{"id":7942,"date":"2026-05-30T18:16:33","date_gmt":"2026-05-30T17:16:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7942"},"modified":"2026-06-30T18:17:42","modified_gmt":"2026-06-30T17:17:42","slug":"maria-koenigin-von-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7942","title":{"rendered":"Maria, K\u00f6nigin von China"},"content":{"rendered":"<p>Am 24. Mai begeht die Kirche den &#8222;Gebetstag f\u00fcr die Kirche in China&#8220;, der von Papst Benedikt XVI. eingef\u00fchrt wurde. Dieser Tag ist dem liturgischen Gedenken an die Muttergottes, Hilfe der Christen, gewidmet, die im Marienheiligtum von Sheshan in Shanghai auch als &#8218;Unsere liebe Frau von China&#8216; verehrt wird. Der Titel &#8218;Unsere Liebe Frau von China&#8216; geht aber auf die Erscheinungen der Gottesmutter im Dorf Donglu zur\u00fcck, das 150 km s\u00fcdlich von Peking liegt. Es war die Zeit des sogenannten Boxeraufstands. Das Ziel der Boxer war es, das Christentum in China auszul\u00f6schen. Sie t\u00f6teten Tausende von Missionaren und Konvertiten auf grausame Weise.<br \/>\nDer Missionar Jean Charbonnier berichtet, dass im Juni 1900 die Boxer mit etwa 40000 Soldaten das Dorf Donglu angriffen. Die rund 700 Christen sowie \u00fcber 9000 Fl\u00fcchtlinge hatten gegen diese \u00dcbermacht kaum eine Chance. Aber die Boxer wurden zur\u00fcckgeschlagen und flohen. Sie lie\u00dfen Kanonen und Gewehre auf dem Boden zur\u00fcck. Sie berichteten, dass das, was ihnen am meisten Angst gemacht hatte, eine Frau in Wei\u00df war mit einem feurigen Reiter, die \u00fcber dem Ort erschienen. Ein sicheres Zeichen, so dachten sie, dass niemand, der das Dorf betrat, lebend wieder herauskommen w\u00fcrde. Viele der Boxer, die diese Erscheinung gesehen hatten, wurden sp\u00e4ter Christen und lie\u00dfen sich taufen.<br \/>\nEs war das Erscheinen der Muttergottes, die die gl\u00e4ubige Gemeinde vor ihren Feinden bewahrte. Die Jungfrau Maria erschien in Wei\u00df, und ein feuriger Reiter (vermutlich der heilige Michael) verjagte die Soldaten. So begannen sie mit der Verehrung der Muttergottes in der gro\u00dfen Kirche des Dorfes. Der Pfarrer von Donglu, Pater Wu, gab ein Gem\u00e4lde mit Maria und dem Christuskind in goldenen kaiserlichen Gew\u00e4ndern in Auftrag. Dieses Gem\u00e4lde wurde zum Bildnis der Muttergottes, der K\u00f6nigin von China. Doch wie wir wissen, akzeptiert der Feind eine Niederlage nicht so leicht. In den folgenden Jahren, und besonders w\u00e4hrend der Kulturrevolution, wurde der Schrein, der in Donglu zur Erinnerung an das Wunder errichtet worden war, dem Erdboden gleichgemacht. Pilgerfahrten waren verboten. Auch heute noch richten die Beh\u00f6rden jeden Mai h\u00e4ufig Kontrollpunkte rund um das Dorf Donglu ein. Polizei, Absperrungen, Verbote \u2013 alles, um die Gl\u00e4ubigen davon abzuhalten, dorthin zu gehen und zu beten. Aber die Untergrundkirche in China ist stark. Man sch\u00e4tzt, dass es etwa 100 Millionen verborgene Christen gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. 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