{"id":5363,"date":"2018-07-12T17:15:34","date_gmt":"2018-07-12T16:15:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5363"},"modified":"2018-07-12T21:40:42","modified_gmt":"2018-07-12T20:40:42","slug":"jesus-hat-meinen-hass-in-frieden-verwandelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=5363","title":{"rendered":"Jesus hat meinen Hass in Frieden verwandelt"},"content":{"rendered":"<p><i><a href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/kap-wund.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5364\" src=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/kap-wund.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"157\" \/><\/a>Es ist eines der bekanntesten Fotos des Vietnamkriegs. Ein kleines M\u00e4dchen rennt mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben. Das Bild &#8222;Napalm-Angriff&#8220; ging um die Welt. Was aus dem M\u00e4dchen von damals wurde, erz\u00e4hlt Kim Phuc. Es ist ihre eigene Geschichte. <\/i><\/p>\n<p>\u00bbMeine Familie war wohlhabend und ich hatte eine gl\u00fcckliche Kindheit. \u2026 Ich erinnere mich genau, es war der 8. Juni 1972. Wir hatten w\u00e4hrend eines Luftangriffs Zuflucht im Cao Dai Tempel gesucht. Ich sah, wie ein Flugzeug tiefer flog und vier Bomben abwarf. \u00dcberall um mich war Feuer. Ich rannte um mein Leben. Dann bemerkte ich, dass auch ich brannte, das Feuer hatte meine Kleider verbrannt.<\/p>\n<p>Napalm l\u00f6st den schrecklichsten Schmerz aus, den man sich vorstellen kann. Wasser kocht bei 100 Grad. Napalm erreicht Verbrennungstemperaturen zwischen 800 und 1200 Grad Celsius. Die z\u00e4hfl\u00fcssige Masse fra\u00df sich in meine Haut und l\u00f6ste Verbrennungen dritten Grades aus. Ich war erst neun Jahre alt, aber ich erinnere mich an die Gedanken, die ich hatte: Ich w\u00fcrde h\u00e4sslich sein und Menschen w\u00fcrden mich von jetzt an anders behandeln. Genau in diesem Moment wurde das Bild von mir gemacht.<\/p>\n<p>Nachdem mir der Fotograf etwas zu trinken gegeben hatte und Wasser \u00fcber meinen K\u00f6rper sch\u00fcttete, verlor ich mein Bewusstsein. Keiner rechnete damit, dass ich \u00fcberleben k\u00f6nnte. Wenige Tage sp\u00e4ter wachte ich in einem Krankenhaus auf. Auch aufgrund des Fotos, das die Welt aufger\u00fcttelt hatte, wurde ich gut behandelt. Erst nach zwei Jahren und 17 Operationen konnte ich nach Hause zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Ich hatte gehofft, einfach wieder ein normales Kind sein zu k\u00f6nnen, doch unser Haus war zerst\u00f6rt, wir hatten alles verloren und versuchten einfach nur Tag f\u00fcr Tag zu \u00fcberleben.<\/p>\n<p>Obwohl ich immer noch Schmerzen von den Verbrennungen hatte, meine Wunden juckten und ich unter starken Kopfschmerzen litt, tr\u00e4umte ich davon, einmal \u00c4rztin zu werden. Ich bem\u00fchte mich, in der Schule aufzuholen und gute Leistungen zu bringen, doch die Regierung hatte andere Pl\u00e4ne mit mir. Ich war das &#8222;<i>Vorzeigeopfer&#8220;<\/i> und man brauchte mich f\u00fcr Propaganda-Zwecke. Meine Bildung wurde deswegen vorerst auf Eis gelegt.<\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich mich nur von meiner Vergangenheit l\u00f6sen. Ich wollte nichts mit diesem Foto zu tun haben. Wollte vergessen, was geschehen war. Aber man bestand darauf, dass sich alle erinnern.<\/p>\n<p>Immer wieder fragte ich mich: &#8222;Warum ausgerechnet ich? Warum ist das mir passiert?&#8220; Ich war bitter geworden, trug eine Wut in mir und sah mein Leben als eine Last. Ich hasste mein Dasein und wollte am liebsten einfach nur sterben. Ich hasste alle Menschen, die normal waren, weil ich nicht mehr normal sein durfte. Ich konnte nicht verstehen, warum ich das mitmachen musste und immer noch am Leben war.<\/p>\n<p>Weil ich nicht weiter auf die Schule gehen durfte, verbrachte ich viele Tage in der Bibliothek. Dort fand ich eine Bibel und konnte gar nicht mehr aufh\u00f6ren, sie zu lesen. Aus Neugier ging ich auch in eine Kirche und h\u00f6rte zum ersten Mal in meinem Leben die Gute Nachricht von Jesus. Die Liebe Gottes ver\u00e4nderte mein Leben. Ich erfuhr, dass Jesus f\u00fcr meine Schuld am Kreuz gestorben ist und so bat ich Gott, mir zu vergeben und in mein Leben zu kommen. Das war an Weihnachten 1982 und wurde zu einem unglaublichen Wendepunkt. Von diesem Moment an lautete der Schrei in mir nicht mehr: &#8222;Warum ich?&#8220;, sondern &#8222;Bitte hilf mir!&#8220;<\/p>\n<p>Mein Leben war bisher wie eine Tasse Kaffee gewesen. Schwarzer Kaffee. Voller Hass, Wut, Bitterkeit und Sorgen. Doch Gott zeigte mir, wie ich die Finsternis aus meinem Leben vertreiben konnte: Indem ich diese Tasse Kaffee jeden Tag vor ihm aussch\u00fctten durfte, bis sie ganz leer war. Und stattdessen f\u00fcllte Gott mich mit seiner Liebe und schenkte mir Frieden, Weisheit, Geduld und Leidenschaft f\u00fcr andere. Jesus hat meinen Hass in Frieden verwandelt! Ich konnte pl\u00f6tzlich darauf vertrauen, dass Gott mein Leben f\u00fchrt und es gut macht.<\/p>\n<p>Gott hat mir auch bei meiner schwersten Aufgabe geholfen: Zu vergeben. Die Vergebung hat mich vom Hass befreit. Noch immer trage ich die Wunden an meinem K\u00f6rper. Noch immer habe ich starke Schmerzen. Aber mein Herz ist rein und voller Liebe und Frieden.\u00ab<\/p>\n<p>Heute lebt Kim Phuk mit ihrem Mann und ihren zwei S\u00f6hnen in Toronto. 1994 wurde sie von der UNESCO zur Botschafterin f\u00fcr den Frieden ernannt. 1997 gr\u00fcndete sie die Kim Phuc Foundation, die sich f\u00fcr Kinder einsetzt, die Kriegsopfer wurden.<\/p>\n<p>Quelle: https:\/\/www.jesus.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eines der bekanntesten Fotos des Vietnamkriegs. Ein kleines M\u00e4dchen rennt mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben. 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