{"id":7119,"date":"2025-09-17T10:44:16","date_gmt":"2025-09-17T09:44:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7119"},"modified":"2026-04-30T13:22:42","modified_gmt":"2026-04-30T12:22:42","slug":"oft-weiss-ich-nicht-was-ich-sagen-soll-also-laechle-ich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7119","title":{"rendered":"Oft wei\u00df ich nicht, was ich sagen soll, also l\u00e4chle ich"},"content":{"rendered":"<p>Als der hl. Papst Pius X. im Jahre 1910 die fr\u00fche Erstkommunion einf\u00fchrte, hat er die prophetischen Worte ausgesprochen: &#8222;Es wird heilige Kinder geben&#8220;. Das 8-j\u00e4hrige M\u00e4dchen Anne-Gabrielle Caron aus Toulon in Frankreich ist 2010 im Ruf der Heiligkeit an Krebs gestorben. Am 12. Sept. 2020 wurde f\u00fcr sie der Seligsprechungsprozess er\u00f6ffnet. Diese junge Freundin Jesu und Mariens ist ein Kind unserer Tage, aber in ihr leuchtet die Heiligkeit auf, zu der Jesus uns mahnt: &#8222;Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, k\u00f6nnt ihr nicht in das Himmelreich kommen&#8220; (Mt 18,3).<\/p>\n<p>Anne-Gabrielle Caron wird als erstes Kind des Marineoffiziers Alexandre und seiner Frau Marie-Dauphine Caron am 29. Januar 2002 in Toulon geboren. Sie w\u00e4chst in einer liebevollen, vom katholischen Glauben gepr\u00e4gten Umgebung auf.<\/p>\n<p>Mit nicht einmal drei Jahren kristallisiert sich bei Anne-Gabrielle eine starke Aufmerksamkeit f\u00fcr das Leid anderer Personen oder religi\u00f6ser Darstellungen heraus. Beispielsweise sagte sie mitf\u00fchlend, als sie das Kreuz betrachtet: &#8222;Jesus. Er ist verletzt. Ich werde ihn tr\u00f6sten.&#8220; Den Eltern f\u00e4llt auch auf, dass ihr das Wohlergehen anderer immer wichtiger als das eigene. Sie entwickelt ein erstaunliches Verantwortungsbewusstsein und Opferbereitschaft!<\/p>\n<p>Ab Januar 2006 fragt sie ihre Eltern \u00f6fters, ob sie bald sterben werde. Sie begr\u00fcndet ihre Nachfrage damit, dass sie &#8222;den guten Jesus wirklich sehen&#8220; wolle. Da sie immer wieder Schmerzen in den F\u00fc\u00dfen hatte, wird schlie\u00dflich 2009 ein sehr virulenter Knochenkrebs festgestellt. Anne-Gabrielle beschwert sich nicht \u00fcber die Leiden und zeigt sich zufrieden oft mit den Worten: &#8222;Ich bin gl\u00fccklich. Ich habe meinen Vater und meine Mutter: Ich bin gl\u00fccklich. Ich brauche nichts.&#8220;<\/p>\n<p>Bei Anne-Gabrielle sind sich alle, die sie kannten, einig: Ihr Zeichen war ihr L\u00e4cheln. Sie selbst sagte: &#8222;Oft wei\u00df ich nicht, was ich sagen soll, also l\u00e4chle ich.&#8220; Nicht nur, wenn alles gut f\u00fcr sie lief, sondern auch inmitten der Leiden, die sie erfahren hat. Eine Krankenschwester sagte: &#8222;Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so l\u00e4cheln konnte und so viel l\u00e4chelte, vor allem hier im Krankenhaus.&#8220;<\/p>\n<p>Anne-Gabrielle sagte: &#8222;Manchmal sage ich mir, dass der liebe Gott mir viel auferlegt: \u00dcbelkeit, Chemotherapie, Geschmacksst\u00f6rungen, Schmerzen. Ich w\u00fcrde gerne wissen, warum er mich ausgew\u00e4hlt hat und nicht jemand anderen. Das ist doch sehr viel. Aber ich bin bereit, es anzunehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Dieses Opfer ihrer ganzen Person erreichte seinen H\u00f6hepunkt an dem Tag, als sie ihrer Mutter dieses Geheimnis anvertraute, das ganz die Gesinnung Jesu spiegelt: &#8222;Mama, du wirst mich f\u00fcr sehr leichtsinnig halten \u2026 Ich habe den lieben Gott gebeten, mir alle Leiden der Kinder im Krankenhaus zu geben \u2026&#8220; \u2013 &#8222;Aber glaubst du nicht, dass du schon genug leidest?