{"id":5990,"date":"2021-05-19T14:37:31","date_gmt":"2021-05-19T13:37:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5990"},"modified":"2026-05-03T13:15:09","modified_gmt":"2026-05-03T12:15:09","slug":"gott-zeigte-uns-unsere-berufung-als-ehepaar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5990","title":{"rendered":"Gott zeigte uns unsere Berufung als Ehepaar"},"content":{"rendered":"<p>Claudia und Gioacchino Bruni aus San Benedetto del Tronto in Italien sind 33 Jahre ver\u001fheiratet. Ihre Ehe verlief v\u00f6llig anders, als sie es sich seinerzeit vorgestellt hatten. Aber heute bezeugen sie: &#8222;Wenn ihr Jesus erlaubt, in eure Ehe einzutreten, wird Er mit euch Wunder wirken.&#8220;<\/p>\n<p>Claudia und Giacchino lernten sich bei einem Glaubenskurs in der Pfarrei kennen. Nach drei Jahren heirateten sie. Er war 24 und sie 23 Jahre alt. F\u00fcr beide war der Glaube sehr wichtig. Giacchino: &#8222;Wir dachten, das erste Jahr unserer Ehe sollte einmal ganz uns beiden geh\u00f6ren, danach wollten wir nat\u00fcrlich gerne Kinder haben.&#8220; Claudia: &#8222;Aber schon nach zwei Monaten dr\u00e4ngte uns unsere Liebe, den Wunsch nach Kindern nicht mehr aufzuschieben. Wir wollten so schnell wie m\u00f6glich die Frucht unserer Liebe sehen. \u2026 Doch es kam kein Kind! Wir hofften, ein Jahr, zwei Jahre. Dann fiel ich in eine ernsthafte Krise. Das erste Mal in meinem Leben stand ich vor der Situation, etwas, was ich unbedingt wollte, nicht erreichen zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Claudia h\u00f6rte begeistert von der M\u00f6glichkeit einer k\u00fcnstlichen Befruchtung und vereinbarte einen Termin. Aber Giacchino sagte: &#8222;Claudia, bist du sicher, dass DAS der Wille Gottes ist? Haben wir Ihm nicht versprochen, Seinen Willen in unserer Ehe verwirklichen zu wollen?&#8220; Claudia: &#8222;Diese Worte trafen mich wie ein Blitz, und es fiel mir wie Schuppen von den Augen: Ich kam mir wie der hl. Paulus bei seiner Bekehrung vor, und mir blieb nichts anderes \u00fcbrig, als unter Tr\u00e4nen einzugestehen, dass ich nicht allm\u00e4chtig bin, ja, dass ich ohne Gott nichts bin.&#8220;<\/p>\n<p>Giacchino: &#8222;Von da an beteten wir viel tiefer, und unsere Liebe bekam eine neue Dimension. Wir strebten nicht mehr danach, unbedingt ein Kind zu haben, sondern wir versuchten einander zu helfen, den Willen Gottes zu erkennen und anzunehmen. Wir dachten dar\u00fcber nach, ob wir vielleicht ein Pflegekind aufnehmen sollten. \u2026 1990 war es dann so weit. Nach drei Jahren kinderloser Ehe wurde uns die sechsj\u00e4hrige Emilie anvertraut. Emilie war f\u00fcr uns eine riesige Freude, aber auch eine gro\u00dfe Herausforderung.&#8220;<\/p>\n<p>Sie suchten nach einer Hilfe und lernten auf diese Weise die kirchlich anerkannte Gemeinschaft &#8222;Johannes XXIII.&#8220; kennen, die vom Priester Don Benzi gegr\u00fcndet wurde und sich im Geist des Evangeliums um die Letzten und Ausgesto\u00dfenen k\u00fcmmert mit dem Ziel, &#8222;jenen, die keine Familie haben, eine Familie zu schenken&#8220;. Nach einem Jahr nahmen sie Silvio in Pflege, einen sechsj\u00e4hrigen geistig und k\u00f6rperlich behinderten Jungen. Das war f\u00fcr sie keine leichte Entscheidung. Claudia: &#8222;Nach einiger Zeit dachten wir dar\u00fcber nach, ob es f\u00fcr Silvio nicht gut w\u00e4re, zusammen mit einem anderen Kind aufzuwachsen. &#8230; Und w\u00e4re Silvio bereit, unsere Liebe mit einem anderen Kind zu teilen? Als wir mit ihm dar\u00fcber sprachen, war er sofort begeistert und sagte ganz spontan: &#8218;Ja, wenn er Marco hei\u00dft!