fiel auf die Knie und flehte: „Gib mir noch eine Chance!“ Da traf ihn der Strahl der Gnade. Er schreibt: „Plötzlich hatte ich das Gefühl, als ob jemand seine Hände auf meine Schultern legen und mich aufrichten würde. Eine unglaubliche Wärme durchflutete mich und die Angst verflog augenblicklich. In diesem Moment wusste ich – wusste es wirklich und glaubte es nicht nur, dass Gott existiert.“

Aus dem unbändigen Verlangen, diese unglaubliche Erfahrung jemandem mitzuteilen, fuhr er um ein Uhr morgens zu seiner Mutter. Nach seiner Erzählung standen der Mutter und ihrem Mann Freudentränen in den Augen. „Das ist wunderbar“, sagten sie, „unsere Gebete sind erhört worden“. Das geschah im Jahre 1991 John war 27 Jahre alt.

Nun begann er seine Weg als katholischer Christ. Er sprach mit dem Pfarrer, begann im Neuen Testament zu lesen und machte fünftägige Exerzitien. Schritt für Schritt änderte er seine Lebensgewohnheiten. John verschenkte sein zum Teil auf kriminelle Weise erworbenes Geld, machte freiwillige Sozialdienste und bemüht sich in Jugendclubs, besonders bei der kirchlichen Bewegung „Jugend 2000“, junge Menschen vor den Irrwegen zu bewahren, die er selbst gegangen ist.

Seine Botschaft lautet. „Gott liebt euch!“ „Ich möchte anderen Hoffnung geben und zeigen, dass, wenn Gott jemanden wie mich lieben kann, er jeden lieben kann.“

Vgl.: http://www.johnpridmore.com

Jesus, ich liebe dich!

„Wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat (2. Kor 5,10), sagt der hl. Paulus. Wie wird dies sein, wenn wir einmal vor Christus stehen.

Ein Mann hatte einen Traum vom Gericht. Er sah sich in einer langen Schlange von Wartenden. Er hörte, wie Jesu jeden, der vor ihn hintrat, fragte: „Liebst du mich?“ Er dachte, das ist ja ganz einfach. Aber als die Einzelnen Jesus in die Augen schauten, brachten sie unterschiedlichen Antworten hervor. Die einen stammelten nur ein „Ich“, weil sie nur sich selbst liebten. Sie waren verloren und gingen in die Hölle. Andere vermochten immerhin als Antwort „Ich liebe“ zu sagen. Bei diesen Menschen war die Liebe noch nicht voll entbrannt. Sie liebten, aber ihre Liebe war zum Teil ungeordnet, weil sie der Eigenliebe mehr Raum geben haben als der Liebe zu Gott und dem Nächsten. Sie werden noch im Feuer der Liebe geläutert. Wieder andere hörte er, die freudig antworteten: „Ich liebe dich!“ Sie waren beim Herrn. Sie hatten endlich den gefunden, den ihre Seele liebte. Ihre Sehnsucht ist gestillt. Sie sind im Himmel. Als der Mann vor Jesus treten sollte, erwachte er.

 

Ich bin überzeugt von der Lehre Jesu über die Vergebung

Die nigerianische Katholikin Rebecca Bitrus sprach mit EWTN über ihre Gefangenschaft bei muslimischen Boko Haram. Geschichten wie diese sind in Nigeria üblich, wo Boko Haram Kämpfer seit 2002 Zehntausende Christen und aber auch Muslime getötet haben, die ihre extremistischen Ideale nicht teilen wollten. Boko Haram ist in Nordnigeria stationiert und in Tschad, Niger und Kamerun aktiv. Er war verantwortlich für viele tödliche Angriffe auf Dörfer, Schulen und Kirchen.

Rebecca wurde mit ihren beiden kleinen Söhnen im August 2014 bei einem Angriff entführt. Sie war mit einem dritten Kind schwanger, verlor es aber in der Gefangenschaft durch die harte Arbeit im Gefangenenlager. Weil sie sich weigerte, zum Islam zu konvertieren, wurde ihr jüngerer Sohn, der drei Jahre alt war, ermordet. Rebecca wurde dann mit einem Moslem zwangsverheiratet, wiederholt vergewaltigt und geschlagen. Sie bekam einen weiteren Sohn, den sie am Weihnachtstag gebar und den sie Christopher nannte zu Ehren Jesu Christi. Bei den muslimischen Gebetszeiten betete Rebecca heimlich den Rosenkranz und bat Gott um Befreiung. Nach zwei Jahren konnte sie mit ihren beiden Kindern fliehen. Einen Monat lang mussten sie sich fast ohne Wasser und Nahrung im Urwald durchschlagen bis sie bei den Regierungstruppen Hilfe fanden. Die Soldaten meinten zuerst, dass sie zu den Boko Haram gehörte, aber als sie ihnen die Gebete des Rosenkranzes vorbetete, glaubten sie ihr und halfen ihr, dass sie wieder ich ihre Heimat zurückkehren konnte.  Sie sagt: „Ich bin überzeugt, dass das Gebet des Rosenkranzes mich aus der Gefangenschaft gerettet hat.“

