{"id":950,"date":"2009-05-10T21:09:19","date_gmt":"2009-05-10T20:09:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=950"},"modified":"2009-05-10T21:12:26","modified_gmt":"2009-05-10T20:12:26","slug":"als-der-kirchturm-noch-nicht-im-wasser-stand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=950","title":{"rendered":"Als der Kirchturm noch nicht im Wasser stand"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/graun1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-952 alignleft\" title=\"graun1\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/graun1.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"246\" \/><\/a>Wer von Landeck in Tirol \u00fcber den Reschenpass nach Italien f\u00e4hrt, wird einem eigenartigen Attraktion begegnen: mitten im Wasser des Reschensees, einem Stausee, der 1950 fertiggestellt wurde, steht ein Kirchturm. Er erinnert an das kleine Dorf \u201eGraun\u201c mit ca. 800 Einwohnern, dessen Kirche und dessen H\u00e4user damals abgerissen und an einen anderen Ort verlegt wurden. Nur der Kirchturm blieb als Wahrzeichen stehen. Der Ort musste dem Stausee f\u00fcr ein Kraftwerk  zur modernen Energiegewinnung weichen.<\/p>\n<p>Doch viele wissen nicht, dass dieser kleine Ort bis zu seiner Zerst\u00f6rung 200 Jahre lang ein \u201eKraftwerk\u201c ganz besonderer Art war, von dem ein \u201eStrom der Gnade\u201c ausging, der das ganze Land und dar\u00fcber hinaus mit \u201egeistlicher Energie\u201c versorgt hatte.<\/p>\n<p>Die Glocken des Kirchturms, den man im Wasser sieht, haben die Menschen bis 1950 jedes Jahr zu einer Primiz zusammengerufen: durch 200 Jahre gab es jedes Jahr eine Primiz in diesem Dorf. \u00dcber 200 Priester sind aus Graun hervorgegangen. Kanonikus Hohenegger (geboren 1914), der aus Graun stammte, hat dies durch seine geschichtlichen Forschungen nachweisen k\u00f6nnen. Er beschreibt auch, welcher Geist in seinem Heimatdorf herrscht, und Graun zum priesterreichsten Dorf der Di\u00f6zese Brixen machte.<\/p>\n<p>Die st\u00e4rkste Erinnerung, die Pfarrer Hohenegger mit dem alten Graun verbindet, ist, dass es ein tief religi\u00f6ses \u201eeucharisti\u001fsches Dorf\u201c war. \u00dcber 200 Jahre lang, bis zur Seestauung, wurde jeden Sonntag eine eucharistische Prozession mit Anbetungsstunde gehalten. Am 1. Monatssonntag gingen 90% der Einwohner zur heiligen Beichte und Kommunion.<\/p>\n<p>Die eucharistische Fr\u00f6mmigkeit wirkte sich auch im Zusammenleben der Menschen sehr positiv aus. Maria Plangger, die auch 1950 ihre geliebte Heimat verlassen mussten, erinnert sich: Es sei f\u00fcr Altgraun bezeichnend gewesen, dass alle zusammenhielten; dass es kaum einmal Streit gegeben habe, obwohl fast in jedem Haus mehrere Parteien wohnten und meist K\u00fcche und Stall gemeinsam hatten.<br \/>\nNach der Stauung war die letzte Primiz in Graun 1958.<\/p>\n<p>Es ist greifbar, dass vor allem durch die gro\u00dfe Verehrung der hl. EUCHARISTIE Priesterberufe geschenkt werden und echter Friede in die Familien kommt. Dahin m\u00fcssen wir zur\u00fcckkehren, denn alle \u00e4u\u00dferlichen Dinge bringen nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer von Landeck in Tirol \u00fcber den Reschenpass nach Italien f\u00e4hrt, wird einem eigenartigen Attraktion begegnen: mitten im Wasser des <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=950\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":952,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-21 14:29:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/950"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=950"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/950\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}