{"id":700,"date":"2008-11-01T02:46:23","date_gmt":"2008-11-01T00:46:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=700"},"modified":"2026-05-01T21:07:52","modified_gmt":"2026-05-01T20:07:52","slug":"selig-sind-die-die-der-herr-wach-findet-wenn-er-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=700","title":{"rendered":"Selig sind die, die der Herr wach findet, wenn er kommt"},"content":{"rendered":"<p>Das Ende des Kirchenjahres und der Advent erinnern uns an die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit. Diese Weltzeit und unsere Lebenszeit sind f\u00fcr uns geistliche gesehen wie eine Nacht, in der wir vielen Gefahren ausgesetzt sind: Wir sind in Gefahr, dass unser Denken sich verfinstert und verwirrt wird. Viele Menschen leben auch im Schlaf der Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber Gott, sie sehen nur dieses Leben und diese Welt, so als ob es Gott und das ewige Leben nicht g\u00e4be.<\/p>\n<p>Jesus hat gesagt, dass er kommen werde zu einer Stunde, in der wir es nicht erwarten. Wie schnell diese Stunde kommen kann, ist vielleicht vielen wieder durch den pl\u00f6tzlichen Tod von J\u00f6rg Haider bewusst geworden. Von einem Moment zum anderen kann man pl\u00f6tzlich vor dem Richterstuhl Gottes stehen.<\/p>\n<p>Darum mahnt uns Jesus eindringlich zur Wachsamkeit. \u201eWachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt.\u201c<\/p>\n<p>Wie aber sollen wir diese Wachsamkeit verstehen? Ich m\u00f6chte dies an einem Beispiel erl\u00e4utern: Ich war einmal bei einer jungen Familie zum Taufgespr\u00e4ch. Die Eltern, Taufpaten und Freunde waren da. Ihre gr\u00f6\u00dfte Freude war das erste Kind, das ihnen nun geschenkt war. W\u00e4hrend wir uns unterhielten, schlief das Kind im Nebenraum. Wir waren eifrig ins Gespr\u00e4ch vertieft, die Mutter des Kindes erz\u00e4hlte etwas, da unterbrach sie pl\u00f6tzlich ihre Rede, entschuldigt sich und sagte sie m\u00fcsse zum Kind. Wir wunderten uns zuerst, aber dann war es sofort klar. Uns war nichts aufgefallen, aber sie hatte das Kind weinen geh\u00f6rt. Und warum? Weil ihr Herz, ihre Liebe, ihre innere Aufmerksamkeit trotz aller \u00e4u\u00dferen Ablenkung immer ganz bei ihrem Kind war. Genau diese Haltung ist die Wachsamkeit.<\/p>\n<p>Wachsam sein im Sinne des Herrn hei\u00dft, ein zartes, empfindsames Herz f\u00fcr die Anrufe Gottes zu haben. Wir k\u00f6nne seine Stimme h\u00f6ren in den Aufgaben und Begegnungen eines jeden Tages, vor allem in den Mitmenschen, die unsere Aufmerksamkeit Liebe und Zuneigung brauchen. Und wie diese Mutter voll Eifer und Liebe war, um die W\u00fcnsche ihres Kindes zu erf\u00fcllen, so ist der wachsame Christ bestrebt, auf den Willen Gottes zu h\u00f6ren und ihn zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Jesus hat im Zusammenhang  mit der Wachsamkeit vom klugen und treuen Knecht gesprochen, der den Seinen zur rechte Zeit das gibt, was sie brauchen. Jene, die die barmherzige, t\u00e4tige Liebe \u00fcben gegen ihre Mitmenschen, die werden sich \u00fcber das Kommen des Herrn freuen.<\/p>\n<p>Und andererseits spricht Jesus von dem Knecht, der seine Mitmenschen misshandelt, sie schl\u00e4gt und nur \u201eTrinkern Gelage h\u00e4lt\u201c d.h. nur das Vergn\u00fcgen im Kopf hat. F\u00fcr jene wird das Kommen des Herrn ein \u201eb\u00f6ses Erwachen\u201c sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ende des Kirchenjahres und der Advent erinnern uns an die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit. 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