{"id":944,"date":"2009-05-10T20:58:20","date_gmt":"2009-05-10T19:58:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=944"},"modified":"2011-01-21T19:20:06","modified_gmt":"2011-01-21T18:20:06","slug":"mein-weg-mit-dem-rosenkranzgebet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=944","title":{"rendered":"Mein Weg mit dem Rosenkranzgebet"},"content":{"rendered":"<p>Sr. Maria Franziska schrieb einmal Zeugnis \u00fcber ihre Erfahrung mit dem Rosenkranz und ihren Weg ins Kloster. Wer sich auf das Gebet des Rosenkranzes einl\u00e4sst, den nimmt Maria an der Hand.<\/p>\n<p>Ich war etwa 15 Jahre alt, als meine Eltern den abendlichen Familienrosenkranz einf\u00fchrten. Sie gaben sich alle M\u00fche, ihn uns Kindern so schmackhaft wie m\u00f6glich zu machen, aber ehrlich gesagt: wir machten nur \u00e4u\u00dferlich mit, um die Eltern nicht vor den Kopf zu sto\u00dfen oder \u201edicke Luft&#8220; hervorzurufen.<\/p>\n<p>Das geringere \u00dcbel schien uns, den Rosenkranz so schnell wie m\u00f6glich hinter uns zu bringen. So kamen wir auf die Idee, den Eltern vorzuschlagen, doch mit \u201eRadio Vatican&#8220; gemeinsam zu beten. Sie gingen auch sofort darauf ein  und das ersparte uns zirka f\u00fcnf Minuten, denn die Italiener beten flotter!  Irgendwann war aber das Motiv, \u201eLieb\u001fkind&#8220; sein zu wollen, nicht mehr wirksam genug, und wir \u00c4ltesten machten uns aus dem Staub, wenn die Rosenkr\u00e4nze hervorgeholt wurden &#8230;<\/p>\n<p>Mit 17 Jahren lernte ich die Jugend der Legio Mariae kennen und staunte nicht schlecht, als ich Jugendliche meines Alters ausgerechnet den Rosenkranz beten sah. Und zwar ganz normale junge Leute, nur vielleicht fr\u00f6hlicher, aufgeschlossener und engagierter als die, die ich sonst kannte. Da wurde nicht blo\u00df geredet und fromm gebetet, sondern das Wort wurde in die Tat, ins Leben umgesetzt: Einmal in der Woche gingen die Mitglieder zu zweit los und besuchten Menschen in Krankenh\u00e4usern, Altersheimen oder auch die Kinder und Jugendlichen der Pfarrei. Beim n\u00e4chsten Gruppentreffen wurde dann  nach dem Rosenkranzgebet  von den Erlebnissen der vergangenen Woche berichtet, und neue Aufgaben verteilt. Diese Art konsequenten Christentums zog mich an, und siehe da  auf einmal kniete ich mitten in dieser Schar und betete wieder den Rosenkranz, ganz freiwillig.<\/p>\n<p>Der t\u00e4gliche Rosenkranz fiel mir zwar nicht leicht. Oft war ich ganz weit weg mit meinen Gedanken, w\u00e4hrend mein Mund die Worte sprach. Es war einfach (noch) nicht \u201emein&#8220; Gebet; aber ich argumentierte mir selbst gegen\u00fcber immer: Maria w\u00fcnscht sich nun mal dieses Gebet; es ist ihr Geschmack. Und wenn ich z.B. meiner Mutter ein Geburtstagsgeschenk machen will, dann suche ich nicht das aus, was mir, sondern was ihr gef\u00e4llt.<\/p>\n<p>In der Legio Mariae lernte ich Maria besser kennen und lieben, und sie war es dann auch, die mich mitten in einer sehr tiefen, menschlichen Entt\u00e4uschung zu einer innigeren Freundschaft mit Jesus ermutigte. \u201eGeh doch zu Jesus!&#8220; h\u00f6rte ich sie in meinem Herzen. Und ich habe es getan. Von da an suchte ich, wenn ich beten wollte, vor allem die Stille in der Kirche, vor dem Tabernakel; ich suchte die Vertrautheit mit Jesus in der t\u00e4glichen Eucharistiefeier, bis ich schlie\u00dflich sp\u00fcrte: Er will mich ganz f\u00fcr sich haben. ER, der sich mir so ganz hinschenkt, bittet auch mich um diese totale Hingabe und Verf\u00fcgbarkeit f\u00fcr IHN. So wuchs langsam meine Ordensberufung.<\/p>\n<p>Ganz oft wurde mir beim Rosenkranz eine neue Klarheit, ein tieferes Verstehen geschenkt, und daraus w\u00e4chst dann auch ganz nat\u00fcrlich eine neue, tiefere Antwort meiner Liebe. Ja, ich kann mich nicht erinnern, diese Zeit auch nur einmal als \u201everloren&#8220; empfunden zu haben. Auch ohne f\u00fchlbare Erleuchtungen oder au\u00dfergew\u00f6hnliche Erfahrungen bin ich doch niemals leer ausgegangen. Wer&#8217;s nicht glaubt, soll es selbst ausprobieren!<\/p>\n<div class=\"notes\">Quelle: Betendes Gottes Volk<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sr. Maria Franziska schrieb einmal Zeugnis \u00fcber ihre Erfahrung mit dem Rosenkranz und ihren Weg ins Kloster. Wer sich auf <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=944\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[51],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-22 14:14:18","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/944"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=944"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/944\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}