{"id":529,"date":"2007-07-10T15:15:32","date_gmt":"2007-07-10T13:15:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=529"},"modified":"2007-07-10T15:15:32","modified_gmt":"2007-07-10T13:15:32","slug":"maria-hat-den-besseren-teil-erwahlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=529","title":{"rendered":"Maria hat den besseren Teil erw\u00e4hlt"},"content":{"rendered":"<p>Im Lukasevangelium wird uns eine Begebenheit berichtet, die f\u00fcr unser geistliches Leben bedeutsam ist. Jesus war in Betanien bei den Geschwistern Marta und Maria zu Gast, mit denen er in inniger Freundschaft verbunden war. Es hei\u00dft: \u201cMaria setzte sich dem Herrn zu F\u00fc\u00dfen und h\u00f6rte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, f\u00fcr ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, k\u00fcmmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein \u00fcberl\u00e4sst? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und M\u00fchen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gew\u00e4hlt, das soll ihr nicht genommen werden\u201d (Lk 10,38).<\/p>\n<p>Die Kirchenv\u00e4ter haben in den beiden Schwestern immer ein Sinnbild gesehen f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis von Beten und Arbeiten, von Gottes- und N\u00e4chstenliebe. In Marta k\u00f6nnen wir die t\u00e4tige Liebe sehen. Damit sind alle \u00e4u\u00dferen Handlungen und Arbeiten gemeint, die wir t\u00e4glich verrichten, auch die Taten der Liebe an unseren Mitmenschen.<\/p>\n<p>Maria verk\u00f6rpert hingegen das Leben der Innerlichkeit. Hier geht es mehr um die inneren Erkenntnis Gottes und die Liebe zu ihm, die wir durch Beten, durch das Betrachten des Wortes Gottes und durch die innere Aufmerksamkeit auf die Gegenwart des Herrn in unserem Leben pflegen sollen.<\/p>\n<p>Marta und Maria sind aber Geschwister, die im selben Haus wohnen; das hei\u00dft, beide Aspekte der Liebe geh\u00f6ren zu unserem Christsein, aber sie sollen in einem bestimmten Verh\u00e4ltnis zueinander stehen, in dem die betrachtende Liebe den Vorzug hat.<\/p>\n<p>Worin liegt die Gefahr, wenn die Innerlichkeit fehlt? Marta wollte Christus dienen. Die t\u00e4tige und schenkende Liebe war ihr gro\u00dfer Vorzug. Aber in diesem Dienen-Wollen lag noch eine Schw\u00e4che, und zwar: Sie wollte Christus dienen, so wie sie selbst es sich vorstellte und nicht so, wie er es w\u00fcnschte. Sie hatte ihn zwar als Gast aufgenommen und bedient,<br \/>\naber nicht danach gefragt, was er als Gast eigentlich wollte. Sie hat sich nicht die Zeit genommen, auf ihn zu h\u00f6ren. Darin liegt oft auch unser Problem.<\/p>\n<p>Wir verfolgen unsere eigenen Ideen und Pl\u00e4ne, gehen unseren eigenen Vorstellungen und T\u00e4tigkeiten nach in der festen Meinung, dass dies das Richtige sei, und dass Gott damit zufrieden sein m\u00fcsse,<br \/>\naber wir fragen nicht danach, was der Herr wirklich von uns m\u00f6chte. Wir haben es zwar gut gemeint, aber doch nicht das Wahre getan und das macht uns dann unzufrieden, wie wir das auch bei Marta sehen. Maria hat das Bessere gew\u00e4hlt, das Hinh\u00f6ren auf Gott, das Gebet. Das ist auch das eine Notwendige f\u00fcr uns, besonders in unserer Zeit, die so vom \u201eMachen\u201c gepr\u00e4gt ist, damit wir vom Herrn erfahren, wie wir ihm wirklich dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Lukasevangelium wird uns eine Begebenheit berichtet, die f\u00fcr unser geistliches Leben bedeutsam ist. 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