{"id":6296,"date":"2022-10-01T22:04:35","date_gmt":"2022-10-01T21:04:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6296"},"modified":"2022-10-01T22:04:35","modified_gmt":"2022-10-01T21:04:35","slug":"komm-setz-dich-zu-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6296","title":{"rendered":"Komm, setz dich zu uns"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ronda.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6297\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/ronda.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"258\" \/><\/a>Ronda Chervin ist emertierte Professorin f\u00fcr katholische Philosophie und Theologie, sie hat viele geistliche B\u00fccher verfasst und ist heute Witwe, Mutter und Gro\u00dfmutter. Im R\u00fcckblick auf ihr Leben kann sie immer nur staunen \u00fcber die Wunder, durch die Gott sie in die katholische Kirche gef\u00fchrt hat. Sie schreibt:<\/p>\n<p>&#8222;Wenn ich zur\u00fcckdenke, stelle ich mir vor, dass meine Zwillingsschwester und ich zu den am meisten entfremdeten kleinen Kindern in New York City geh\u00f6rten. \u2026 Wir waren die 1937 geborenen Kinder unverheirateter Eltern, die sich in der kommunistischen Partei kennen gelernt hatten. \u2026 Sowohl Vater als auch Mutter, obwohl militante Atheisten, hatten einen j\u00fcdischen Hintergrund, aber keiner von beiden war als Jude erzogen worden. \u2026 Meine Gro\u00dfmutter v\u00e4terlicherseits \u2026 war eine tief gl\u00e4ubige Christin. \u2026 Als ich aufwuchs, hatten meine Eltern nichts als Hohn und Spott f\u00fcr meine christliche Gro\u00dfmutter \u00fcbrig. Sie wurde als Beweis daf\u00fcr benutzt, dass nur schwache und dumme Menschen noch an Gott glauben. \u2026 Doch als wir 8 Jahre alt waren, trennten sich unsere Eltern f\u00fcr immer. \u2026<\/p>\n<p>Eines Tages ging ich mit meiner Schwester nach Hause, und eine Gruppe von Jungen im Vorschulalter umkreiste uns. &#8218;Und, was seid ihr? Bist du katholisch?&#8216; &#8218;Nein.&#8216; &#8218;Bist du evangelisch?&#8216; &#8218;Nein.&#8216; &#8218;Bist du Jude?&#8216; &#8218;Nein.&#8216; (Unsere Eltern hatten uns nie gesagt, dass wir j\u00fcdischer Abstammung waren.) &#8218;Was seid ihr dann?&#8216; &#8218;Wir sind Atheisten&#8216;, antworteten wir stolz.&#8220;<\/p>\n<p>Als 12-J\u00e4hrige bekam sie in der Schule einmal eine Aufgabe, in der sich schon ihr philosophisches Talent zeigt: Schreibe eine Seite dar\u00fcber, was du werden willst, wenn du gro\u00df bist. Sie schrieb spontan nieder: &#8222;Wie kann ich wissen, was ich werden will, wenn ich den Sinn des Lebens nicht kenne?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Mein Studium der Philosophie war meine Art, nach der Wahrheit zu suchen. An den s\u00e4kularen Universit\u00e4ten, die ich besuchte, war der Skeptizismus (alles wird infrage gestellt) so sehr in Mode, dass ich mich nach einem Jahr an der Graduiertenschule v\u00f6llig hoffnungslos f\u00fchlte. Wo war die Wahrheit?&#8220;<\/p>\n<p>Durch wunderbare F\u00fcgungen lernte sie den katholischen Philosophen Dietrich von Hildebrand kennen, und auf einer Reise nach Europa, die sie zusammen mit katholischen Professoren und Studenten unternahm, empfing sie viele Gnaden, die ihr Herz f\u00fcr den Glauben an Christus \u00f6ffneten.<\/p>\n<p>&#8222;Das erste Wunder geschah, als ich die Kathedrale von Chartres in Frankreich sah. &#8230;<br \/>\nZweites Wunder: Im Reisebus, w\u00e4hrend ich die Evangelien las, ohne viel zu verstehen, schlief ich ein. Ich hatte einen Traum. Da war ein gro\u00dfer Raum mit Tischen. Jesus und Maria sa\u00dfen mit dem R\u00fccken an der Wand. Maria winkte mir zu und sagte auf Hebr\u00e4isch: &#8218;Komm, setz dich zu uns.&#8216; (Ich kann kein hebr\u00e4isch, aber im Traum konnte ich es.)<br \/>\nDrittes Wunder: Ich bekam den Impuls, auf dem Boden des Hotels zu knien und ein Gebet der Skeptiker zu sprechen, von dem ich dachte, dass mein Professor es mir als Scherz gesagt hatte: &#8218;Gott, wenn es einen Gott gibt, rette meine Seele, wenn ich eine Seele habe.&#8216;<br \/>\nViertes Wunder: Die in vielen Sprachen gesungene Hymne der Pilger auf die Unbefleckte Empf\u00e4ngnis, die in Lourdes bei der Lichterprozession gesungen wurde, ber\u00fchrte mich zutiefst.<br \/>\nF\u00fcnftes Wunder: Die unvollendete Krippe von Da Vinci. Ich sah die Jungfrau Maria an, so einfach, rein und lieblich, und ich weinte. Sie hatte etwas, was ich nie haben w\u00fcrde: Reinheit! Zum ersten Mal betrachtete ich mich als S\u00fcnderin.<br \/>\nSechstes Wunder: Das Antlitz Christi in einem Wandteppich von Raphael wurde lebendig, nicht f\u00fcr die anderen, sondern nur f\u00fcr mich!<br \/>\nSiebtes Wunder: Papst Pius XII. hatte genau denselben Ausdruck in den Augen wie das lebendige Antlitz Jesu auf dem Wandteppich. \u2026<\/p>\n<p>Das ber\u00fchmte Kapitel von C.S. Lewis war ein intellektueller Wendepunkt. Er zeigt, dass es nicht gut ist, sich mit der Entscheidung abzufinden, dass Jesus nur ein wunderbarer Mensch oder ein Prophet war. Wenn ein Mensch behauptet, g\u00f6ttlich zu sein, ist er entweder wirklich Gott, verr\u00fcckt oder ein L\u00fcgner? Da niemand glaubt, dass Jesus verr\u00fcckt oder ein L\u00fcgner war, muss er g\u00f6ttlich gewesen sein. \u2026 Die Lekt\u00fcre der B\u00fccher von Chesterton und Kardinal Newman lie\u00df es unausweichlich erscheinen, katholisch zu werden.<\/p>\n<p>Am 4. Januar 1959, mit 21 Jahren, wurde ich getauft. Es gab keinen Moment in meinem Leben, in dem ich es bereut habe, katholisch zu sein.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ronda Chervin ist emertierte Professorin f\u00fcr katholische Philosophie und Theologie, sie hat viele geistliche B\u00fccher verfasst und ist heute Witwe, <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6296\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 03:45:23","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6296"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6296"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6296\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6298,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6296\/revisions\/6298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}