{"id":5951,"date":"2021-03-16T21:19:39","date_gmt":"2021-03-16T20:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5951"},"modified":"2021-03-16T21:19:39","modified_gmt":"2021-03-16T20:19:39","slug":"wenn-das-weizenkorn-nicht-stirbt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5951","title":{"rendered":"Wenn das Weizenkorn nicht stirbt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/auferstandener-mueselb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2183\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/auferstandener-mueselb-250x271.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/auferstandener-mueselb-250x271.jpg 250w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/auferstandener-mueselb.jpg 320w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Im Evangelium des 5. Fastensonntags (B) sagt Jesus die bedeutsamen Worte: &#8222;Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.&#8220;<\/p>\n<p>Diesen Vorgang aus der Natur hat Jesus zuerst auf sich bezogen. Mit seinem Leidensweg, den er gegangen ist, indem er sich kreuzigen lie\u00df, gestorben ist und begraben wurde, hat er als Weizenkorn die reiche Frucht der Auferstehung und des ewigen Lebens hervorgebracht.<\/p>\n<p>Dieses Bild vom Weizenkorn ist aber auch f\u00fcr uns ein anschauliches Bild f\u00fcr den Sinn und das Ziel unseres christlichen Lebens. Denn jeder Mensch, der mit Christus durch den Glauben verbunden ist, wird auch diese Frucht des ewigen Lebens hervorbringen. Jesus hat uns dies verhei\u00dfen: &#8222;Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben&#8220; (Joh 11,25f).<\/p>\n<p>Doch hier m\u00fcssen wir weiter betrachten: Dieses Sterben, von dem Jesus spricht, meint nicht nur den Augenblick unseres leiblichen Todes. Denn schon vor diesem letzten\u00a0 entscheidenden Augenblick wird von uns immer wieder einmal ein Sterben, ein Loslassen und Abschiednehmen verlangt. Wir m\u00fcssen durch verschiedenste Pr\u00fcfungen in unserem Leben gehen, die Gott in seiner weisen Vorsehung zul\u00e4sst oder verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Es kann sein, dass wir einen lieben Menschen verlieren, eine gute Stellung, unsere Gesundheit, unser leibliches Wohlergehen. Wir erfahren, dass vieles ganz anders kommt, als wir es erhofft und erwartet haben.<\/p>\n<p>Alle Momente des Loslassens, die das irdische Leben mit sich bringt, haben f\u00fcr uns oft etwas Schmerzliches an sich. Aber der Herr will uns zur Einsicht f\u00fchren, dass uns nicht diese Welt die gro\u00dfe Erf\u00fcllung schenken kann, sondern nur er. Er will uns zur Erkenntnis verhelfen, die die heilige Teresa von Avila einmal treffend in die Worte gefasst hat: &#8222;Wer Gott hat, der hat alles. Gott allein gen\u00fcgt.&#8220;<\/p>\n<p>Darum ist es f\u00fcr uns wichtig, dass wir den Rat befolgen, den wir in einem Weisheitsbuch des Alten Testamentes lesen: &#8222;Nimm alles an, was \u00fcber dich kommen mag, halte aus in vielfacher Bedr\u00e4ngnis. Denn im Feuer wird das Gold gepr\u00fcft und jeder der Gott gef\u00e4llt im Schmelzofen der Bedr\u00e4ngnis. H\u00e4nge am Herrn, und weiche nicht ab, damit du am Ende erh\u00f6ht wirst&#8220; (Sir 2,3-6).<\/p>\n<p>Ja, wenn wir dieses irdische Sterben und Loslassen immer wieder bereitwillig, im Vertrauen auf Gott und aus Liebe zu ihm annehmen, dann werden wir erfahren, dass diese Auferstehung und das ewige Leben schon jetzt beginnen. Wir werden immer wieder neu den Trost des Heiligen Geistes empfangen und zur inneren \u00dcberzeugung gelangen, &#8222;dass die Leiden der gegenw\u00e4rtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll&#8220; (R\u00f6m 8,18).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Evangelium des 5. 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