Familie – die tragende Säule

hl-familie-nazarethKardinal Carlo Caffarra, der Bischof von Bologna, wurde 1981 als Professor der Moraltheologie von Papst Johannes Paul II. beauftragt, in Rom das Päpstliche Institut für Studien zu Ehe und Familie zu gründen und zu leiten. In einem Interview berichtete er über die Anfänge: “Am Beginn dieser Arbeit, die mir von Johannes Paul II. anvertraut wurde, schrieb ich an Schwester Lucia von Fatima. Das Schreiben ging über den Bischof, da es direkt nicht möglich war. Unerklärlicherweise, da ich keine Antwort erwartete, sondern sie um ihr Gebet für das Projekt ersucht hatte, erhielt ich nur wenige Tage später einen langen, handgeschriebenen Brief von ihr, der heute im Archiv des Instituts aufbewahrt wird. Darin schrieb Sr. Lucia: Der Endkampf zwischen dem Herrn und dem Reich Satans wird über die Familie und die Ehe stattfinden. Haben Sie keine Angst, fügte sie hinzu, denn jeder, der für die Heiligkeit der Ehe und der Familie wirkt, wird immer und auf jede nur erdenkliche Weise bekämpft und angefeindet werden, weil das der entscheidende Punkt ist. Sie schloss mit dem Hinweis, dass die Gottesmutter dem Satan bereits den Kopf zertreten hat. Auch im Gespräch mit Johannes Paul II. konnte man wahrnehmen, dass er darin den neuralgischen Punkt sah, weil es sich um die tragende Säule der Schöpfung handelt, die Wahrheit über die Beziehung zwischen Mann und Frau und zwischen den Generationen. Wenn man Hand an diese tragende Säule legt, stürzt das ganze Gebäude ein. Genau das erleben wir jetzt, denn wir befinden uns genau an diesem Punkt und wissen es.”

Sie glaubte immer an meine Rückkehr

eingangAls die Schriftgelehrten Jesus darauf hinwiesen, dass Mose die Ehescheidung erlaubt hat, verweist Jesus auf die ursprünglich von Gott gesetzte Schöpfungsordnung hin und bekräftigt die Unauflöslichkeit der Ehe. Für die katholisch geschlossene sakramentale Ehe ist deshalb diese Unauflöslichkeit ein Wesensmerkmal, das nicht geändert werden kann. Sie ist für die Eheleute eine Gnadenkraft, mit der sie durch alle Schwierigkeiten hindurch einander die Treue halten können.
Die sakramentale Ehe ist ein Bund, der nicht nur durch menschliche Liebe allein geschlossen wird, sondern dieser Bund wird durch Gott selber besiegelt. Es heißt ja: “Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen” Mk 10,9. Wie stark diese Gnade des Ehesakramentes ist, wenn die Eheleute daran glauben, kann an vielen Beispielen aufgezeigt werden. Hier ein wunderbares Zeugnis über die Bekehrung eines geschieden wiederverheitateten Arztes, der zu seiner Frau zurückkehrt:

»Therese und ich (Jean Claude) sind seit 1962 verheiratet. Ich bin Arzt mit eigener Praxis. Wir haben zwei Kinder. Ich lerne eine geschiedene Frau kennen, und um ehrlich zu bleiben und kein Doppelleben zu führen, lasse ich mich 1971 scheiden. Therese geht mit den Kindern nach Lille. Sie akzeptiert die Scheidung nicht. In Lille arbeitet sie als Schulärztin. Die 9 Jahre Ehe werden mit Schweigen bedeckt. Meiner zweiten Frau bin ich nicht treu und sie mir auch nicht.
1983 lernt meine zweite Frau einen 18 Jahre jüngeren Mann kennen, lässt sich scheiden und ruiniert mich, denn ich lasse alle finanziellen Mittel spielen in der Hoffnung, dass ich sie früher oder später zurückgewinne. Zwei Jahre stehe ich der Leidenschaft des neuen Paares gegenüber: körperliche Bedrohung, … (wie in einem schlechten Film). Ich bleibe also allein, einsam, ruiniert und ohne Familie zurück und plane sogar Selbstmord, zu dem es aber Gott sei Dank nicht kommt. Um durchzuhalten, schreibe ich während dieser Zeit jeden Abend auf, was ich während des Tages erlebt habe.
Eines Tages beschließe ich, meine Rechnung mit Gott zu begleichen. Am 27. Oktober 1984 gehe ich zur Beichte. Während der ganzen Hinfahrt heule ich Rotz und Wasser. Um 15 Uhr gibt mir ein Pater die Lossprechung, und ich frage ihn, ob ich jetzt zur Kommunion gehen kann. 14 Jahre lang habe ich das nicht getan. Er sagt zu mir: “Ja, wenn Sie allein sind.” “Was soll das heißen?” “Ihre zweite Frau ist nicht Ihre Frau, Ihre Frau ist die Mutter Ihrer Kinder.”
Und in diesem Augenblick, an diesem letzten Sonntag im Oktober 84 um 15 Uhr habe ich die Gewissheit, dass dieser Mönch die Wahrheit sagt. Genau in diesem Augenblick hat sich mein Leben total verändert. Mir wurde bewusst, dass ich beichten gegangen war, um mit dem Herrn reinen Tisch zu machen, damit Er mir als Gegenleistung helfen sollte, meine zweite Frau zurückzugewinnen. Und dieser Mönch sagte mir, ich solle mich um meine erste Frau kümmern. Ich antwortete: “Wir sind seit 14 Jahren getrennt, ich sehe keine Chance, dass wir wieder zusammenkommen.” “Aber können Sie sich um Ihre Kinder kümmern?” “Ja, das möchte ich gern tun.”
Einige Monate später nahm ich Kontakt mit den Kindern auf und durch sie fand ich ihre Mutter wieder, die sie aufgezogen hatte. Das war möglich geworden, weil Therese immer an die Gnade des Ehesakraments geglaubt hat; in den manchmal riesigen Schwierigkeiten glaubte sie immer an meine “Rückkehr”.«

Das Befreiendste, was ich je erlebt habe

lufballone2Michael Glatze war der groß gefeierte Star der Homosexuellen-Bewegung in Amerika, war der Mitbegründer des populären Homsexuellen-Magazins “Young Gay America”, führender Homosexuellenaktivist. Aber durch Gottes Gnade ergriffen, hat er sich von all dem abgewendet und den Weg zu einem normalen Leben gefunden; und im Oktober 2013 seine Freundin Rebekah geheiratet.

Im Jahr 2007 verließ Michael die Redaktion des Magazins und erklärte, durch seine Bekehrung zum Christentum habe er eine Veränderung seiner homosexuellen Orientierung erfahren: “Nach der homosexuellen Agenda sollen Menschen erst gar nicht auf den Gedanken kommen, dass Veränderung ein gangbarer Weg sein könne, und sie sollen auch nicht fragen, ob Therapien funktionieren oder nicht. Nach meinen Erfahrungen kann ich sagen: Die Befreiung aus dem Einfluss dieser homosexuellen Agenda war das Befreiendste, Schönste und Erstaunlichste, was ich je erlebt habe.” Von der Homosexuellen-Bewegung wurde er deshalb heftig angegriffen. Auch seine Heirat löste so viele zornige und hasserfüllte Reaktionen aus, dass Michael Glatze aus Sorge um seine Sicherheit im Dezember 2013 auf der amerikanischen Webseite WorldNetDaily einen Artikel veröffentlichte, in dem er darum bat: “Bitte respektiert meine Entscheidung.”

Treue in guten und bösen Tagen

kreuz-rosenEin Ehepaar war in einer sehr schwierigen Situation. Die Frau litt an einer unheilbaren Krankheit, die sich spät erst zeigte und zunehmend verschlechterte. Sie wird zum Pflegefall. Der Mann wird von verschiedenen Seiten, auch von “guten Freunden” bedrängt, sie doch zur besseren Versorgung in eine entsprechende Krankenanstalt zu legen. Aber für ihn war klar: Ich habe ihr ins Angesicht versprochen: ich stehe zu dir in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und in Krankheit … und jetzt ist es an der Zeit, dieses Ja einzulösen. Und er pflegte sie jahrelang bis zu ihrem Tod – neben Beruf, Haushalt und Kindern.
Natürlich ist das ein Extremfall, aber tatsächlich gibt es keine Ehe ohne Bereitschaft zum Opfer, zum Verzicht. Liebe ist eben nicht primär Gefühl, sondern eine Entscheidung zur Treue.

