{"id":5797,"date":"2020-01-14T15:03:09","date_gmt":"2020-01-14T14:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5797"},"modified":"2026-05-03T20:52:35","modified_gmt":"2026-05-03T19:52:35","slug":"ueberall-versprach-man-uns-die-glueckseligkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5797","title":{"rendered":"\u00dcberall versprach man uns die Gl\u00fcckseligkeit"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/jesus-guter-hirte-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-5290\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/jesus-guter-hirte-02.jpg\" alt=\"\" width=\"257\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/jesus-guter-hirte-02.jpg 500w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/jesus-guter-hirte-02-350x244.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/a>Mit sechs Jahren bin ich in einem Pensionat f\u00fcr Waisenkinder gelandet. Meine Eltern hatten mich verlassen, vor\u00fcbergehend zwar, aber mein kindliches Herz trug dabei tiefe Verletzungen davon.<\/p>\n<p>Ich war zehn, als ich wieder zu meinen Eltern heimgekehrt bin. Damals habe ich mich elend in meiner Haut gef\u00fchlt, ungl\u00fccklich, verzweifelt, h\u00e4sslich. Mit 13 entdeckte ich, dass ich den Burschen gefiel. Ich fing an, mich zu schminken, meine Zeit vor dem Spiegel zu verbringen, um zu gefallen und zu verlocken. Ein Flirt folgte dem anderen, war ich doch versessen darauf, diese Leere an Liebe, die mich bedr\u00fcckte, aufzuf\u00fcllen. Ich d\u00fcrstete nach Z\u00e4rtlichkeit und fand dennoch nichts als Entt\u00e4uschung.<\/p>\n<p>Nach einem seelischen Tiefschlag, zu schwer zu ertragen, fasste ich den Entschluss, von zu Hause wegzugehen. Ich hatte weiterhin viel Erfolg bei den Burschen und spielte das emanzipierte Girl, sexy&#8230;, aber abends, wenn ich in meine Wohnung kam, l\u00f6ste ich mich auf meinem Bett in Tr\u00e4nen auf, weil ich so ungl\u00fccklich war. Alle sexuellen Aff\u00e4ren erzeugten eine gro\u00dfe Leere in mir. Sex wurde zur krankhaften Besessenheit.<\/p>\n<p>Dieser wachsenden Verzweiflung versuchte ich die Stirn zu bieten. Da bot sich mir der Okkultismus an. Ich belegte Kurse, um Astrologin zu werden. Mit vollem Elan lie\u00df ich mich auch auf zahlreiche Techniken ein, um eine vollkommene Selbstbeherrschung zu erlangen. Ich machte Yoga, Aikido, Kendo, transzendentale Meditation, Zen &#8230;<br \/>\n\u00dcberall versprach man uns die Gl\u00fcckseligkeit, die universelle Liebe, die Macht des Geistes \u00fcber den K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Einer meiner Freunde, Thierry, den ich in meine Praktiken mit hineingezogen hatte, wurde ernsthaft psychisch krank. Dieses Ereignis stellte die Sinnhaftigkeit all dessen, was ich da lebte, ernsthaft in Frage. Von Zweifeln geplagt, habe ich meinen Guru aufgesucht, um ihm von Thierry zu erz\u00e4hlen. Er hat mich einfach vor die T\u00fcre gesetzt, ohne \u00fcberhaupt auf meine Fragen einzugehen. In Sekundenschnelle war mir klar, dass ich schon wieder auf dem Holzweg war.<\/p>\n<p>Wozu sollte ich da noch weiterleben? Mein Leben war doch nichts als eine Kette von Schmerzen und Pleiten. So habe ich mir einen Revolver gekauft, ihn in meinen Koffer gesteckt, dann habe mich von Thierry verabschiedet und dabei ein kleines B\u00fcchlein, das er in der Tasche hatte, mitgenommen.<\/p>\n<p>Ich bin zu meinen Eltern heimgekehrt und habe begonnen, gedanklich meinen Selbstmord vorzubereiten. Um drei Uhr morgens bin ich aufgestanden, entschlossen, Schluss zu machen. Ich \u00f6ffne den Koffer, um den Revolver zu ergreifen und sto\u00dfe auf das B\u00fcchlein.<\/p>\n<p>Es war das Evangelium. Ich \u00f6ffne und lese: &#8222;Mein Gott, warum hast Du mich verlassen&#8230;&#8220; und auf den folgenden Seiten: &#8222;Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.&#8220; Alle Worte, die ich da las, ber\u00fchrten mich. Ich war bis ins Innerste ersch\u00fcttert. Wie in einer Erleuchtung begriff ich, dass Gott mich liebt.<\/p>\n<p>Einige Zeit sp\u00e4ter habe ich durch Vermittlung eines meiner Vettern eine Gebetsgruppe kennen gelernt. Heute, zehn Jahre nach dieser Heimkehr zu Gott kann ich Zeugnis ablegen von der unfassbaren Gl\u00fcckseligkeit, die ich t\u00e4glich erfahre, und von all den inneren Befreiungen, die ich dadurch erleben durfte, dass ich einfach meinen Glauben lebe in dieser Kirche, die ich liebe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit sechs Jahren bin ich in einem Pensionat f\u00fcr Waisenkinder gelandet. 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