{"id":6234,"date":"2022-03-29T08:56:04","date_gmt":"2022-03-29T07:56:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6234"},"modified":"2022-03-29T08:56:04","modified_gmt":"2022-03-29T07:56:04","slug":"geh-und-suendige-nicht-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=6234","title":{"rendered":"Geh und s\u00fcndige nicht mehr!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/herz-jesu-09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5301\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/herz-jesu-09.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"274\" \/><\/a> Die Begegnung Jesu mit der Ehebrecherin (Joh 8), von der wir am 5. Fastensonntag (C) h\u00f6ren, ist ein Spiegelbild dessen, wie wir Menschen im Zustand der S\u00fcnde sind. Diese heuchlerische Einstellung der Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten hat es nicht nur damals gegeben.<\/p>\n<p>Wir haben die Neigung in uns, andere anzuklagen, blo\u00dfzustellen und zu beschuldigen. Es werden immer wieder irgendwelche Schuldige ausfindig gemacht und auf den Marktplatz der \u00f6ffentlichen Meinung gestellt. Das geschieht heute haupts\u00e4chlich durch die Medien. Es treten Ankl\u00e4ger und selbsternannte Richter auf, und mit dem Schein von Gerechtigkeit werden diese so genannten S\u00fcnder der \u00f6ffentlichen Kritik und der Verurteilung ausgeliefert. So werden die einen zu S\u00fcndenb\u00f6cken, die an allem schuld sind, w\u00e4hrend die anderen als die Guten und Unschuldigen dastehen, die es nicht als n\u00f6tig sehen, sich an die eigen Brust zu klopfen und um Gottes Erbarmen zu bitten.<\/p>\n<p>Aber wie ist nun das Verhalten Gottes gegen\u00fcber dem S\u00fcnder, wie es Jesus uns offenbart? Zuerst sagt Jesus von sich: &#8222;Ich bin nicht gekommen, um zu richten, sondern um zu retten.&#8220; Er ist gekommen, die verlorenen S\u00fcnder, die von Rechts wegen mit dem Tod bestraft werden m\u00fcssten, noch zur Umkehr zu bewegen. Denn Gott will nicht den Tod des Schuldigen, sondern dass er umkehrt und lebt (Ez 33,11).<\/p>\n<p>Denn wenn wir Jesus begegnen, werden wir mit der Wahrheit konfrontiert, da sehen wir, wie es wirklich um uns steht, wie wir vor Gott sind. Aber Jesus deckt die Wahrheit auf, nicht um die Menschen zu besch\u00e4men, sie blo\u00dfzustellen und zu verurteilen, sondern um sie zur Umkehr zu bewegen, zu heilen und zu erl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Und so sehen wir es auch in der Begegnung Jesu mit der Frau, die man ihm vorgef\u00fchrt hat. Jesus stellt keinen Moment lang in Frage, dass Ehebruch eine S\u00fcnde ist. Er stellt nicht einmal das Gesetz in Frage, das die Steinigung verlangt. Aber er sagt zu ihr: &#8222;Ich verurteile dich nicht.&#8220; Und nach dieser Zusage spricht Jesus die Frau auf ihre Verfehlung an. &#8222;Geh, und s\u00fcndige von jetzt an nicht mehr!&#8220;<\/p>\n<p>Jesus zeigt uns deutlich, dass jetzt noch nicht die Zeit gekommen ist, da wir endg\u00fcltig gerichtet werden, jetzt ist noch die Zeit der Gnade und der Barmherzigkeit. Ja, wie gro\u00df seine Barmherzigkeit mit uns ist, sehen wir noch daran: Er, der \u00fcber das Vergehen dieser Frau wirklich richten h\u00e4tte k\u00f6nnen, der wirklich den ersten Stein h\u00e4tte werfen k\u00f6nnen, weil er s\u00fcndenlos war, er nimmt es noch auf sich, dass er sich von dieser Welt richten und verurteilen l\u00e4sst, dass er sich mit dem Tod bestrafen l\u00e4sst, als h\u00e4tte er alles verbrochen, was in dieser Welt an B\u00f6sem geschieht, als w\u00e4re er der schlimmste \u00dcbelt\u00e4ter dieser Welt, der beseitigt werden muss. Der hl. Paulus sagt: Verachtest du etwa den Reichtum seiner G\u00fcte, Geduld und Langmut? Wei\u00dft du nicht, dass Gottes G\u00fcte dich zur Umkehr treibt? (R\u00f6m 2,4).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Begegnung Jesu mit der Ehebrecherin (Joh 8), von der wir am 5. 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