{"id":6280,"date":"2022-08-01T08:35:46","date_gmt":"2022-08-01T07:35:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6280"},"modified":"2022-10-01T08:41:12","modified_gmt":"2022-10-01T07:41:12","slug":"6280","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6280","title":{"rendered":"Ich habe keine Bessere gefunden als dich"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/mutter-makaria1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6281\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/mutter-makaria1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" \/><\/a>Mutter Makaria (1927 &#8211; 1993) war eine der gro\u00dfen S\u00fchneseelen, die Gott berufen hatte, F\u00fcrsprecherin f\u00fcr Russland zu sein. Sie war behindert, konnte nicht gehen, lag meist elend zusammengekr\u00fcmmt auf ihrem Bett, f\u00fchrte ein Leben in erb\u00e4rmlichsten Verh\u00e4ltnissen. Sie hat dieses Kreuz in gr\u00f6\u00dfter Geduld getragen, unabl\u00e4ssig gebetet und wurde so zur Tr\u00f6sterin tausender Menschen, die rat-, hilfe- und heilungsuchend zu ihr kamen.<\/em><\/p>\n<p>Mutter Makaria (ihr Ordensname) wurde am 13. Juni 1926 im Dorf Karpovo geboren und auf den Namen Feodosia, &#8222;die von Gott Gegebene&#8220; getauft.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dffamilie Artemev, zu der insgesamt 20 Personen geh\u00f6rten, bemerkte, dass es mit diesem Kind etwas Besonderes auf sich hatte. Eine Kerze, die \u00fcber ihrer Wiege war, entz\u00fcndete sich jeweils zu Mittag auf unerkl\u00e4rliche Weise von selbst und brannte bis drei Uhr nachmittags.<\/p>\n<p>Die Kleine begann fr\u00fch zu laufen, doch pl\u00f6tzlich mit eineinhalb Jahren konnte sie ihre Beine nicht mehr strecken. &#8222;Ab meinem dritten Lebensjahr konnte ich keinen Zentimeter mehr gehen und wurde f\u00fcr meine Familie zu einer einzigen Last.&#8220; Kein Arzt konnte ihr helfen und in der Familie k\u00fcmmerte sich kaum jemand um sie. &#8222;Sie hatten kein Mitleid mit mir und gaben mir nichts zu essen, in der Hoffnung, ich w\u00fcrde bald sterben. Ich wurde so schwach, dass ich kaum noch kriechen konnte. Ich wei\u00df nicht, wie ich \u00fcberlebte.&#8220;<\/p>\n<p>Feodosias einziger \u00e4u\u00dferer Trost war es, wenn ihr Vater sie auf den Scho\u00df nahm, w\u00e4hrend er aus der Heiligen Schrift vorlas. So wurde die innere, geistliche Welt, der vertraute Umgang mit Engeln und Heiligen, von dem niemand etwas ahnte, zu ihrer einzigen Freude.<\/p>\n<p>Eines Morgens wachte die achtj\u00e4hrige Feodosia nicht auf. Sie war kalt und leblos. Rasch brachte der Vater sie ins Krankenhaus, wo die \u00c4rzte nach der Untersuchung erkl\u00e4rten: &#8222;Wenn das Kind in 14 Tagen nicht aus dem komaartigen Schlaf erwacht, ist es wirklich tot.&#8220; In dieser Zeit wurde sie aber in den Himmel entr\u00fcckt. &#8222;Mir wurde auch eine riesige durchsichtige, goldene Kirche gezeigt. &#8218;Warum gibt es denn in dieser Kirche keine Ikonen?&#8216;, fragte ich, worauf die Heiligen antworteten: &#8218;Weshalb Ikonen? Wir sind doch hier alle lebendig gegenw\u00e4rtig!&#8216; Die Sch\u00f6nste unter allen war die Gottesmutter. Weinend flehte ich sie an: &#8218;Bitte heile meine Beine oder lass mich hierbleiben.