{"id":791,"date":"2009-01-16T23:45:17","date_gmt":"2009-01-16T22:45:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=791"},"modified":"2026-05-01T21:15:26","modified_gmt":"2026-05-01T20:15:26","slug":"nicht-loskaufen-sondern-aufopfern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=791","title":{"rendered":"Nicht loskaufen, sondern aufopfern"},"content":{"rendered":"<p>Am 2. Februar feiern wir das<strong> Fest der Darstellung des Herrn\u00a0 oder \u201eMaria Lichtmess&#8220;<\/strong>, wie es auch genannt wird. Es erinnert uns an jene Begebenheit, dass Maria und Josef das Jesuskind in den Tempel gebracht haben, um es Gott zu weihen. \u201eSie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gem\u00e4\u00df dem Gesetz des Herrn, in dem es hei\u00dft: Jede m\u00e4nnliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.&#8220; Im Tempel begegnen sie dem greisen Simeon und der Prophetin Hanna, die Jesus als den verhei\u00dfenen Messias erkennen.<\/p>\n<p>Mit dieser \u201eAufopferung&#8220; ihres Kindes hat Maria etwas Besonderes getan: Nach dem Gesetz des Mose war es zwar vorgeschrieben, dass die Mutter f\u00fcr sich und ihr Kind ein\u00a0 Reinigungsopfer darbringen sollte; f\u00fcr die armen Leute waren dies zwei Tauben. Zugleich war auch vorgeschrieben der \u201eLoskauf&#8220; des Erstgeborenen. Denn jeder Erstgeborene war nach dem alten Gesetz schon durch die Geburt Eigentum Gottes und ihm geweiht. Die Eltern mussten mit einem Opfer an den Tempel das Kind sozusagen von Gott loskaufen, damit es ihnen geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Mit diesem Gesetz wollte Gott die Menschen daran erinnern, dass jedes Kind ein Geschenk von ihm ist, jeder Mensch ist Gottes Eigentum, alles Leben kommt von ihm durch seinen Segen. Weder im Alten Testament noch in der sp\u00e4teren j\u00fcdischen Literatur ist uns aber eine Vorschrift oder nur ein frommer Brauch bezeugt, dass der Erstgeborene im Tempel Gott geweiht werden sollte.<\/p>\n<p>Aber genau hier hat Maria etwas ganz Neues getan. Sie hat Jesus nicht von Gott losgekauft, damit sie es f\u00fcr sich haben darf, sondern sie hat ihr Kind, ihr Liebstes, das ja schon Gott geh\u00f6rte, noch einmal ausdr\u00fccklich Gott geschenkt, ihm geweiht.<\/p>\n<p>Maria hat damit jene \u201eAuf\u00adopferung&#8220; Jesus Christi begonnen, die dann auch die Kirche einmal im heiligen Messopfer vollziehen wird. Denn auch hier bringen wir dem himmlischen Vater Jesus Christus dar, der sein Leben f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung und zur Verherrlichung Gottes hingegeben hat.<\/p>\n<p>Maria lehrt uns also jene Opfergesinnung der Liebe, mit der wir uns mit Jesus verbinden und nicht mehr f\u00fcr uns selber, sondern f\u00fcr Gott leben.<\/p>\n<p>Wir suchen nicht mehr, uns durch ein Opfer von Gott \u201eloszukaufen&#8220;, sozusagen in der Haltung: Ich tue einige Dinge f\u00fcr Gott, damit ich dann meine Ruhe vor ihm habe, und f\u00fcr mich selber leben kann. Sondern unser ganzes Leben soll dem Herrn \u00fcbergeben sein. Und gerade das Liebste, aber auch alles was Kreuz und Leiden ist, das opfern wir ihm auf; wir verbinden es mit Jesus mit seinem Leiden mit seinem Opfer und bringen es zu unserem Vater im Himmel.<\/p>\n<p>Der heilige Paulus erinnert uns daran, dass die Liebe das gr\u00f6\u00dfte ist. Wir k\u00f6nnen gro\u00dfartige Leistungen im Leben vollbringen, aber wenn wir diese aufopfernde Liebe nicht haben, die wir Jesus und seine Mutter Maria sehen, dann hat alles vor Gott keinen Wert. Durch den Geist der Liebe Christ bekommt all unser Tun Ewigkeitswert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. Februar feiern wir das Fest der Darstellung des Herrn\u00a0 oder \u201eMaria Lichtmess&#8220;, wie es auch genannt wird. Es <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=791\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-07-14 13:53:53","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/791"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=791"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7384,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/791\/revisions\/7384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}