Statt meinen Mann zu verändern, veränderte Gott mich

Herz-Jesu-03Wir erwarten und erbitten uns von Gott immer wieder, dass er die Umstände und Personen ändere und wandle, die für uns ein Kreuz und Belastung sind. Gott erhört unsere Bitten, er schenkt Erlösung und Heilung, aber meist anders, als wir es uns gedacht haben. Ein Zeugnis:
“Unsere Ehe war am Ende. Trotz Inanspruchnahme von Hilfe ereignete sich kein nennenswerter Durchbruch. Am Tiefpunkt unserer Beziehung wurde mir klar: Unsere Ehe kann nur noch Gott retten. Gleichzeitig war mir bewusst, dass ich allein zu schwach zum konsequenten Gebet bin. Ich bat Gott, dass Er mir einen Menschen zu Hilfe schickt, der fest im Glauben steht. Am nächsten Tag rief eine Frau an und lud mich zu einem Gebetskreis ein! Ich war sprachlos — und sagte zu. In dieser Gruppe konnte ich mich öffnen und wurde im Gebet mitgetragen. Aber statt meinen Mann zu verändern, veränderte Gott mich! Mir wurde bewusst, dass ich Liebe einforderte und nicht bereit war, einen Vorschuss an Liebe zu geben. Gott schenkte mir die Kraft und Möglichkeiten, meinem Mann Gutes zu tun. Außerdem musste ich die Altlasten hinter mir lassen. Gott beschenkte mich mit der Fähigkeit des Verzeihens, indem Er mir die Augen für meine eigene Lieblosigkeit öffnete. Besonders hilfreich war mir auch das Lesen im Wort Gottes. Langsam aber sicher hat Gott uns beide verändert. Er hat alles neu gemacht. Unsere Liebe ist jetzt tief und innig. Wir sind sehr dankbar, dass wir mit Gottes Hilfe die lange Wüstenzeit durchgestanden haben und Er uns vor dem Aufgeben bewahrt hat. Ich bemühe mich jetzt täglich, in der Nähe von Jesus zu bleiben, denn nur so habe ich die Kraft, ein liebender Mensch zu sein.” Quelle: KGI

Gott ist größer als das größte Unglück

Am 13. Juni 2012 starb in dern Nähe von Rom Chiara Corbella mit 28 Jahren an Krebs. Ähnlich wie die hl. Gianna Baretta Molla hatte sie ihr Leben für ihr Kind geopfert, denn sie wollte das Leben ihres Kindes während der Schwangerschaft nicht durch Krebstherapien gefährden. Im Leben des jungen Ehepaares, Chiara Corbella und Enrico Petrillo, das ganz vom Kreuz des Herrn geprägt ist, leuchtet uns ein außergewöhnliches Licht des Glaubens und der Liebe zum gottgeschenkten Leben auf.

Chiara wurde 1984 geboren und durch ihre Eltern in eine tiefe Beziehung zu Jesus und Maria geführt. Mit 18 Jahren machte sie eine Wallfahrt nach Medjugorie mit der Bitte an Maria, den von Gott für sie bestimmten Mann zu finden.  Bald darauf lernte sie Enrico kennen.  Nach sechs Jahren der Freundschaft mit allen Höhen und Tiefen gaben sie sich 2008 in Assisi das Jawort. “Wir hatten uns unseren Ängsten gestellt und aufgehört, vom anderen etwas zu erwarten. Das gab uns einen unglaublichen Frieden und ein großes Vertrauen in Gottes Vorsehung, der uns mit Sicherheit auf unserem gemeinsamen Weg begleiten würde”, bezeugte die 24-jährige Chiara ihren Freunden.

Schon nach wenigen Monaten war Chiara in Erwartung. Aber die Untersuchung zeigte ein erschreckendes Bild. Das Mädchen, das sie erwartete, war schwer behindert und würde nicht lebensfähig sein. Als die Ärztin ihr diese Diagnose mitteilte, antwortete Chiara ganz spontan: “Gott macht nie einen Fehler.” Als ihr Mann davon erfuhr, sagt er: “Sie ist unsere Tochter, und wir werden sie so behalten, wie sie ist.” Als Maria geboren war, wurde sie gleich getauft, sie lebte nur eine halbe Stunde. Chiara sagte: “Das war das größte Geschenk, das Gott uns gemacht hat. Diese halbe Stunde war unvergesslich für mich. Sie gehörte zu den schönsten Augenblicken meines Lebens.” Und Enrico sagt: “Maria nannten wir unsere Tochter, weil die Gottesmutter uns gelehrt hat, dass sie nicht uns gehört und wir sie Gott zurückschenken dürfen.”

