{"id":5396,"date":"2018-09-09T09:36:23","date_gmt":"2018-09-09T08:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5396"},"modified":"2026-05-04T10:25:30","modified_gmt":"2026-05-04T09:25:30","slug":"das-ist-meine-sache-lass-mich-dafuer-sorge-tragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5396","title":{"rendered":"Das ist meine Sache, lass mich daf\u00fcr Sorge tragen."},"content":{"rendered":"<p><i>Pater Adrien Mamadou Sawadogo, der zur Gesellschaft der Afrikamissionare (&#8222;Wei\u00dfe V\u00e4ter&#8220;) geh\u00f6rt, hat \u00fcber seinen Glaubensweg ein beeindruckendes Zeugnis abgelegt, das in seinem Buch: &#8222;Gott hat mich ergriffen. Vom Islam zum Christentum. Weder Sieg noch Niederlage&#8220; im Verlag Media Maria erschienen ist.\u00a0 <\/i><\/p>\n<p>Pater Adrien, geboren 1971,\u00a0 stammt aus einer muslimischen Gro\u00df-Familie aus Burkina Faso; sein Vater hat vier Frauen. Er war der Erstgeborene der Familie, auf dem viele Erwartungen und Verpflichtungen lagen. Mit gro\u00dfem Eifer und Hingabe lebte er seinen muslimischen Glauben, treu in der Einhaltung der muslimischen Gebote. W\u00e4hrend seiner Ausbildung in Bukina Faso hatte er ein besonderes mystisches Erlebnis. Als er eines Abends mit seinem Fahrrad nach Hause fuhr, h\u00f6rte er eine Stimme, die ihn bei seinem Namen rief. Als er aufblickte, sah er eine Gestalt wie eine menschliche Person, die in strahlendstem Wei\u00df gekleidet war und ihn liebevoll anblickte. Es war Jesus, aber er kannte ihn noch nicht. Er schaute unentwegt auf diese Gestalt und als sie verschwand, war er mit dem Fahrrad zu Hause, ohne sich erinnern zu k\u00f6nnen, wie er dorthin gekommen war. Als er diese Erscheinung einige Tage sp\u00e4ter noch einmal hatte, fragte er sie, wer er sei und was er wolle. Er erhielt aber keine Antwort. Als er einige Zeit sp\u00e4ter eine Schulkollegin, die Christin war, nach Hause begeleitete, h\u00f6rte er im Eingang zum Hof des Schulgeb\u00e4udes von neuem die Stimme, die ihn schon einmal angesprochen hatte: &#8222;Da sah ich einen Mann, der einem Kind, das bettelte, z\u00e4rtlich \u00fcber den Kopf strich. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sch\u00f6n diese Geste war, die ich hier betrachten durfte. Ich fragte meine Freundin: &#8218;Wer ist das?&#8216; \u2013 &#8218;Das ist Pater Gilles&#8216;, antwortete sie. Und ich fragte weiter: &#8218;Warum behandelt er den Jungen so liebevoll?&#8216; Sie erwiderte: &#8218;Er macht das, wozu Jesus ihn beauftragt hat.&#8216; \u2013 &#8218;Und wer ist Jesus?&#8216;, fragte ich weiter. Meine Freundin antwortete: &#8218;Jetzt stellst du aber zu viele Fragen!&#8216;, und damit entfernte sie sich. &#8230; Dann, mitten in der Stille, h\u00f6rte ich die Stimme, die zu mir sagte: &#8218;Du wirst so sein wie er.&#8216; Daraufhin richtete ich meinen Blick auf den Mann, der so liebevoll mit dem Kind umging.&#8220; Schlie\u00dflich verstand er durch seine Freundin, dass es Jesus war, der ihn aufforderte Afrikamissionar zu werden.<\/p>\n<p>So begann er voll Eifer heimlich Religionsunterricht zu nehmen und im Alter von zweiundzwanzig Jahren empfing er die Taufe.<\/p>\n<p>Seine Bekehrung zum Christentum konnte seiner Familie nicht verborgen bleiben. F\u00fcr sie war seine Entscheidung unfassbar. &#8222;Vom geliebten Kind war ich zum schwarzen Schaf der Familie und der Gemeinschaft geworden. Und ich musste allein gegen alle standhalten.