{"id":4931,"date":"2017-03-11T21:50:52","date_gmt":"2017-03-11T20:50:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4931"},"modified":"2017-03-18T16:06:22","modified_gmt":"2017-03-18T15:06:22","slug":"o-gott-vergib-diesem-jungen-mann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4931","title":{"rendered":"O Gott, vergib diesem jungen Mann!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Sergei-Kourdakov.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4932\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Sergei-Kourdakov-274x350.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Sergei-Kourdakov-274x350.jpg 274w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Sergei-Kourdakov.jpg 298w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a>Nicht nur durch den Islam wurden und werden Christen immer wieder verfolgt, sondern auch unter allen kommunistischen Regierungen. Nach dem Fall der Mauern wurden die Gr\u00e4ueltaten, die durch diese Ideologie im Ostblock verursacht wurden, bald vergessen oder bewusst verschwiegen. Wie viele Christe haben in dieser Zeit ihr Leben hingegeben oder schwere Not gelitten. Der Herr hat aber auch viele Wunder der Bekehrung gewirkt. Es hat immer wieder Paulusgestalten gegeben, die sich von Verfolgern zu Aposteln bekehrt und zuletzt sogar ihr Leben f\u00fcr Christus geben haben. Einer dieser Zeugen des Glaubens, die nicht vergessen werden sollten, war Sergei Kourdakov, der das Buch &#8222;Vergib mir Natascha&#8220; geschrieben hat. In diesem Buch beschreibt er, wie das standhafte Glaubenszeugnis des M\u00e4dchens Natascha, die er mehrmals wegen ihres Glaubens schwer misshandelt hatte, sein Leben ver\u00e4nderte. Auch die folgende Begebenheit war entscheidend f\u00fcr seine Bekehrung.<\/p>\n<p>Sergei Kourdakov (*1951) war Student an der Marineakademie in Kamtschatka und \u00fcberzeugter Kommunist. Vom KGB wurde er zum Anf\u00fchrer einer Schl\u00e4gergruppe ausgebildet, die die Aufgabe hatte, geheime Gebetsversammlungen von Gl\u00e4ubigen zu \u00fcberfallen und brutal zusammenzuschlagen. Die Anweisungen zu solchen Eins\u00e4tzen gegen die Untergrundkirche kamen von der Polizei. Bei einer solchen Razzia passierte es. Sie st\u00fcrmten ein Haus, in dem sich 17 Gl\u00e4ubige versammelt hatten. Brutal schlugen sie auf die Menschen ein. Die Schreie der Gl\u00e4ubigen waren ohrenbet\u00e4ubend. Nahe einer Wand sah er eine alte Frau. Voller Angst zitterten ihre betenden Lippen. Zwar verstand er wegen des L\u00e4rmes ihre Worte nicht. Doch das brachte ihn noch mehr in Wut. Er sprang auf sie zu und holte zum Schlag aus. Als die alte Frau sah, dass Sergei mit erhobenem Arm auf sie zukam, um mit dem Gummikn\u00fcppel auf sie zu schlagen, rief sie ganz laut: &#8222;O Gott, vergib diesem jungen Mann. Zeig ihm den wahren Weg. \u00d6ffne seine Augen und hilf ihm, vergib ihm, o Gott!&#8220;<\/p>\n<p>Sergei begann seine Fassung zu verlieren. &#8222;Warum betet sie nicht um Hilfe f\u00fcr sich selbst &#8211; sondern f\u00fcr mich? Sie ist dabei, von mir erledigt zu werden!&#8220; In einem Wutanfall packte er seinen Stock fester und hatte die Absicht, ihn auf ihren Kopf niederzuschmettern, ihr einen solchen Schlag zu versetzen, der sie t\u00f6ten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aber da ergriff pl\u00f6tzlich jemand sein Handgelenk und riss es zur\u00fcck. Der Druck war so stark, dass er schmerzte. Er wandte sich um, weil er dachte, es sei einer der Gl\u00e4ubigen. Doch da war niemand! Er sah hinter sich. Niemand konnte seinen Arm festgehalten haben. Und doch hatte ihn jemand gepackt. Er f\u00fchlte noch den Schmerz. Er stand da wie unter einem Schock. Das Blut stieg ihm in den Kopf. Ihm wurde hei\u00df, und Entsetzen kam \u00fcber ihn. Er lie\u00df seinen Kn\u00fcppel fallen und rannte nach drau\u00dfen. Das Blut raste in seinem Kopf, und Tr\u00e4nen begannen \u00fcber sein Gesicht zu str\u00f6men. Seit er vier Jahre alt war, hatte er nicht mehr geweint.<\/p>\n<p>Nach diesen und anderen Erfahrungen, die er mit gl\u00e4ubigen Christen machte, hat er sich bekehrt und ist auf abenteuerliche Weise nach Kanada gefl\u00fcchtet. Er hat in Vortr\u00e4gen Zeugnis gegeben von seinem Glauben an Christus und sein Buch verfasst.<\/p>\n<p>Am 1. Januar 1973 starb Sergei durch eine Kugel aus seinem eigenen Revolver. Sein Tod wurde als Unfall erkl\u00e4rt, daran gibt es aber Zweifel, nicht zuletzt, weil einige seiner Gegner ihm zuvor gedroht hatten, den Mord an ihm wie einen Unfall aussehen zu lassen, wenn er weiterhin \u00f6ffentlich auftrete und die Wahrheit \u00fcber sein Leben in der Sowjetunion verbreite.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur durch den Islam wurden und werden Christen immer wieder verfolgt, sondern auch unter allen kommunistischen Regierungen. 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