&#8216; Doch die himmlische Zarin erwiderte: &#8218;Du kannst jetzt noch nicht bleiben, denn du wirst auf Erden noch gebraucht. Ich werde dich nie verlassen&#8216;, versprach sie mir.&#8220; Dann beschenkte die Gottesmutter sie mit dem Charisma der Heilung. Zum Schrecken aller kroch sie nach 14 Tagen aus der Totenkammer heraus.<\/p>\n<p>In den Kriegswirren war ihre Familie und viele andere aus dem Dorf gefl\u00fcchtet. Sie blieb allein zur\u00fcck. Und als fremde Leute das Haus der Artemevs \u00fcbernahmen, wurde Feodosia mitleidslos angewiesen: &#8222;Kriech ins Nachbardorf und bitte dort um ein Dach \u00fcber dem Kopf!&#8220; Aber auch in den anderen D\u00f6rfern gab es niemanden, der das verkr\u00fcppelte M\u00e4dchen mit dem zerrissenen Kleid und den blutenden Beinen aufnahm. Sie musste 700 Tage! im Freien verbringen. &#8222;So schleppte ich mich weinend in einen Schuppen und legte mich ins Heu. Im Winter grub ich mir manchmal ein Loch in den Schnee und verkroch mich zum Schlafen wie ein Tier darin. Ich trank schmutziges Wasser, a\u00df eine Handvoll Schnee und Birkenbast oder im Sommer Beeren, Kr\u00e4uter und Feldblumen, da mir nur selten jemand ein St\u00fcck Brot gab. Bei allem betete ich ununterbrochen zu Gott.&#8220; 1943 sagte ihr die Gottesmutter dann: &#8222;Nun hast du lange genug auf der Stra\u00dfe gelebt. Jetzt sollst du ein Zuhause bekommen. Du wirst heute jemanden treffen.&#8220; Tats\u00e4chlich nahm die 72-j\u00e4hrige Nonne Natalia, die von den Kommunisten aus ihrem Kloster vertrieben worden war, das M\u00e4dchen noch am selben Tag in ihr Haus in Tjomkino auf. Bis zum Tod Mutter Natalias hatte Feodosia es \u00fcber 30 Jahre lang gut bei ihr. Ihr Charisma der Heilung und Seelenschau wurde immer mehr bekannt. Mit Autos, per Bus oder Zug kamen Russen, Ukrainer, Tataren und Zigeuner. Metropoliten suchten ebenso Hilfe wie einfache Gl\u00e4ubige, Juden, Atheisten und selbst Besessene.<\/p>\n<p>Einmal fragte Makaria die Gottesmutter, die ihr oft erschien: &#8222;Mutter, warum hast du dir einen Kr\u00fcppel wie mich ausgesucht?&#8220; Da antwortete diese: &#8222;Ich habe mich \u00fcberall umgesehen und keine Bessere gefunden als dich. Du bist die Auserw\u00e4hlte.&#8220; \u2011 &#8222;Ach, was f\u00fcr eine Auserw\u00e4hlte k\u00f6nnte ich schon sein? Mein Lebtag verbringe ich im Bett!&#8220; \u2011 &#8222;Ja, du bist meine Vollkommene.&#8220; \u2011 &#8222;Was du mit vollkommen meinst, verstehe ich nicht&#8220;, erwiderte Makaria, w\u00e4hrend sie sich ehrf\u00fcrchtig vor der Gottesmutter verneigte, &#8222;aber die Leiden nehme ich gerne an. Leiden, das kann ich.&#8220; Ein geistiger Sohn sagte: &#8222;Sie umfing mit ihren Leiden ganz Russland&#8220;, und Makaria vertraute diesem geistigen Sohn an: &#8222;Gott hat eine so nutzlose Person wie mich zum Leiden erschaffen. Man darf Ihn nicht beleidigen. Ich habe au\u00dfer Ihm und meinem Bett nichts anderes gekannt. Noch lange werde ich hier liegen, Ihn anschauen und f\u00fcr alle leiden, so kann man hundert Jahre verbringen.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mutter Makaria (1927 &#8211; 1993) war eine der gro\u00dfen S\u00fchneseelen, die Gott berufen hatte, F\u00fcrsprecherin f\u00fcr Russland zu sein. 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