Enrico und Chiara pilgerten nach Medjugorje, um ein weiteres Kind zu erbitten. Und sie mussten nicht lange warten. Doch die Untersuchung zeigte, das auch Davide schwer behindert und nicht lebensfähig war. Die Ärztin war fassungslos über die Haltung Chiaras: “Ich habe nie einen Menschen kennengelernt, der sich so von Gott als einem guten Vater geliebt wusste wie Chiara. Ihre Reaktion verwirrte mich, als sie mit einem Lächeln und absoluter Sicherheit auch zu diesem Kind ja sagte.”

Als Davide Giovanni geboren wurde, lebte er nur 38 Minuten auf dieser Erde, konnte getauft werden und in den Himmel gehen. Enrico bezeugt: “Durch Davide hat sich uns das ewige Leben ganz neu geoffenbart. Wir haben durch ihn verstanden, was im Leben wirklich wichtig ist: geliebt zu werden und sich lieben zu lassen. Man kann nicht sagen, dass wir diese Schwangerschaft mit Leichtigkeit durchgetragen hätten, aber mit viel Liebe und Gebet.” “Gott ist größer als das größte Unglück, das passieren kann. Er schenkt dir eine neue Dimension des Lebens: die Ewigkeit”, sagte Chiara zu einer Freundin.

Trotz aller Stimmen, die sie zur Vorsicht mahnten, wollten Enrico und Chiara ein weiteres Kind. Bei einer Fußwallfahrt zu den sieben Hauptkirchen Roms beteten sie um dieses Geschenk. Und Gott erhörte sie. Francesco, ein neuer kleiner Erdenbürger, kündigte sich an, nach den Ultraschallbildern ein gesundes Kind – die Freude war überströmend!

Doch als Chiara im fünften Monat in Erwartung war, wurde bei ihr ein seltener, sehr aggressiver und sich schnell ausbreitender Krebs diagnostiziert, der sofort behandelt werden musste. Doch Chiara und Enrico entschieden sich, die Schwangerschaft ohne einen Eingriff fortzuführen! Chiara schrieb ihrem gemeinsamen Seelenführer, dem Franziskaner P. Vito: „Enrico und ich überlassen alles Jesus.” Am 30. Mai 2011 wurde Francesco, ein gesunder Junge, geboren.

Chiara begann sofort mit den notwendigen Therapien. Doch es war schon zu spät. Im März 2012 erfuhr sie, dass ihr Krebsleiden bereits im Endstadium war. Ihre Freunde erhofften und erbaten ein Heilungswunder, doch Chiara sagte: “Ich erbitte mir nur die Gnade, in der Gnade zu leben und zu leiden.” Und in dieser Gnade starb sie am 13. Juni 2012.

Quelle: Vgl. Triumph des Herzens, 2013, Zusammenfassung für das St. Antonius Blatt

Nur GOTT habe das Recht über das Leben

Chile ist in den Augen sogenannten “zivilisierten” Staaten ein rückständiges Land, weil es die Abtreibung nicht legalisiert habe, so lauten die weltweiten Vorwürfe. Darauf hat Sebastian Pinera, der Präsident der 17 Millionen Chilenen, mit überzeugender Klarheit eine Antwort gegeben: Den Zivilisationsgrad eines Landes erkenne man nicht an seinem materiellen Wohlstand oder seiner militärischen Macht, sondern daran, wie es mit seinen schwächsten Mitgliedern umgehe – mit den Alten, Kranken, Armen und auch mit den Ungeborenen. Die Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung betreffe zuerst das Ungeborene: „Eine neue, einmalige, unwiederholbare Person, verschieden von ihren Eltern, ist betroffen, deren Leben noch vehementer verteidigt werden muss, eben deshalb, weil sie sich in einem Zustand völliger Unschuld und Wehrlosigkeit befindet. Als Christ glaube ich, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist!“ Nur GOTT habe das Recht, Leben zu schenken und es wieder zu beenden.

