{"id":6852,"date":"2024-11-21T23:05:48","date_gmt":"2024-11-21T22:05:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6852"},"modified":"2024-11-21T23:34:12","modified_gmt":"2024-11-21T22:34:12","slug":"aufgenommen-in-die-arme-mariens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6852","title":{"rendered":"Aufgenommen in die Arme Mariens"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/maria-v-berge-karmel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5389\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/maria-v-berge-karmel-273x350.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/maria-v-berge-karmel-273x350.jpg 273w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/maria-v-berge-karmel.jpg 292w\" sizes=\"(max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a>Svetlana Alliluyeva (1926-2011) war die Tochter des kommunistischen Diktators Josef Stalin (1878-1953). Sie trat nach einem sehr bewegten Leben, das sie in drei B\u00e4nden beschreibt, 1982 in die katholische Kirche ein. Sie schrieb: &#8222;Ich wurde in die Arme der seligen Jungfrau Maria aufgenommen. &#8230; Wer k\u00f6nnte mein F\u00fcrsprecher sein au\u00dfer der Mutter Jesu? Pl\u00f6tzlich zog sie mich an sich.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der nie \u00fcber Gott gesprochen wurde. Aber als ich erwachsen wurde, stellte ich fest, dass es unm\u00f6glich ist, ohne Gott im Herzen zu leben.&#8220; Josef Stalin selbst wuchs in der orthodoxen Kirche auf. Seine Eltern wollten eigentlich, dass er Priester wird. Aber unter dem Einfluss der kommunistischen Ideologie lehnte er das Christentum schlie\u00dflich ganz ab. W\u00e4hrend er an der Macht war, tat Stalin alles, um das Christentum auszurotten. Bei den S\u00e4uberungen von 1937 und 1938 wurden z.B. an die 170.000 russisch-orthodoxe Geistliche verhaftet und meist erschossen.<\/p>\n<p>Die Mutter von Svetlana, die zweite Frau Stalins, war \u00fcberzeugte Kommunistin. Von ihr hat Svetlana wenig Liebe erfahren. Als Svetlana sechs Jahre alt war, nahm sich ihre Mutter das Leben. Ihr Vater verehrte Svetlana sehr. Er war verspielt und liebevoll mit ihr solange sie ein Kind war. Und Svetlana erwiderte diese Liebe. Sie schaute zu ihrem Vater als einem weisen Helden auf.<\/p>\n<p>Die Zweifel an ihrem Vater begannen, als sie bemerkte, dass nach dem Tod ihrer Mutter sogar die Verwandten ihrer Mutter verschwanden. Als sie mit 16 Jahren ihren ersten Freund nach Hause brachte, wurde er von ihrem Vater als Spion in den Gulag verbannt. So kam es zu einem Bruch in der Beziehung zu ihrem Vater. Als sie ihm als junge Frau mitteilte, dass sie heiraten wolle, sagte er: &#8222;Zum Teufel mit dir. Mach, was du willst.&#8220; Er wollte seinen Schwiegersohn nicht einmal sehen. Im M\u00e4rz 1953 starb Stalin. &#8222;Mein Vater starb einen schwierigen und schrecklichen Tod.&#8220; Svetlana war tagelang an seinem Bett.<br \/>\nIn ihrem weiteren Leben hat sie mehrmals geheiratet. Aber ihre Ehen scheiterten meist nach zwei, drei Jahren.<\/p>\n<p>Auf ihrer Suche nach Gott empfing sie 1962 heimlich in der orthodoxen Kirche die Taufe. &#8222;Das Sakrament der Taufe besteht darin, das B\u00f6se, die L\u00fcge, abzulehnen. &#8230; Ich glaubte, dass der Geist der Wahrheit st\u00e4rker war als die materiellen Werte. Und als all dies in mein Herz eingedrungen war, verschwanden die Fetzen des Marxismus-Leninismus, die mir seit meiner Kindheit beigebracht worden waren, wie Rauch.&#8220;<\/p>\n<p>1966 gelang es ihr, aus der UdSSR auszureisen und in den USA Asyl zu erhalten. Mit ihren B\u00fcchern und Vortr\u00e4gen erlangte sie als Tochter Stalins eine gewisse Ber\u00fchmtheit. Aber in ihrem pers\u00f6nlichen Leben fand sie keine Erf\u00fcllung. In den USA lernte sie Pater Giovanni Garbolino kennen, der fr\u00fcher in Russland als Missionar gewirkt hatte. Durch ihn wurde sie tiefer in den katholischen Glauben eingef\u00fchrt und sie konvertierte am 13. Dez. 1982 zur katholische Kirche.<\/p>\n<p>Swetlana schrieb \u00fcber ihre Bekehrung: &#8222;Erst jetzt verstehe ich die wunderbaren Gnaden, die die Sakramente der Bu\u00dfe und der Heiligen Eucharistie bewirken. Fr\u00fcher war ich nicht bereit zu vergeben und zu bereuen, und ich war nie in der Lage, meine Feinde zu lieben. Aber seit ich jeden Tag zur hl. Messe gehe, f\u00fchle ich mich ganz anders als fr\u00fcher. \u2026 Die Eucharistie hat mir Leben gegeben.&#8220; Am Ende starb sie nicht im Zorn auf die Welt, wie es ihr Vater getan hatte, sondern 2011 starb sie friedlich in einem Pflegeheim in Wisconsin mit 85 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Svetlana Alliluyeva (1926-2011) war die Tochter des kommunistischen Diktators Josef Stalin (1878-1953). 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