{"id":7940,"date":"2026-03-30T18:13:45","date_gmt":"2026-03-30T17:13:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7940"},"modified":"2026-06-30T18:14:36","modified_gmt":"2026-06-30T17:14:36","slug":"das-wasser-das-ich-geben-werde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7940","title":{"rendered":"Das Wasser, das ich geben werde"},"content":{"rendered":"<p>Am 3. Fastensonntag (A) h\u00f6ren wir im Evangelium von der Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. Jesus bittet diese Frau, ihm zu trinken zu geben. Aber im Gespr\u00e4ch darf sie Jesus selbst als das lebendige Wasser erkennen, das den Durst ihrer Seele stillen kann.<br \/>\nDiese Begebenheit zeigt uns, dass die innere Beziehung zu Jesus Christus im Gebet in unserem religi\u00f6sen Leben das Wichtigste ist. Eine Frau im Altersheim, die schon verstorben ist, hat erz\u00e4hlt, dass sie nicht beten k\u00f6nne, aber sie spreche in ihrem Inneren immer mit Jesus. Sie meinte damit, dass sie keine Gebete auswendig hersagen konnte, sondern dass sie immer wieder ein inneres Gespr\u00e4ch mit Jesus f\u00fchrte. Aber genau das ist es, worauf es ankommt. Das ist auch das Beten im Geist und in der Wahrheit, von dem Jesus gesprochen hat.<br \/>\nIm Evangelium werden uns einige wichtige Schritte gezeigt, wie die innere Beziehung zu Jesus sich vollzieht und was sie bewirkt.<br \/>\nDas erste ist: Jesus hat diese Frau zuerst angesprochen. Er hat das Gespr\u00e4ch begonnen. Und so macht er es auch mit uns. Der Herr spricht uns in unserer Seele an. Das kann in verschiedenen Situationen sein, dass wir Gottes Gegenwart wahrnehmen k\u00f6nnen. Das kann ein Wort der Heiligen Schrift sein, es k\u00f6nnen sch\u00f6ne Ereignisse sein, die sich gef\u00fcgt haben, oder auch manche leidvolle Erfahrungen. Der Herr spricht uns an. Aber es kommt darauf an, dass wir auf ihn h\u00f6ren. Der L\u00e4rm und die Informationsflut, die uns heute umgeben, sind darauf ausgerichtet, dass wir nicht mehr auf die Stimme Gottes h\u00f6ren k\u00f6nnen.<br \/>\nDas zweite ist: Wenn Jesus uns anspricht, dann offenbart er uns die Wahrheit. Er zeigt uns, wer wir selber sind und wer er selber ist. Er f\u00fchrt uns zu einer tieferen Selbsterkenntnis. Die Samariterin hat immer wieder betont, dass Jesus ihr alles gesagt hat. Aber Jesus deckt die innersten Geheimnisse, Sehns\u00fcchte und Schw\u00e4chen unserer Seele nicht auf, um uns zu besch\u00e4men, anzuklagen oder niederzudr\u00fccken, sondern um uns zu zeigen, dass er der Erl\u00f6ser ist.<br \/>\nWegen ihres Lebensstandes, in dem sie war, f\u00fcnfmal verheiratet, ist sie zur Mittagsstunde zum Brunnen gegangen, um den Leute auszuweichen. Doch jetzt, da sie Jesus begegnet ist und er ihr die Wahrheit geoffenbart hat, da geht sie zu den Menschen, um ihnen zu erz\u00e4hlen, dass sie den Erl\u00f6ser gefunden hat. Sie f\u00fchrt nun die anderen zu Jesus Christus.<br \/>\nDas ist der dritte Punkt: Die Begegnung und innere Beziehung zu Jesus macht uns zu Aposteln und Zeugen. Wir laden auch andere ein, dass sie sich aufmachen, um Jesus Christus kennen zu lernen. Die Samariterin ist zum Brunnen gekommen, und sie hat dieses lebendige Wasser empfangen, das Jesus Christus ist. Diese Quelle kann den Durst der Seele stillen. In der hl. Messe, im Gebet und in der hl. Beichte k\u00f6nnen wir immer wieder zu dieser Quelle kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. Fastensonntag (A) h\u00f6ren wir im Evangelium von der Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen. 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