{"id":5837,"date":"2020-05-13T16:13:16","date_gmt":"2020-05-13T15:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5837"},"modified":"2023-09-17T19:58:03","modified_gmt":"2023-09-17T18:58:03","slug":"ich-bin-der-den-du-suchst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5837","title":{"rendered":"Ich bin der, den du suchst"},"content":{"rendered":"<p><i> <a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Elisabeth-hasselblad-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5839\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Elisabeth-hasselblad-01.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"270\" \/><\/a>Die 2016 heilig gesprochene, aus Schweden stammende Sr. Elisabeth Hesselblad (1870-1958), Konvertitin und Gr\u00fcnderin eines neuen Zweiges des Birgittinen-Ordens, gibt uns ein wunderbares Zeugnis f\u00fcr die innere F\u00fchrung Gottes und die Wahrheit der katholischen Kirche; ein Zeugnis, das uns angesichts der gegenw\u00e4rtigen Situation der Kirche st\u00e4rken kann.<\/i><\/p>\n<p>Elisabeth Hesselblad wurde 1870 in F\u00e5glavik in der s\u00fcdwestschwedischen Provinz V\u00e4sterg\u00f6tland geboren. Sie war das f\u00fcnfte von 13 Kindern einer ebenso liebevollen wie frommen evangelisch-lutheri-schen Gro\u00dffamilie, die treu jeden Sonntag zur Kirche ging. Das umg\u00e4ngliche M\u00e4dchen, das oft krank war, zeigte schon fr\u00fch gro\u00dfes Interesse an Gott und am Glauben, sodass es wissbegierig begann, jeden Tag einige Seiten in der Bibel zu lesen. Im R\u00fcckblick auf diese Zeit schrieb sie: &#8222;Als ich noch ein Schulm\u00e4dchen war und sah, dass meine Klassenkameradinnen vielen verschiedenen Kirchen angeh\u00f6rten, fing ich an, dar\u00fcber nachzudenken, welche wohl die wirkliche, wahre Herde sei, denn im Neuen Testament hatte ich gelesen, dass es nur \u2018eine Herde und einen Hirten\u2019 gibt. Oft betete ich, zu dieser einen Herde gef\u00fchrt zu werden, und erinnere mich, dass ich es einmal ganz besonders tat, als ich unter den hohen Kiefern meines Heimatlandes spazieren ging, zum Himmel aufblickte und sagte: \u2018Lieber himmlischer Vater, zeige mir, wo die einzige wahre Herde ist, in der Du uns alle vereint haben willst.\u2019 Da sp\u00fcrte ich, wie ein wunderbarer Friede in meine Seele einzog, und es war, als antwortete mir eine Stimme: \u2018Ja, meine Tochter, eines Tages werde ich sie dir zeigen.\u2019 Diese Gewissheit begleitete mich in all den Jahren, die meinem Eintritt in die katholische Kirche vorausgingen.\u201d<\/p>\n<p>Mit 18 Jahren ging die hl. Elisabeth nach New York und arbeitete als Krankenschwester. \u201cIch hatte die Gelegenheit, Menschen aller Konfessionen kennenzulernen: Katholiken, Protestanten, freikirchliche Gruppen, Ungl\u00e4ubige und Juden \u2026 Aber nichts konnte das innere Leben meiner Seele befriedigen.\u201d Es vergingen noch viele Jahre inneren Ringens, intensiven Studiums, des helfenden Gebetes anderer und besonderer vorbereitender Gnaden.<\/p>\n<p>Im Jahr 1900 unternahm sie mit zwei katholischen Freundinnen eine Reise nach Br\u00fcssel. Sie nahmen dort auch an der Fronleichnamsprozession teil. &#8222;Ich blickte auf die Prozession, wie ich auf eine interessante Milit\u00e4rparade geblickt h\u00e4tte. Als ich sah, wie meine beiden Freundinnen und der Gro\u00dfteil der Leute sich niederknieten, zog ich mich hinter das gro\u00dfe Portal [der Kirche] zur\u00fcck \u2026 wobei ich dachte: \u2018Vor Dir allein, mein Gott, knie ich mich hin; aber nicht hier!\u2019 In diesem Moment erreichte der Bischof, der die Monstranz trug, das Kirchenportal; da wurde meine von Schmerz und Kampf so aufgew\u00fchlte Seele augenblicklich von Milde erf\u00fcllt, und eine liebevolle Stimme, die aus dem Inneren meines Herzens wie auch von au\u00dfen zu kommen schien, sagte: \u2018Ich bin der, den du suchst.\u2019 Da fiel ich auf die Knie. &#8230; Dort, hinter der Kirchent\u00fcr, hielt ich meine erste Anbetung in der Gegenwart unseres g\u00f6ttlichen Herrn im Allerheiligsten Sakrament.&#8220;<\/p>\n<p>Im April 1902 war Elisabeth als Stationsschwester im Krankenhaus bei der Arbeit, als ihr ein Telegramm mit der Nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters \u00fcberbracht wurde. Es war ein gro\u00dfer Schmerz f\u00fcr sie. Sp\u00e4ter schrieb sie dar\u00fcber: \u201cDoch kaum war die Zimmert\u00fcr hinter mir zu, erf\u00fcllte ein wunderbarer Friede meine Seele. Ich kniete mich hin, streckte meine H\u00e4nde jemandem entgegen, dessen Anwesenheit ich wahrnahm, und sagte:<\/p>\n<p>\u2018Maria, meine Mutter, ich vertraue dir meinen Papa an. Nimm ihn, o Mutter, und mach ihn gl\u00fccklich.\u2019 Das war mein erstes Gebet zu Maria, die mir augenblicklich lieb wurde. \u2018Jetzt wei\u00df ich, welche Bedeutung du hast, teuerste Mutter; nichts wird uns jemals wieder trennen k\u00f6nnen, weder im Leben noch im Tod. Ich bin deine Tochter, Maria, meine Mutter!'&#8220;<\/p>\n<p>Im Sommer 1902 konnte die 32-j\u00e4hrige endlich sagen: &#8222;Alle meine Zweifel sind verschwunden \u2026 Ich bitte dem\u00fctig, in die katholische Kirche aufgenommen zu werden. Beinahe 20 Jahre lang habe ich im Dunkel gek\u00e4mpft, viele Jahre die katholische Religion studiert und um einen festen Glauben gebetet, einen Glauben so stark, dass, selbst wenn der Papst von Rom und alle Priester die Kirche verlassen w\u00fcrden, ich dennoch fest und standhaft bleiben k\u00f6nnte.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 2016 heilig gesprochene, aus Schweden stammende Sr. Elisabeth Hesselblad (1870-1958), Konvertitin und Gr\u00fcnderin eines neuen Zweiges des Birgittinen-Ordens, gibt <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5837\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 06:31:27","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5837"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5837"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5837\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6589,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5837\/revisions\/6589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}