{"id":5828,"date":"2020-05-13T16:01:20","date_gmt":"2020-05-13T15:01:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5828"},"modified":"2022-10-08T10:33:19","modified_gmt":"2022-10-08T09:33:19","slug":"es-ist-liebe-die-leidet-liebe-die-alles-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5828","title":{"rendered":"Es ist Liebe, die leidet, Liebe, die alles gibt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Herz-Jesu-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2244\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Herz-Jesu-03.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"260\" \/><\/a>Am 19. Juni feiert die Kirche wieder das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. Das Johannesevangelium enth\u00fcllt uns das tiefste Wesen dieses Festes mit den Worten: &#8222;Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat&#8220; (Joh 3,16).<\/p>\n<p>Diese zentrale Aussage hat auch den Philosophen und christlichen Schriftsteller S\u00f8ren Kierkegaard (1813-1855) aus D\u00e4nemark fasziniert und zu einer Parabel inspiriert. Darin hei\u00dft es:<\/p>\n<p>Es war einmal ein junger K\u00f6nig, der sich unsterblich in ein M\u00e4dchen aus ganz \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen verliebte. Sie bewohnte eine winzige H\u00fctte und f\u00fchrte ein b\u00e4uerliches Leben. Der K\u00f6nig w\u00fcnschte nichts sehnlicher, als sie zu heiraten, obwohl ein gr\u00f6\u00dferer Rangunterschied als zwischen ihm und dem M\u00e4dchen kaum denkbar war. Trotz\u00a0 dieser Kluft fragte er sich unentwegt: &#8222;Wie nur kann ich ihr meine Liebe beweisen, wie nur kann ich sie f\u00fcr mich gewinnen?&#8220; Da empfahl ihm einer seiner Ratgeber: &#8222;Befiehl ihr einfach, deine Frau zu werden. Du bist der K\u00f6nig, sie hat zu gehorchen.&#8220; Die Macht dazu hatte er, aber Unterwerfung war nicht das, was er wollte. So \u00fcberlegte er weiter: &#8222;Ich k\u00f6nnte ihr meine Herrlichkeit und meinen Reichtum zeigen, sie in Samt und Seide kleiden, um sie zu beeindrucken.&#8220; Wie aber k\u00f6nnte er dann jemals wissen, ob sie ihn wirklich um seiner selbst willen liebte, spontan und frei? Nein, auch mit Macht und Reichtum kann echte Liebe nicht entz\u00fcndet werden! Die T\u00fcr des menschlichen Herzens muss sich von innen her \u00f6ffnen. So blieb ihm, um das Herz des M\u00e4dchens zu gewinnen, nur ein Weg, den kein K\u00f6nig vor ihm je eingeschlagen hatte: Er stieg von seinem Thron, legte die Krone ab und nahm selbst die Gestalt eines armen Menschen an. Er, der K\u00f6nig, wurde zum einfachen Bauern, zum Diener, der es zudem riskierte, abgewiesen zu werden. Und das alles nur aus Liebe! Denn der wahrhaft Liebende will der geliebten Person ganz \u00e4hnlich werden.<\/p>\n<p>Gott, der aus unendlicher Liebe zu uns Menschen selbst ein Mensch wurde, ja sogar unser aller Diener, damit Er f\u00fcr uns leiden und sterben kann. So schlie\u00dft Kierkegaard seine Geschichte mit den Worten: &#8222;Aber Dienersein besteht nicht nur im Tragen eines \u00e4rmlichen Gewandes. Und deshalb muss Gott als Diener alles erleiden, alles ertragen. Er muss bis in den Tod gehen wie der allerniedrigste Mensch. Sein ganzes Leben ist eine Geschichte des Leidens; und es ist Liebe, die leidet, Liebe, die alles gibt.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. Juni feiert die Kirche wieder das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu. 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