{"id":6946,"date":"2025-03-28T15:27:21","date_gmt":"2025-03-28T14:27:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6946"},"modified":"2026-05-02T14:37:14","modified_gmt":"2026-05-02T13:37:14","slug":"der-mensch-lebt-nicht-vom-brot-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6946","title":{"rendered":"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. Fastensonntag (C) h\u00f6ren wir im Evangelium von den Versuchungen Jesu in der W\u00fcste. Jesus hat die grundlegenden Versuchungen durch den Teufel, denen auch wir ausgesetzt sind, souver\u00e4n zur\u00fcckgewiesen. Betrachten wir sie n\u00e4her.<\/p>\n<p>1. Jesus wird versucht, ein Messias zu sein, der die Welt wieder zu einem Paradies macht, indem er Steine zu Brot verwandelt. Dazu ist er nicht gekommnen. Er sagt vielmehr: &#8222;Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.&#8220; &#8222;Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben werden.&#8220; Wie erfolgreich es dem Teufel gelungen ist, die Menschen durch diese Versuchung zu Fall zu bringen, sehen wir an unserer Zeit. Das Streben nach Wohlstand und irdischen G\u00fctern hat die Menschen von Gott entfernt. Sie haben alles, was das Herz begehrt. Sie brauchen Gott nicht mehr.<\/p>\n<p>2. In der zweiten Versuchung, mit der der Teufel an Jesus herantritt, geht es um die Macht in dieser Welt. Gott hat in die Sch\u00f6pfung seine Ordnung gelegt. Es gibt eine rechtm\u00e4\u00dfige Autorit\u00e4t, die von Gott kommt. Aber durch den S\u00fcndenfall ist der Mensch im Kleinen und im Gro\u00dfen immer dazu versucht, diese Macht zu missbrauchen. Die Folgen sind immer schweres Unrecht, Unterdr\u00fcckung, Versklavung und Angst. Jesus hat aber geoffenbart, wozu dem Menschen Macht und Autorit\u00e4t gegeben ist. Er ist als der wahre Herr in diese Welt gekommen, nicht um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben f\u00fcr viele. Und das Gleiche fordert er auch von seinen J\u00fcngern: &#8222;Wer bei euch gro\u00df sein will, der soll euer Diener sein.&#8220; In Liebe dienen, das kann aber nur jener Mensch, der seine Knie vor Gott beugt, ihn allein anbetet und ihn liebt.<\/p>\n<p>3. In der dritten Versuchung fordert der Teufel Jesus auf, sich von der Zinne des Tempels herabzust\u00fcrzen, weil ihn die Engel tragen werden. Jesus weist die Versuchung zur\u00fcck mit den Worten: &#8222;Du sollst den Herrn, deinen Gott nicht auf die Probe stellen.&#8220; Das hei\u00dft, wir d\u00fcrfen die Gebote und Gesetze, die Gott in unsere menschliche Natur geschrieben hat, nicht einfach mutwillig \u00fcbertreten in der Meinung, es wird nichts passieren, Gott straft nicht, er ist die Liebe. Genau mit dieser Versuchung tritt der Teufel auch an jeden Menschen heran. Seine T\u00e4uschung und Verf\u00fchrung besteht darin, den Menschen einzureden, dass die S\u00fcnde keine schlimmen Folgen hat. &#8222;Ihr werdet nicht sterben&#8220;, so hat er schon Eva belogen. Jesus aber sagt uns in der Bergpredigt, dass wir uns sehr wohl mit aller Kraft die Gebote und Gesetze Gottes halten m\u00fcssen, damit wir nicht dem Feuer der H\u00f6lle verfallen.<\/p>\n<p>Mit der Versuchung in der W\u00fcste hat Jesus uns gezeigt, dass unser christliches Leben nicht ein gem\u00fctlicher Spaziergang ist, sondern dass es mit einem geistlichen Kampf zu tun hat. Nur mit seinem Geist und mit seiner Kraft k\u00f6nnen wir alle Pr\u00fcfungen bestehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. Fastensonntag (C) h\u00f6ren wir im Evangelium von den Versuchungen Jesu in der W\u00fcste. 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