Als sie in ihre Heimatstadt kam, fand sie auch ihren Ehemann wieder, den sie während ihrer zweijährigen Gefangenschaft für tot gehalten hatte. Sie erzählte auch, dass es ihr zu Hause anfangs schwer gefallen war, ihren damals sechs Monate alten Sohn Christopher ganz anzunehmen, da er sie an all die Grausamkeiten erinnerte, die sie erlitten hatte. Aber der Bischof, mit dem sie darüber sprach, ermutigt sie, ihr Kind anzunehmen und zu lieben.

Heute sagt Rebecca, dass sie ihren Peinigern vergeben hat. „Ich bin überzeugt von der Lehre Jesu über die Vergebung.“ Jesus selbst wurde gefoltert, ungerecht behandelt und zum Tode verurteilt. Doch „Jesus vergab am Kreuz auch denen, die ihm Schmerzen zugefügt haben.“ Das gibt ihr die Kraft zum Vergeben.

 

Von Maria gerufen und ergriffen

Der italienische Arzt Dr. Alessandro de Franciscis ist Leiter des medizinischen Büros zur Überprüfung von Wundern in Lourdes. Er sagt, dass er der Unbefleckten Empfängnis seine Berufung als Arzt verdanke. Humorvoll erzählt er: „Mit 17 wurde ich von einer unheilbaren Krankheit befallen: der ‚Lourditis‘. Dieser Virus wird durch den Kontakt mit Kranken und Behinderten übertragen. Das Epizentrum der Infektion? Eine Grotte. Die Symptome? Eine tiefe Freude  und das Gefühl, zu einer Familie zu gehören.

Ja, als ich von meiner ersten Wallfahrt nach Lourdes im Juni 1973 in meinen Heimathafen Neapel zurückkehrte, war ich ein sehr gefährlicher Überträger. Aber ich ahnte damals nicht, in welchem Ausmaß die Unbefleckte Empfängnis mein Leben lenken würde. Ich verdanke es in der Tat der Jungfrau Maria, dass ich jetzt, mit 61 Jahren, der nutzloseste Arzt der Welt bin! Als Leiter des medizinischen Büros am Marienwallfahrtsort Lourdes kommen die Pilger zu mir und sagen: ‚Guten Tag, Herr Doktor, ich bin geheilt!'“

Ein anderer Mann, der sich in seinem Leben von Maria rufen und ergreifen hat lassen, ist der französische Schauspieler Michael Lonsdale (geb.: 1931). Er hat in etwa 70 Filmen mitgewirkt; auch in dem Film, „Von Menschen und Göttern“(2010), der die letzte Zeit jener algerischen Trappisten schildert, die 1996 wegen ihres Glaubens von Moslems ermordet wurden und die bald selig gesprochen werden. In seinem 2017 veröffentlichen Buch: „Maria schön und mild, die Jungfrau der Maler“, eine Sammlung von Bildern und Texten über die Gottesmutter, beschreibt er seine innige Beziehung zu Maria: „Jeden Tag bete ich zur Jungfrau Maria, sogar mehrmals. Mitten in meinen Aktivitäten richte ich ein Wort an sie, sozusagen im Vorbeigehen. Ich weiß, dass sie da ist, mir ganz nahe, ich weiß, dass sie mir zuhört, dass sie mich erhören wird. So viele Menschen um mich herum leiden, also empfehle ich sie Maria, Jesus, dem Heiligen Geist an, den drei stärksten Realitäten in meinem Leben, die mich tragen und die Menschen, die ich ihnen anvertraue, die Last zu erleichtern. Ich bete sehr gerne das ‚Gegrüßet seist du, Maria‘, bei allen Gelegenheiten, es ist ein kurzes Gebet, das uns emporhebt. Ich kann es bei mir zu Hause beten, im öffentlichen Nahverkehr, auf der Bühne, sogar während ein anderer Darsteller spricht. Meine Beziehung zu Maria ist ganz innerlich, ganz verborgen. Bevor ich am Abend schlafen gehe, stelle ich mich unter ihren Schutz, ich spüre ihr Wohlwollen, ihre Liebe.“

Quelle: Vgl. https://www.mariedenazareth.com/

 

Hl. Josef – unser Fürsprecher und Helfer

Der Monat März ist in besonderer Weise dem heiligen Josef geweiht. Er ist der Patron der Kirche und ein mächtiger Fürsprecher und Helfer auf unserem Weg des Glauben und in allen Nöten des Lebens.

