{"id":4869,"date":"2017-01-09T14:34:55","date_gmt":"2017-01-09T13:34:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4869"},"modified":"2017-01-09T14:34:55","modified_gmt":"2017-01-09T13:34:55","slug":"kinder-des-vaters-im-himmel-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/?p=4869","title":{"rendered":"Kinder des Vaters im Himmel sein"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-721\" src=\"http:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1-221x300.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1-221x300.jpg 221w, https:\/\/www.st-antonius.at\/antonius\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/jesus1.jpg 250w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a>In den Evangelien der Sonntagen im Februar h\u00f6ren wir wichtige Abschnitte aus der Bergpredigt Jesu. Jesus legt uns darin die Gebote, Weisungen und Prinzipien vor, an die wir uns als seine J\u00fcnger halten sollen, damit wir wahrhaft Kinder unseres Vaters im Himmel werden (vgl. Mt 5,45).<\/p>\n<p>Eines der Gebote, das f\u00fcr uns menschlich gesehen am schwersten zu verstehen ist, ist das Gebot des Verzichtes auf Rache und der Feindesliebe. Wenn Jesus sagt: &#8222;Leistet dem, der euch etwas B\u00f6ses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schl\u00e4gt, dann halt ihm auch die andere hin&#8220;, oder &#8222;Liebt eure Feinde und betet f\u00fcr die, die euch verfolgen&#8220;, dann werden wir dem vielleicht theoretisch zustimmen, aber wenn es konkret wird, werden wir vielleicht auch so denken, wie es in der folgenden Begebenheit geschildert wird.<\/p>\n<p>In den 60-er Jahren war der sowjetischen Regierungschefs Nikita Chruschtschow in Frankreich zu Besuch und man hat ihm auch die Kathedrale von Reims gezeigt. Nach der F\u00fchrung hat er zu dem Pr\u00e4laten, der ihn begleitet hat, gesagt: &#8222;Eigentlich stimme ich mit allem \u00fcberein, was euer Christus gelehrt hat. Ein Mann mit sozialen Ideen. Ein Mann, der f\u00fcr die Revolution war. Wirklich, euer Christus imponiert mir.&#8220; Aber nach einer Weile machte er doch die bemerkenswerte Einschr\u00e4nkung: &#8222;Nur eines verstehe ich nicht an eurem Christus; wenn er sagt: Haut dich einer auf die linke Backe, reich ihm auch die rechte! &#8211; Nein, wenn mich einer schl\u00e4gt, dann mache ich ihn einen Kopf k\u00fcrzer.&#8220; Er hat genau das ausgesprochen, was in der Welt \u00fcblich ist. Hier geht es nicht blo\u00df &#8222;Aug um Auge, Zahn um Zahn&#8220;, das w\u00e4re ja noch gerecht, sonder f\u00fcr eine Ohrfeige macht man den anderen gleich um einen Kopf k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>Aber was ist nun mit dieser anderen Wange gemeint?<br \/>\nEs geht hier ganz offensichtlich um die pers\u00f6nlichen Beleidigungen und Verletzungen, die uns in verschiedenster Weise treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In solchen Situationen sind wir zwar manchmal nach au\u00dfen hin f\u00e4hig, ein Unrecht oder eine Beleidigung zu ertragen &#8211; um des Lieben Friedens willen. Aber innerlich haben wir diesen Schlag noch lange nicht \u00fcberwunden. Wir sind versucht, ganz heftige Gedanken des Zornes, des Hasses, der Rache mit uns herumzutragen, ja vielleicht sogar ein Leben lang, weil wir das Unrecht nicht verzeihen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn Jesus hier sagt, wir sollen auch die andere Wange hinhalten, so k\u00f6nnten wir darunter die Gesichtsseite des inneren Menschen verstehen.<\/p>\n<p>Jesus wollte, dass wir jeden Hass auf die Menschen, jeden Gedanken der Rache in der Tiefe unserer Seele von Grund auf \u00fcberwinden durch das Vergeben und Verzeihen, so wie er es getan hat. Das ist aber nur m\u00f6glich mit seiner Gnade und in seinem Geist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Evangelien der Sonntagen im Februar h\u00f6ren wir wichtige Abschnitte aus der Bergpredigt Jesu. 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