US-Präsident Barack Obama hat anlässlich des Gedenktags an das Abtreibungsurteil, durch das die Abtreibung in Amerika legalisiert wurde, erneut das Recht auf Abtreibung verteidigt und im Zusammenhang mit der Tötung ungeborener Kinder gemeint: “Ich engagiere mich weiterhin für das Recht der Frau auf Wahlfreiheit”. d.h. auf Abtreibung. Der Präsident sprach in diesem Zusammenhang von einem “Verfassungsrecht”.

Kinder sind Gottes schönstes Geschenk

Bischof Eustache Saint Hubert aus Haiti berichtet:

“Als ich vor fünf Jahren einer Priesterweihe vorstand, kam nach der heiligen Messe eine Frau auf mich zu und sagte mir sichtlich bewegt:

‘Herr Bischof, ich muss Ihnen etwas erzählen: Als Sie ein junger Priester waren, nahm ich an einem Einkehrtag teil, der in Port-au-Prince stattfand. In ihrem Vortrag sprachen Sie über Abtreibung. Sie sagten, dass Mütter ihre Kinder behüten müssen. Kinder, die sie zu töten beabsichtigten, könnten eines Tages Präsidenten, Priester oder Bischöfe sein.

Damals war ich schwanger und wollte abtreiben. Nach Ihrer Predigt dachte ich lange nach und dank ihrer Worte tat ich es nicht. Dieses Kind ist nun einer der Priester, die Sie heute geweiht haben und ich wollte Ihnen dafür danken.'”

Die sel. Mutter Teresa von Kalkutta sagte immer: “Kinder sind Gottes schönstes Geschenk. Jedes Kind hat das Recht, auf die Welt zu kommen, ob es erwünscht ist oder nicht. Jedes Kind ist kostbar. Jedes ist ein Geschöpf Gottes.

Ungeborene Kinder sind Gott so nahe.” “Wenn eine Mutter ihr Kind töten kann, welch schlimmeres Übel gibt es dann noch auf der Welt?” “Wir fordern Frieden auf der Welt, aber der größte Störer dieses Friedens ist der Schrei der ungeborenen Kinder, die tagtäglich abgetrieben werden.”

Quelle: vgl.: Das ganz normale Wunder
100 Glaubenszeugnisse von katholischen Priestern

Ich entschied mich für das Leben und das Leben mit Gott

Seit vielen Jahren findet in der Kapuzinerkirche sechsmal im Jahr die Gebetsvigil für das Leben mit einer Gebetsprozession zur Abtreibungspraxis statt. Sie wird vom Verein Miriam getragen. Auch die monatliche Anbetung vor dem Allerheiligsten vom Herz-Jesu-Freitag Abend bis zum Herz-Mariä-Samstag Abend und die Jericho-Gebetswoche werden im Anliegen des Schutzes der ungeborenen Kinder und ihrer Mütter gehalten. Durch das Gebet und Opfer vieler Beter trägt der Beratungsdienst des Vereins Miriam und die konkrete Hilfe für werdende Mütter in Not immer wieder wunderbare Früchte, so dass Kinder vor Abtreibung gerettet werden. Im letzten Rundbrief des Vereins Miriam ist ein ergreifendes Zeugnis einer jungen Frau abgedruckt, die durch die Hilfe eines Beraters des Vereins den Weg zum Leben gefunden hat. Hier ein Auszug aus ihrem Bericht, den sie zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes geschrieben hat.

“Nach der Geburt von meinem Sohn zogen wir in den Bregenzerwald zu einer Pastorenfamilie. Von da an veränderte sich mein Leben, nicht nur durch mein Kind, sondern ich lernte noch viel mehr kennen, als ich es je zu glauben wagte, ich lernte Jesus Christus kennen.

Bevor ich zu Gott kam, war ich ein rebellischer Teenager und ließ mir von nichts und niemandem etwas sagen. Ich lebte nur für mich, liebte es, mit meinen Freunden in der Nacht abzuhängen und zu chillen. Bei jedem Blödsinn war ich dabei und wenn es mich auch in Gefahr brachte.

