{"id":6655,"date":"2024-01-30T22:19:33","date_gmt":"2024-01-30T21:19:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6655"},"modified":"2024-02-01T22:32:41","modified_gmt":"2024-02-01T21:32:41","slug":"dann-hast-du-auch-mein-kind-getauft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6655","title":{"rendered":"Dann hast du auch mein Kind getauft!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Jesus-leiden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2280\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Jesus-leiden.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Jesus-leiden.jpg 300w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Jesus-leiden-250x227.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die katholische Autorin Magdalena Veletta erz\u00e4hlt \u00fcber eine besondere Erfahrung nach ihrer Bekehrung:<\/p>\n<p>&#8222;Nach meiner &#8218;Umkehr&#8216; vom &#8218;breiten&#8216; auf den &#8217;schmalen Weg&#8216; (Mt 7,13-14) kniete ich oft auf h\u00f6lzernen Knieb\u00e4nken in unseren Kirchen. Meine Knie bildeten, als Reaktion darauf, eine dicke Hornhaut. Das war Ende der 1980er-Jahre.<\/p>\n<p>Von einem Schriftenstand in einer der Kirchen nahm ich, anfangs der 1990er-Jahre, einen Flyer mit nach Hause. Darauf stand u.a.: Wehrlose Kinder werden gemordet, bevor sie noch geboren werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferordentliche Situationen verlangen au\u00dferordentliche Mittel. In \u00e4u\u00dfersten F\u00e4llen m\u00fcssen auch \u00e4u\u00dferste Mittel genutzt werden. Im Hinblick auf das heutige, noch nie dagewesene Ausma\u00df an Abtreibungen ist es glaubhaft, dass der Herr die stellvertretende Begierdetaufe angeregt hat und sie will.<br \/>\nDogmatisch gesehen, liegt sie im Bereich der M\u00f6glichkeit, so dass sie nicht gegen die Lehre der Kirche verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Die stellvertretende Begierdetaufe als F\u00fcrbittgebet kann mit der symbolischen Tat des Weihwasserspendens und dem Aussprechen der Taufformel verbunden werden.<\/p>\n<p>Unter dem Begriff der Begierdetaufe versteht man im katholischen Glauben die \u00dcberzeugung, dass die sakramentale Wirkung der Taufe auch denen zuteil wird, die sie aus bestimmten \u00e4u\u00dferen Gr\u00fcnden nicht empfangen k\u00f6nnen, diesen Empfang aber w\u00fcnschen (Begierde). Ich dachte mir, dass dies niemandem schaden k\u00f6nne, aber von gro\u00dfem Nutzen w\u00e4re, wenn diese Taufe von Gott, unserem Vater, f\u00fcr diese unschuldigen Kinder gew\u00fcnscht und angenommen w\u00fcrde. So begann ich damit, jeden Abend die abgetriebenen Kinder des Tages zu &#8218;taufen&#8216;.<\/p>\n<p>Diese sogenannte Begierdetaufe gestaltete ich mit Gebeten, Weihwassersprengung und mit den Worten:<\/p>\n<p>&#8218;Herr und Gott! Du gibst uns in dieser Zeit so viele Beweise deiner Liebe, dass ich dich jeden Abend bitten m\u00f6chte, dass alle Kinder zu deiner beseligenden Anschauung kommen d\u00fcrfen, die heute Nacht und Morgen bis zur selben Abendstunde sterben werden. Nimm dieses stellvertretende Glaubensbekenntnis und Vaterunser in Gnaden an. Und so taufe ich dich, Johannes, und alle Kinder deiner Art, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. F\u00fcr M\u00e4dchen w\u00e4hlte ich den Namen Maria. Das machte ich jeden Abend, gut ein Jahr lang.<\/p>\n<p>Im Jahr 2002 verunfallte einer meiner besten Freunde t\u00f6dlich. Beim anschlie\u00dfenden Essen an dem Beerdigungsgottesdienst, sa\u00df mir eine junge Nonne aus Italien gegen\u00fcber. Sie war jung und sehr sch\u00f6n. Wir erz\u00e4hlten uns, was wir mit dem Verstorbenen erlebt hatten.<br \/>\nIm Verlauf unseres Gespr\u00e4chs fragte ich sie auch nach ihrer eigenen Geschichte, und sie erz\u00e4hlte sie mir.<\/p>\n<p>Sie war, anfangs der 1990er-Jahre, als aufgehender Star im Modebusiness t\u00e4tig und ausschlie\u00dflich mit sich selbst besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Dann wurde sie schwanger, konnte sich aber ein Leben mit einem Kind nicht vorstellen und so kam es, dass sie ihr Kind abtreiben lie\u00df. Die Folge davon waren Depressionen, Verzweiflung und Schmerz, eine Reaktion, die wir als Post-Abortion-Syndrom kennen.<\/p>\n<p>Sie schrie n\u00e4chtelang nach ihrem Kind, bis Gott ihr Antwort gab. Sie entschloss sich f\u00fcr ein Leben der Bu\u00dfe und trat in ein Kloster ein.<br \/>\nDa sagte ich ihr, dass ich ein Jahr lang alle abgetriebenen Kinder &#8218;getauft&#8216;, ihnen Namen gegeben, sie gesegnet und f\u00fcr sie gebetet h\u00e4tte. Ihre Augen blitzten auf, als sie mich fragte, wann ich das getan h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Gemeinsam stellten wir fest, dass sie im gleichen Jahr, in dem ich abgetriebene Kinder &#8218;taufte&#8216;, ihr Kind abtreiben lie\u00df. &#8218;Dann hast du auch mein Kind getauft!&#8216; sagte sie und legte ihre Hand auf die meine. Beide hatten wir Tr\u00e4nen in den Augen und priesen wortlos unseren gro\u00dfen Gott.<\/p>\n<p>Ich sagte ihr noch: &#8218;Wenn es ein Junge war, w\u00fcrde er Johannes hei\u00dfen. Ein M\u00e4dchen w\u00fcrde den Namen Maria tragen.&#8216; F\u00fcr die Nonne war es, wie sie mir sagte, ein Zeichen des Himmels und eine gro\u00dfe Tr\u00f6stung und Erleichterung.<\/p>\n<p>Bei unserer Verabschiedung umarmten wir uns lange.&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: https:\/\/gloria.tv\/post\/dpJGukX1cnmE1HTaK2vgbgZLt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die katholische Autorin Magdalena Veletta erz\u00e4hlt \u00fcber eine besondere Erfahrung nach ihrer Bekehrung: &#8222;Nach meiner &#8218;Umkehr&#8216; vom &#8218;breiten&#8216; auf den <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6655\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-21 14:53:57","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6655"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6655"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6655\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6656,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6655\/revisions\/6656"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}