{"id":5613,"date":"2019-06-25T13:29:52","date_gmt":"2019-06-25T12:29:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5613"},"modified":"2022-10-08T10:37:30","modified_gmt":"2022-10-08T09:37:30","slug":"die-rolle-des-barabbas-hat-mich-zu-jesus-gefuehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5613","title":{"rendered":"Die Rolle des Barabbas hat mich zu Jesus gef\u00fchrt"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pietro-sarubbi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-5614\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/pietro-sarubbi.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"137\" \/><\/a>Der italienische Schauspieler Pietro Sarubbi spielte im Film &#8222;Die Passion Christi&#8220; von Mel Gibson die Rolle des Barabbas. Es war nur eine kurze Szene, die er zu spielen hatte, aber sie wurde f\u00fcr ihn zu einer wirklichen Begegnung mit Jesus, die sein Leben g\u00e4nzlich ver\u00e4nderte. In Interviews, Vortr\u00e4gen, Talk-Shows und in seinen Buch &#8222;Von Barabbas zu Jesus&#8220; gibt er Zeugnis von seiner Bekehrung, um vor allem die Jugend f\u00fcr den Glauben zu gewinnen.<\/i><\/p>\n<p>Pietro Sarubbi (Jg. 1961) war von Kindheit an ein unruhiger Geist. Mit 13 Jahren lief er von zu Haus weg, um Zirkusk\u00fcnstler zu werden. Nach manchen Entt\u00e4uschungen gelang es ihm, zu einem italienweit angesehenen Theater- und Filmschauspieler zu werden. Wie es in der Unterhaltungswelt \u00fcblich ist, lebte Sarubbi viele Jahre lang weit vom Glauben entfernt. Im Sommer 2002 erhielt er von Mel Gibson das Angebot im Film &#8222;The Passion&#8220; mitzuwirken. Es war f\u00fcr ihn entt\u00e4uschend, dass er nur diese kurze Rolle des Barabbas spielen sollte, lieber w\u00e4re ihm Petrus gewesen. Widerwillig nahm er aber die Rolle an. &#8222;Schlie\u00dflich wollte ich ja viel Geld verdienen, ber\u00fchmt werden und in die Zeitungen kommen.&#8220;<\/p>\n<p>Aber die Dreharbeiten wurden f\u00fcr ihn zur gro\u00dfen Gnade. Er erz\u00e4hlt: &#8222;Von Mel Gibson hatte ich Anweisung, nicht eher auf Jesus zu schauen, bis ich am Schluss meiner Szene, von den Ketten befreit, die Stufen des &#8218;Pr\u00e4toriums&#8216; hinabsteigen w\u00fcrde. Erst dann sollte ich, Barabbas, auf diesen armen zerschundenen Unbekannten schauen, der an meiner Stelle nun in den Tod gehen musste &#8230; Als ich also die erste Stufe hinunterging, sp\u00fcrte ich pl\u00f6tzlich etwas wie einen leichten Ruck, zusammen mit dem Empfinden von W\u00e4rme an meiner rechten Schulter. Unwillk\u00fcrlich drehte ich mich um &#8230; und war vom Blick des Jesus-Schauspielers, der mich nun traf, zutiefst \u00fcberrascht und verwirrt! Ich fand darin nichts von all dem, was ich erwartet hatte, keinerlei Wut oder Klage. In seiner enormen Tiefe lagen vielmehr Milde, Annahme und Barmherzigkeit, ein Schleier von Liebe und Sorge um mich, Barabbas, und meinen verkommenen Zustand, das alles zusammen und in einer Weise, wie ich in meinem Leben nie zuvor angeblickt worden war! Es war ein starkes, unbeschreibliches Empfinden, das in meinem Herzen eine pl\u00f6tzliche Ver\u00e4nderung bewirkte. Und was beim Film oft m\u00fchsam ist, n\u00e4mlich dieselbe Szene immer und immer wieder zu drehen, wurde f\u00fcr mich zur Chance, diesen Blick, der jedes Mal eindringlich war, zu vertiefen und tief aufzunehmen; den Blick eines Schauspielers, aber in ihm wohnte Gott! Ja, in diesem Blick begegnete mir der Blick Jesu.&#8220; &#8230; &#8222;Das war f\u00fcr mich etwas so Gewaltiges, dass mir das Herz davon heute noch vor R\u00fchrung und Betroffenheit \u00fcbergeht.&#8220; &#8230; &#8222;Immer wieder sah ich mir <i>Die Passion Christi<\/i> an, die f\u00fcr mich zum Katechismusunterricht wurde. Vor allem die Szene vom Letzten Abendmahl lie\u00df mich nicht los &#8230;<\/p>\n<p>An einem gewissen Punkt erlebte ich die Sehnsucht, ja die dringende Notwendigkeit, die hl. Eucharistie zu empfangen. Umso gr\u00f6\u00dfer war der Schmerz, darauf verzichten zu m\u00fcssen, da ich mit einer Frau zusammenlebte, mit der ich nicht verheiratet war. Diese ungeheure Anziehungskraft brachte mich schlie\u00dflich dazu, meine selbstgebastelten Ansichten zu \u00fcberdenken: Noch im November desselben Jahres 2003 heirateten wir kirchlich. Seitdem haben meine Kinder einen Papa, der ein bisschen ruhiger, sanfter und lebensfroher ist. In meinem Schauspielberuf dagegen suche ich nach Wegen, dem Herrn und dem Glauben zu dienen, und das erf\u00fcllt mich mit riesengro\u00dfer Freude.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der italienische Schauspieler Pietro Sarubbi spielte im Film &#8222;Die Passion Christi&#8220; von Mel Gibson die Rolle des Barabbas. 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