Mit meiner Mutter hatte ich ein total kaputtes Verhältnis. Wir schrien uns nur noch an und redeten kaum noch normal miteinander. Ich dachte immer, dass es Gott bestimmt gibt. Aber ich hatte auch keine Ahnung vom Glauben, weil es mir damals nicht sehr wichtig schien. Doch dann wurde ich schwanger und brauchte seine Hilfe und ich bat ihn verzweifelt darum! Und er hat mein Rufen gehört und mich ernst genommen. So half er mir, mich für mein Kind zu entscheiden und führte mich in den Bregenzerwald.

Durch Gott, meinen Sohn und die Menschen, mit denen ich jetzt zusammenlebe, lernte ich den Leuten Respekt zu zeigen, für einander da zu sein und nicht nur für mich selbst zu leben. Ich lernte die Menschen so zu lieben, genau so wie sie sind und nicht wie sie aussehen, und den anderen so zu behandeln wie ich selbst behandelt werden möchte.

Wenn ich Probleme habe oder schlechte Gedanken oder es mir nicht gut geht, weiß ich immer, dass ich alle diese Sorgen Jesus bringen darf. Und er kümmert sich um mich und meinen Sohn. Er hilft mir in meinem Leben. Er hat mir bereits sehr geholfen, als er mir den Platz in dieser Familie gegeben hat. Ich musste ihm nur vertrauen. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es Jesus ernst meint und dass wir nicht jeden Blödsinn machen können und denken, Jesus verzeiht uns sowieso. NEIN, unsere Schuld soll uns Leid tun und wir sollen es ihm bringen und ihn um Verzeihung bitten und es auch ernst mit ihm meinen!

… Ich darf eine glückliche Mama sein und ich bin so dankbar und froh, dass ich meinen Sohn nicht abgetrieben habe! Auch wenn ich es nicht einfach hatte, mich zu entscheiden, und ich wusste, dass sich mein Leben total verändern wird. ABER ich entschied mich für das Leben und das Leben mit Gott.

Ich weiß nicht, wo ich heute wäre, wenn ich mein Kind abgetrieben hätte. Niemals hätte ich erfahren, wie es aussehen würde, ob es ein Mädchen oder ein Junge wäre oder sein wunderschönes Lächeln, wenn er sich freut. Außerdem wäre ich total abgesunken in Drogen und Alkohol, Sex und Diebstahl. Bald hätte ich mich nicht mehr unter Kontrolle gehabt und mein Leben hätte nie mehr einen Sinn gefunden.

Gott will nicht, dass wir irgendeinen Blödsinn machen, oder total tief in einem Loch stecken, aus dem wir nicht mehr alleine heraus kommen. … Er lässt uns nie im Stich, weil er uns liebt!”

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Quelle: http://www.vereinmiriam.at/fileadmin/Rundbriefe/2012-06-12_Rundbrief.pdf

Alles ist leicht, wenn beide das gleiche Ziel haben!

Ein Zeugnis
Ich bin eine glückliche Frau, 8 Jahre verheiratet; wir haben 3 Kinder. Berufstätig war ich nur bis zu meiner Eheschließung, denn dann wollte ich nur noch Frau und Mutter sein. Es ist wohl besser, etwas weniger Geld, nur ein Auto, keinen Fernsehapparat usw., dafür aber etwas mehr Zeit für Mann und Kinder zu haben. Dieses Sich-Zeit-Nehmen für die Seinen ist eines der wichtigsten Dinge, um eine Ehe glücklich führen zu können. Der Mann sucht nach der Hast des Tages wenigstens daheim Ruhe und Ausgeglichenheit, und auch die Kinder wollen nicht nur gefüttert und ins Bett gebracht werden, sondern brauchen die Liebe der Mutter von früh bis spät, um richtig gedeihen zu können. Jedes der drei Kinder wurde mit großer Sehnsucht und Liebe erwartet. Wir haben uns bemüht, einer auf den anderen einzugehen, am anderen nicht nur die Fehler zu sehen, sondern in erster Linie das, was er gut macht… Das gemeinsame Gebet daheim bindet auch sehr stark, besonders der Rosenkranz, den wir oft beten und von dem sichtlich viele Gnaden ausgehen. Freilich muss man immer wieder Opfer bringen. Aber alles ist leicht, wenn beide das gleiche Ziel vor Augen haben: innerlich zu wachsen und reif zu werden für die Ewigkeit.

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Quelle: http://www.bewegung-fuer-das-leben.com/files/lebe_109.pdf