{"id":6519,"date":"2023-05-14T21:09:48","date_gmt":"2023-05-14T20:09:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6519"},"modified":"2023-05-14T21:10:17","modified_gmt":"2023-05-14T20:10:17","slug":"ploetzlich-war-alles-infrage-gestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6519","title":{"rendered":"Pl\u00f6tzlich war alles infrage gestellt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Markus-R.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-6520\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Markus-R.jpg\" alt=\"\" width=\"122\" height=\"150\" \/><\/a>Markus Riccabona (Jg. 1965) aus Wien, seit 1999 verheiratet, wurde 2009 zum st\u00e4ndigen Diakon geweiht. Er ist in der Pfarrseelsorge t\u00e4tig und h\u00e4lt unter anderem auch Vortr\u00e4ge, um die Menschen \u00fcber die Gefahren von Esoterik und New-Age aufzukl\u00e4ren. Er war bis zu seiner Bekehrung \u00fcber 15 Jahre lang selbst als &#8218;Lehrer&#8216; in der New Age-Szene t\u00e4tig. Er berichtet dar\u00fcber, wie er zur F\u00fclle des katholischen Glaubens gefunden hat:<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin in eine Familie hineingeboren worden, in der bereits seit meiner Urgro\u00dfmutter an esoterische Lehren geglaubt wurde. Wiedergeburt, aufgestiegene Meister, Channelling und Co. waren f\u00fcr mich von Kindesbeinen an selbstverst\u00e4ndlich. \u2026 Ebenso selbstverst\u00e4ndlich wurde ich jedoch auch getauft, ging zur Erstkommunion und erhielt die Firmung. Denn in das synkretistische Weltbild der Esoterik ist vieles integrierbar. Jesus ja, aber er ist nur einer von vielen <i>&#8218;Meistern&#8216;<\/i>, die in eine h\u00f6here Dimension, in einen h\u00f6heren Bewusstseinszustand aufgestiegen sind. Er wird jedoch nicht als der eingeborene Sohn Gottes, nicht als pers\u00f6nlicher Heiland, Retter und Erl\u00f6ser gesehen. \u2026 Die von der Esoterik propagierte Selbstverg\u00f6ttlichung des Menschen wirft ihn aber letztlich auf ihn selbst zur\u00fcck. \u2026 Die gepriesene M\u00f6glichkeit der Selbsterl\u00f6sung durch Erkenntnis wird zur furchtbaren Verdammung, ohne Gnade und g\u00f6ttliches Erbarmen alles aus eigener Kraft vollbringen zu m\u00fcssen. Bis zur letzten Konsequenz. Das f\u00fchrt oft zu qu\u00e4lenden seelischen Bedr\u00e4ngnissen bis zu ernsten psychischen Erkrankungen. &#8230;<\/p>\n<p>Der Wendepunkt kam f\u00fcr mich bei einer so genannten Visionssuche, einer gef\u00fchrten Auszeit in der Wildnis \u2013 alleine, ohne Schutz (Zelt) und ohne Nahrung vier Tage und vier N\u00e4chte in der Gebirgsw\u00fcste des Hoch-Sinai. In einer durch einen brennenden Dornbusch (!) geschw\u00e4rzten Steinformation fand ich einen vertrockneten Granatapfel \u2013 durchbohrt von einem Dorn. Spontan assoziierte ich damit das durchbohrte Herz Jesu Christi. Ich war ersch\u00fcttert. Als ich in der Feed\u00adbackrunde den anderen Teilnehmern und den Leitern meinen Fund pr\u00e4sentierte, meinten diese, dass Granatapfel und Dorn eindeutig Symbole f\u00fcr die Genitalien von Mann und Frau seien. Ich konnte diesen Unsinn nicht fassen. Doch damit begann meine Umkehr. Nach einer Nacht mit Sandsturm und einer weiteren mit Schneesturm sah ich in der letzten Nacht der Auszeit, der so genannten Visionsnacht, vom Hoch-Sinai auf mein gesamtes bisheriges &#8218;Esoterikleben&#8216; &#8211; und da war nur noch ein gro\u00dfes Fragezeichen: &#8218;Was mache ich da \u00fcberhaupt?&#8216; Mit einem Mal waren alle scheinbaren Sicherheiten, das ganze Weltbild, auf dem mein bisheriges Leben beruht hatte, infrage gestellt. Doch es war noch ein weiter Weg.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter wurde ich auf einer Mexiko-Reise von der Vorsehung zu einer Erweckungs-Veranstaltung einer evangelikalen Gruppe gef\u00fchrt. Dort durfte ich &#8211; durch reine Gnade &#8211; Jesus Christus als den Sohn Gottes, als meinen Heiland und Retter, der mich durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz erl\u00f6st hat, erkennen. Ich schaute auf den, den ich durch meine S\u00fcnden durchbohrt hatte. Ich schaute auf den lebendigen Granatapfel, das f\u00fcr mich ge\u00f6ffnete Herz Jesu. Trotz dieses Bekehrungserlebnisses war f\u00fcr mich sofort klar, dass die Evangelikalen nicht die Endstation meiner Reise waren.&#8220;<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Wien, zog ihn eine gro\u00dfe innere Sehnsucht nach der Eucharistie zu den Sonntagsmessen. Und die erste Beichte seit seiner Firmung war der wichtigste Schritt und ein Schl\u00fcsselerlebnis. &#8222;Jetzt bin ich zu Hause angekommen. Ich bin da. Endlich, endlich konnte ich diese riesige Last, die ich in all den Jahren mit mir schleppte, die immer gr\u00f6\u00dfer und erdr\u00fcckender, ja aussichtslos wurde, auf Ihn werfen.&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: vgl. Vision 2000<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Markus Riccabona (Jg. 1965) aus Wien, seit 1999 verheiratet, wurde 2009 zum st\u00e4ndigen Diakon geweiht. 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