Die heilige Teresa von Avila hatte eine besondere Beziehung zum hl. Josef. Sie schreibt in ihrer Biographie: „Ich möchte jedermann zureden diesen glorreichen Heiligen zu verehren, weil ich aus vieler Erfahrung weiß, wie viele Gnaden er bei Gott erlangt. Niemals habe ich jemand kennen gelernt, der eine wahre Andacht zu ihm trug und durch besondere Übungen ihm diente, an dem ich nicht auch einen größeren Fortschritt in der Tugend wahrgenommen hätte; denn er fördert die Seelen, die sich ihm anempfehlen gar sehr. Soviel ich glaube, flehe ich ihn schon seit Jahren, jedes Mal an seinem Festtage um eine besondere Gnade an, und immer sehe ich meine Bitte erfüllt. Ist dieselbe nicht ganz rechter Art, so lenkt er sie zu etwas Besserem für mich.“ „Ich kann mich nicht erinnern, ihn je um etwas gebeten zu haben, das er mir nicht gewährt hätte!“

Papst Leo XIII. sagte: „Das Geheimnis des heiligen Josef bleibt größer als unser Wissen. Seine Macht an Jesu Thron ist fast unbegrenzt.“ Zögern wir nicht, uns oft an ihn zu wenden und seine Fürbitte in Anspruch zu nehmen, auch als Patron der Sterbenden! In großen Anliegen ist besonders zu empfehlen: die „30-tägige Schutzmantel-Andacht zum hl. Josef“.

 

Die Wahrheit im Widerspruch

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. Mk 1,11

Am 4. Sonntag im Jahreskreis (B) wird uns im Evangelium berichtet, wie Jesus in Kafarnaum in der Synagoge predigte. Es heißt: „Die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat.“

Aber es offenbart sich noch etwas Wichtiges an dieser Stellen. Es heißt, dass ein von einem unreinen Geist besessene Mann zu schreien begann, als er Jesus sah und hörte. Und als Jesus diesem Geist befahl, den Mann zu verlassen, da verließ er ihn unter lautem Geschrei.
Wenn im Evangelium von Dämonen die Rede ist, können wir uns oft wenig darunter vorstellen. In einer anderen Bibelübersetzung wurde das Wort Dämon sehr treffen mit dem Wort „Abergeist“ übersetzt, oder man könnte auch Widerspruchsgeist sagen. Diese Dämonen als „Abergeister“ suchen mit allen Mitteln die Menschen im Geiste, im Denken, in den Vorstellungen zu beeinflussen, damit sie nicht zum wahren Glauben an Gott finden und nicht den Willen Gottes tut, sondern in der Lüge, im Schein, in der Selbsttäuschung gefangen bleiben und sich mit einem irdischen Scheinglück zufrieden geben, das letztlich ihr Verderben ist.

Aber dort, wo Jesus auftritt und die Wahrheit durch sein göttliches Wort verkündet, werden die Dämonen aufgescheucht, die sich bis jetzt verborgen gehalten haben und müssen sich durch Geschrei bemerkbar machen. Genau dieser Aufschrei der Abergeister ist aber ein Zeichen für die Wahrheit und die Vollmacht Christi. Und das geht auch in der Geschichte der Kirche so weiter. Immer wenn die Kirche mit Vollmacht die Wahrheit verkündet und gegen der vorherrschenden Zeitgeist spricht, dann machen sich diese Geister bemerkbar – heute oft durch einen sogenannten „Aufschrei“ in den Medien.

Denken wir z.B. zurück an Papst Paul VI. mit seine Enzyklika „Humane Vitae“ oder an die Reden von Papst Benedikt XVI. in Regensburg, in der er nur mit einem Satz die Wahrheit über den Islam andeutete und sagte, dass Religion mit Gewalt nicht vereinbar sei. Da ging ein Aufschrei durch die Medien, kritische Kommentare wurden verbreitet und es herrschte große Aufregung. Die „Abergeister“ haben sich gemeldet. Aber dies geschieht nicht nur im großen Stil, sondern das kann auch jeder Priester erfahren, wenn er in Treue zum Evangelium die Wahrheit verkündet.

