{"id":5639,"date":"2019-07-28T18:52:48","date_gmt":"2019-07-28T17:52:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5639"},"modified":"2026-05-03T20:56:35","modified_gmt":"2026-05-03T19:56:35","slug":"wenn-es-dich-gibt-schenk-mir-ein-neues-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5639","title":{"rendered":"Wenn es Dich gibt, schenk mir ein neues Leben!"},"content":{"rendered":"<p>Torsten Hartung wurde 1962 im ostdeutschen Schwerin geboren. Er und seine drei Geschwister wuchsen in einer ungl\u00e4ubigen, gewaltt\u00e4tigen Familie auf. Die Eltern, erz\u00e4hlt er, hatten selbst keine Liebe erfahren und konnten sie daher auch nicht weitergeben. Je mehr er daheim gepr\u00fcgelt wird, desto mehr wird Torsten selbst zum Schl\u00e4ger. Pr\u00fcgeln, stehlen, l\u00fcgen, Gef\u00e4ngnisstrafen pr\u00e4gen seine Jugendjahre.<\/p>\n<p>Mit 28 Jahren sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben. Er fragt sich, gibt es den Teufel? Wenn ja, dann kann er seine Seele haben. Im Gegenzug verlangt er vom B\u00f6sen, 18 Monate lang wie ein K\u00f6nig zu leben. Und tats\u00e4chlich: Kurz darauf ergeben sich Verbindungen zu Kriminellen. Er soll Luxusautos &#8222;besorgen&#8220; und sie nach Russland und in arabische L\u00e4nder liefern. Er wird zum Kopf einer Autoschieberbande und verdient bis zu 150.000 Mark pro Woche. Um klarzustellen, dass er der Boss der Bande ist, erschie\u00dft Torsten sogar einen Konkurrenten in Russland.<\/p>\n<p>Als w\u00e4re nichts geschehen, f\u00e4hrt er drei Wochen sp\u00e4ter mit der Freundin nach Mallorca. &#8222;Ich w\u00fcnsche mir ein Leben im Gl\u00fcck&#8220;, schrieb er in einer Kirche auf einen Anliegenzettel bei der Gottesmutter, denn das Geld machte ihn nicht gl\u00fccklich. Beim Paragleiten am n\u00e4chsten Tag st\u00fcrzt er ab &#8211; eigentlich ein t\u00f6dlicher Unfall, den er jedoch wie durch ein Wunder \u00fcberlebt. Erstaunlicherweise erkl\u00e4rt ihm seine ungl\u00e4ubige Freundin, dass Gott wohl noch einen Plan mit ihm haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Drei Wochen sp\u00e4ter, im Oktober 1992, wurde er verhaftet. Als Kopf der Bande kam er sofort in Einzelhaft f\u00fcr fast 5 Jahre. &#8222;Ich fing an zu leiden. Ich fing an, mir Fragen zu stellen: Warum verhalte ich mich so?&#8220; &#8222;Das war nicht einfach, was ich da gesehen habe. Ich bin n\u00e4mlich in meinem Leben keinem b\u00f6sartigeren Menschen als mir selbst begegnet.&#8220; &#8222;Die Schuld, die ich sah, erdr\u00fcckte meine Seele.&#8220;<\/p>\n<p>An Ostern 1998 wurde im Gef\u00e4ngnis ein Jesusfilm gezeigt. Torsten schreibt ins Tagebuch: &#8222;Jesus, gib auch mir eine zweite Chance. Schenk auch mir ein neues Leben!&#8220; Kurz darauf, am 15. Mai, betete er in seiner Zelle: &#8222;Wenn es Dich gibt, schenk\u2018 mir ein neues Leben. Schau, was ich f\u00fcr ein Leben gehabt habe. Es hat mir wehgetan und ich habe anderen wehgetan.&#8220; Auf einmal h\u00f6rt er eine Stimme, deutlich und laut: &#8222;Ja, ich wei\u00df!&#8220; Es war Gottes Stimme, eine Stimme voll Liebe und Barmherzigkeit. Gott wei\u00df alles, wird ihm bewusst.<\/p>\n<p>Ein Sozialarbeiter dr\u00fcckt ihm eine Bibel in die Hand. Eine innere Stimme sagt ihm: &#8222;Nimm und schlag auf!&#8220; Und der erste Satz, auf den er stie\u00df, lautete: &#8222;Wenn wir unsere S\u00fcnden bekennen, ist er treu und gerecht: Er vergibt uns die S\u00fcnden und reinigt uns von allem Unrecht&#8220; (1 Joh 1,9). Er konnte es zuerst nicht glauben, dass Gott ihm wirklich vergibt. In seinen Zweifeln, die ihn tagelang qu\u00e4len, bekommt er wiederum diese Eingebung: &#8222;Nimm und schlag auf!&#8220; Da trifft er auf die Stelle: &#8222;Ihr wart tot infolge eurer Verfehlungen und S\u00fcnden. &#8230; Aus Gnade seid ihr gerettet&#8220; (Eph 2,1ff). Diese Worte Gottes und inneren Erfahrungen der Gnade trafen ihn mitten ins Herz und f\u00fchren ihn zu einer vollkommen Umkehr seines Lebens.<\/p>\n<p>Er hatte gefunden, was er in seinem Herz suchte und l\u00e4sst sich katholisch taufen. Seine Gef\u00e4ngniszelle wird ihm zur Klosterzelle in der er viel betet und sich im Glauben vertieft. Nach 15 Jahren Haft wurde er 2007 in die Freiheit entlassen: bekehrt, getauft und \u00fcberzeugter Katholik. 2009 gr\u00fcndete er das Hilfswerk &#8222;Maria HILFT&#8220; und ein Haus der Barmherzigkeit f\u00fcr straff\u00e4llig geworden Jugendliche, die nach ihrer Haftentlassung kein Zuhause mehr haben, das sie erwartet. In seinem Buch &#8222;Du musst dran glauben &#8211; Vom M\u00f6rder zum Menschenretter&#8220; und in vielen Vortr\u00e4gen erz\u00e4hlt er, was der Herr durch seine Gnade Gro\u00dfes an ihm gewirkt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Torsten Hartung wurde 1962 im ostdeutschen Schwerin geboren. 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