&#8220; \u2013 &#8222;Oh doch, Mama, aber ich leide so sehr, dass ich mir w\u00fcnsche, sie (die anderen Kinder) m\u00fcssten nicht leiden\u2026&#8220;. Auch ihr Vertrauen in Maria ist bewegend.<\/p>\n<p>Eines Abends, bevor sie einschlief, \u00fcberkam sie die Angst vor dem Tod. Ihre Mutter schlug ihr vor, sich an die Jungfrau Maria zu wenden: &#8222;Wenn du der Heiligen Jungfrau sagst, dass sie sich darum k\u00fcmmern soll, wird es sicher gut gehen.&#8220; Allein bei dem Gedanken, sich Maria anzuvertrauen, gewinnt Anne-Gabrielle ihr Vertrauen zur\u00fcck und beruhigt sich: Sie l\u00e4chelt und schl\u00e4ft schnell ein. Sie leidet noch viel und stirbt v\u00f6llig gottergeben am Freitag, den 23. Juli 2010.<\/p>\n<h3>Man versp\u00fcrt den Wunsch, heilig zu sein<\/h3>\n<p>Das Beispiel von Anne-Gabrielle Caron ist nicht in Vergessenheit geraten. Seit ihrem Tod erreichen viele Zeugnisse von Gnadenerweisen auf die F\u00fcrsprache der kleinen Anne\u001eGabrielle hin die Familie und den Ortsbischof. Seit 2018 wurden Dokumente und Zeugnisse \u00fcber sie f\u00fcr ihre Seligsprechung gesammelt.<br \/>\nJener Priester, der sie bis zu ihrem Tod begleitet und sie gut kannte, bezeugt zum Beispiel, was Anne-Gabrielle in ihm bewirkt hat:<\/p>\n<p>&#8222;In meinem Amt, in meinem Leben als Priester fehlte es mir an Innerlichkeit. Ich war gefangen vom Schein, vom \u00c4u\u00dferen. Ich trug das Leiden eines verschlossenen Herzens in mir, das Leiden eines Herzens, das nicht vor Liebe zu Jesus brannte. Aber wenn ich Anne-Gabrielle besuchte, offenbarte sie mir, wer ich war. In ihrer Gegenwart wurde ich zu dem, der ich war. Mit Anne-Gabrielle spielte ich nicht den Priester, sondern ich war Priester. Anne-Gabrielle zu begegnen war f\u00fcr mich eine Befreiung, eine Heilung, eine Bekehrung.&#8220; In weiteren Zeugnissen hei\u00dft es: &#8222;Wenn man neben Anne-Gabrielle steht, m\u00f6chte man Jesus lieben.&#8220; &#8222;Wenn man Anne-Gabrielle sieht, versp\u00fcrt man den unwiderstehlichen Wunsch, heilig zu sein.&#8220;<\/p>\n<p>Man kann nicht besser beschreiben, wie ansteckend und strahlend die Heiligkeit von Anne-Gabrielle ist. Eine Ausstrahlung, die sie selber nie gesucht hatte. Es gen\u00fcgte ihr, sie selbst zu sein, ganz transparent zu sein, Gott in ihrem Leben wirken zu lassen, um nicht nur Priester und Erwachsene, sondern vor allem Kinder, die sie so sehr liebte, anzuziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als der hl. Papst Pius X. im Jahre 1910 die fr\u00fche Erstkommunion einf\u00fchrte, hat er die prophetischen Worte ausgesprochen: &#8222;Es <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=7119\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-22 03:20:01","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7119"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7119"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7119\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7288,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7119\/revisions\/7288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}