Ein Priester hat erzählte, dass er im Zusammenhang mit diesem Sonntagsevangelium in der Predigt von der Existenz und dem Wirken des Teufels gesprochen hat. Nach einigen Tagen hat er wegen dieser Predigt einen Brief mit bösen Beschimpfungen erhalten. Das war wieder der Aufschrei eines solchen Abergeistes. Wenn heute die Verkünder des Evangeliums meist keinen Widerspruch erregen, sondern nur gut ankommen in der Welt, muss man sich auch fragen, ob die Wahrheit noch verkündet wird.

 

Resignation

Der französische Maler Louis Dechamps (1846 – 1902) hat seinem warmherzigen Bild der Rosenkranz betenden Frau und des Mädchens den Titel „Résignation“ gegeben.

Im Deutschen ist Resignation ein eher negativ besetztes Wort, bei dem Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Depression mitklingen. Aber die Bildaussage widerspricht vollkommen dieser Auffassung. Das Wort Resignation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich nach verlorener Schlacht die Feldzeichen zu senken, sich zu ergeben.

In der christlichen Mystik hat es die Bedeutung, dass der Mensch nicht mehr eigenwillig kämpft, sondern sich gelassen in den Willen Gottes ergibt. Wer den Rosenkranz demütig betet wie diese Frau, der kann getrost in die Zukunft blicken wie das Mädchen, denn alles ist in Gottes Hand.

 

Wenn es aber nach dem Tod etwas gibt, haben sie alles gewonnen!

Ein Pfarrer berichtet aus seiner seelsorglichen Erfahrung: Als junger Priester wurde ins Spital zu einem sterbenden Mann durch dessen Tochter gerufen. Er erfuhr, dass der Mann aber mit Kirche und Glaube nichts zu tun haben wollte.

Als er das Krankenzimmer betrat und der Sterbende ihn als Priester erkannte, war dessen erste Reaktion: „Ist es schon so weit?“ – „Wann es so weit ist, weiß Gott allein!“ – „Ja, an den glaube ich ohnedies nicht. Wenn es aus ist, ist es aus!“ – „Das ist eben der Unterschied zwischen uns beiden: Ich glaube an Gott und daran, dass mit dem Tod das Leben nicht zu Ende ist. Es gibt ein Weiterleben, es gibt einen Himmel, ein Fegefeuer, und es gibt auch die Hölle.“

Und der Priester versuchte, dem Kranken in einem längeren Gespräch den Glauben nahen zu bringen, aber dieser blieb bei seiner Meinung: „Es gibt keinen Gott, und mit dem Tod ist alles aus!“

Dann stellte er dem Mann noch eine letzte frage: „Haben Sie sich in Ihrem Leben schon einmal geirrt?“ – „Ja, schon oft!“ gab er ehrlich zu. “ Was nun, wenn Sie sich jetzt, in dieser entscheidenden Stunde irren? Sie behaupten, es gibt keinen Gott, aber wenn es Ihn doch gibt? Sie sagen, es gibt keinen Himmel, und wenn es ihn doch gibt? Kein Fegefeuer, keine Hölle – und wenn es sie doch gibt? Ich mache Ihnen ein Angebot: Ich höre Ihre Beichte, gebe Ihnen die Krankensalbung, den Sterbeablass und bringe Ihnen die HI. Kommunion. Wenn es nach dem Tod wirklich nichts gibt, haben Sie nichts verloren. Wenn es aber etwas gibt, haben Sie alles gewonnen!“

Da fing der alte Mann zu weinen an und sagte: „Ich weiß nicht mehr, wie man beichtet. Meine letzte Beichte war bei meiner Firmung.“ Mit Hilfe des Priesters legte er dann eine Lebensbeichte ab, empfing die Krankensalbung, den Sterbeablass und den Heiland selbst.

