{"id":6409,"date":"2023-02-05T21:12:20","date_gmt":"2023-02-05T20:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6409"},"modified":"2023-02-05T21:30:48","modified_gmt":"2023-02-05T20:30:48","slug":"lebendige-votivgabe-an-die-gottesmutter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6409","title":{"rendered":"Lebendige Votivgabe an die Gottesmutter"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/st-antonius-eres.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6410\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/st-antonius-eres.jpg\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"137\" \/><\/a>Gott hat mit jedem Menschen seine Pl\u00e4ne. Besonders in der geistlichen Berufung offenbart sich immer wieder die wunderbare F\u00fchrung Gottes.<\/p>\n<p>Schwester Eresta Mayr geh\u00f6rt dem Orden der &#8222;Armen Schulschwestern&#8220; an und wirkte 65 Jahre am Wallfahrtsort Birkenstein (Di\u00f6zese M\u00fcnchen). In einem Interview, das von &#8222;Kirche in Not&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde, erz\u00e4hlt sie \u00fcber ihre Berufung.<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und von klein auf spielten mein religi\u00f6ses Elternhaus, meine tiefgl\u00e4ubige Mutter, das selbstverst\u00e4ndliche Gebet in der Familie und der ebenso selbstverst\u00e4ndliche Kirchenbesuch eine gro\u00dfe Rolle.&#8220; &#8222;Dass ich Schwester werden wollte, war einfach in mir drin.\u00a0 Schon in der Volksschule, in der siebten oder achten Klasse, wusste ich, dass das mein Weg war. Etwas anderes kam mir nie in den Sinn, obwohl ich vom Ordensleben \u00fcberhaupt keine Vorstellung hatte und keine Ordensfrauen kannte.&#8220;<\/p>\n<p>Als sie ihrer Mutter offenbarte, dass sie Ordensschwester werden wollte, da sagte diese: &#8222;Na, dann gehen wir nach Birkenstein!&#8220; So ist sie bei den armen Schulschwestern eingetreten, und es war f\u00fcr sie genau das Richtige, und sie ist damit gl\u00fccklich geworden.<\/p>\n<p>Welche Bewandtnis es hatte, dass sie schon von Kindheit an Ordensschwester werden wollte, hat sie erst viel sp\u00e4ter erfahren. Sie erz\u00e4hlt:<\/p>\n<p>&#8222;Bei uns in der Familie kam immer am Ende der Sommerferien die Frage auf: &#8218;Wann gehen wir wieder nach Birkenstein?&#8216; Eine Wallfahrt dorthin geh\u00f6rte einfach dazu; ich habe viele sch\u00f6ne Erinnerungen an diese Wallfahrten. Warum meine Mutter so treu an ihnen festhielt, erfuhr ich erst sp\u00e4ter von ihr. Das ging zur\u00fcck auf ein Ereignis im Jahr 1936: Am Auerberg erkrankten drei M\u00e4nner an Lungenentz\u00fcndung, mein Vater war einer von ihnen. Lungenentz\u00fcndung war damals noch eine t\u00f6dliche Krankheit. Die anderen beiden M\u00e4nner starben, auch mein Vater lag im Sterben. Seit 1932 war er mit meiner Mutter verheiratet, drei Kinder waren schon da, und mich trug die Mutter unterm Herzen. Meine Eltern hatten ein Haus gebaut, und es war noch lange nicht abbezahlt. Die Tilgung des Darlehens dauerte noch zehn Jahre. So war die Lage meiner Mutter: Sie hatte drei kleine Kinder, war schwanger, hatte Schulden und einen sterbenden Mann! Versicherungen und soziale Leistungen gab es damals noch nicht. Da machte sich meine Mutter auf den Weg und ging &#8218;mit mir&#8216; nach Birkenstein zur Gottesmutter.\u00a0 So oft hat sie schon geholfen, warum nicht auch jetzt? Und tats\u00e4chlich: Mein Vater wurde gesund! Erst im Alter von 90 Jahren starb er vor einiger Zeit. Was meine Mutter damals mit der Gottesmutter ausgehandelt hat, erfuhr ich erst viel sp\u00e4ter. Erst nachdem ich schon lange im Kloster war, wurde mir ihre damalige Situation bewusst und ich fragte meine Mutter: &#8218;Was hast du damals eigentlich der Gottesmutter versprochen?&#8216; Da l\u00e4chelte sie und sagte: &#8218;Schau dich an, dann wei\u00dft du es!&#8216; Sie hatte also das Kostbarste, das sie besa\u00df &#8211; das Kind unter ihrem Herzen -, der Gottesmutter geschenkt!<\/p>\n<p>Die Gottesmutter wird sich diesen Winzling angeschaut haben: Sie ist nichts, hat nichts, kann nichts! Nachdem ich aber nun ihr Eigentum war, und sie ja wusste, dass ich einmal ihre Mesnerin sein werde, hat sie alles in dieses kleine Nichts hineingelegt, was es einmal braucht. Und so hat sie mich reich mit Gaben beschenkt; alles f\u00e4llt mir leicht, meine Arbeit verrichte ich gerne, alles macht mir Freude. So darf ich hier als &#8218;lebendige Votivgabe&#8216; der Gottesmutter dienen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott hat mit jedem Menschen seine Pl\u00e4ne. 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