{"id":4974,"date":"2017-05-11T18:00:06","date_gmt":"2017-05-11T17:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4974"},"modified":"2017-05-11T18:00:06","modified_gmt":"2017-05-11T17:00:06","slug":"als-alles-anders-kam-als-wir-dachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4974","title":{"rendered":"Als alles anders kam, als wir dachten"},"content":{"rendered":"<p><em> <a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jesus-guter-hirte3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4975\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jesus-guter-hirte3.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jesus-guter-hirte3.jpg 220w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/jesus-guter-hirte3-60x60.jpg 60w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a>Dieser Brief stammt von Robert Matthew aus Norfolk (USA):<\/em> \u00bbIch m\u00f6chte von einem Ereignis berichten, das mich tief in meiner Seele ersch\u00fcttert hat. Im Herbst 2001 bekamen meine Frau Cathy und ich die Gewissheit, dass unser erstes Kind unterwegs war. Vor Freude plante Cathy einen Besuch bei ihrer Schwester in Californien. Der Flug wurde f\u00fcr den 11. Sept. gebucht. Auf dem Weg mit dem Auto zum Flughafen beteten wir zu Gott um Beistand f\u00fcr eine sichere Reise f\u00fcr Cathy und das kleine Baby. Kaum hatten wir das &#8222;Amen&#8220; gesprochen, vernahmen wir ein lautes &#8222;Plopp&#8220; und das Auto schlingerte heftig. Ein Reifen war geplatzt. So schnell wie m\u00f6glich wechselte ich ihn gegen den Ersatzreifen aus. Leider erreichten wir den Flug nicht mehr und mussten wieder nach Hause fahren. Cathy war sehr entt\u00e4uscht. Sie hatte sich so auf den Flug gefreut.<\/p>\n<p>Zu Hause angekommen, erhielt ich einen Telefonanruf von meinem Vater. Er war pensionierter Feuerwehrmann des FDNY (Fire Department New York). Seine Stimme lie\u00df mich aufhorchen. Aufgeregt fragte er nach der Nummer des Flugzeugs, mit dem Cathy geflogen sei. Ich erz\u00e4hlte ihm von unserer Panne. Tief bewegt teilte er uns mit, dass genau dieses Flugzeug eines war, das in den S\u00fcdturm des World Trade Center gekracht und in Flammen auf gegangen war. Ich war bei dieser Nachricht so geschockt, dass es mir die Stimme verschlug.<\/p>\n<p>Mein Vater teilte noch etwas mit: &#8222;Ich mache mich jetzt auf, um an der Ungl\u00fccksstelle zu helfen. Ich kann doch nicht zu Hause herumsitzen, ich muss etwas tun!&#8220; Ich war sehr besorgt um seine Sicherheit, insgeheim auch deswegen, weil er schon lange seinen Glauben als Christ verloren hatte. Wenn ihm etwas Zusto\u00dfen w\u00fcrde\u2026 ! Bevor er auflegte, sagte er: &#8222;Passt gut auf mein Enkelkind auf!&#8220; Es waren die letzten Worte, die ich von meinem Vater geh\u00f6rt habe, denn er kam w\u00e4hrend der Bergungsarbeiten am eingest\u00fcrzten World Trade Center ums Leben.<\/p>\n<p>Meine tiefe Freude dar\u00fcber, dass Gott ganz offensichtlich unser Gebet um Sicherheit f\u00fcr Cathy und das Baby erh\u00f6rt hatte, schlug pl\u00f6tzlich in Unverst\u00e4ndnis und bittere Anklagen um und ich kam nahezu zwei Jahre lang nicht von meinen Vorw\u00fcrfen los: &#8222;Warum hat Gott mir den Vater genommen? Mein Sohn w\u00fcrde seinen Gro\u00dfvater nie mehr sehen k\u00f6nnen. Warum durfte mein Vater seinen Glauben nicht wieder gewinnen? Warum konnte ich mich nicht mehr von ihm verabschieden?&#8220; Doch dann kam alles anders. Vor zwei Monaten sa\u00df ich mit Cathy und unserem Sohn Jacky zu Hause, als es an der T\u00fcr klopfte. Ich sah Cathy an \u2013 keiner von uns erwartete jemanden. Ich \u00f6ffnete. Drau\u00dfen standen ein Mann und eine Frau mit einem etwa 2-j\u00e4hrigen Kind. Der Mann sah mich an und fragte, ob mein Vater Jacob Matthews gehei\u00dfen hatte. &#8222;Ja&#8220;, sagte ich. Da griff er bewegt nach meiner Hand und sagte: &#8222;Ich hatte nie die Gelegenheit, Ihren Vater zu treffen, aber es ist mir eine Ehre, jetzt seinem Sohn die Hand reichen zu k\u00f6nnen.&#8220; Erstaunt sah ich ihn an. Dann begann er zu erz\u00e4hlen: &#8222;Meine Frau arbeitete gerade im World Trade Center, als der m\u00f6rderische Flugzeugangriff erfolgte. Sie konnte weder fl\u00fcchten noch sich befreien und wurde schlie\u00dflich im Schutt ein geklemmt. Wissen Sie \u2013 es war besonders schlimm f\u00fcr sie, denn sie war schwanger. Ihr Vater war der Einzige gewesen, der sie aufgefunden, befreit und gerettet hat.&#8220;<\/p>\n<p>Ich konnte die Tr\u00e4nen nicht zur\u00fcckhalten, als ich daran dachte, dass mein Vater sein Leben hingegeben hatte, um andere Menschen zu retten. Aber schon begann seine Frau, ihren kleinen Jungen an der Hand, zu sprechen: &#8222;Da ist noch etwas, was Sie wissen sollten: Ich m\u00f6chte Ihnen sagen, dass ich zusammen mit Ihrem Vater, angesichts des Sterbens rings um uns, gebetet und mit ihm \u00fcber Gott gesprochen habe, w\u00e4hrend er mich aus dem Schutt heraus grub. Unser Beten und seine seelische Ersch\u00fctterung haben ihn zu Gott gef\u00fchrt. Das habe ich in meinem Herzen gesp\u00fcrt.&#8220; Als ich dies vernommen hatte, weinte ich bitterlich vor \u00dcberw\u00e4ltigung und mit einem tiefen inneren Gl\u00fccklichsein. Mir war mit einem Mal bewusst: Gottes Wege sind nicht der Menschen Wege. Und ich betete im Stillen: &#8222;Verzeih mir, Vater im Himmel!&#8220; Schlie\u00dflich erfuhren wir noch etwas Wundersch\u00f6nes. Die Eltern des kleinen Jungen sagten uns: &#8222;Als unser Baby geboren wurde, gaben wir ihm den Namen &#8218;Jacob Matthew&#8216; zu Ehren jenes Mannes, der sein Leben hingab, damit eine Mama und ihr Baby leben konnten.&#8220;\u00ab<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Brief stammt von Robert Matthew aus Norfolk (USA): \u00bbIch m\u00f6chte von einem Ereignis berichten, das mich tief in meiner <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4974\">weiterlesen&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4975,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 03:45:51","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4974"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4974"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4974\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}