&#8220; Er stand vor der Entscheidung: entweder seine Familie, die er sehr liebt, oder die Nachfolge Christi. Er erz\u00e4hlt: &#8222;Niedergedr\u00fcckt vom Gewicht dieser B\u00fcrde fl\u00fcchtete ich tr\u00e4nen\u00fcberstr\u00f6mt in die Kirche, um Jesus im Allerheiligsten Sakrament zu begegnen. Und mitten aus dieser Stille meldete sich von Neuem die Stimme: &#8218;Weshalb k\u00fcmmerst du dich darum? Das ist meine Sache, lass mich daf\u00fcr Sorge tragen.&#8216;\u00a0 Und so kam es, dass an seiner Priesterweihe am 16. Juli 2005, auf wunderbare Weise von Gott gef\u00fcgt und gef\u00fchrt, sein Vater und seine Mutter teilnahmen. Es kam zu einer Auss\u00f6hnung mit der Familie. Es sollten aber noch viele Jahre vergehen, bis er seiner Familie von seinen mystischen Erlebnissen mit Jesus erz\u00e4hlen konnte.<\/p>\n<h2>Besch\u00fctzt durch ein undurchdringliches Feuer<\/h2>\n<p>Pater Adrien berichtet in seinem Buch unter anderem auch dar\u00fcber, dass der Ahnenkult in seinem Stamm eine besondere Bedeutung hat. In jedem Dorf gibt es einen sogenannten &#8218;Hohenpriester&#8216;, der durch einen Opferkult die Vers\u00f6hnung mit den verstorbenen Ahnen herstellt. Seine Verwandten verlangten von ihm, dass er nach Anordnung dieses Hohenpriesters, den alle f\u00fcrchteten, dieses Opfer f\u00fcr die Ahnen darbringen m\u00fcsse, ansonsten w\u00fcrden sich die Geister des Familienclans erz\u00fcrnen und er w\u00e4re verantwortlich f\u00fcr das Aussterben der Familie. Adrien weigerte sich wegen seines Glaubens an Jesus, dies zu tun, worauf ihm dieser Hohepriester mitteilen lie\u00df, dass er am 16. Juli 1996 sterben m\u00fcsse, wenn er das Opfer bis dahin nicht dargebracht h\u00e4tte. &#8222;Beunruhigt euch nicht, ich werde am 17. Juli zu euch kommen&#8220;, sagte er zu seinen Verwandten. Durch seine muslimische Gro\u00dfmutter erfuhr er dann, was geschehen war. Sie sagt ihm: \u00bb&#8217;Diejenigen, die vier Augen haben [=Hellseher, Anm.d.Red.], sagen, dass jene, die man Christen nennt und die wie du ihr ganzes Leben dem \u00fcbergeben haben, den sie Jesus nennen, wie durch ein gro\u00dfes, undurchdringliches Feuer [=Hl. Geist, Anm. d. Red.] besch\u00fctzt werden, wenn man ihnen etwas B\u00f6ses antun will.&#8216; Sie f\u00fcgte hinzu: &#8218;Das hat sich bei dir erf\u00fcllt.&#8217;\u00ab Dann erfuhr er, dass der Hohepriester, der seinen Tod f\u00fcr den 16. Juli vorausgesagt hatte, an ebendiesem Tag selber gestorben war. Der 16. Juli ist das Fest unserer Lieben Frau vom Berge Karmel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pater Adrien Mamadou Sawadogo, der zur Gesellschaft der Afrikamissionare (&#8222;Wei\u00dfe V\u00e4ter&#8220;) geh\u00f6rt, hat \u00fcber seinen Glaubensweg ein beeindruckendes Zeugnis abgelegt, <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5396\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-13 00:22:58","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5396"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5396"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7703,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5396\/revisions\/7703"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}