Nachdem er kommuniziert hatte, ergriff er die Hände des Priesters und fragte: „Herr Pater, können Sie noch mit mir beten?“ – „Ja, gerne. Können Sie das Vaterunser?“ – „Nein!“ – „Das ‚Gegrüßet seist du, Maria?'“ – „Nein.“ Da fing er plötzlich selbst zu beten an: „Jesuskindlein, komm zu mir, mach ein braves Kind aus mir! Mein Herz ist klein, darf niemand hinein als Du, mein liebstes Jesulein. Das hat meine Mutter mit uns Kindern immer gebetet!“

Quelle: vgl. Triumph des Herzens: Nr. 144, gekürzt

Ja, Herr, ich weiß. Das ist es, was ich verdiene!

screenshot videoDer katholische Pfarrer Steven Scheier, der im Südosten von Kansas (USA) in einer Pfarre wirkte, erlitt am 18. Okt. 1985 bei eine schweren Verkehrsunfall einen Genickbruch, der normalerweise zu seinem Tod geführt hätte. Aber durch ein Wunder auf die Fürsprache der Gottesmutter wurde er gerettet und konnte nach relativ kurzer Genesungszeit wieder in seinen Dienst zurückkehren.

Aber ein Nahtoderlebnis, das er bei seinem Unfall hatte, veränderte sein bisheriges Leben. In verschiedenen Interviews und Vorträgen hat er davon Zeugnis gegeben:

»Ich befand mich vor dem Richterstuhl des allmächtigen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus. Der Herr ging sehr schnell durch mein ganzes Leben. Ganz besonders klagte er mich schwerer Todsünden an, für die ich keine Zeit mehr zum Beichten oder zum Bereuen hatte. Ich dachte, ich könnte mir hierfür noch Zeit nehmen. Offensichtlich hatte er andere Gedanken. Als er seine Anklage beendet hatte, sprach Er: „Das Urteil lautet auf ewige Hölle!“ „Ja, Herr, ich weiß. Das ist, was ich verdiene!“ Wenn man mit der ewigen Wahrheit spricht, gibt es keine Entschuldigungen oder Ausreden. Alles, was Er sagte, erkannte ich als richtig und wahr. Es gab überhaupt nichts zu entschuldigen.

Kurz darauf vernahm ich eine weibliche Stimme. Ich sah die Person nicht, sondern hörte sie nur. Die Stimme sagte: „Mein Sohn, willst du nicht sein Leben und seine unsterbliche Seele retten?“ Daraufhin sagte Jesus Christus: „Mutter, er war während zwölf Jahren ein Priester nur für sich selbst und nicht für mich. Lass ihn die Strafe haben, die er verdient hat.“ Während dieser zwölf Jahre war ich ein Feigling. Ich wusste, dass ich nicht das tat, was ich tun sollte … und dass ich kein Priester war, wie ich sein sollte. Mein Priestertum war nicht im Dienste der Gläubigen, sondern war ausgerichtet auf das, was die Leute oder die anderen Priester über mich dachten. Meine Haltung entsprach nicht der Nachfolge Christi, die sich im Ertragen der Leiden ausdrückt. Ich habe mich immer vom Kreuz entfernt. … Aber das Priestertum ist ein Opferleben. Wenn man das Opfer nicht liebt, kann man kein Priester sein.

Daraufhin sagte die weibliche Stimme: „Aber wie wäre es, mein Sohn, wenn wir ihm besondere Gnaden geben und dann sehen, ob er Früchte trägt? Bringt er keine Früchte hervor, dann geschehe dein Wille.“ Es folgte eine kurze Pause. Dann hörte ich ihn sagen: „Mutter, er gehört dir!“

… Die Muttergottes ist jetzt meine Mutter. Ich gehöre ganz ihr, und zwar im natürlichen wie auch im übernatürlichen Sinne. Ich habe seither erfahren, dass meine Mission ist, „wieder zurückzukommen“ und den Leuten zu sagen, dass erstens die Hölle existiert, sie existiert wirklich, und zweitens, dass auch die Priester zu ewiger Hölle verurteilt werden können. …

Durch meine Erfahrung, den Himmel fast verloren zu haben, bin ich dahin gekommen zu glauben, dass es nichts auf Erden gibt, niemand oder nichts es wert ist, den Himmel zu verlieren. …

Einer der Gründe, warum man nicht über wichtige Dinge des Glaubens sprechen will, ist, dass man die Leute auf keinen Fall verärgern will. Die Priester möchten nicht, dass sich ihre Pfarreiangehörigen schuldig fühlen… Die Priester wollen, dass die Leute beim Verlassen der Kirche sagen: „Herr Pfarrer, das war eine gute Predigt, eine wirklich gute Predigt!“ Was sind die Folgen? Es wird überwiegend über „Frieden, Liebe und Freude“ geredet, nicht mehr über die zentralen Themen der Glaubenslehre und der Moral, der Gerechtigkeit Gottes, der Hölle sowie der Beichte. Über das alles wird nicht mehr gesprochen.«