&#8216;<\/p>\n<p>Vier Wochen sp\u00e4ter kam ein Anruf mit der Frage, ob wir bereit w\u00e4ren, ein Kind aufzunehmen, das bereits mit sechs Monaten als Zwilling geboren wurde und aufgrund einer Hirnblutung blind und schwerbehindert war; es werde sicher nicht sprechen k\u00f6nnen und habe eine Lebenserwartung von maximal einem Jahr.<\/p>\n<p>Am Ende sagte der Sozialarbeiter noch, wir sollten es uns doch \u00fcberlegen, wir k\u00f6nnten Marco jederzeit im Krankenhaus besuchen. &#8218;Wie bitte? Marco?&#8216; \u2013 &#8218;Ja, der Kleine hei\u00dft Marco.'&#8220;<\/p>\n<p>Giacchino: &#8222;Als wir den Namen erfuhren, wussten wir, dass Jesus uns dieses Kind anvertrauen wollte. Der erste Krankenhausbesuch war sehr schwer. Wir konnten das Kind fast nicht anschauen, so entstellt war es mit all den Kan\u00fclen. &#8230; Aber wir wollten Jesus keine Absage erteilen. Heute ist Marco 21 Jahre alt. Nach 20 Operationen, die wir mit ihm durchgestanden haben, kann er gut sehen, und seine L\u00e4hmungserscheinungen sind gr\u00f6\u00dftenteils geheilt. Wir haben Silvio und Marco so sehr ins Herz geschlossen, dass sie durch Adoption unsere eigenen Kinder wurden. \u2026 Gott zeigte uns unsere Berufung als Ehepaar.&#8220; Durch weitere wunderbare Zeichen der Vorsehung gef\u00fchrt gr\u00fcndeten sie ein &#8222;Familienheim &#8211; Casa Famiglia&#8220;, in dem sie sich ganz der Sorge um diese &#8222;Verlas-senen&#8220; widmeten.<\/p>\n<p>Giacchino: &#8222;Im Laufe der letzten 20 Jahre durften wir insgesamt 60 Personen f\u00fcr einen unterschiedlichen Zeitraum ein Heim schenken. Das Kleinste unter ihnen war 15 Tage alt, als es zu uns kam, wurde aber bald von einer Familie adoptiert. Die \u00e4lteste Person war Oma Pierina, die mit 86 Jahren bei uns einzog und zehn Monate blieb, bis ihr Sohn sie zu sich nehmen konnte.&#8220;<br \/>\nClaudia: &#8222;Nie hat uns die Vorsehung im Stich gelassen, weder materiell noch spirituell, wenn wir den Willen Gottes tun wollten. Wir d\u00fcrfen eine \u00fcberaus erf\u00fcllte Ehe, Vater- und Mutterschaft leben. Unser gro\u00dfes Leiden der Kinderlosigkeit wurde uns zur Gnade, denn es hat uns die Augen f\u00fcr unsere wahre Berufung ge\u00f6ffnet. Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir Gott nur danken!&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: vgl. Triumph des Herzens<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Claudia und Gioacchino Bruni aus San Benedetto del Tronto in Italien sind 33 Jahre ver\u001fheiratet. Ihre Ehe verlief v\u00f6llig anders, <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5990\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-22 13:37:40","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5990"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5990"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5990\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7533,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5990\/revisions\/7533"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}