{"id":720,"date":"2007-03-01T00:37:04","date_gmt":"2007-02-28T22:37:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=720"},"modified":"2009-08-10T22:28:50","modified_gmt":"2009-08-10T21:28:50","slug":"ich-trage-sie-als-weise-lilien-in-meinem-herzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=720","title":{"rendered":"Ich trage sie als wei\u00dfe Lilien in Meinem Herzen"},"content":{"rendered":"<p><em>Zur Barmherzigkeitsnovene und zum Barmherzigkeitssonntag<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-721\" title=\"jesus1\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1.jpg 250w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1-221x300.jpg 221w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a><strong>Vom Karfreitag bis zum Wei\u00dfen Sonntag sind wir wieder eingeladen die Barmherzigkeitsnovene zu beten und den Wei\u00dfen Sonntag als Barmherzigkeitssonntag zu feiern und durch Beichte und Gebet den Ablass zu gewinnen. Es ist ein unendliches Geschenk der Liebe Gottes, das uns hier angeboten wird. Wenn die Menschen w\u00fcssten und erfahren k\u00f6nnten, wie sehr Gott sie liebt, sie w\u00fcrden sofort ihr Leben \u00e4ndern. Wei\u00dft du nicht, da\u00df Gottes G\u00fcte dich zur Umkehr treibt? sagt der hl. Paulus. Wie sehr die barmherzige Liebe uns immer umf\u00e4ngt, vor allem wenn wir tief gefallen sind, wird in der folgenden Begebenheit sichtbar:<\/strong><\/p>\n<p>Es war Anfang der neunziger Jahre, kurz nachdem in der fr\u00fcheren Tschechoslowakei der Eiserne Vorhang gefallen war und die Kirche . F\u00fcr die Kirche hatten sich die Fesseln der kommunistischen Verfolgung gelockert. Der B\u00fcrgermeister einer ostslowakischen Stadt bat den Bischof, einen seiner Priester, der zugleich auch Arzt sein sollte, zu beauftragen, zu den zahlreichen Prostituierten der Stadt \u00fcber die gesundheitlichen Risiken der Prostitution zu sprechen. Tats\u00e4chlich standen dem Bischof einige solche Priester zur Verf\u00fcgung, die in der Verfolgungszeit geheim geweiht worden waren und als staatlich bezahlte \u00c4rzte ganz unauff\u00e4llig, aber sehr segensreich priesterlich gewirkt hatten. Der Bischof entschied sich f\u00fcr Jan, einen aufgeschlossenen und erfahrenen Priester.<\/p>\n<p>Jan war aber keineswegs erfreut, diese heikle Aufgabe zu \u00fcbernehmen. Er dachte sich: &#8222;Muss ich mich jetzt auch noch mit, diesen da abgeben und mich sogar noch um ,solche&#8216; k\u00fcmmern! &#8220; Doch nahm er den bisch\u00f6flichen Auftrag an und begab sich zur abgemachten Zeit ins &#8222;Dom Kultury&#8220;, eine Art Gemeindesaal. Dort waren auf Veranlassung des B\u00fcrgermeisters die betreffenden M\u00e4dchen und Frauen versammelt. Vorher aber ging er noch in die nahegelegene Kirche vor den Tabernakel. Da geschah etwas Ergreifendes: Jan war als Priester und Arzt ein durch und durch n\u00fcchterner Mensch. Noch nie in seinem Leben hatte er in seiner Seele die Stimme des Herrn vernommen und auch nicht im geringsten daran gedacht, dass ihm das je passieren k\u00f6nnte. Als er aber vor dem Tabernakel betete und in seiner Lustlosigkeit klagte: &#8222;Mein Gott, muss ich wirklich zu, diesen da sprechen ?&#8220; da vernahm er ganz \u00fcberraschend in seinem Inneren die milden Worte: \u201eJan, Johannes, warum sagst du, &#8222;diese da&#8220; und &#8222;solche&#8220;? Du hast nicht f\u00fcr sie gelitten. Ich aber habe f\u00fcr sie gelitten, und Ich bin f\u00fcr sie gestorben. Ich trage sie alle als wei\u00dfe Lilien in Meinem Herzen. Sage ihnen das !&#8220;<\/p>\n<p>Von dieser barmherzigen Liebe tief ersch\u00fcttert, konnte Jan die Tr\u00e4nen kaum mehr zur\u00fcckhalten, bem\u00fchte sich jedoch, sich zu fassen, denn die Frauen warteten auf seinen Vortrag. Da er die Stimme des Herrn vom Tabernakel her vernommen hatte, wurde er innerlich wie verwandelt. Mit einer v\u00f6llig anderen Gesinnung der Barmherzigkeit und des Mitleides &#8211; nicht des Urteilens &#8211; ging er nun und hielt den Vortrag.<\/p>\n<p>Am Schluss konnte er sich durchringen, den M\u00e4dchen und Frauen auch das zu erz\u00e4hlen, was er \u00fcber sie gedacht und was ihm der Herr f\u00fcr sie gesagt hatte: &#8222;Ich trage sie alle als wei\u00dfe Lilien in Meinem Herzen, und Ich habe f\u00fcr sie gelitten und bin f\u00fcr sie gestorben.\u201c Da ging ein Schluchzen durch die Reihen; alle versprachen, ihr Leben zu \u00e4ndern, und jene, die getauft waren, baten um das Sakrament der Beichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Barmherzigkeitsnovene und zum Barmherzigkeitssonntag Vom Karfreitag bis zum Wei\u00dfen Sonntag sind wir wieder eingeladen die Barmherzigkeitsnovene zu beten und <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=720\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":721,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-26 10:48:50","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/720"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=720"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/720\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/721"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}